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Sand – Kleine Körner mit großer Wirkung

Ahmerkamp

Dr. Soeren Ahmerkamp

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen

Sand kennt jeder – vom letzten Strandbesuch, dem letzten Urlaub, der letzten Sandburg. Sande bestehen aus winzigen Quarzkörnern, nur etwas größer als ein Haar breit ist. Sie bedecken nicht nur die schönsten Strände dieser Erde, sondern auch mehr als 90 Prozent des Meeresbodens der Nordsee. Und sie stecken voller Überraschungen.

• Betrachtet man Sand bei 10.000-facher Vergrößerung, zeigt sich, dass auf jedem einzelnen Sandkorn 10.000 bis 180.000 Bakterien wohnen.

• Die Besiedlung durch Bakterien macht den Sand zu einem wichtigen Filter, der Schad- und Nährstoffe aus der Nordsee entfernt.

• Die Prozesse in den Sanden sind sehr komplex, da die Bakterien ständigen und starken Porenströmungen ausgesetzt sind.

• Um die Vorgänge im Sand zu erforschen, haben wir spezielle Instrumente entwickelt: zum Beispiel den Unterwasser-Roboter LanceALot.

 

Soeren Ahmerkamp studierte Umweltwissenschaften in Oldenburg und Stanford (Kalifornien). Am Bremer

Max-Planck-Institut spezialisierte er sich auf die Entwicklung von Methoden zur Erforschung biogeochemischer Prozesse.

Aktualisiert von: Änne Gerdes