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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2019

Geschichte, M.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Masterstudiengang Geschichte

Schwerpunkt Geschichte in der Öffentlichkeit

Modul MA HIS 2a: Geschichtsvermittlung multimedial

Aus den Akten auf die Bühne

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M2-2Keine Zuflucht. Nirgends. Die Konferenz von Evian und die Fahrt des Ms. St. Louis
From the Files to the Stage
Vorbereitungstreffen am Do. 07.02.2019

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 18:00 FVG M0160

Ziel des 14. Projekts der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“ ist es, die Geschichte von Migration und Flucht mit der Gegenwart zu verbinden und zu der von dem schwedischen Schriftsteller Göran Rosenberg 2015 postulierten Aufforderung beizutragen: „Während die Europäer geradewegs gen Evian schlafwandeln, sollten sie wenigstens wissen, dass sie es tun. Und eine vereinte Anstrengung zum Aufwachen unternehmen“.
Im WS haben Studierende Quellen aus verschiedenen Archiven zu der Konferenz von Evian und zu Passagieren der St. Louis recherchiert, für die bremer shakespeare company zusammengestellt und kommentiert.
Studierende sind herzlich eingeladen, in das Projekt einzusteigen. Aufgaben der Studierenden im SoSe u.a.:
- Vorbereitung des Zeitzeugengespräch, das am 25. April aufgezeichnet wird
- Audiowalk mit /für Schüler*innen zu den Stolpersteinen der Familie Rosenberg entwickeln.
- Umfrage für die Befragung der Zuschauer*innen entwickeln, durchführen und auswerten.
- Workshops in Schulen nach der Aufführung begleiten und auswerten.
Da die Premiere schon am 25. April ist, finden am 22. Februar und 18. April Blockseminare statt. Am 23. April kommt der Zeitzeuge Prof. Clark Blatteis in Bremen an. Er war mit seiner Familie auf der St. Louis. Von Brüssel aus flüchteten sie vor den Nazis über Frankreich und Spanien nach Marocco. 1948 bekamen sie endlich Visa für die Einreise in die USA.
Das Projekt wurde von der Stiftung Erinnerung - Verantwortung –Zukunft (EVZ) in dem Wettbewerb „Theater Macht Geschichte“ ausgezeichnet.

Dr. Eva Schöck-Quinteros
Matthias Loeber
Simon Rau

Bonjour Geschichte

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS 10.2Bonjour Geschichte
Bonjour History

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 18:00 OEG 3790 (2 SWS)

Seit 2011 gibt es die Zeitschrift bonjour.Geschichte, die vom Institut für Geschichtswissenschaft in Kooperation mit der SuUB herausgegeben wird. Seit 2017 ist die Seite wieder online und wird mit neuen Texten bestückt. Nun gilt es, die Arbeit am Journal zu verstetigen, die Seite mit Inhalten zu füllen und insgesamt als Online-Zeitschrift weiter zu entwickeln. Die Online-Zeitschrift ist ein Forum für geschichtswissenschaftliche Forschung in Bremen und besonders offen für Beiträge von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen der Universität Bremen. Die Teilnehmer*innen wirken als Redaktion dieser Zeitschrift. Gemeinsam werden wir eingereichte Texte besprechen, bearbeiten und bis zur Veröffentlichung begleiten. Außerdem verfassen Sie eigene Texte, die dann auf bonjour.Geschichte veröffentlicht werden. Das Seminar richtet sich an alle, die Interesse und Lust daran haben, erste Erfahrungen in redaktioneller Arbeit und journalistischem Schreiben zu sammeln.

Dr. Ulrike Huhn
Dr. Jan Ulrich Büttner

Modul MA HIS 2b: Geschichtsbilder und -deutungen

History Marketing

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.1.1Universitätsgeschichte schreiben: 50 Jahre Universität Bremen
Writing University History: 50 Years University of Bremen

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 14:00 GW2 B2335a (4 SWS)

Nach Mitchell G. Ash erfolgen wissenschaftliche Wandlungen häufig in Zeiten politischer Umbrüche. Welche Entwicklungen der pluralistischen Wissens- und Bildungsgesellschaft spiegelt die bald 50-jährige Geschichte der Universität Bremen wider? Was macht die Universität Bremen heute aus? Mit diesen und anderen Fragen starten wir in diesem Praxismodul mit den Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2021. Ausgangspunkt ist die intensive Beschäftigung mit Geschichte und Gegenwart der Universität durch Quellenrecherchen und Auswertung der Literatur und Presse. Bevor aus dieser Stoffsammlung ein Buch wird, entwickeln wir ein umfassendes Deutungs- und Darstellungskonzept. Was und wen möchten Sie, die Studierenden der Universität Bremen, mit dem Jubiläum erreichen? Wie lassen sich die Botschaften der Universität den Bürger*innen der Stadt Bremen authentisch vermitteln?

Grundsätzlich wird erwartet, dass sich die Teilnehmer*innen aktiv an der Veranstaltung beteiligen. Als Voraussetzung für den Erwerb von 12 CP gilt regelmäßige Mitarbeit; jede® Studierende erhält außerdem individuelle Arbeitsthemen, für die während der Vorlesungszeit unterschiedliche Präsentationsformen und Textmodule selbstständig konzeptioniert und verfasst werden müssen. Weitere Informationen zu den Prüfungsmodalitäten erhalten Sie zu Beginn der Lehrveranstaltung.

Literatur:
Michael Grüttner/Rüdiger Hachtmann/Konrad H. Jarausch et al. (Hrsg.), Gebrochene Wissenschaftskulturen. Universität und Politik im 20. Jahrhundert, Göttingen 2010.
Peter Meier-Hüsing, Universität Bremen. 40 Jahre in Bewegung, Bremen 2011.

Dr. Thekla Keuck

Geschichte(n) dichten

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M3a-1Geschichte(n) dichten
History in verse

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1040

„Dieses Buch ist in Deutsch gedichtet / damit es zuverlässig über das Römische Reich unterrichtet / genannt ist es Chronika ...“ Mittelalterliche Autoren & Autorinnen kannten viele Formen, über die Vergangenheit zu schreiben. Seien es Heiligenleben, Klostergeschichten, Stadt- oder Fürstenchroniken oder vieles mehr. Zuweilen haben sie das auch in gebundener Sprache gemacht, so wie der Autor der „Kaiserchronik“, der eingangs zitiert ist. In diesem Kurs, der im Modul zusammen mit der Germanistin Sonja Kerth angeboten wird, wollen wir uns diese gereimten Texte genauer ansehen und uns u.a. fragen, was Verse einer Prosadarstellung gegebenenfalls voraus haben. Gegenstand sind ausschließlich deutschsprachige Texte des Hoch- & Spätmittelalters, beginnend mit dem Annolied (um 1080), Ausschnitte der Kaiserchronik und spätere Texte, wie die Mecklenburgische Reimchronik oder das Carmen in laudem Bremensium (Lobgesang auf die Bremer). Ziel ist es, germanistische & historische Kompetenzen zu bündeln & damit den Texten auf verschiedene Weisen auf den Leib zu rücken.

Dr. Jan Ulrich Büttner
PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-II1a-2Geschichte(n) erzählen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 1030 (2 SWS)

Nicht erst die fake news-Skandale der jüngsten Zeit machen es deutlich: Das Verhältnis von Wahrheit und Geschichte sowie deren Vermittlung und Darstellung ist so problematisch wie spannend. Das Seminar rückt Geschichtsdenken und Geschichtsnarrative des Mittelalters in den Mittelpunkt und findet in enger Zusammenarbeit mit dem Seminar "Geschichte(n) dichten" im Masterstudiengang Geschichte statt. In der germanistischen Lehrveranstaltung sollen typische Formen des Erzählens von Geschichte an ausgewählten volkssprachigen Beispielen untersucht werden: gelehrte und exemplarische Geschichtserzählungen, wie sie z.B. in der 'Kaiserchronik' zu finden sind; heroische Geschichtsüberlieferung am Beispiel der Heldendichtung; heilsgeschichtliches Erzählen, wie es sich in den mittelalterlichen Legendensammlungen und in der Weltchronistik findet.
Die Kaiserchronik ist in der Reclam-Ausgabe (Mittelhochdeutsch/ Neuhochdeutsch hg. von Mathias Herweg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-15-019270-2) anzuschaffen; weitere Textauszüge werden unter StudIP zur Verfügung gestellt.
Prüfungsformen und Studienleistungen differieren je nach Studiengang und Modul und werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
Dr. Jan Ulrich Büttner

Protest in der späten Sowjetunion

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2.1„Auf den Erfolg unserer hoffnungslosen Mission!“ - Protest in der späten Sowjetunion im Archiv der Forschungsstelle Osteuropa
„To the success of our hopeless mission!“ - Protest in the late Soviet Union in the archive of the Research Centre for East European Studies)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 OEG 3790 (2 SWS)

+ Projektwoche 1.-5. Juli täglich 10-18 Uhr

2019 feiern wir 30 Jahre Fall der Berliner Mauer und Auflösung des Ostblocks. Die Erosion der Staatssozialismus begann bereits Mitte der 1960er Jahren, als sich erstmals Andersdenkende trauten, ihren Protest gegen die Repressionen des Regimes zu äußern: mit Briefen an die Staats- und Parteiführung, aber auch mit stillen Kundgebungen am Puschkin-Denkmal in Moskau. Daraus entwickelte sich die im Westen so bezeichnete Dissidenten-Bewegung, darunter prominente Figuren wie der Germanist Lew Kopelew und die Nobelpreisträger Andrei Sacharow und Alexander Solschenizyn. Seit 1982 sammelt die Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen Dokumente dieser Personen: Petitionen, Flugblätter, Untergrund-Zeitschriften, Tagebücher, Korrespondenz. In diesem Seminar wollen wir gemeinsam die Geschichte der Andersdenken bzw. des sowjetischen Underground anhand von Forschungsliteratur einerseits und Originalquellen aus der FSO andererseits untersuchen. Das Seminar besteht aus einem vorbereitenden wöchentlichen Teil und einer Projektwoche Anfang Juli, zu der auch Studierende der Higher School of Economics Petersburg zusammen mit Dr. Dietmar Wulff anreisen werden, mit denen wir gemeinsam im Archiv arbeiten und die Resultate am Ende präsentieren werden. Geplant ist, nach Möglichkeit die erarbeiteten Quellen auf der Website von prozhito http://prozhito.org/ zu veröffentlichen.
Russischkenntnisse sind sehr willkommen, aber keine Voraussetzung. Die Kommunikation mit den Studierenden aus Petersburg in der Projektwoche wird auf Englisch stattfinden.

Literatur: Friederike Kind-Kovács (Hg.): Samizdat, tamizdat, and beyond. Transnational media during and adter socialism, New York 2013.
Anke Stephan: Von der Küche auf den Roten Platz. Lebenswege sowjetischer Dissidentinnen, Zürich 2005.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg

Schwerpunkt Kultur(en)-Geschichte

Modul MA HIS 3a: Grenzen und Grenzüberschreitungen

Geschichte(n) dichten

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M3a-1Geschichte(n) dichten
History in verse

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1040

„Dieses Buch ist in Deutsch gedichtet / damit es zuverlässig über das Römische Reich unterrichtet / genannt ist es Chronika ...“ Mittelalterliche Autoren & Autorinnen kannten viele Formen, über die Vergangenheit zu schreiben. Seien es Heiligenleben, Klostergeschichten, Stadt- oder Fürstenchroniken oder vieles mehr. Zuweilen haben sie das auch in gebundener Sprache gemacht, so wie der Autor der „Kaiserchronik“, der eingangs zitiert ist. In diesem Kurs, der im Modul zusammen mit der Germanistin Sonja Kerth angeboten wird, wollen wir uns diese gereimten Texte genauer ansehen und uns u.a. fragen, was Verse einer Prosadarstellung gegebenenfalls voraus haben. Gegenstand sind ausschließlich deutschsprachige Texte des Hoch- & Spätmittelalters, beginnend mit dem Annolied (um 1080), Ausschnitte der Kaiserchronik und spätere Texte, wie die Mecklenburgische Reimchronik oder das Carmen in laudem Bremensium (Lobgesang auf die Bremer). Ziel ist es, germanistische & historische Kompetenzen zu bündeln & damit den Texten auf verschiedene Weisen auf den Leib zu rücken.

Dr. Jan Ulrich Büttner
PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-II1a-2Geschichte(n) erzählen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 1030 (2 SWS)

Nicht erst die fake news-Skandale der jüngsten Zeit machen es deutlich: Das Verhältnis von Wahrheit und Geschichte sowie deren Vermittlung und Darstellung ist so problematisch wie spannend. Das Seminar rückt Geschichtsdenken und Geschichtsnarrative des Mittelalters in den Mittelpunkt und findet in enger Zusammenarbeit mit dem Seminar "Geschichte(n) dichten" im Masterstudiengang Geschichte statt. In der germanistischen Lehrveranstaltung sollen typische Formen des Erzählens von Geschichte an ausgewählten volkssprachigen Beispielen untersucht werden: gelehrte und exemplarische Geschichtserzählungen, wie sie z.B. in der 'Kaiserchronik' zu finden sind; heroische Geschichtsüberlieferung am Beispiel der Heldendichtung; heilsgeschichtliches Erzählen, wie es sich in den mittelalterlichen Legendensammlungen und in der Weltchronistik findet.
Die Kaiserchronik ist in der Reclam-Ausgabe (Mittelhochdeutsch/ Neuhochdeutsch hg. von Mathias Herweg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-15-019270-2) anzuschaffen; weitere Textauszüge werden unter StudIP zur Verfügung gestellt.
Prüfungsformen und Studienleistungen differieren je nach Studiengang und Modul und werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
Dr. Jan Ulrich Büttner

Modul MA HIS 3b: Normen im Streit

Protest in der späten Sowjetunion

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2.1„Auf den Erfolg unserer hoffnungslosen Mission!“ - Protest in der späten Sowjetunion im Archiv der Forschungsstelle Osteuropa
„To the success of our hopeless mission!“ - Protest in the late Soviet Union in the archive of the Research Centre for East European Studies)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 OEG 3790 (2 SWS)

+ Projektwoche 1.-5. Juli täglich 10-18 Uhr

2019 feiern wir 30 Jahre Fall der Berliner Mauer und Auflösung des Ostblocks. Die Erosion der Staatssozialismus begann bereits Mitte der 1960er Jahren, als sich erstmals Andersdenkende trauten, ihren Protest gegen die Repressionen des Regimes zu äußern: mit Briefen an die Staats- und Parteiführung, aber auch mit stillen Kundgebungen am Puschkin-Denkmal in Moskau. Daraus entwickelte sich die im Westen so bezeichnete Dissidenten-Bewegung, darunter prominente Figuren wie der Germanist Lew Kopelew und die Nobelpreisträger Andrei Sacharow und Alexander Solschenizyn. Seit 1982 sammelt die Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen Dokumente dieser Personen: Petitionen, Flugblätter, Untergrund-Zeitschriften, Tagebücher, Korrespondenz. In diesem Seminar wollen wir gemeinsam die Geschichte der Andersdenken bzw. des sowjetischen Underground anhand von Forschungsliteratur einerseits und Originalquellen aus der FSO andererseits untersuchen. Das Seminar besteht aus einem vorbereitenden wöchentlichen Teil und einer Projektwoche Anfang Juli, zu der auch Studierende der Higher School of Economics Petersburg zusammen mit Dr. Dietmar Wulff anreisen werden, mit denen wir gemeinsam im Archiv arbeiten und die Resultate am Ende präsentieren werden. Geplant ist, nach Möglichkeit die erarbeiteten Quellen auf der Website von prozhito http://prozhito.org/ zu veröffentlichen.
Russischkenntnisse sind sehr willkommen, aber keine Voraussetzung. Die Kommunikation mit den Studierenden aus Petersburg in der Projektwoche wird auf Englisch stattfinden.

Literatur: Friederike Kind-Kovács (Hg.): Samizdat, tamizdat, and beyond. Transnational media during and adter socialism, New York 2013.
Anke Stephan: Von der Küche auf den Roten Platz. Lebenswege sowjetischer Dissidentinnen, Zürich 2005.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg

Neuzeit

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2.2Zeit, Geschichte, Regime und Konflikte
Time: History, Regimes and Conflicts

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1030

Dual Use-Modul: Alter BA-Studiengang: HIS 12 Vielfalt der Moderne, sowie MA HIS 3b Normen im Streit.

Nach dem spacial turn lässt sich in der Geschichtswissenschaft in jüngster Zeit ein temporal turn beobachten. Nach dem Raum rückt nun zunehmend die Zeit als soziale Konstruktion, als historisch gewachsenes Ordnungskonzept in das Zentrum des Forschungsinteresses. Die Zeit wird nicht länger als naturgegebene Grunddimension menschlichen Daseins hingenommen, sondern selbst historisiert. In der Übung wollen wir uns mit den Ergebnissen dieser neuen historischen, aber auch soziologischen und ethnologischen Zeit-Forschung beschäftigen. Probleme der Standardisierung der Zeit werden ebenso im Mittelpunkt stehen wie die gesellschaftliche Durchsetzung von Zeitregimen und die Frage nach der Überzeugungskraft des gegenwärtig vorherrschenden Beschleunigungsnarrativs.

Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-HIS-7.2.3"Spekulation und Glücksspiel im 19. und 20. Jahrhundert"
Speculation and Gambling in the 19th and 20th Centuries

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 SFG 0150

Dual Use-Modul: Alter BA-Studiengang: HIS 12 Vielfalt der Moderne, sowie MA HIS 3b Normen im Streit

Handelt es sich bei Spekulationsgeschäften auf den Finanzmärkten – ob nun mit Optionsscheinen, Futures oder anderen Derivaten – um eine ganz normale ökonomische Aktivität oder um reines Glücksspiel? Sind Börsen nichts anderes als große Casinos? Diese Fragen sind nicht erst seit der Weltfinanzkrise ab 2007 brandaktuell, sondern besitzen einen langen historischen Stammbaum. Im Seminar wollen wir verfolgen, wo die Scheidelinie zwischen Spekulation und Glücksspiel in verschiedenen historischen Kontexten verlaufen ist, wie sie sich verschoben hat und welche Konflikte um sie entstanden. Dabei soll der gesamte Zeitraum von 1800 bis heute in den Blick genommen werden.

S. Banner, Speculation. A History of the Fine Line between Gambling and Investing, Oxford 2017.

Prof. Dr. Cornelius Torp

Modul MA HIS 6

Forschen als Prozess

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M6-1Forschen als Prozess
The Process of Research

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 GW2 B2335a

In diesem letzten Modul des Studiums der Geschichtswissenschaft soll die Möglichkeit geboten werden, die entstehenden Masterarbeiten gemeinsam zu besprechen (in den unterschiedlichen Phasen), aber auch wichtige methodische Herangehensweisen durch grundlegende oder neuere Literatur zu vertiefen.
Der Semesterplan wird in der ersten Sitzung gemeinsam aus den Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmer_innen entwickelt. Bitte überlegen Sie sich bis dahin, welche Fragen inhaltlicher, arbeitstechnischer oder methodischer Natur Sie im Seminar besprechen möchten.

Literatur: Wird bereitgestellt.

Prof. Dr. Cordula Nolte

Wahlpflichtbereich II (General Studies)

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-zsp-GS-1003Welche beruflichen Perspektiven bieten sich für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen außerhalb der Wissenschaft und Forschung?
Which career prospects for social scientists open up beyond science and research?

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Frage, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen könnte, lässt sich für Studierende der Sozialwissenschaften nicht so einfach beantworten. Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und orientiert sich sehr stark an den individuellen Interessen und Fähigkeiten. Daher ist es ein persönlicher Lernprozess, eigene berufliche Vorstellungen zu entwickeln.

Das Seminar richtet sich im Sommersemester 2019 an Masterstudierenden sowie an Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer*innen zu ermutigen, die eigenen Stärken zu ermitteln und herauszufinden, welche Tätigkeitsfelder das persönliche Interesse wecken. Häufig bieten Neigungen, Überzeugungen und Werte eine hilfreiche Orientierung. Zudem soll der Kurs aufzeigen, wie die beruflichen Ziele erreicht werden können.

Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Denn Sozialwissenschaftler*innen werden von Unternehmen, Organisationen und Institutionen selten gezielt gesucht. Da sie häufig mit Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Gesundheitswissenschaftler*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Jurist(en)innen konkurrieren, ist es wichtig berufliche Netzwerke aufzubauen und den versteckten Arbeitsmarkt in den Blick zu nehmen.

Es werden Berufspraktiker*innen aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern eingeladen. Sie werden Einblicke in ihren beruflichen Alltag geben und über ihren beruflichen Werdegang berichten.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1014Public Relations für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft (Entfällt!!!!!!!!!!!!!!!)
Public relations for politics, cultural and social awareness, environment and economy

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 (2 SWS)

Welche Fähigkeiten muss ein PR-Redakteur/in haben? Wie sieht der Arbeitsalltag eine(s)r Pressesprecher(s)in in der Politik aus? Unterscheidet sich die Öffentlichkeitsarbeit eines Theaters von der eines Unternehmens? Diese und viele weitere Fragen rund um die Berufsfelder der Public Relations werden wir im Verlauf des Seminars gemeinsam stellen und beantworten.

Dieses Seminar richtet sich ausschliesslich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Teamarbeit und zur Einhaltung von Vereinbarungen. Am 05.04.2019 werden die Regeln fuer die Teilnahme und die Leistungsanforderungen vereinbart.

Am 12.04.2019 werden die Teams gebildet, die die Aufgabe erhalten jeweils ein inhaltliches Thema zu bearbeiten. Ergänzend dazu werden Interviews mit Experten aus der Praxis geführt. Die Arbeitsergebnisse der Teams werden dem Plenum anschaulich vermittelt. Fuer ihren Vortrag erhalten die Teams ein ausführliches Feedback. Für die zweite Haelfte der Veranstaltungszeit ist eine Exkursion in einem Betrieb oder einer Organisation vorgesehen.

Axel Hausmann
08-zsp-GS-1019Fem4scholar Mentoring - Dein Weg in die Wissenschaft
Fem4scholar Mentoring - Your way into science

Seminar
ECTS: 4

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS) Begleitseminar

Einzeltermine:
Fr 12.04.19 14:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sa 13.04.19 10:00 - 16:00 GW2 B2880
Sa 04.05.19 10:00 - 16:00 GW2 B2890
Sa 25.05.19 10:00 - 16:00 GW2 B3800
Sa 01.06.19 10:00 - 16:00 GW2 B2880
Sa 22.06.19 10:00 - 16:00 GW2 B3800
Sa 06.07.19 10:00 - 16:00 GW2 B2880
So 07.07.19 14:00 - 18:00 GW2 B2880

Du bist Studentin der Kultur- Sozial- oder Geisteswissenschaft? Du bist gerade am Anfang deines Studiums und träumst von deiner Doktorarbeit? Du fragst dich, wie es ist eine Lehrveranstaltung zu geben? Dein Forschungsthema auf einer Konferenz zu präsentieren? Wo du dir Unterstützung für deinen Weg holen und mit Gleichgesinnten diskturieren kannst?
Dann ist dieses Programm genau das richtige für dich, mit wöchentlicher Begleitveranstaltung, Wochenendseminaren, Exkursionen und Networking bekommst du in diesem Semester einen vertiefenden Einblick in den Karriereweg "Wissenschaftlerin*". Von der Planung von Veranstaltungen, zu exakten Reiserouten zur Promotion, zur Finanzierung von deinen Forschungsvorhaben und Tagungsreisen begleitet dich das Projekt und unterstützt dich mit Techniken zur Work-Life-Balance, Selbstpräsentation und Stressmanagement.
Entdecke die Wissenschaftlerin* in dir und starte deinen Weg in diesem Semester mit Fem4scholar.

Dr.phil. Carla Schriever
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