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Studienkontenmittel

Verteilung der Mittel

Fünfzig Prozent der Einnahmen aus den Studiengebühren werden den Fächern bemessen an der jeweiligen Zahl der Studierenden zur Verfügung gestellt und von den Fachbereichen dezentral verausgabt. Die anderen 50% fließen über ein jährliches zentrales Vergabeverfahren in fachbereichsübergreifende Themen und Maßnahmen sowie in die Finanzierung lehrrelevanter Infrastruktur. Studierende sollen dabei ausdrücklich entweder über ihre Interessenvertretungen oder auch als Einzelvertreter über den Einsatz der Studiengebühren mitentscheiden.

Verwendung der Studienkontenmittel

Die Einnahmen aus den Studiengebühren gemäß Studienkontengesetz werden als Sondermittel für die Verbesserung von Studium und Lehre verwendet und zweckgebunden eingesetzt. Es gilt das Prinzip „Geld folgt Studierenden“. In dem vom Akademischen Senat festgelegten Verfahren sollen gezielt Maßnahmen gefördert werden, die die Studiensituation möglichst vieler Studierender verbessern. Besondere Berücksichtigung finden dabei folgende Zielgruppen:

Zielgruppen
  • Studierende höherer Semester
  • Studienanfängerinnen und -anfänger
  • Studierende in der Abschlussphase
  • Internationale Studierende
  • Studierende mit Kind

Ausschreibung für das Studienjahr 2019/20

Die Ausschreibung startet jährlich ab ca. Ende Mai über einen uniweiten Mailverteiler. Auf Wunsch wird Ihre Funktions-Mailadresse gern in den Verteiler übernommen. Zusätzlich ist die aktuelle Ausschreibung zum Starttermin als Download erhältlich.

Die aktuelle Ausschreibung läuft vom 22.05.-25.06.2019: Ausschreibung Studienkontenmittel für das Studienjahr 2019/20.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den unten stehenden Kontakt oder an das Referat Lehre und Studium.

Geförderte Projekte im Hochschuljahr 2019/20

Von den für das Studienjahr 2019/20 eingereichten 41 Anträgen wurden 30 Projekte in Gänze oder als Teilförderung bewilligt:

  • 17 projektgebundene Anträge
  • 13 Anträge auf Mittel für lehrrelevante Infrastruktur.

Unten stehend sind einige aktuelle Beispiele für das kommende Studienjahr gelistet. Die vollständige Liste steht als Download zur Verfügung.

Das aus Einnahmen aus dem Studienkontengesetz finanzierte Tutorenprogramm des Fremdsprachenzentrums existiert seit 2008 und ist seitdem zu einer bedeutenden Serviceeinrichtung gewachsen. Es verdankt seine Bedeutung und seinen großen Erfolg der Integration von vier übergeordneten Leitgedanken:
Der Verbesserung der Studiensituation durch

  • die Flexibilisierung von Lernzeit und Lernumgebung bei gleichzeitiger Verpflichtung zu reflektiertem, ziel- und er­folgsorientiertem  Lernen,
  • die individuelle Lernberatung und tutorielle Begleitung durch studentische Tutor*innen, die dafür speziell ausgebildet werden,
  • die Einübung und produktive Anwendung von autonomen und zugleich kooperativen Lernformen,
  • die Orientierung an den handlungs- und kompetenzorientierten Prinzipien des Gemeinsamen Europäischen Re­ferenzrahmens für Sprachen (GER).

Die Angebote im Tutorenprogramm reichen von gezielter Schreibberatung für die Sprachen Englisch und Deutsch bis hin zu offenen Beratungszeiten im Selbstlernzentrum und werden sehr gut nachgefragt. Sie dienen dabei ausdrücklich der Entwicklung von Strategien des forschenden Lernens. Ein weiterer Fokus ist die Arbeit in mehrsprachigen Projektgruppen, die auf diese Weise das "Programm akademische Mehrsprachigkeit" (Rektorats-Beschluss Nr. 1048) ergänzt.

Gefördert werden Angebote, die zwar kontinuierlich nachgefragt werden, jedoch mit den vorhandenen personellen Ressourcen der Studierwerkstatt nicht bewältigt werden können. Die Maßnahmen stellen eine sinnvolle Ergänzung des Standardprogramms dar und werden ausschließlich von externen Dozentinnnen und Dozenten umgesetzt. In fast allen Veranstaltungen ist ein CP-Erwerb möglich, über deren Anerkennung die Prüfungsausschüsse der Studiengänge entscheiden.

Die durch die Seminare abgedeckten vier Inhaltsbereiche sind folgende:

  • Lern- und Arbeitstechniken, Studienmethoden
  • Anleiten von Lerngruppen: Tutorenschulungen, Tools für tutorielles Lernen
  • Präsentation, Moderation und Kommunikationstraining
  • Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben.

kompass ist ein durch das International Office der Universität Bremen organisiertes und betreutes Programm von und für internationale Studierende. Gemeinsam mit fast 20 internationalen Communities werden Kulturveranstaltungen organisiert um sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. In den vergangenen Bewilligungszeiträumen wurde das Projekt kompass erfolgreich weitergeführt durch die Gründung von neuen Communities, der Ausweitung auf das „Café Lui“, dem Ausbau der App „EnterUBremen“ und der Fortführung des Projektes „Urban Gardening“. Berichte und Anträge der Vorjahre lassen eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung des Projekts erkennen, das geprägt ist durch eine Orientierung an den Bedarfen der Zielgruppe. Der Ausbau zum Gesamtkonzept „kompass forum international“ korrespondiert mit den Ideen und Vorstellungen des Konrektorats „Internationalität und Diversität“. Zudem unterstützt es mit seinen operativen Maßnahmen das strategische Verständnis von Interkulturalität als Querschnittsaufgabe der Gesamtuniversität, damit die Universität Bremen im Wettbewerb um internationale Studierende weiter erfolgreich bleibt. Geplante neue sowie auch fortgeführte Schwerpunkte für das akademische Jahr 2019/20 sind:

  • Einführung eines „Leadership“-Seminars zur Vermittlung fächerübergreifender Zusatzqualifikationen,
  • Begleitung der HERE-Absolvent*innen,
  • Ausbau der Werbung über Social Media,
  • Interkulturelle Sensibilisierung von Studierenden als fachergänzendes Angebot,
  • Durchführung regelmäßiger kompass-Veranstaltungen,
  • Professionalisierung der Tutor*innen durch gezielte Fortbildungen.

Zudem soll der Ausbau der Vernetzung/Zusammenarbeit mit den regionalen studentischen Communities weiter vorangetrieben werden.

An der Universität Bremen gibt es eine Reihe von Unterstützungsangeboten, die sich an Studierende mit Beeinträchtigung richten. Diese Angebote sollen dabei helfen, den Studienalltag möglichst reibungslos zu gestalten. Die KIS dient als Anlaufstelle für Menschen, die in ihrem Studium z.B. durch eine Behinderung oder akute/chronische Erkrankung beeinträchtigt sind, "kivi" ist eine unabhängige Initiative von Studierenden für Studierende mit Beeinträchtigung und eine diverse Universität. In der Vergangenheit wurden aus Mitteln der Studienkontengelder zwei Projekte gefördert.

Das Projekt „Campus barrierefrei“ erfasst unter Mithilfe studentischer Mitarbeitender seit dem Jahr 2011 bauliche Barrieren in Wort und Bild und beteiligt sich an der Entwicklung eines neuen Wegeleitsystems im GW2 zur besseren Orientierung auf dem Campus.

Das Projekt „LoB-Lernen ohne Barrieren“ wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und thematisiert Barrieren in der Lehre. Ziel ist, Studierende und Lehrende für das Thema kontinuierlich zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Lehre zu erwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Leitfaden für Lehrende entworfen sowie die Durchführung eines Treffens der norddeutschen Behindertenberatungen an der Uni Bremen organisiert und der Austausch mit Behindertenberatungseinrichtungen anderer norddeutscher Hochschulen vorangetrieben.

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr die Beteiligung am „Aktionsplan“ zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der Universität Bremen (s. AS-Beschluss Nr. 8783).

Das Betreuungsangebot UNIKRÜMEL ist ein sehr flexibles, kostenloses Angebot für Kinder von Studierenden. Studierende können ihre Kinder im Alter von einem bis unter fünf Jahren für insgesamt 9 Stunden pro Woche durch studentische Hilfskräfte betreuen lassen. Die UNIKRÜMEL sind aus der AG Familienfreundliches Studium im Rahmen des uniweiten audit familiengerechte hochschule  im Wintersemester 2011/12 eingerichtet worden und wurden seither aus Studiengeldern finanziert. Die Förderung ist zur Fortsetzung des bestehenden Betreuungs-Angebotes dringend erforderlich. Vor allem die Betreuung von unter Einjährigen ist sehr kostenintensiv, da hier häufig eine 1:1-Betreuung erfolgt. Für Studierende gibt es die Möglichkeit der Einbettung definierter Aufgaben in den Bereich General Studies und den damit verbundenen möglichen Erwerb von Credit Points (FB 8, 9 und 11).

Die bereitgestellten Mittel werden zur Erneuerung der Audioanlage in den beiden Hörsäalen verwendet. Die Audioanlage stammt noch von der Erstausstattung ungefähr aus dem Jahr 1980 und notwenige Ersatzteile sind mittlerweile nicht mehr lieferbar. Bei einem Defekt muss improvisiert werden, damit die Anlagen wieder bedingt nutzbar ist. Durch den Einbau der neuen Kompnenten wird eine ausgezeichnete Audioqualität auf allen Sitzplätzen erzielt. Im Zuge der Erneuerung wird im NW1 zusätzlich das Rednerpult ausgetauscht. Das derzeitige Rednerpult ist noch aus der Erstausstattung und ist nicht barrierefrei. Durch die Erneuerung wird es auch Rollstuhlfahrer*innen möglich sein, das Rednerpult zu nutzen. 

Kontakt

Sylvia Beckhusen-Mardeck

Dezernat 1, Referat Lehre und Studium
VWG 0290
+49-421-218-60353
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