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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2019/2020

Geschichte, M.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Masterstudiengang Geschichte

Informationen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
Begrüßungs- und Informationsveranstaltung für Master-Erstsemester

Arbeitsvorhaben

Einzeltermine:
Di 08.10.19 17:00 - 18:00 GW2 B2335a

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr s. t. in GW 2, B2335a.

Für alle Masterstudierenden, die zum WiSe 2019/20 ihr Studium an der Universität Bremen aufnehmen, findet am Dienstag, d. 8. Oktober 2019 eine Informationsveranstaltung statt.

Dr. Stefanie Walther

Methodische Herausforderungen

Modul MA HIS 1: Methodische Herausforderungen

Zu belegen sind das Seminar in Kombination mit einem der beiden Kolloquien.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-GS-1Kolloquium zur Ost(mittel)europäischen Geschichte
Colloquium for East(-Central) European History)

Colloquium

Termine:
wöchentlich Di 18:00 - 20:00 OEG 3790 (2 SWS)

Das Kolloquium dient Lehrenden, Forschenden und Studierenden zum Austausch über aktuelle Forschungsvorhaben, neue Ansätze und Ergebnisse in der Ost(mittel)europäischen Geschichte. Wissenschaftler/innen, aber auch Doktorand/innen und Studierende stellen in einem 45minütigen Vortrag ihre aktuelle Arbeit vor, die dann in weiteren 45 Minuten diskutiert wird. Alle Studierenden und Lehrenden sind herzlich eingeladen. Das genaue Programm mit Namen und Vortragstiteln finden Sie auf der Homepage der Forschungsstelle Osteuropa http://www.forschungsstelle.uni-bremen.de/ unter „Veranstaltungen“.
Beginn: Die Vortragsreihe beginnt erst in der 2. Semesterwoche. Wir treffen uns aber bereits am ersten Dienstag, um zu besprechen, wie man Fragen zu einem wissenschaftlichen Vortrag stellt, welche Sorten von Fragen es gibt und wie man seine Scheu überwindet, in so einem Kolloquium zu sprechen.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
Prof. Dr. Magdalena Waligorska-Huhle
08-28-GS-4Forschungskolloquium zur Neueren Geschichte (16.-20.Jh.)
Research Colloquium for Modern History (16th -20th century)

Colloquium

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1080 GW2 B1820
Prof. Dr. Rebekka Asta E. Mallinckrodt von
Prof. Dr. Ruth Schilling, M.A.
Tobias Christopher Goebel
08-M28-M1-1Methodische Herausforderungen
Methodological challenges of historiography

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SuUB 3160

„eine ganz andere Welt“ – Mittelalterbilder in der aktuellen Forschung.
Alle Geschichte ist Erzählung & Geschichtswissenschaft ist es auch. Diese Erzählungen sind ständigen Wandlungen unterworfen, die zu betrachten & zu analysieren sehr aufschlußreich sein kann. Eher selten ist jedoch, wenn ein Forscher über das Buch eines anderen Forschers befindet, es eröffne „eine ganz andere Welt“ im Blick auf die Epoche, so Bernd Schneidmüller über das Buch von Chris Wickham. Ausgehend von dieser „ganz andern Welt“ sollen verschiedene neuere & auch ältere Werke, denen der Rang von Standardwerken zugesprochen wird, besprochen werden, welche Bilder des Mittelalters entworfen werden, was dahinterstecken mag und was diese Bilder über die Zeit ihrer Entstehung aussagen. Die Leseliste gibt es zu Beginn des Semesters.

Dr. Jan Ulrich Büttner

Schwerpunkt Geschichte in der Öffentlichkeit

Modul MA HIS 2a: Geschichtsvermittlung multimedial

Aus den Akten auf die Bühne

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M2-2Aus den Akten auf die Bühne
From the Files to the Stage
„Dieses Bummelantentum muss aufhören.“ Das Arbeitserziehungslager in Bremen-Farge. - Ein dunkles Kapitel der Geschichte Bremens

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 18:00 GW2 B1632

„Dieses Bummelantentum muss aufhören.“ Das Arbeitserziehungslager in Bremen-Farge. - Ein dunkles Kapitel der Geschichte Bremens
(15. Projekt der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne)
„Eingang zu einer Danteschen Hölle“ so beschreibt der ehemalige Häftling und spätere Finanzsenator Wilhelm Nolting-Hauff die Rüstungslandschaft um den Bunker Valentin. Teil dieser Hölle war auch das Lager Farge, für das sich die Bremer Wirtschaft einsetzte. Sie wollte ihre Arbeitskräfte disziplinieren, zuerst die deutschen, später auch die Zwangsarbeiter aus den besetzten Teilen Europas. Das im Oktober 1940 von der Bremer Gestapo eingerichtete Lager wurde zum Vorbild für die Arbeitserziehungslager, die Heinrich Himmler ab 1941 reichsweit bauen ließ. „Pass auf oder du kommst nach Farge“ mit diesem Satz wurde den Arbeitern in den Betrieben gedroht. Kommandant Heinrich Schauwacker wurde im Februar 1945 abgesetzt und von der Gestapo verhaftet: Der Lagerarzt hatte ihn wegen übermäßiger Brutalität gegenüber den Häftlingen angezeigt.
Es war der Wunsch der Erben Richard Lahmanns (1924-2017, ehem. Häftling in Farge), dass dieses dunkle Kapitel der Geschichte Bremens mit Aus den Akten auf der Bühne zum Sprechen gebracht wird.
Aufgaben der Studierenden sind u.a.: Quellen in verschiedenen Archiven recherchieren und für die szen. Lesung aufbereiten; Dokumente für das Programmbuch zu der Lesung auswählen und kommentieren; Einträge für das Personenverzeichnis verfassen; Workshops für Schüler*innen vorbereiten.
Premiere mit der bremer shakespeare company findet im Mai 2020 am Denkort Bunker Valentin statt.
Das 15. Projekt der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“ ist auch ein Kooperationsprojekt mit der Landeszentrale für politische Bildung - Denkort Bunker Valentin.

Literatur:
Buggeln, Marc: Bunker „Valentin“ – Marinerüstung, Zwangsarbeit und Erinnerung, Bremen 2017.

Gemmeke-Stenzel, Bärbel, Portefaix, Raymond, Migdal, Andre, Touber, Klaas: Hortensien in Farge – Überleben im Bunker „Valentin“, Bremen 1995.

Hachtmann, Rüdiger: Industriearbeit im „Dritten Reich“. Untersuchungen zu den Lohn- und Arbeitsbedingungen in Deutschland 1933–1945. Göttingen 1989

Hachtmann, Rüdiger: Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933-1945, Göttingen 2012.

Hemmer, Eike, Milbradt, Robert: Bei „Bummeln“ droht Gestapohaft – Zwangsarbeit auf der Norddeutschen Hütte während der NS-Herrschaft, Bremen 2007.

• Heuzeroth, Günter: Die im Dreck lebten – Ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und die Lager in Wilhelmshaven, Delmenhorst, Bremen und Bremerhaven, Osnabrück 1994.

• Lofti, Gabriele: „KZ der Gestapo“ - Arbeitserziehungslager im Dritten Reich, Frankfurt am Main 2003.

• Marszolek, Inge, Brandt, Peter, Ott, Rene: Bremen im Dritten Reich – Anpassung, Widerstand, Verfolgung, Bremen 1986.

Pagenstecher, Cord: Arbeitserziehungslager, in: Benz, Wolfgang, Distel, Barbara: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Lager, Band 9, München 2009, Seite 75-100.

Siegel, Tilla; Freyberg, Thomas von: Industrielle Rationalisierung unter dem Nationalsozialismus, Frankfurt/M; New York 1991

• Tech, Andrea: Arbeitserziehungslager in Nordwestdeutschland 1940-1945, Göttingen 2003.

Dr. Eva Schöck-Quinteros
Simon Rau

Von Alltagsdingen und Forschungsapparaten – die Geschichte der Universität Bremen in Objekten

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-10.1.1Von Alltagsdingen und Forschungsapparaten – die Geschichte der Universität Bremen in Objekten
A History of the University of Bremen in Objects

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 14:00 GW2 B2335a

Die Studierenden des Seminars „Universitätsgeschichte schreiben: 50 Jahre Universität Bremen“ haben ein Deutungskonzept für eine Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Bestehen der Bremer Universität 2021 entwickelt. Darauf aufbauend schreiben wir in diesem eigenständigen Praxismodul die Geschichte der Universität Bremen in Objekten. Objekte sind Gegenstände, Dokumente oder Bilder, die für Meilensteine der Universitätsgeschichte stehen. Zusammengestellt erzählen sie die „materiale“ Geschichte der Bremer Universität. Ziel des Seminars ist es, für die Objekte eine Multi-Channel-Strategie aufzubauen, mit der dieselben Objekt-Themen in unterschiedlichen Medien wiederverwendet werden können.

Grundsätzlich wird erwartet, dass sich die Teilnehmer*innen aktiv an der Veranstaltung beteiligen. Als Voraussetzung für den Erwerb von 12 CP gilt regelmäßige Mitarbeit; jede® Studierende erhält außerdem individuelle Arbeitsthemen, für die während der Vorlesungszeit unterschiedliche Textmodule selbstständig konzeptioniert und verfasst werden müssen. Weitere Informationen zu den Prüfungsmodalitäten erhalten Sie zu Beginn der Lehrveranstaltung.

Literatur:
Birte Gräfing, Tradition Reform. Die Universität Bremen 1971-2001, Bremen 2012.
Neil MacGregor, Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten, München 2015.

Dr. Thekla Keuck

Modul MA HIS 2b: Geschichtsbilder und -deutungen

Geschichtenerzähler*innen und Theatermacher*innen. Arbeitsfelder für Historiker*innen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-10.1Geschichtenerzähler*innen und Theatermacher*innen. Arbeitsfelder für Historiker*innen
Storytelling and Performing. Doing Public History

Seminar

Einzeltermine:
Mi 16.10.19 14:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 23.10.19 14:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 06.11.19 14:00 - 16:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Mi 06.11.19 16:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 13.11.19 14:00 - 16:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So.
Mi 13.11.19 16:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 20.11.19 14:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 27.11.19 14:00 - 18:00 GW2 B2335a
Mi 11.12.19 14:00 - 18:00 GW2 B2335a

Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es für Absolvent*innen geschichtswissenschaftlicher Studiengänge jenseits von Universität und Schule? Was können Studierende der Geschichtswissenschaft bereits während des Studiums tun, um danach ihren Traumjob als Lektor*in, Referent*in oder Studienleiter*in zu bekommen? Diese und andere Fragen rund um die Themen Praxis- und Berufsorientierung für Historiker*innen diskutieren Sie mit Vertreter*innen verschiedener Arbeitsfelder. Die Praktiker*innen aus Bremen, Köln, Bad Nauheim, München und Berlin erzählen von ihren Berufswegen und ermöglichen Ihnen Einblicke in so unterschiedliche Arbeitsfelder wie Museum, Agentur, Stiftung, Verlag, Wissenschaftsmanagement und Dokumentartheater.

Grundsätzlich wird erwartet, dass sich die Teilnehmer*innen aktiv an der Veranstaltung beteiligen. Als Voraussetzung für den Erwerb von 12 CP gilt regelmäßige Mitarbeit; jede® Studierende erhält außerdem individuelle Arbeitsthemen, für die während der Vorlesungszeit unterschiedliche Präsentationsformen und Textmodule selbstständig konzeptioniert und verfasst werden müssen. Weitere Informationen zu den Prüfungsmodalitäten erhalten Sie zu Beginn der Lehrveranstaltung.
Bitte beachten Sie, dass für den CP-Erwerb auch das Seminar „Geschichtstheater“ von Cordula Nolte (VAK 08-28-HIS-11.1) zu besuchen ist.

Literatur:
Mareike Menne, Berufe für Historiker. Anforderungen – Qualifikationen – Tätigkeiten, Stuttgart 2010.
Hilmar Sack, Geschichte im politischen Raum. Theorie – Praxis – Berufsfelder, Tübingen 2016.

Dr. Thekla Keuck
Prof. Dr. Cordula Nolte
08-28-HIS-11.1Geschichtstheater
Staging History
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B1580

Aufbauend auf dem Seminar „Geschichte performativ“ im SoSe 2019 wird die Inszenierung einer Psychiatrieakte aus dem frühen 20. Jh. vorbereitet. In Kooperation mit Studierenden und Lehrenden der Performance Studies und mit dem Theater der Versammlung sowie verzahnt mit einer Veranstaltung von Frau Dr. Keuck soll die Vorproduktion der Inszenierung erarbeitet werden. Die Teilnehmenden sollten Experimentierfreude, Interesse an Verknüpfungen von Wissenschaft und Ästhetik sowie zeitliche Flexibilität mitbringen. Phasenweise werden Arbeitstermine voraussichtlich geblockt. Maximal 20 Studierende können an dem Seminar teilnehmen. Neben den Teilnehmenden aus „Geschichte performativ“ sind auch Neuzugänge willkommen.
Literatur: Wird bereitgestellt.

Prof. Dr. Cordula Nolte
Dr. Thekla Keuck

Schlüsselbegriffe der Neuzeit

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-11.3Geschichte und Theorie der Solidarität
Solidarity: History and Theory

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 1010

Solidarität ist ein Schlüsselbegriff unserer Gegenwart. Wo immer es darum geht, Menschen zur Hilfe in Notsituationen aufzufordern oder die Umverteilung knapper Ressourcen zu legitimieren, da ist der Appell an die Solidarität nicht weit – und zwar zunehmend nicht nur im lokal oder national begrenzten Kontext, sondern auch mit transnationaler und globaler Stoßrichtung. Gleichzeitig hat die Idee der Solidarität eine lange Geschichte – nicht zuletzt als eine Kampfformel, die das neue Selbstbewusstsein der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert ausdrückte.
Im Seminar wollen wir uns auf der einen Seite mit verschiedenen theoretischen Ansätzen beschäftigen, die sich mit dem Solidaritätsbegriff auseinandersetzen. Auf der anderen Seite sollen Geschichte und Praxis der Solidarität seit dem 19. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen.

Literatur: Heinz Bude, Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee, München 2019.

Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-HIS-11.4Moderne: Konzepte, Merkmale, Repräsentationen
Modernity: Concepts, Characteristics and Representations

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B1632

„Moderne“ ist in der gegenwärtigen historischen Debatte ein ebenso zentraler wie schillernder Begriff. Lange Zeit war sie als Fluchtpunkt der Modernisierungstheorie primär positiv besetzt und verkörperte das Ergebnis eines säkularen Fortschrittsprozesses. In der Diskussion der letzten Jahrzehnte traten immer mehr die Ambivalenzen der Moderne und ihre Abgründe hervor, die stichwortig mit Disziplinargesellschaft, Biopolitik und industriellem Massenmord bezeichnet werden können. In der Übung sollen die zentralen Dimensionen der Moderne ebenso wie ihre Schattenlinien zur Sprache kommen. Im Mittelpunkt stehen darüber hinaus neuere Theorieansätze wie die Multiple Modernities des israelischen Soziologen Shmuel Eisenstadt. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, einige Schlüsselwerke der Gegenwartsdiagnose kennenzulernen und historisch informiert über sie zu diskutieren.

Prof. Dr. Cornelius Torp

Schwerpunkt Kultur(en)-Geschichte

Modul MA HIS 3a: Grenzen und Grenzüberschreitungen

Neuer Eintrag

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-11.3Geschichte und Theorie der Solidarität
Solidarity: History and Theory

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 1010

Solidarität ist ein Schlüsselbegriff unserer Gegenwart. Wo immer es darum geht, Menschen zur Hilfe in Notsituationen aufzufordern oder die Umverteilung knapper Ressourcen zu legitimieren, da ist der Appell an die Solidarität nicht weit – und zwar zunehmend nicht nur im lokal oder national begrenzten Kontext, sondern auch mit transnationaler und globaler Stoßrichtung. Gleichzeitig hat die Idee der Solidarität eine lange Geschichte – nicht zuletzt als eine Kampfformel, die das neue Selbstbewusstsein der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert ausdrückte.
Im Seminar wollen wir uns auf der einen Seite mit verschiedenen theoretischen Ansätzen beschäftigen, die sich mit dem Solidaritätsbegriff auseinandersetzen. Auf der anderen Seite sollen Geschichte und Praxis der Solidarität seit dem 19. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen.

Literatur: Heinz Bude, Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee, München 2019.

Prof. Dr. Cornelius Torp
08-28-HIS-11.4Moderne: Konzepte, Merkmale, Repräsentationen
Modernity: Concepts, Characteristics and Representations

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 GW2 B1632

„Moderne“ ist in der gegenwärtigen historischen Debatte ein ebenso zentraler wie schillernder Begriff. Lange Zeit war sie als Fluchtpunkt der Modernisierungstheorie primär positiv besetzt und verkörperte das Ergebnis eines säkularen Fortschrittsprozesses. In der Diskussion der letzten Jahrzehnte traten immer mehr die Ambivalenzen der Moderne und ihre Abgründe hervor, die stichwortig mit Disziplinargesellschaft, Biopolitik und industriellem Massenmord bezeichnet werden können. In der Übung sollen die zentralen Dimensionen der Moderne ebenso wie ihre Schattenlinien zur Sprache kommen. Im Mittelpunkt stehen darüber hinaus neuere Theorieansätze wie die Multiple Modernities des israelischen Soziologen Shmuel Eisenstadt. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, einige Schlüsselwerke der Gegenwartsdiagnose kennenzulernen und historisch informiert über sie zu diskutieren.

Prof. Dr. Cornelius Torp

Modul MA HIS 3b: Normen im Streit

Medien in Ost(mittel)europa 1945-1989

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-28-HIS-7.2.1Macht und Musik. Das schwierige Verhältnis von Staat und Klang im Zaren- und Sowjetreich
Power and music. The difficult relation between state and sound in the Tsarist and Soviet Empire

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 OEG 3790 (2 SWS)

Musik ist nie nur Erbauung, sondern bringt immer auch ein Zeitgefühl, Identitäten und nicht zuletzt auch politische Statements zum Ausdruck. Die politische Aussage betrifft nicht nur Nationalhymnen, sondern kann sich auch in Opern, Musicals, Schlagern und Rockmusik verbergen bzw. ganz offen zeigen. In diesem Seminar soll diskutiert werden, welche Musik zu welcher Zeit für welches Lebensgefühl und welche Loyalitäten stand bzw. wie Nonkonformismus und Protest in Musik ihren Ausdruck fanden. Wir untersuchen ein breites Spektrum von den Opern des 19. Jahrhunderts über die Musical-Filme der 1930er Jahre bis hin zu verfemten Komponisten moderner Musik in der späten Sowjetunion. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte der sowjetischen Nationalhymne genauso wie mit den Wandlungen des Jazz von der verbotenen Kunst zur tolerierten Unterhaltungsmusik sowie mit dem späten sowjetischen Musikleben zwischen staatlich gefördertem Schlager und verbotenem Rock.

Literatur:
Philipp Ther (Hg.): Kulturpolitik und Theater. Die kontinentalen Imperien in Europa im Vergleich, München 2012.
Matthias Stadelmann: Isaak Dunaevskij - Sänger des Volkes. Eine Karriere unter Stalin, Köln 2003.
Boris Belge: Klingende Sowjetmoderne. Eine Musik- und Gesellschaftsgeschichte des Spätsozialismus, Köln 2018.

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
08-28-HIS-7.2.2Informelle Bewegungen in der späten Sowjetunion zwischen Pop und Protest.
Informal movements in the late Soviet Union between pop and protest.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 09:00 - 20:00 (9.9 SWS)
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 OEG 3790 (2 SWS)

Das Seminar betrachtet informelle Bewegungen in der späten Sowjetunion in ihrer Bandbreite. Nicht nur Aktivitäten sowjetischer Menschenrechtsaktivist*innen, sondern auch entstehende jugendliche Subkulturen brachten in den 1960er bis 1980er Jahren sowjetische Behörden auf den Plan. Die Binnensichten von Hippie-Gruppen, Punks, Fußballfans und anderen unterschieden sich dabei sehr von der offiziellen Perspektive. In welchem Verhältnis standen die Teilhabe an solchen Aktivitäten und das Selbstverständnis als Bürger*innen der Sowjetunion? Das Seminar wird diverse Formen von Protest, Sub- und Gegenkultur in der Sowjetunion nach Stalins Tod vergleichend untersuchen und nach ihrer jeweils spezifischen Einbettung in die Kontexte sowjetischer Herrschaft und kultureller Globalisierung im Kalten Krieg fragen.

Manfred Zeller

Modul MA HIS 3c: Stadt - Land - Umwelt

Archaeology I

Das Modul besteht aus beiden Seminaren.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M27-1-AR1-1Einführung in die Prähistorische Archäologie von Europa (in englischer Sprache)
Introduction to European Prehistoric Archaeology

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 FVG M2010
Prof. Dr. Uta Halle
08-M27-1-AR1-2Methoden der Prähistorischen Archäologie in Europa (in englischer Sprache)
Methods of European Prehistoric Archaeology

Übung

Einzeltermine:
Di 11.02.20 - Mi 12.02.20 (Di, Mi) 09:00 - 12:00 SFG 1080
Prof. Dr. Uta Halle

Hunger als europäischer Gedächtnisort. Spuren in der Geschichte und Literatur

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M3c-1Hunger - Literarische Stimmen
Hunger - Literary Voices: ...

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B1632
Prof. Dr. Wolfgang Kissel
08-M28-M3c-2Die Blockade von Leningrad: Hunger und Genderaspekte der Erinnerung
The siege of Leningrad: Hunger and Gender Aspects of Memory

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW2 B1632

Einzeltermine:
Fr 13.12.19 14:00 - 18:00 SFG 1030

Das Seminar widmet sich der Leningrader Blockade – der langen Belagerung der heutigen russischen Stadt St. Petersburg durch die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges, in deren Folge etwa 1,1 Mio. zivile Bewohner*innen an Hunger starben. Die Leningrader Blockade wird dabei aus der Perspektive der Gedächtnisforschung als ein Gedächtnisort verstanden; in den Fokus der Betrachtung rücken konkrete mediale Repräsentationen der Erinnerung an den Hunger, die vor dem Hintergrund der Bedeutung der Blockade für die sowjetische und russische Geschichtspolitik analysiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt in der genderspezifischen Betrachtung der Erinnerung: wir wollen nach Genderkonstruktionen und Rollenbildern während der Blockade und vor allem im Erzählen darüber fragen.

Literatur
  • Ganzenmüller, Jörg: Das belagerte Leningrad 1941-1944. Die Stadt in den Strategien von Angreifern und Verteidigern. Paderborn u.a.: Ferdinand Schöningh, 2005.
  • Funk, Wolfgang: Gender Studies. Paderborn: Wilhelm Fink, 2018.

Alla Keuten

Modul MA HIS 6

Forschen als Prozess

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-M28-M6-1Forschen als Prozess
Doing research as a process

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 MZH 1470

In diesem letzten Modul des Studiums der Geschichtswissenschaft soll die Möglichkeit geboten werden, die entstehenden Masterarbeiten gemeinsam zu besprechen (in den unterschiedlichen Phasen), aber auch wichtige methodische Herangehensweisen durch grundlegende oder neuere Literatur zu vertiefen.
Der Semesterplan wird in der ersten Sitzung gemeinsam aus den Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmer_innen entwickelt. Bitte überlegen Sie sich bis dahin, welche Fragen inhaltlicher, arbeitstechnischer oder methodischer Natur Sie im Seminar besprechen möchten.
Die Veranstaltung ist auch für Bachelorstudierende geöffnet!

Prof. Dr. Cordula Nolte
Aktualisiert von: TYPO3-Support