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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2019/2020

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

FD3 Planung und Reflexion schulischer Praxis im Fach Deutsch Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 3

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-FD3-1Planung und Analyse von Deutschunterricht (a)
Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit

Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-2Planung und Analyse von Deutschunterricht (b)
Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit

Seminar
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD3-3Planung und Analyse von Deutschunterricht (c)
Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit

Seminar
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD3-4Planung und Analyse von Deutschunterricht (d)
Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit

Seminar
Maren Güber (LB)
10-M79-FD3-5Planung und Analyse von Deutschunterricht (e)
Blockveranstaltung nach Ende der Vorlesungszeit

Seminar

Einzeltermine:
Mo 17.02.20 16:00 - 18:00 Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen
Mo 02.03.20 16:00 - 19:00 Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen
Mo 16.03.20 16:00 - 20:00 Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen

Die Veranstaltungen werden im Landesinstitut für Schule (Am Weidedamm 20, 28215 Bremen) stattfinden – die Raumangabe entnehmen Sie bitte der Anzeigetafel im LIS

Die Veranstaltung für ca. 12 TeilnehmerInnen findet wie angegeben in Blöcken nach der Vorlesungszeit des Wintersemesters statt. Sie wird im Sommersemester als Begleitveranstaltung zum Praxissemester (2 SWS) montags 16-18 (zweiwöchentlich; gerade KW'en) im Landesinstituts für Schule fortgesetzt. Die VeranstalterInnen aller fünf gleichartigen Veranstaltungen im Modul FD3 behalten sich die gleichmäßige Verteilung aller angemeldeten TeilnehmerInnen zur Erzielung gleicher Gruppengrößen vor - die Zulassung zu den Veranstaltungen findet Ende des Kalenderjahres statt.

Britta Egdmann (LB)

FD4 Ausbaukompetenzen der Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik Pflichtmodul Gy/OS ECTS: 9

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de

Im SoSe wegen des Praxissemesters keine Angebote im Modul FD4, erst wieder im WiSe, bis auf:
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-FD4-1Jugendsprache und Deutschunterricht [Sprachdidaktik]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SH D1020 (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-2Medienunterstützte Textproduktion

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW1 B0100 UNICOM 3; 0. Ebene; Seminarraum 2 (2 SWS)
Dr. Lisa Schüler
10-M79-FD4-3[Literaturdidaktik] (a) Heterogenität als Thema und Herausforderung im Literaturunterricht

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 2070 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-M79-FD4-4Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott. Erzähltext, Drama, Film.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Dr. Christian Schlößer
10-M79-FD4-5Visuelle Medien im kompetenzorientierten Deutschunterricht [Medienprojektseminar] (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 15:00 SH D1020 (4 SWS)

Einzeltermine:
Fr 17.01.20 10:00 - 12:00 SFG 1080
Dr. Stefan Schallenberger
10-M79-FD4-6[Medienprojektseminar] (b) Film im Deutschunterricht

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 17:00 MZH 1460 (4 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser

Masterabschlussmodul (Fachdidaktik Deutsch) Pflichtmodul / Abschlussmodul 21 CP

Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: sekrdd@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-SFP-1Masterkolloquium Schulbezogenes Forschungspraktikum

Colloquium

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW1 A0150 (2 SWS)

Die Veranstaltung dient der regelmäßigen Begleitung beim Erstellen der Masterthesis in der Fachdidaktik Deutsch und macht mit grundlegenden Forschungsdesigns und –methoden vertraut. Je eigene Problemstellungen können, angefangen bei der Generierung eines Forschungsthemas und erster Forschungsfragen, diskutiert werden.

Empfohlene Literatur zur Empirie:

Kepser, Matthis/ Abraham, Ulf (2016): Literaturdidaktik Deutsch. Eine Einführung. 4. völlig neu bearb. u. erw. Aufl. Berlin: Erich Schmidt.

Boelmann, Jan (Hg.) (2016): Empirische Erhebungs- und Auswertungsverfahren in der deutschdidaktischen Forschung. Baltmannsweiler: Schneider.

Prof. Dr. Matthis Kepser
Dr. Stefan Schallenberger

A3 Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es fuehrt anhand von exemplarischen Gegenstaenden und Themen in die genannten Stoffgebiete ein. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-3-A3-01Theorien der Interpretation
Theories of Interpretation

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1080 (2 SWS)

Zu interpretieren, genauer: literarische Texte zu interpretieren ist sicherlich das 'Kerngeschäft' der Literaturwissenschaft. Doch spätestens seit der strukturalistischen und poststrukturalistischen Kritik an den Standards, den theoretischen Grundlagen und der Praxis der 'guten alten' hermeneutischen Tradition des Interpretierens stellt sich die Frage, was Interpretation, und vor allem natürlich, was eine gelungene Interpretation eigentlich ist.

Interpretationstheoretische Antworten auf diese und verwandte Fragen bilden den Gegenstand dieses Seminars, das somit literaturtheoretische und methodologische Fragen und Themen miteinander verknüpft und natürlich auch das eigene Handeln beim Interpretieren von literarischen Texten reflektieren soll.

Als Textgrundlage nutzen wir den nach wie vor aktuellen, von Tom Kindt und Tilmann Köppe herausgegebenen Reader "Moderne Interpretationstheorien" (UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008). Dieser ist in der SuUB verfügbar, im Buchhandel aber wohl nur noch bedingt.
Deshalb werden die zu lesenden Texte aus dem Reader den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars als PDFs zur Verfügung gestellt.

Einen konkreten Plan für dieses Seminar und die zu behandelnden Texte finden Sie ab der zweiten Septemberhälfte in Stud.IP.

Das Modul A3 schließt ab mit einer mündlichen Prüfung, die somit auch für dieses Seminar zum Modulabschluss angeboten wird.

Dr. Uwe Spörl
10-79-3-A3-02Autofiktionalität in Theorie und Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Autofiktionalitätstheorien sind aus den Debatten um die Autorschaft hervorgegangen und setzen auf einem stark bearbeiteten Feld neu an. Sie zielen auf eine Gruppe von Texten, die sowohl autobiographische Anteile der Autorinnen und Autoren als auch fiktionale Verarbeitungsstrategien der autobiographischen Ebene aufweisen. Die Interaktion von Autobiographie und Fiktion erlaubt es, einen Akzent auf die ästhetischen Verarbeitungen von durchaus allgemeingültigen Problemen zu legen, ohne in überholte Konzepte von Autorschaft zurückzufallen und ohne biographistisch zu arbeiten. Das Seminar soll zunächst anhand von Überblicksartikeln die Grundlagen und die Debat-tenverläufe zu den Themen Autorschaft und Autofiktion erarbeiten und in einem zweiten Schritt unterschiedliche literarische Formen von Autofiktionalität in literarischen Texten untersuchen. Dabei soll die Relation von Autobiographie und Fiktion ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Kontexte und die literarische Konzeption der Texte.
Die Reihe der Texte, die gemeinsam analysiert werden sollen, beginnt in der Nachkriegsliteratur und endet in der Postmoderne. Dazu gehören Arno Schmidts Brand’s Haide, Franz Fühmanns Der Sturz des Engels und Das Judenauto, Herbert Achternbuschs Die Alexanderschlacht, Thomas Bernhards Ein Kind, Günter Grass Aus dem Tagebuch einer Schnecke, Walter Kempowskis Tadellöser und Wolf, Benjamin von Stuckrad-Barres Live-Album und Wolfgang Hilbigs „Ich“.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-3-A3-03Mediävistische Narratologie und Contradiction Studies

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 2010 (2 SWS)

Das Seminar führt ein in die Grundlagen der historischen Narratologie (Erzählinstanzen und Fokalisierung, Sujetfügung und Handlungsmotivation, Figurenkonstitution, Raum- und Zeitstrukturen) und in die literaturwissenschaftlichen Contradiction Studies. Beide Ansätze sollen erzähltheoretisch vermittelt und am Beispiel von Gottfrieds von Straßburg ‚Tristan‘ für die Beschreibung und Deutung von Widersprüchen in vormodernem Erzählen fruchtbar gemacht werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Mitgestaltung mehrerer Sitzungen (Details in der ersten Sitzung)

Modulprüfung BA/MEd A3 (nur in einer Veranstaltung des Moduls): mündliche Prüfung

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-3-A3-05Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft. Theoretische Konzeptionen und methodologische Praxis

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 2010 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-3-A3-06Metrik und Gedichtanalyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1010 (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-07Hermeneutik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-3-A3-09Einführung in die feministische Literaturtheorie

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 SFG 1080 (2 SWS)

In diesem Seminar sollen einschlägige Texte der feministischen Literaturwissenschaft und Literaturtheorie erarbeitet werden. Dazu gehört, neben der Lektüre und Interpretation, die historische Einordnung der Konzepte zur Kategorie Geschlecht bzw. Weiblichkeit, die sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verändert und weiterentwickelt haben.
Die Frauenbewegung der siebziger Jahre beschäftigte sich – ausgelöst durch die Erkenntnis, dass Frauen aus der literarischen Produktion und der Sprache in ihrer männlichen Normierung – intensiv mit dem Bereich „Frauenliteratur“. Ein Begriff, der inzwischen in dieser Form irrelevant geworden ist. Im Seminar sollen sowohl nach den Produktionsbedingungen weiblichen Schreibens wie auch nach der spezifischen Qualität literarischer Texte von Autorinnen gefragt werden. Ausgangspunkt sind Virginia Woolfs Essay „Ein eigenes Zimmer“ und Simone de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“. Auf dieser Basis sollen die Ansätze wichtiger Frauenliteratur-Forschung von Sigrid Weigel und Silvia Bovenschen thematisiert werden. Danach kommen die Begründerinnen der feministischen Literaturtheorie zu Wort, so u.a. Helène Cixous‘ écriture féminine. Im Gegensatz zu konstruktivistischen Ansätzen, die das biologische Geschlecht (sex) deutlich von der sozialen Identität (gender) abgrenzen, gründet die oben genannte Theorie in einer emphatischen Annahme einer spezifischen und körpergebundenen Ästhetik. Ansätze aus dem Bereich der Psychoanalyse, der Diskursanalyse und des Poststrukturalismus, die Eingang in die feministische Theorienbildung gefunden haben, sollen im weiteren Verlauf des Seminars hinsichtlich ihrer Konzepte – wie Maskerade, Körper und Hysterie – eingebunden werden. Geeignete Einführung in die Thematik Feministische Literaturwissenschaft bzw. -theorie sind von Lena Lindhoff und Jutta Osinski erschienen.
Ab September finden Sie einen Verlaufsplan und weitere Informationen zum Seminar auf Stud.IP (im Dateien-Ordner).

Dr. Ina Düking (LB)
10-79-3-A3-10Utopie: Theorie und Geschichte einer Gattung

Seminar

Einzeltermine:
Fr 18.10.19 10:00 - 13:00 SFG 2030
Fr 20.12.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Fr 24.01.20 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Fr 31.01.20 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Fr 07.02.20 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Fr 14.02.20 10:00 - 15:00 SFG 2030
Dr. Linda Maeding (LB)
10-79-3-A3-11Diskursanalyse und New Historicism

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit zwei literaturtheoretischen Methodologien ähnlichen Zuschnitts: Sowohl der Diskursanalyse als auch dem New Historicism geht es darum, literarische Texte als historische Gebilde zu interpretieren, ohne sich dabei in den Details von Autorenbiographien zu verlieren. Den Konzepten, die dabei in Stellung gebracht werden, wird dieser Kurs durch die Lektüre einiger Schlüsseltexte Michel Foucaults (Diskursanalyse) und Stephen Greenblatts (New Historicism) nachspüren. Daneben soll aber auch immer mal wieder ein Blick auf konkrete Analysen geworfen werden, die von diesen Strömungen angeregt wurden.

Die Modulprüfung kann in diesem Seminar in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-3-A3-12Formen des komplexen Erzählens

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW1 B0100 (2 SWS)

Komplexes Erzählen ist bisher in der Literaturwissenschaft selten bis nie thematisiert worden. Das mag daran liegen, dass man Produktion und auch Rezeption jedenfalls von anspruchsvolleren literarischen Texten schon immer als komplexen Vorgang verstanden hat und deswegen eine gesonderte Betrachtung unter dem Aspekt der Komplexität als redundant ansah. Dabei wurde mit wenigen Ausnahmen übersehen (z.B. Wrobel 1997), dass komplexes Erzählen charakteristische Muster aufweist, etwa zyklische Strukturen oder das Fehlen einer zentralen Instanz des Erzählens, die auf eine veränderte Erfahrung von Welt/Wirklichkeit bei den Autoren hindeutet. Damit ist gemeint, dass seit dem Ausgang der Moderne die herkömmlichen Formen linearen Erzählens angesichts der katastrophischen Erfahrung der beiden Weltkriege und einer durch Innovationsschübe geprägten gesellschaftlichen Dynamik zunehmend als ungenügend empfunden wurden.
Spätestens seit Musils „Mann ohne Eigenschaften“ geht es nicht nur um die Frage nach dem Wirklichen, sondern auch um ein Leben in der Möglichkeitsform, das auf subtile Weise mit naturwissenschaftlichen Entdeckungen und der philosophischen Theorie korrespondiert. Diese Tendenz hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die Digitalisierung aller gesellschaftlichen Bereiche und die Klimakatastrophe als zu bewältigende Herausforderung weiter radikalisiert. Da es sich in beiden Fällen um komplexe Phänomene handelt, die vom Subjekt weitgehende Verhaltensänderungen verlangen, liegt es nahe, dass sich auch das literarische Erzählen dieser Problematik annimmt, die gerade in letzter Zeit mehr und mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt ist.
Im Seminar soll es zunächst darum gehen, typische Muster komplexen Erzählens zu identifizieren. Dass sich dabei die Muster in ihrer Phänomenalität nicht auf die autonome Sphäre reiner Ästhetik beschränken lassen, sondern auf die genannten, mittlerweile globalen Tendenzen antworten, kann als Ausgangsthese für die weitere Arbeit im Kurs dienen. Es wird im Weiteren also auch darum gehen, einen Brückenschlag zum neuen Diskurs der Komplexitätsforschung (Mainzer 2008) zu wagen und zu fragen, ob und wenn ja, auf welche Weise sich die Literaturwissenschaft in diesen Cluster einordnen ließe. Das Seminar wendet sich aufgrund der interdisziplinären Perspektive vor allem an Studierende, die neben dem Interesse an Literatur auch ein Faible für die mit der Kursthematik verbundenen, zuvor skizzierten Fragestellungen mitbringen.

Ein Seminarplan + Literaturliste wird kurz vor Kursbeginn auf StudIP bereitgestellt

Dr. André Steiner (LB)

B3 Sprache in Denken und Handeln 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer/ Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B3 Sprache in Denken und Handeln" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-3-B1.1-1Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B2890 (2 SWS)

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz
10-79-3-B3-01Ausgewählte Probleme der Namenkunde

Seminar

Einzeltermine:
Sa 09.11.19 10:00 - 16:00 GW2 B2900
Sa 07.12.19 10:00 - 16:00 GW2 B2900
Sa 18.01.20 10:00 - 16:00 GW2 B2900
Mi 12.02.20 10:00 - 16:00 GW2 B2900
Dr. Claudia Happe
10-79-3-B3-02Sprachgebrauch im Internet

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1040 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-3-B3-03Einführung in die Pragmatik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 1030 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 23.11.19 - So 24.11.19 (So, Sa) 09:00 - 17:00 GW2 B1410
Dr. Daniel Schmidt-Brücken
10-79-3-B3-04(Sprach-)wissenschaftliche Textsorten in Theorie und Praxis: Linguistische Neuerscheinungen und ihre Rezension

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SFG 1040 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-3-B3-05Pragmatik in Theorie und Anwendung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW1 B0100 (2 SWS)
Jan-Henning Kromminga (LB)
10-79-3-B3-06Variation und Wandel von Struktur und Bedeutung

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-3-B3-07Kontrastive Linguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 GW2 B1820 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger

A11 Literatur und Interkulturalität 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literatur und Interkulturalitaet findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es behandelt exemplarische Gegenstaende und Themenfelder der interkulturellen Germanistik. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-A11-01Jerusalem in der vormodernen Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SFG 1040 (2 SWS)

Jerusalem ist seit langem eine Stadt, die viele Zuschreibungen hat: touristischer Magnet, religiöser und politischer Sehnsuchtsort, aber auch Ort nicht enden wollender Auseinandersetzungen und Gewalt. Im Seminar beschäftigen wir uns mit mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten über Jerusalem. Die 'Heilige Stadt' präsentiert sich schon in der Vormoderne als Begegnungsstätte der großen monotheistischen Religionen sowie als problembelasteter Ort von unvergleichlicher Schönheit und Kultur. Wir betrachten z.B. die Pilgerstadt mit dem Tempel, den Synagogen, Kirchen und Moscheen, den Zielpunkt der Kreuzzüge, den Mittelpunkt der Welt in mittelalterlichen Weltkarten und das himmlische Jerusalem. Soweit möglich, soll das vormoderne Jerusalem nicht nur aus christlicher Perspektive behandelt werden. Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Texten wird bei allen Teilnehmer_innen vorausgesetzt.
Zur Einführung: Tomas Tomasek: Babylon, Jerusalem. In: Literarische Orte in deutschsprachigen Erzählungen des Mittelalters. Ein Handbuch. Hg. von Tilo Renz, Monika Hanauska und Mathias Herweg. Berlin/ Boston 2018, S. 40-63.

Dieses Seminar wird im Bachelor und im Master of Education angeboten. Die unterschiedlichen Anforderungen werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-5-A11-02Herta Müller

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1030 (2 SWS)

Die 2009 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Herta Müller wuchs als Angehörige der deutschsprachigen Minderheit der Banater Schwaben in Rumänien auf. „Der Bogen von einem Kind, das Kühe hütet im Tal, bis hierher ins Stadthaus von Stockholm ist bizarr“, sagt sie zu Beginn ihrer Tischrede nach der Verleihung des Nobelpreises. Nach der Publikation ihres ersten Buchs Niederungen 1984 in der Bundesrepublik wirft ihr die Banater Landsmannschaft „Nestbeschmutzung“ vor, der rumänische Geheimdienst Securitate verfolgt sie, weil sie sich weigert, für ihn zu spitzeln. 1987 darf sie schließlich in die Bundesrepublik ausreisen. Die interkulturelle Situation zwischen zwei Kulturen und Sprachen (dem Deutschen und dem Rumänischen) wird durch die Ceauşescu-Diktatur noch erheblich verkompliziert.
Wir wollen im Seminar die wichtigsten Romane und Essays Herta Müllers vor diesem Hintergrund lesen (Niederungen (1984), Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt (1986), Reisende auf einem Bein (1987), Der Fuchs war damals schon der Jäger (1992), Herztier (1994), Hunger und Seide (1995), Der König verneigt sich und tötet (2003), Atemschaukel (2009)). Eine besondere Rolle werden dabei die Bände mit Text-Bild-Collagen spielen (Die blassen Herren mit den Mokkatassen (2005), Vater telefoniert mit den Fliegen (2012), Im Heimweh ist ein blauer Saal (2019).
Zum Einstieg: Herta Müller: Mein Vaterland war ein Apfelkern. Ein Gespräch mit Angelika Klammer. München: Hanser 2014.
Hilfreich: Norbert Otto Eke (Hg.): Herta Müller-Handbuch. Stuttgart: Metzler 2017.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A11-04Zur Frage der Herkunft im Werk von Ilija Trojanow und Saša Stanišić

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Mit der Frage der Herkunft bzw. des Beheimatet-Seins sind in den Werken von Trojanow und Stanišić essentielle menschliche Fragen wie die nach Zugehörigkeit und vielfältigen Fremdheitserfahrungen, nach kultureller Identität oder nach der Bedeutung von Sprache verknüpft. Im Detail werden wir uns mit Trojanows Debütroman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ (1996), seinem Reisebericht „Die fingierte Revolution“ (2006) und seinem essayistischen Text „Nach der Flucht“ (2017) auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf Stanišićs aktuellem Roman „Herkunft“ (2019). Beide Autoren sind als Kinder mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen; Trojanow (*1965) floh mit seiner Familie aus Bulgarien und lebte später u.a. lange Zeit in Kenia und Südafrika; Stanišić (*1978) kam während des Bosnienkriegs 1992 nach Heidelberg.
Ab September finden Sie einen Ablaufplan und weitere Informationen zum Seminar auf Stud.IP (im Dateien-Ordner). Sie benötigen die genannten Werke in Papierform.

Dr. Ina Düking (LB)
10-79-5-A11-05Gebrochenes Deutsch: Mehrsprachigkeit und Subjektkonstitution in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Seminar

Einzeltermine:
Fr 25.10.19 16:30 - 18:30 SFG 1030
Fr 15.11.19 14:00 - 19:00 SFG 1010
Sa 16.11.19 09:30 - 13:30 SFG 1010
Fr 13.12.19 14:00 - 19:00 SFG 1010
Sa 14.12.19 09:30 - 13:30 SFG 1010
Fr 31.01.20 16:00 - 18:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockseminar

Termine:

Vorbesprechung Freitag, den 25.10.2019 von 16:30-18:30

Sitzung I Freitag, den 15.11.2019 von 14:00 bis 19:00, Sitzung II Samstag, den 16.11.2019 von 9:30 bis 14:30

Sitzung III Freitag, den 13.12.2019 von 14:00 bis 19:00, Sitzung IV Samstag, den 14.12.2019 von 09:30 bis 13:30.

Das Seminar beschäftigt sich mit literarischer Mehrsprachigkeit. Im Zentrum stehen Texte von deutschsprachigen Autor*innen, in denen das Thema der Mehrsprachigkeit eng mit dem der Zugehörigkeit verknüpft wird. In close readings nähern wir uns den Texten von Marica Bodrozic Sterne erben, Sterne färben, Tomer Gardi Broken German und Abbas Khider Deutsch für alle an. Weitere Textausschnitte von Autor*innen wie Feridun Zaimoglu, Yoko Tawada, Herta Müller und Semier Insayif dienen dazu unterschiedliche Phänomene literarischer Mehrsprachigkeit zu analysieren. Neben der Textanalyse wird u. a. die Rezeption der zu untersuchenden Texte zur Diskussion gestellt. Wie wird literarische Mehrsprachigkeit im Feuilleton sowie in den sozialen Medien wahrgenommen und kommentiert? Worin liegt das Provokationspotential bzw. warum stoßen gerade solche Texte auf gesellschaftlichen Widerstand? Und welche gesellschaftspolitischen Entwicklungen lassen sich anhand der Reaktionen ablesen?
Ferner wenden wir uns der Mehrsprachigkeitsforschung zu, erörtern verschiedene theoretische Ansätze und verorten diese innerhalb der interkulturellen Literaturwissenschaft.

Lit.: Marion Acker, Anne Fleig, Matthias Lüthjohann (Hrsg.): Affektivität und Mehrsprachigkeit. Dynamiken der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Tübingen: Narr Francke 2019; Marica Bodrozic: Sterne erben, Sterne färben. Meine Ankunft in Wörtern. Autobiografische Prosa. Frankfurt: Suhrkamp 2007; Tomer Gardi: Broken German. Roman. Graz: Droschl 2016; Abbas Khider: Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch. München: Carl Hanser 2019.

Sarah Fortmann-Hijazi (LB)
10-79-5-A11-06Orientalismus im Spannungsfeld von Klassik und Romantik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)

Gleichermaßen angeregt durch die historisch-kritische Bibelwissenschaft der Aufklärung, die neu entstehende indogermanistische Sprachwissenschaft und die zunehmenden kolonialen Interessen der europäischen Mächte, wird den Ländern und Kulturen des sogenannten ‚Nahen‘ und ‚Mittleren Ostens‘ um 1800 auch in der deutschsprachigen Literatur größere Aufmerksamkeit zuteil. Die Beschäftigung mit dem ‚Morgenland‘/‚Orient ‘ dient dabei nicht nur der Beschreibung eines dem ‚Abendländischen‘ gegenüber fundamental Anderen, sondern öffnet auch Reflexionsräume, die die diskursive Verortung des eigenen Denkens und Schreibens in der literarischen ‚Heimat‘ ermöglichen. So wird die Rede vom ‚Morgenländischen‘ eben auch zur Beschreibung des eigenen Tuns oder als polemische Wendung gegen literarische Tendenzen des eigenen Kulturkreises herangezogen. Das Seminar möchte sich dem daher durchaus vielgestaltigen Phänomen des ‚Orientalismus‘ um 1800 anhand ausgewählter Texte von Herder, Schlegel, Novalis, Goethe, Jean Paul und Hölderlin annähern.

Die Modulprüfung kann in diesem Seminar in Form einer kleinen Hausarbeit oder einer mündlichen Prüfung abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-5-A11-07"Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe" - Navid Kermani als Essayist und Erzähler

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SpT C4180 (2 SWS)

Seminarkommentar:

Wenn es gegenwärtig einen Autor gibt, der in seinem Werk in einer weitgehend globalisierten Perspektive dem nahekommt, was Goethe mit seiner Idee von Weltliteratur vorschwebte, so ist dies sicher Navid Kermani. In seinen Texten begegnen sich deutsche Romantik, mystischer Sufismus und der Zen-Buddhismus Matsuo Bashōs. Er verbindet in einer völlig gegenwartsbezogenen Erzählhaltung Probleme des Alltagslebens mit den universellen Fragen des Menschen nach einem gelingenden Leben und menschenwürdigen Tod. In einem literaturwissenschaftlichen Seminar werden wir natürlich kaum alle Aspekte von Kermanis Werk berücksichtigen können. So müssen aufgrund der thematischen Einschränkung sowohl die zahlreichen religionswissenschaftlichen Texte, etwa „Gott ist schön“ (1999), „Der Schrecken Gottes“ (2005) oder „Ungläubiges Staunen“ (2015), die der mittlerweile habilitierte Orientalist verfasst hat, als auch seine Reportagen und journalistischen Arbeiten zunächst außer Betracht bleiben.
Wir wollen uns vielmehr aus der Perspektive einer sich interkulturell verstehenden Literaturwissenschaft Schlüsseltexten aus Kermanis poetischer Produktion zuwenden, darunter seinem erzählerischen Hauptwerk „Dein Name“ (2011). Dabei sollen Fragen nach der Differenz zu zeitgenössischer Literatur ohne interkulturellen Hintergrund und der Position des Erzählers, für die bei Kermani das Konzept der Autofiktion aus der neuen Erzählforschung Aufschluss verspricht, im Mittelpunkt stehen. Schließlich wollen wir versuchen, mithilfe des in der Literaturwissenschaft bisher selten oder nie verwendeten Paradigmas der Komplexität mögliche Antworten auf die verwirrende Vielgestaltigkeit nicht nur von Kermanis literarischem Erzählen zu finden. Eine Lösung des Problems könnte darin bestehen, dass seine wissenschaftlichen und journalistischen Arbeiten, von denen zuvor abgesehen wurde, sich möglicherweise unter diesem Aspekt mit der Fiktion verbinden lassen und so das Werk insgesamt als Versuch, sich einer immer komplexer werdenden Welt auf verschiedene Weisen zu nähern, verstanden werden kann.

Ein Seminarplan + Literarturliste wird vor Beginn des Seminar auf StudIP bekannt gegeben

Dr. André Steiner (LB)

A12 Literatur und Medien 6CP / 4SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul A 12 Literatur und Medien wird regelmaessig im Wintersemester angeboten. Es betrifft unterschiedliche Medienkulturen (vom Medium Buch ueber den Film bis zu den neuen Medien) und widmet sich in historischer und systematischer Perspektive den Problemstellungen einer medienaesthetisch erweiterten Literaturwissenschaft.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-A12-01LiteraTour Nord: Literaturkritik und Dichterlesung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (9.9 SWS)

BA A 12 LiteraTour Nord: Literaturkritik und Dichterlesung

Auf die LiteraTour Nord (http://www.literatournord.de) gehen jeden Winter von Oktober bis Februar sechs Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. Sie bewerben sich damit um den „Preis der LiteraTour Nord“, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Moderiert werden die Veranstaltungen von Professorinnen und Professoren der Literaturwissenschaft, die das Programm zum Gegenstand einer regulären Lehrveranstaltung des jeweiligen Wintersemesters machen und so den Studierenden Gelegenheit zum direkten Gespräch mit den Autorinnen bzw. Autoren geben.
Im Winter 2019/20 lesen in Bremen (jeweils am Sonntagabend um 20 Uhr im Café Ambiente, Osterdeich 69a):
20.10. Norbert Scheuer: Winterbienen (Beck)
10.11. Isabel Fargo Cole: Das Gift der Biene (Edition Nautilus)
24.11. Albrecht Selge: Fliegen (Rowohlt Berlin)
08.12. Karen Köhler: Miroloi (Hanser)
05.01. Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall (Diogenes)
19.01. Ulrike Draesner: Kanalschwimmer (Mare)
Näheres siehe unter http://www.literatournord.de.
Das Seminar, zu dem der Besuch der Lesungen am Sonntagabend obligatorisch gehört (eingeschriebene TeilnehmerInnen des Seminars haben freien Eintritt), findet in der Regel jeweils am Montag vor oder nach der Lesung statt (Vorbesprechung am 14.10.). Inhaltlich wird es um die medialen und performativen Aspekte von Literatur und Literaturkritik und um Fragen der literarischen Wertung gehen. Im Mittelpunkt stehen jeweils die Neuerscheinungen, die von einem literaturwissenschaftlichen Blickwinkel aus betrachtet werden.
Studienleistungen können erworben werden durch Rezensionen und/oder Berichte über die Lesungen, die ggfs. über die Seite http://www.literaturkontor-bremen.de online gestellt werden können, bzw. in einzelnen Fällen durch Interviews mit den Autorinnen und Autoren.
Alle Studierenden aus den literaturwissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengängen, die Interesse an der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur haben, sind herzlich willkommen!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-5-A12-03Brechts Dreigroschenkomplex

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B3770 (2 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-79-5-A12-04Performative Medialität. Zur Ästhetik der Millitanz

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SFG 1010 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-A14-1Von Pfetan und Fafnir zu Fuchur - und Saphira. Drachen als literarische Wesen im Wandel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A1-1Erzählen im Widerspruch: Textualität der Dissonanz im kurzen Erzählen der Vormoderne

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn zu stiften. Erzählen im Widerspruch freilich stört die Ordnung der Texte und erzeugt bei den Rezipienten Irritation und Deutungsanreize zugleich. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissenschaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Phänomene von Widerrede und Widerspruch in Vers- und Prosaerzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken, Diskrepanzen zwischen Erzählung und Moralisierung, Pointenstrukturen auf der Basis von Gegensätzen und Widersprüchen, widersprüchliche Figuren, Widersprüchlichkeit als Indikator von Ambivalenz und Kontingenz. Analysiert werden in erster Linie Hartmanns von Aue höfische Sünderheiligen-Legende ‚Gregorius‘, ausgewählte Mären (besonders Konrad von Würzburg, ‚Herzmaere‘; Wernher der Gartenaere, ‚Helmbrecht‘; Stricker, ‚Der begrabene Ehemann‘; Heinrich Kaufringer, ‚Die unschuldige Mörderin‘; Hans Rosenplüt, ‚Der fünfmal getötete Pfarrer‘; Niemand, ‚Die drei Mönche von Colmar‘) und Prosaerzählungen (besonders Enea Silvio Piccolomini, ‚Euryalus und Lucretia‘; ‚Griseldis‘ sowie weitere Novellen aus Boccaccios ‚Decameron‘ mit dessen deutscher Rezeption); auch die Zusammenstellung widersprüchlicher Kasus in Erzähl- und Schwanksammlungen soll einbezogen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay (studiengangs- und modulspezifische Themen)

Modulprüfung
MA (neu) A1, D1, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)
BA/MEd A14: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-A2-1Geschichten vom Gral

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW2 B1632 (2 SWS)

Was ist er, der Heilige Gral, und wo ist er zu suchen? Wenige Gegenstände haben die Phantasie seit Jahrhunderten so beflügelt wie der Gral, von dem man nicht einmal weiß, wie er aussieht: eine schimmernde Schale, ein Stein, der vom Himmel gefallen ist, der Abendmahlskelch Jesu oder etwas ganz anderes? Wir machen uns auf die Suche nach diesem "Ding", das Heil und Frieden, Macht und Reichtum, vielleicht aber auch nur gutes Essen schenken soll und beschäftigen uns dabei v.a. mit Texten vom Mittelalters bis heute.
Zur Einführung: Volker Mertens: Der Gral. Mythos und Literatur. Stuttgart 2007.

Dieses Seminar wird polyvalent angeboten im Bachelor und im Master Germanistik. Die unterschiedlichen Anforderungen werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A15 Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: tobias@kurwinkel.de

Das Modul Kinder- und Jugend-Literatur und -Medien findet regelmäßig im Wintersemester statt. Aus dem Angebot sind 2 Veranstaltungen zu je 2 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-A15-1Von Iwein bis Anakin, von Dietrich bis Thor. Ritter- und Helden-Bilder im Wandel von Zeit- und Mediengeschichte

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW1 B0080 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A15-2Düstere Erzählungen
„Peter Schlemihls wunderbare Geschichte“, „Krabat“ und „Das fremde Kind“

Seminar

Einzeltermine:
Fr 29.11.19 14:00 - 18:00 GW2 B1216
Sa 30.11.19 - So 01.12.19 (So, Sa) 09:00 - 16:00 GW2 B1216
Mo 02.12.19 09:00 - 14:00 GW2 B1700

Die Literatur ist voll von düsteren Erzählungen. Dabei werden die Ängste und Nachtseiten des Menschen ausgeleuchtet. Das Böse oder Bedrohliche tritt dabei in verschiedenen Formen auf. Während Peter Schlemihl („Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ 1814) seinen Schatten verkauft, um Reichtum zu erlangen, geraten Christlieb und Felix („Das fremde Kind“ 1816) unversehens in den Einflussbereich des bösen Gnomenkönigs Pepsers. Der jugendliche Krabat („Krabat“ 1971) geht einen anderen Teufelsbund ein. Im Seminar werden wir den Schwerpunkt auf die Textanalyse legen. Außerdem wird es um die Erarbeitung der Grundlagen der Erzähltheorie sowie des wissenschaftlichen Arbeitens anhand der ausgewählten Primärtexte gehen.

Zur Anschaffung:
E.T.A. Hoffmann „Das fremde Kind“, Berlin: Hofenberg; 2015
(ISBN: 9783843074322)
Otfried Preußler „Krabat“ München: dtv; 2008.
(ISBN: 9783423252812)
Adalbert von Chamisso „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“, Stuttgart: Reclam, 2003.
(ISBN: 978-3-15-000093-9)

Verpflichtende Vorbereitung für das Seminar ist die ausführliche Lektüre der drei Primärtexte!

Alina Behrend (LB)
10-M79-A15-3Lyrik für Kinder und Jugendliche

Seminar

Einzeltermine:
Mi 27.11.19 08:15 - 09:45 SFG 1010
Fr 17.01.20 14:00 - 20:00 SFG 1020
Sa 18.01.20 10:00 - 18:00 SFG 1010
Fr 31.01.20 12:00 - 20:00 SFG 1010
Sabrina Tietjen, M.Ed. (LB)
10-M79-A15-4Belebte Spielzeuge und erzähltes Spiel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)

Verlebendigte Spielzeuge, Puppen und erzählte Spiele sind ein tradiertes Motiv in der Kinder- und Jugendliteratur. Ausgehend von E.T.A. Hoffmanns ‚Nussknacker und Mäusekönig‘ geht das Seminar den verschiedenen Ausformungen und Funktionen dieses Motivkomplexes in diachroner Sicht nach. In den Blick genommen werden im Verlauf sowohl solche historischen Entwicklungstendenzen als auch gegenwärtige Beispiele. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei Animationsfilme, wie Toy Story und Ralph Reichts, die von verlebendigten Spielzeugen erzählen. Gefragt wird außerdem nach der narrativen Einbindung von Spielemechanismen als erzählerischem Element, wie sie sich beispielsweise in Harry Potter und der Feuerkelch oder Die Tribute von Panem finden lassen.
Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich aktiv in die Diskussion einzubringen, sich einem umfassenden wöchentlichen Lektürepensum zu stellen und etwaige Primärtexte anzuschaffen. Ein detaillierter Ablaufplan wird in der ersten Sitzung vorgestellt.

Dr. Anna Stemmann

A16 Deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Die Lehrveranstaltungen, typischer Weise Seminare, entstammen dem Spezialisie-
rungsbereich „Neuere deutsche Literatur und Ästhetik“ des Master Germanistik.
Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-B1-1'Euthanasie' als Thema in Literatur und Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 1030 (2 SWS)

Im Rahmen des Programms der ‚Euthanasie‘ (wörtlich übersetzt: ‚schöner Tod‘) der Nationalsozialisten, mit dem das aus ihrer Sicht ‚lebensunwerte Leben‘ von körperlich und geistig Behinderten ausgelöscht werden sollte, wurden ca. 300.000 Menschen ermordet, eine weitaus größere Zahl wurde zwangssterilisiert. Erst 2017 hat der Deutsche Bundestag die ‚Euthanasie‘ als wichtigen Bestandteil und Vorspiel der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und des Holocaust gekennzeichnet. „Wer hinnimmt, dass die eigenen Angehörigen halböffentlich ermordet werden, der bleibt gleichgültig, wenn später sechs Millionen Juden in den Tod deportiert werden und zwei Millionen sowjetische Kriegsgefangene in deutschen Lagern verhungern“ (Götz Aly).
Eine wichtige Rolle bei der Implementierung dieser lange verdrängten Massenvernichtung von Menschen ins kollektive Gedächtnis spielt die Literatur. In den letzten knapp 20 Jahren ist eine große Anzahl von Büchern und Filmen aus unterschiedlichen Genres (vom Kriminalroman bis zur Kinder- und Jugendliteratur) entstanden, die sich mit der ‚Euthanasie‘ in sehr unterschiedlichen Kontextualisierungen beschäftigen. Dabei ist die literaturwissenschaftliche Forschungsliteratur zu diesem Themenfeld noch sehr überschaubar.
Neben älteren Beispielen von Gerhart Hauptmann, Franz Jung, Maria Mathi, Heinrich Böll, Alfred Andersch, Wolfdietrich Schnurre, Hubert Fichte, Ingeborg Bachmann, Hans-Joachim Schädlich und Christoph Hein stehen im Fokus des Seminars vor allem Beispiele aus den letzten 12 Jahren, die kritisch gelesen werden sollen: Rainer Gross‘ Regionalkrimi Grafeneck (2007), Robert Domes‘ Jugendbuch Nebel im August (2008; 2016 von Kai Wessel verfilmt), Ulrike Draesners Sieben Sprünge vom Rand der Welt (2014), Anne Webers Ahnen (2015), Olga Martynovas Der Engelherd (2016), Barbara Zoekes Die Stunde der Spezialisten (2017), Uwe Timms Ikarien (2017) und Florian Henckel von Donnersmarcks Film Werk ohne Autor (2018). Eine Rolle spielen wird auch Wolfgang Liebeneiners NS-Propagandafilm Ich klage an (1941).
Zum historischen Hintergrund ist sehr zu empfehlen: Ernst Klee: „Euthanasie“ im Dritten Reich. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Vollständig überarbeitete Neuausgabe Frankfurt/M.: Fischer TB 32018; Götz Aly: Die Belasteten. ‚Euthanasie‘ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte. Frankfurt/M.: Fischer TB 2014.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-B1-2Ästhetische Konzepte des Tragischen und des postdramatischen Theaters

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 SFG 1030 (2 SWS)

Die Theorien des Tragischen bilden seit der Poetik des Aristoteles einen wesentlichen Bestandteil der Theaterpoetiken und der Theaterdebatten in der europäischen Kulturgeschichte und besonders in der deutschen Literaturgeschichte. Ziel des Seminars soll es sein, wesentliche Kontinuitäten und Brüche in Theoriedebatten und Theaterpraxis zu diskutieren. Bei Aristoteles ist das Tragische beispielsweise im Schnittpunkt von Inhaltsebene und Wirkungsebene der Stücke angesiedelt. Wie wird das Tragische aber in den neueren und neusten Debatten theoretisch konzipiert, wie wird es begründet und wie in der Theaterpraxis aufgefaßt? Wie wird seine kommunikative Funktion be-stimmt, wie seine kulturelle?
In der jüngeren recht überschaubaren Diskussion sind besonders zwei Positionen hervorzuheben. Peter Szondi hat in seinem „Versuch über das Tragische“ (1961) das geschichtsphilosophische Moment des Tragischen betont, während Karl Heinz Bohrer gegen Szondi die ästhetische Dimension der Konzeptionen des Tragischen in den Vordergrund rückt (2010). Diese Kontroverse soll eine theoretische Leitlinie des Seminars bilden.
Mit der Postmoderne wird die Wirkung der konventionellen Konzepte in Theorie und Literatur fundamental in Frage gestellt. Wenn Beckett die Moderne im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten verabschiedet, so setzen Heiner Müller, Elfriede Jelinek und viele andere Vertreter des postdrama-tischen Theaters jenseits der Konzepte von Fortschritt, von Einheit, Ganzheit und Sinn an. Heiner Müllers „Hamletmaschine“ (1977) gilt als erstes postdramatisches Stück, der Theatergeschichte. Die Einsicht in das Scheitern der traditionellen Mittel und Ansätze des Theaters – wie Identifikation und Aufklärung – führt zu einem Neuansatz auf allen Ebenen. Beginnend bei der Form der Theater-texte, über die Inszenierung und die Funktion des Publikums bis hin zur Situierung des Theaters im Zusammenhang von Kommunikation und Kultur erfindet das Theater sich neu.
Das Seminar soll sich zunächst auf der Grundlage theoretischer Texte u.a. von Szondi und Bohrer wesentliche theoretische Hintergründe erarbeiten und dann auf dieser Grundlage ausgewählte Stücke diskutieren, die Wendepunkte des Debattenverlaufs darstellen. Dabei soll das antike Theater durch Auszüge aus der Poetik des Aristoteles sowie den „Ödipus“ des Sophokles repräsentiert werden, der einen Bezugspunkt für Aristoteles bietet. Lessings „Minna von Barnhelm“ und Auszüge aus der Theoriedebatte um das ‚bürgerliche Trauerspiel‘ markieren den Wendepunkt des 18. Jahrhunderts. Schnitzlers „Der Reigen“ und Becketts „Das Endspiel“ arbeiten an verschiedenen zentralen Herausforderungen, die von der Moderne an das Tragische herangetragen werden: dem Psychodrama und dem Ende der Metaphysik.
Die älteren Theorien (Lehmann) des postdramatischen Theaters situieren die Besonderheiten dieses Theaters primär in der Inszenierung, während neuere Theorien (Janke/Kovacs) die Texte und deren Performativität bereits als Realisationsformen dieser Form des Theaters beschreiben. Deshalb sollen in diesem Block des Seminars sowohl die Texte als auch die Inszenierungen untersucht werden. Heiner Müllers "Hamletmaschine" und Elfriede Jelineks "Das Werk" sollen im Mittelpunkt der Seminararbeit stehen.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-M79-B2-1Gebrochene Charaktere. Die Tragödie der Aufklärung und das Hamartia-Konzept

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SFG 1020 (2 SWS)

Gebrochene Charaktere. Die Tragödie der Aufklärung und das Hamartia-Konzept (10-M79-B2-1)
MA-Module: B2 Texte und Kontexte, D1 Theorien, Methoden, Modelle, D2 Historizität, Entwicklungen, Prozesse, D3 Textualität, Medialität, Kommunikation
Do 16:15 - 17:45 SFG 1020

Das Bedürfnis der frühaufklärerischen Literaturtheorie nach klarer Unterscheidung führt Gottscheds "Versuch einer Critischen Dichtkunst" zu der rigorosen Feststellung: ein widersprüchlicher Charakter als Dramenheld sei „ein Ungeheuer“, ein Unding, das sich rationaler Erklärung entzieht. Gleichzeitig gibt es aber das Problem, dass es tragische und gleichzeitig vollkommene Helden und Heldinnen ohne irgendeine Schwäche auch nicht geben darf, jedenfalls nicht in der „allervollkommensten Welt“, „wo die allergrößte Anzahl von Dingen in die allerbeste Uebereinstimmung gebracht ist“ (so Gottsched in den "Ersten Gründe der gesammten Weltweisheit"). Wer in dieser Welt scheitert, muss eben selbst etwas verkehrt gemacht haben. Schon die antike Dramentheorie kennt die Schwierigkeit, idealen Figuren kleine oder große Fehler beimessen zu müssen, durch die sie zu Fall kommen. Darauf basiert das Konzept der "hamartia" (griech. Verfehlung) in der aristotelischen Tragödientheorie. Es soll dafür sorgen, dass Scheitern nicht einfach als sinnloses Verhängnis erscheint: Es hat seinen Grund in einem Fehlverhalten der Protagonisten selbst. Daraus folgt wiederum für Gottscheds Dichtungstheorie, dass Dramenfiguren irgendwie doch „nicht recht gut“ sein dürfen, aber eben auch „nicht recht schlimm“. – Das Seminar entwickelt an diesem Zwiespalt das Entstehen ‚gemischter Charaktere‘ (Lessing) auf der Schaubühne der Aufklärung. Hier kommt es zu einer frühen literarischen Konstruktion moderner Subjekti¬vität. – Behandelt werden Tragödien und Trauerspiele der 1730er bis 1760er Jahre, von Gottscheds "Sterbendem Cato" bis Lessings "Miß Sara Sampson".

Prof. Dr. Thomas Althaus
10-M79-B2-2Spätromantik

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 B1070 (2 SWS)

Im Anschluss an die philosophisch-utopisch orientierte Frühromantik rückt ab etwa 1812 innerhalb der Romantik zunehmend die narrative Verselbständigung des Phantastischen und Fragmentarischen in den Mittelpunkt. An die Stelle der geschichtsphilosophischen Spekulation treten Selbst- und Metareflexivität, Experimente mit der eingeführten Form des Romans – etwa das Ineinanderschieben zweier Texte in E.T.A. Hoffmanns Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern (1820) – oder das Bewusstsein der historischen Vermitteltheit der eigenen literarischen Produktion. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig Abwendung von der Gegenwart; die beginnende Industrialisierung, die politische Restauration oder die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten innerhalb der menschlichen Psyche werden in der späteren Romantik gerade mittels struktureller und formaler Eigenschaften der Texte verhandelt. Die Modernität dieser Verfahren wurde lange verkannt und häufig erst durch spätere literarische Bewegungen wie den französischen Surrealismus deutlich.
Im Mittelpunkt des Seminars werden Erzählungen von Achim von Arnim (Isabella von Ägypten, Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber, Holländische Liebhabereien), E.T.A. Hoffmann (Die Räuber, Die Doppeltgänger, Des Vetters Eckfenster), Clemens Brentano (Die mehreren Wehmüller und ungarischen Nationalgesichter) und Joseph von Eichendorff (Viel Lärmen um Nichts) stehen. Bitte beachten Sie, dass auch der genannte Murr/Kreisler-Roman E.T.A. Hoffmanns (zumindest in Auszügen) zu lesen ist.
Lektüreempfehlung: Die genannten Texte.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-M79-B2-3Fiction Meets Science: Naturwissenschaft im aktuellen deutschsprachigen Roman
Fiction Meets Science: Science in Contemporary German Novels

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 SFG 1080 (2 SWS)

Dieses Seminar beschäftigt sich mit aktuellen deutschsprachigen Romanen, die und insofern sie Naturwissenschaften thematisieren, also von naturwissenschaftlicher Forschung, Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern, ihrem Leben und ihren Erlebnissen erzählen.

Der Titel des Seminars "Fiction Meets Science" ist einem Forschungsverbund entliehen, in dem von Literaturwissenschaftlern, Naturwissenschaftlerinnen, Soziologen und Autorinnen von solchen Romanen gemeinsam untersucht wird, wie Naturwissenschaft in zeitgenössischen fiktionalen Medien (neben dem Roman also auch im Film, Comic usw.) präsentiert und kommuniziert wird. Vgl. http://www.fictionmeetsscience.org/ccm/navigation/.

Dieses Forschungsprojekt konzentriert sich allerdings auf den englischen Sprachraum. Doch auch im deutschen Sprachraum ist zu beobachten, dass in den letzten (etwa 20) Jahren den Naturwissenschaften in der Literatur eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Das ist, aus Sicht der Literatur und ihrer Wissenschaft, auch gar nicht erstaunlich, wird doch immer wieder und völlig zurecht betont, dass die modernen Wissenschaften unser aller Leben (Gesellschaft und Politik eingeschlossen) massiv prägen, durch technische Innovationen ebenso wie durch Risiken, die sie erzeugen oder sichtbar machen. Und aus der Sicht der Naturwissenschaften ist das ebenfalls zu begrüßen, denn natürlich stellen fiktionale Medien eine, wenn nicht die zentrale Möglichkeit dar, breiteren Bevölkerungskreisen die forschenden Naturwissenschaften, ihre Themen, Gegenstände und Probleme näherzubringen.

Das geschieht heute allerdings erkennbar anders als in früheren Zeiten. Man denke etwa an die Drs. Faust und Frankenstein oder an Dürrenmatts Physiker, wo vor allem der herausragend-geniale oder verrückte Wissenschaftler im Zentrum stand.

Deshalb konzentrieren wir uns zwar auf aktuelle Texte, die aber natürlich auch auf eine literarische Tradition reagieren und somit literaturhistorisch zu verorten sind. Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit wird allerdings das Bild der Naturwissenschaften stehen, das solche Texte den zeitgenössischen Lesern anbieten.

Folgende Romane habe ich zur Lektüre im Seminar ausgewählt (Vorsicht: Diese Texte sind allesamt gut lesbar, zum Teil aber recht umfangreich, so dass es sich lohnen dürfte, schon vor Semesterbeginn mit der Lektüre zu beginnen):
• Bernhard Kegel: Ein tiefer Fall (2012)
• Thea Dorn: Die Unglückseligen (2016)
• Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (2005)
• Jo Lendle: Alles Land (2011)
• Bernhard Kegel: Abgrund (2017)
Alle diese Romane sind als (günstige) Taschenbücher erhältlich und in der SuUB verfügbar.

Das Seminar wird in den Modulen B2, D2 und D4 des MA Germanistik angeboten, dazu im Modul A16 des MEd Deutsch (Gymnasium/Oberschule). Alle für diese Module vorgesehenen Prüfungsformen werden auch für dieses Seminar angeboten, insbesondere also Hausarbeit und mündliche Prüfung.

Dr. Uwe Spörl

A17 Ältere deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-A1-1Erzählen im Widerspruch: Textualität der Dissonanz im kurzen Erzählen der Vormoderne

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn zu stiften. Erzählen im Widerspruch freilich stört die Ordnung der Texte und erzeugt bei den Rezipienten Irritation und Deutungsanreize zugleich. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissenschaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Phänomene von Widerrede und Widerspruch in Vers- und Prosaerzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken, Diskrepanzen zwischen Erzählung und Moralisierung, Pointenstrukturen auf der Basis von Gegensätzen und Widersprüchen, widersprüchliche Figuren, Widersprüchlichkeit als Indikator von Ambivalenz und Kontingenz. Analysiert werden in erster Linie Hartmanns von Aue höfische Sünderheiligen-Legende ‚Gregorius‘, ausgewählte Mären (besonders Konrad von Würzburg, ‚Herzmaere‘; Wernher der Gartenaere, ‚Helmbrecht‘; Stricker, ‚Der begrabene Ehemann‘; Heinrich Kaufringer, ‚Die unschuldige Mörderin‘; Hans Rosenplüt, ‚Der fünfmal getötete Pfarrer‘; Niemand, ‚Die drei Mönche von Colmar‘) und Prosaerzählungen (besonders Enea Silvio Piccolomini, ‚Euryalus und Lucretia‘; ‚Griseldis‘ sowie weitere Novellen aus Boccaccios ‚Decameron‘ mit dessen deutscher Rezeption); auch die Zusammenstellung widersprüchlicher Kasus in Erzähl- und Schwanksammlungen soll einbezogen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay (studiengangs- und modulspezifische Themen)

Modulprüfung
MA (neu) A1, D1, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)
BA/MEd A14: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-A1-2Recht in der Literatur und Rechtsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A2-2Nibelungenrezeption im 21. Jahrhundert

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B1632 GW2 A3570 (FB 10 Besprechungsraum) (2 SWS)

„Every German knows the story“ (Quentin Tarantino, ‚Django Unchained‘): Die jahrhundertealte Faszination des Nibelungenstoffs hält auch im 21. Jahrhundert an, nicht nur im Bereich der populären Nibelungenrezeption, des Films und der Eventkultur der Wormser Nibelungenfestspiele, sondern auch in immer neuen seriöser intendierten Anverwandlungen zwischen psychologisierender Nacherzählung (Heinrich Steinfest) und poetisch-problematisierender Auseinandersetzung (Ulrike Draesner), zwischen Pseudo-Historisierung (Jürgen Lodemann) und postmoderner Beliebigkeit (Albert Ostermaier). Verglichen mit der stärker ‚politischen‘ Nibelungenrezeption der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert scheint die Auseinandersetzung mit dem nationalistischen und nationalsozialistischen Missbrauch des ‚Nibelungenlieds‘ (wie von Richard Wagners ‚Ring des Nibelungen‘) in den Hintergrund getreten. Doch nimmt fast jeder Text intertextuell auf vorangehende Rezeptionsschichten Bezug; es dominieren Mythenklitterungen jeweils unterschiedlichen Gepräges. Aktuell bleiben vor allem die Diskussion fragwürdigen Heldentums und Konzeptionen alternativ-gewalttätiger Weiblichkeit. Im Seminar sollen ausgewählte aktuelle Bearbeitungen des Nibelungenstoffs analysiert und mit dem ‚Nibelungenlied‘ ebenso wie mit wirkungsmächtigen älteren Rezeptionszeugnissen verglichen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Mitgestaltung mehrerer Sitzungen

Modulprüfung
MA A2, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.
Ausnahmsweise gibt es hier ein Angebot im WiSe 2018/19, das Modul kann im SoSe 2019 vervollständigt werden.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-D1-1Sprachwandel: Theorien und Prozesse

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 A4330 (2 SWS)
Dr. Ute Siewerts

B12 Sprache und Gesellschaft 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Dr. Andreas Rothenhoefer, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de rothenhoefer@uni-bremen.de

Das Modul „B12 Sprache in Denken und Handeln“ macht die Studierenden mit Beschreibungsansaetzen und Themen der Text- und Diskurslinguistik sowie der Soziolinguistik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-B12-01Entwicklungstendenzen der deutschen Sprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-5-B12-02Diskurslinguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke
10-79-5-B12-03Soziale Medien, Diskurs und Korpus

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-5-B12-04Sprache im Nationalsozialismus

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke (Mentorat)
Hagen Steinhauer, M.A. (LB)
10-79-5-B12-05Varietätenlinguistik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger

B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B13 Deutsche Sprachwissenschaft vertieft findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit ab. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-C1-2Sprachkontakt
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SH D1020 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-M79-C2-1Körpersemiotik und Sprache
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-M79-C2-2Postkoloniale Linguistik
Modultyp B/C im Studiengang Language Sciences, M.A.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 1030 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingo Hans Warnke

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de

Das Modul Niederdeutsche Sprache, Kultur und Literatur wird jeweils im Winter- und Sommersemester angeboten. Aus dem Angebot (Seminare, Vorlesungen und Lektuerekurse) sind die Veranstaltungen so auszuwaehlen, dass sie mindestens vier SWS umfassen.
Das Modul wird mit einem Kurs je Semester, d. h. zwei Angeboten je Studienjahr angeboten.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-C-1Norddeutsche Namenlandschaften

Seminar

Einzeltermine:
Fr 22.11.19 12:00 - 17:00 SFG 1010
Sa 23.11.19 10:00 - 15:00 GW2 B1216
Fr 13.12.19 12:00 - 17:00 GW2 B1580
Sa 14.12.19 10:00 - 15:00 GW2 B1580

Wintersemester 2019/20
Modul C
Kompaktseminar:

Norddeutsche Namenlandschaften

Unter den Wörtern nehmen die Namen eine Sonderrolle ein, bei der die Individualisierung und Identitätsbildung wesentliche Faktoren sind. Der Fokus richtet sich auf das niederdeutsche Sprachgebiet und die sich hier konturierenden Namenlandschaften. Der Namenbestand wird jeweils auf seine etymologischen, historischen, kulturellen und geogra-fischen Komponenten hin befragt. In den Blick geraten nicht zuletzt un-ter soziolinguistischen Gesichtspunkten Anthroponyme (für Personen) und Toponyme (für Orte), aber auch Namen für Musikgruppen, Gast-stätten, Ferienhäuser, Schiffe, Waren und andere Objekte.
Unter Anwendungsaspekten wird für den schulischen Unterricht (Sachkunde) etwa die Deutung von Straßen- und Flurnamen im Sinne einer Erschließung des Nahraums in der Grundschule und der Ent-wicklung regionalkultureller Kompetenzen thematisiert. Zweisprachige Ortsschilder (hochdeutsch – niederdeutsch, aber auch hochdeutsch – friesisch) werden auf zu Grunde liegende Motivlagen und Erfahrungen hin befragt.
Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erbringen Seminarleistungen in Form kleiner Einzelstudien, etwa ausgehend von der eigenen Biogra-fie, zu ausgewählten Personennamen (Ruf- und Familiennamen), Orts- und Straßennamen.

Literatur:
Koß, Gerhard (2002): Namenforschung. Eine Einführung in die Ono-mastik. 3. Aufl. Tübingen : Niemeyer.
Kunze, Konrad (1998). dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familienna-men im deutschen Sprachgebiet. München : dtv.
Luther, Saskia (2004): Niederdeutsche Namen. In: Dieter Stellmacher (Hrsg.): Niederdeutsche Sprache und Literatur der Gegenwart ⇐ Ger-manistische Linguistik 175-176). Hildesheim : Olms.
Nübling, Damaris: Mandy und Mario, Steffi und Steffen. Zum Vorna-menprofil der DDR. In: Der Sprachdienst 3-4/19, S. 120-135.
Rüdebusch, Frauke: Die beliebtesten Vornamen 2018. In: Der Sprachdienst 3-4/19, S. 99-119.
Schmuck, Mirjam: Eike, Kim vs. Finley, Rowan. Graduelle Ge-schlechtsneutralität von Unisexnamen. In: Der Sprachdienst 3-4/19, S. 136-151.

Reinhard Goltz

D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "D1 Psycholinguistische Grundlagen der Mehrsprachigkeit (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-GR4-01Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 NW2 A0242 (Stufenhörsaal) (2 SWS)

Die Veranstaltung dient der Sensibilisierung für die besonderen Lernvoraussetzungen von Schüler*innen, die sich in unterschiedlichen Phasen des Aneignungsprozesses der (Zweit-)Sprache Deutsch befinden. Dazu führt das Seminar in Begriffe zur Analyse und Beschreibung sprachlicher Strukturen, Hypothesen zum Zweitspracherwerb sowie Literalitätsentwicklungen und Fachlernen unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit ein. Thematisiert werden u.a. lebensweltlich-biographische Aspekte von Mehrsprachigkeit, zentrale Einflussfaktoren des Zweitspracherwerbs, relevante linguistische Grundlagen der Sprachbeschreibung, Merkmale und Entwicklungen von Lernersprachen, Fehler als Indikatoren für lernersprachliche Entwicklungsprozesse, Diagnostikverfahren, kontrastive Sprachbetrachtungen sowie konzeptionelle Mündlichkeit/Schriftlichkeit

Bitte beachten Sie, dass dies eine PFLICHTVERANSTALTUNG in den Modulen GR4, GR4k, D1 ist!

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-4-GR4-02Empirische Methoden in der (unterrichtlichen) Zweitspracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung

Seminar

Einzeltermine:
Fr 25.10.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 26.10.19 09:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 29.11.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 30.11.19 09:00 - 16:00 SFG 1010

EEmpirische Methodologie bildet in der Spracherwerbsforschung eine der Grundlagen, mit der sich sowohl Studierende, als auch Wissenschaftler täglich auseinandersetzen müssen. Und deren Vermittlung ist für beide Seiten eine Herausforderung, der sich auch diese Lehrveranstaltung stellen möchte.
Am Ende des Seminars sind die Studierenden in der Lage, sich mit den Grundlagen der Methoden der empirischen Forschung im Bereich des Zweitsprachenerwerbs (ggf. im Kontext der Mehrsprachigkeit) im Klaren zu sein, was in der ersten Linie mit den grundlegenden Begrifflichkeiten dieses Fachs verbunden ist. Des Weiteren werden die Studierenden mit dem qualitativen und quantitativen Forschungsparadigma vertraut, sodass sie auserwählte Methoden der Datenerhebung und –analyse zuordnen können und vor allem sowohl deren Vorteile, als auch deren Einschränkungen erkennen können. Darüber hinaus können sie selbst ein Forschungsdesign entwerfen und haben die Grundkenntnisse darüber, welche weiteren methodischen Schritte nach dem Entwurf eines Forschungsdesigns erfolgen. (Dieses können sie unter Umständen im Rahmen eines Anschlussseminars im Folgesemester auch im Feld ausprobieren ausprobieren.)

Eliska Dunowski, Ph.D.
10-79-4-GR4-05Lernersprachenanalyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 2070 (2 SWS)
Sarah Olthoff
10-79-4-GR4-07Grammatik und Textlinguistik im Unterricht DaZ (Primarstufe und Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 SFG 2010 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-2Lehrwerkanalyse und Materialentwicklung für den sprachsensiblen Fachunterricht (Primar)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 11.10.19 10:00 - 15:30 GW2 B3850
Sa 12.10.19 09:00 - 16:00 GW2 B3850
Fr 08.11.19 10:00 - 15:30 GW1 A1260
Sa 09.11.19 09:00 - 16:00 GW1 A1260
Sarah Olthoff

GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Tobias Kurwinkel, Kontakt: kurwinkel@uni-bremen.de

Das Modul GR3k Kinder - und Jugend - Literatur und - Medien besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und findet regelmäßig im Wintersemester statt.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-3-GR3-01Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 B2900 (2 SWS)
Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-02Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 2010 (2 SWS)
Dr. Anna Stemmann
10-79-3-GR3-03Einführung in die Kinder- und Jugendmedien (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 2010 (2 SWS)
Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-04Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-3-GR3-05Von Männern mit steifen Hüten und Großmummrichen – Der Detektivroman für Kinder und Jugendliche

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)
Stefanie Jakobi
10-79-3-GR3-06Es gibt ihn doch, den Grüffelo ... Gereimtes und Gedichtetes, Lieder und Verse für Kinder

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 MZH 1450 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-3-GR3-07Nixe, Nöck und Meerjungfrau - Wasserwesen in der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 SH D1020 (2 SWS)
Dr. Hadassah Stichnothe
10-79-3-GR3-08Bilder, Panels, Sequenzen. Erzählen im Comic

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 1010 (2 SWS)

Der Comic ist ein facettenreiches und komplexes Medium, das auf spezifische Art und Weise in der Verbindung von Bild- und Textebene erzählt und ganz unterschiedliche Genres etabliert hat, die vielfältige Themen streifen. Das Seminar klärt zunächst die grundlegenden Fragen der Narratologie des Comics, zeichnet die historischen Entwicklungen nach und diskutiert ebenfalls intermediale Wechselwirkungen.
Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich aktiv in die Diskussion einzubringen, sich wöchentlich intensiv mit einem theoretischen Text sowie einem exemplarischen Comic zu beschäftigen und diesen anzuschaffen. Ein detaillierter Ablaufplan wird in der ersten Sitzung vorgestellt.

Dr. Anna Stemmann
10-79-3-GR3-10Die Bilderbücher von Jon Klassen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Stefanie Jakobi

GR4k Deutsch als Zweitsprache Wahlpflichtmodul 6CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr, Nicole Marx, Kontakt: nmarx@uni-bremen.de

Das Modul "GR4k Deutsch als Zweitsprache" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen (Vorlesung und ein Seminar) zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Wintersemester statt. Details zu Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-GR4-01Der schulische Erwerb des Deutschen als (frühe und späte) Zweitsprache

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 NW2 A0242 (Stufenhörsaal) (2 SWS)

Die Veranstaltung dient der Sensibilisierung für die besonderen Lernvoraussetzungen von Schüler*innen, die sich in unterschiedlichen Phasen des Aneignungsprozesses der (Zweit-)Sprache Deutsch befinden. Dazu führt das Seminar in Begriffe zur Analyse und Beschreibung sprachlicher Strukturen, Hypothesen zum Zweitspracherwerb sowie Literalitätsentwicklungen und Fachlernen unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit ein. Thematisiert werden u.a. lebensweltlich-biographische Aspekte von Mehrsprachigkeit, zentrale Einflussfaktoren des Zweitspracherwerbs, relevante linguistische Grundlagen der Sprachbeschreibung, Merkmale und Entwicklungen von Lernersprachen, Fehler als Indikatoren für lernersprachliche Entwicklungsprozesse, Diagnostikverfahren, kontrastive Sprachbetrachtungen sowie konzeptionelle Mündlichkeit/Schriftlichkeit

Bitte beachten Sie, dass dies eine PFLICHTVERANSTALTUNG in den Modulen GR4, GR4k, D1 ist!

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-4-GR4-02Empirische Methoden in der (unterrichtlichen) Zweitspracherwerbs- und Mehrsprachigkeitsforschung

Seminar

Einzeltermine:
Fr 25.10.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 26.10.19 09:00 - 16:00 SFG 1010
Fr 29.11.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 30.11.19 09:00 - 16:00 SFG 1010

EEmpirische Methodologie bildet in der Spracherwerbsforschung eine der Grundlagen, mit der sich sowohl Studierende, als auch Wissenschaftler täglich auseinandersetzen müssen. Und deren Vermittlung ist für beide Seiten eine Herausforderung, der sich auch diese Lehrveranstaltung stellen möchte.
Am Ende des Seminars sind die Studierenden in der Lage, sich mit den Grundlagen der Methoden der empirischen Forschung im Bereich des Zweitsprachenerwerbs (ggf. im Kontext der Mehrsprachigkeit) im Klaren zu sein, was in der ersten Linie mit den grundlegenden Begrifflichkeiten dieses Fachs verbunden ist. Des Weiteren werden die Studierenden mit dem qualitativen und quantitativen Forschungsparadigma vertraut, sodass sie auserwählte Methoden der Datenerhebung und –analyse zuordnen können und vor allem sowohl deren Vorteile, als auch deren Einschränkungen erkennen können. Darüber hinaus können sie selbst ein Forschungsdesign entwerfen und haben die Grundkenntnisse darüber, welche weiteren methodischen Schritte nach dem Entwurf eines Forschungsdesigns erfolgen. (Dieses können sie unter Umständen im Rahmen eines Anschlussseminars im Folgesemester auch im Feld ausprobieren ausprobieren.)

Eliska Dunowski, Ph.D.
10-79-4-GR4-03Sprachstandsdiagnostik (Primar und Sek)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Fr 10:00 - 14:00 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)
Sarah Olthoff
10-79-4-GR4-04Sprachsensibler Fachunterricht in der Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SH D1020 (2 SWS)
Sarah Olthoff
10-79-4-GR4-05Lernersprachenanalyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 2070 (2 SWS)
Sarah Olthoff
10-79-4-GR4-06Bilinguale Sprachentwicklung (Elementar und Primar)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 01.11.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 02.11.19 09:00 - 16:00 SFG 1040
Fr 22.11.19 10:00 - 15:00 GW1 B0080
Sa 23.11.19 09:00 - 16:00 SFG 1040

Das Seminar setzt sich mit dem Begriff Bilingualismus in seinen vielfältigen Kategorisierungskriterien sowie mit Aspekten der bilingualen frühkindlichen Sprachentwicklung auseinander. Wir werden einzelne Spracherwerbsstufen eines Kindes betrachten und Besonderheiten der bilingualen Sprachentwicklung im Vergleich zur monolingualen erfassen. Besonderes Interesse gilt ebenfalls den sprachlichen Voraussetzungen bilingualer Kinder beim Eintritt in Vor- und Grundschule.

Oxana Tonsen
10-79-4-GR4-07Grammatik und Textlinguistik im Unterricht DaZ (Primarstufe und Sekundarstufe)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 SFG 2010 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-5-D1-2Lehrwerkanalyse und Materialentwicklung für den sprachsensiblen Fachunterricht (Primar)

Seminar

Einzeltermine:
Fr 11.10.19 10:00 - 15:30 GW2 B3850
Sa 12.10.19 09:00 - 16:00 GW2 B3850
Fr 08.11.19 10:00 - 15:30 GW1 A1260
Sa 09.11.19 09:00 - 16:00 GW1 A1260
Sarah Olthoff
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