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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2019/2020

Germanistik Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Master of Education (M.Ed.) 2.0

Masterstudiengänge "Lehramt an Gymnasien und Oberschulen" (im Anschluss an die Lehramtsoption im BA 2.0 Germanistik/Deutsch) sowie "Lehramt an Grundschulen" bzw. "Lehrämter inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik und Grundschule" (im Anschluss an den BA Bildungswissenschaften im Primar- und Elementarbereich)

Vgl. die entsprechenden Studienverlaufspläne unter
http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/med2/verlauf.aspx

B3 Sprache in Denken und Handeln 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Andreas Rothenhoefer/ Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de iwarnke@uni-bremen.de

Das Modul "B3 Sprache in Denken und Handeln" macht die Studierenden mit linguistischen Theorien und Methoden der Semantik und Pragmatik vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst zwei entsprechende Seminare, aus denen zwei Studienleistungen und eine Pruefungsleistung erbracht werden.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-3-B1.1-1Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00 GW2 B2890 (2 SWS)

"In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Vergleichend untersuchen werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte. Auch werden wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten beschäftigen und uns mit Übersetzungen auseinandersetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Einführende Literatur:
Blumenthal, Peter (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. Tübingen (Niemeyer).
Wandruszka, Mario (1998): Die europäische Sprachengemeinschaft: Deutsch Französisch Englisch Italienisch Spanisch im Vergleich. Tübingen (Francke)."

Dr. Katrin Mutz

A11 Literatur und Interkulturalität 6 CP/ 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: adunker@uni-bremen.de

Das Modul Literatur und Interkulturalitaet findet regelmaessig im Wintersemester statt. Es behandelt exemplarische Gegenstaende und Themenfelder der interkulturellen Germanistik. Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von mindestens 4 SWS auszuwaehlen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-A11-01Jerusalem in der vormodernen Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SFG 1040 (2 SWS)

Jerusalem ist seit langem eine Stadt, die viele Zuschreibungen hat: touristischer Magnet, religiöser und politischer Sehnsuchtsort, aber auch Ort nicht enden wollender Auseinandersetzungen und Gewalt. Im Seminar beschäftigen wir uns mit mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten über Jerusalem. Die 'Heilige Stadt' präsentiert sich schon in der Vormoderne als Begegnungsstätte der großen monotheistischen Religionen sowie als problembelasteter Ort von unvergleichlicher Schönheit und Kultur. Wir betrachten z.B. die Pilgerstadt mit dem Tempel, den Synagogen, Kirchen und Moscheen, den Zielpunkt der Kreuzzüge, den Mittelpunkt der Welt in mittelalterlichen Weltkarten und das himmlische Jerusalem. Soweit möglich, soll das vormoderne Jerusalem nicht nur aus christlicher Perspektive behandelt werden. Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Texten wird bei allen Teilnehmer_innen vorausgesetzt.
Zur Einführung: Tomas Tomasek: Babylon, Jerusalem. In: Literarische Orte in deutschsprachigen Erzählungen des Mittelalters. Ein Handbuch. Hg. von Tilo Renz, Monika Hanauska und Mathias Herweg. Berlin/ Boston 2018, S. 40-63.

Dieses Seminar wird im Bachelor und im Master of Education angeboten. Die unterschiedlichen Anforderungen werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-A14-1Von Pfetan und Fafnir zu Fuchur - und Saphira. Drachen als literarische Wesen im Wandel

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B1216 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A1-1Erzählen im Widerspruch: Textualität der Dissonanz im kurzen Erzählen der Vormoderne

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn zu stiften. Erzählen im Widerspruch freilich stört die Ordnung der Texte und erzeugt bei den Rezipienten Irritation und Deutungsanreize zugleich. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissenschaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Phänomene von Widerrede und Widerspruch in Vers- und Prosaerzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken, Diskrepanzen zwischen Erzählung und Moralisierung, Pointenstrukturen auf der Basis von Gegensätzen und Widersprüchen, widersprüchliche Figuren, Widersprüchlichkeit als Indikator von Ambivalenz und Kontingenz. Analysiert werden in erster Linie Hartmanns von Aue höfische Sünderheiligen-Legende ‚Gregorius‘, ausgewählte Mären (besonders Konrad von Würzburg, ‚Herzmaere‘; Wernher der Gartenaere, ‚Helmbrecht‘; Stricker, ‚Der begrabene Ehemann‘; Heinrich Kaufringer, ‚Die unschuldige Mörderin‘; Hans Rosenplüt, ‚Der fünfmal getötete Pfarrer‘; Niemand, ‚Die drei Mönche von Colmar‘) und Prosaerzählungen (besonders Enea Silvio Piccolomini, ‚Euryalus und Lucretia‘; ‚Griseldis‘ sowie weitere Novellen aus Boccaccios ‚Decameron‘ mit dessen deutscher Rezeption); auch die Zusammenstellung widersprüchlicher Kasus in Erzähl- und Schwanksammlungen soll einbezogen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay (studiengangs- und modulspezifische Themen)

Modulprüfung
MA (neu) A1, D1, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)
BA/MEd A14: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-A2-1Geschichten vom Gral

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 GW2 B1632 (2 SWS)

Was ist er, der Heilige Gral, und wo ist er zu suchen? Wenige Gegenstände haben die Phantasie seit Jahrhunderten so beflügelt wie der Gral, von dem man nicht einmal weiß, wie er aussieht: eine schimmernde Schale, ein Stein, der vom Himmel gefallen ist, der Abendmahlskelch Jesu oder etwas ganz anderes? Wir machen uns auf die Suche nach diesem "Ding", das Heil und Frieden, Macht und Reichtum, vielleicht aber auch nur gutes Essen schenken soll und beschäftigen uns dabei v.a. mit Texten vom Mittelalters bis heute.
Zur Einführung: Volker Mertens: Der Gral. Mythos und Literatur. Stuttgart 2007.

Dieses Seminar wird polyvalent angeboten im Bachelor und im Master Germanistik. Die unterschiedlichen Anforderungen werden in der ersten Sitzung erläutert.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A17 Ältere deutsche Literaturwissenschaft vertieft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich vstollberg@uni-bremen.de

Aus dem Veranstaltungsangebot sind Veranstaltungen im Umfang von
mindestens 4 SWS auszuwählen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-M79-A1-1Erzählen im Widerspruch: Textualität der Dissonanz im kurzen Erzählen der Vormoderne

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn zu stiften. Erzählen im Widerspruch freilich stört die Ordnung der Texte und erzeugt bei den Rezipienten Irritation und Deutungsanreize zugleich. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissenschaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Phänomene von Widerrede und Widerspruch in Vers- und Prosaerzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken, Diskrepanzen zwischen Erzählung und Moralisierung, Pointenstrukturen auf der Basis von Gegensätzen und Widersprüchen, widersprüchliche Figuren, Widersprüchlichkeit als Indikator von Ambivalenz und Kontingenz. Analysiert werden in erster Linie Hartmanns von Aue höfische Sünderheiligen-Legende ‚Gregorius‘, ausgewählte Mären (besonders Konrad von Würzburg, ‚Herzmaere‘; Wernher der Gartenaere, ‚Helmbrecht‘; Stricker, ‚Der begrabene Ehemann‘; Heinrich Kaufringer, ‚Die unschuldige Mörderin‘; Hans Rosenplüt, ‚Der fünfmal getötete Pfarrer‘; Niemand, ‚Die drei Mönche von Colmar‘) und Prosaerzählungen (besonders Enea Silvio Piccolomini, ‚Euryalus und Lucretia‘; ‚Griseldis‘ sowie weitere Novellen aus Boccaccios ‚Decameron‘ mit dessen deutscher Rezeption); auch die Zusammenstellung widersprüchlicher Kasus in Erzähl- und Schwanksammlungen soll einbezogen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Essay (studiengangs- und modulspezifische Themen)

Modulprüfung
MA (neu) A1, D1, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)
BA/MEd A14: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-M79-A1-2Recht in der Literatur und Rechtsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SuUB 4320 (Studio II Medienraum ) (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A2-2Nibelungenrezeption im 21. Jahrhundert

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B1632 GW2 A3570 (FB 10 Besprechungsraum) (2 SWS)

„Every German knows the story“ (Quentin Tarantino, ‚Django Unchained‘): Die jahrhundertealte Faszination des Nibelungenstoffs hält auch im 21. Jahrhundert an, nicht nur im Bereich der populären Nibelungenrezeption, des Films und der Eventkultur der Wormser Nibelungenfestspiele, sondern auch in immer neuen seriöser intendierten Anverwandlungen zwischen psychologisierender Nacherzählung (Heinrich Steinfest) und poetisch-problematisierender Auseinandersetzung (Ulrike Draesner), zwischen Pseudo-Historisierung (Jürgen Lodemann) und postmoderner Beliebigkeit (Albert Ostermaier). Verglichen mit der stärker ‚politischen‘ Nibelungenrezeption der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert scheint die Auseinandersetzung mit dem nationalistischen und nationalsozialistischen Missbrauch des ‚Nibelungenlieds‘ (wie von Richard Wagners ‚Ring des Nibelungen‘) in den Hintergrund getreten. Doch nimmt fast jeder Text intertextuell auf vorangehende Rezeptionsschichten Bezug; es dominieren Mythenklitterungen jeweils unterschiedlichen Gepräges. Aktuell bleiben vor allem die Diskussion fragwürdigen Heldentums und Konzeptionen alternativ-gewalttätiger Weiblichkeit. Im Seminar sollen ausgewählte aktuelle Bearbeitungen des Nibelungenstoffs analysiert und mit dem ‚Nibelungenlied‘ ebenso wie mit wirkungsmächtigen älteren Rezeptionszeugnissen verglichen werden.

Programm mit Literaturhinweisen siehe StudIP/Dateien.

Studienleistung (obligatorisch für alle): Mitgestaltung mehrerer Sitzungen

Modulprüfung
MA A2, D2, D3, D4: in einer Veranstaltung des Moduls Hausarbeit, in der anderen mündliche Prüfung
MEd A17: mündliche Prüfung oder kleine Hausarbeit (nur in einer Veranstaltung des Moduls)

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
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