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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2019/2020

Fachergänzende Studien

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Studium Generale / interdisziplinäre Angebote aus den Fachbereichen / Sachkompetenzen

„Wer von allem nur ein bißchen weiß,
Ist ein Dilettant;
wer von einem bißchen alles weiß,
ist ein Fachidiot.
Ein Generalist aber ist,
wer viel von einem bißchen
und
einiges vom Ganzen weiß,
worin das bißschen seinen Platz hat.“
Günter Ropohl

Was befindet sich hinter den Grenzen des eigenen Faches? Im Studium Generale können Studierende ihre Kenntnisse jenseits der eigenen Disziplin erweitern und allgemeine Sachkompetenzen aufbauen. Das Studium Generale versammelt ausgewählte Veranstaltungen anderer Fächer sowie Veranstaltungen aus den Schwerpunktthemen Wissenschaftstheorie und Ethik, Gender- und Diversity-Studies, Nachhaltigkeit, Performance Studies, Theater, Musik, Culture4all und journalistisches Schreiben.

Theater und Musik / Culture4All / Performance Studies

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-60-M7-OaTheaterprojekt (Teil1)
Theater Project (Part 1)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 19:00 - 21:00 ZB-B B0490 (Theater) (Theater) (2 SWS)


Franz Eggstein ((LB))
Roland Klahr ((LB))

Offene Angebote aus den Fachbereichen

Wirtschaftswissenschaft

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
07-B35-1-06-01Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Basics of Economics

Vorlesung
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS) oder
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 NW1 H 1 - H0020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 06.12.19 14:00 - 16:00 NW1 H1 - H0020
Prof. Dr. Dirk Fornahl
William John Arant
07-B35-1-06-02Einführung in die Volkswirtschaftslehre - Ü
Practical Exercise to Basics of Economics

Übung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) oder
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 HS 2010 (Großer Hörsaal)
Prof. Dr. Dirk Fornahl
William John Arant

Sozialwissenschaften

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
08-29-1-SO1Einführung in die Sozialstruktur
[Introduction to Social Structure I]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

In der Vorlesung wird dargelegt, wie sich die Mitglieder einer Gesellschaft im Hinblick auf sozial relevante Merkmale und soziale Positionen unterscheiden und in welchen typischen sozialen Beziehungsmustern sie leben und handeln. Die Ursachen dafür und die gesellschaftlichen Folgen, welche daraus erwachsen, werden reflektiert. Zu Beginn werden die grundlegenden Begriffe und Gliederungsprinzipien der Sozialstrukturforschung sowie klassische und neuere theoretische Ansätze der Ungleichheitsforschung eingeführt. Die wechselseitige Beziehung von Sozialstruktur, institutioneller Struktur und dem individuellen Handeln der Akteure in der Gesellschaft wird in Grundzügen abgehandelt. Die inhaltlichen Hauptbereiche der Sozialstrukturforschung werden vorgestellt und die wichtigsten empirischen Befunde dazu für die Bundesrepublik Deutschland vermittelt. Schwerpunkte bilden die Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung, die Strukturen sozialer Ungleichheit und die soziale Mobilität in unserer Gesellschaft. Außerdem wird das Verhältnis von Sozial-struktur und gesellschaftlichen Institutionen in Politik, Recht, Kultur und Ökonomie behandelt.

Literatur zur Vorbereitung:
Huinink, Johannes; Schröder, Torsten (2019): Sozialstruktur Deutschlands. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft (3. Auflage).
Geißler, Rainer (2014): Die Sozialstruktur Deutschlands. Wiesbaden: Springer VS (7. Auflage).

Form der Modulprüfung: Klausur (120 Minuten)

(Studiengang Jura: 3 CP)

Prof. Sonja Drobnic
08-29-1-T1Soziologisches Denken
[Sociological Thinking]

Vorlesung
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mo 18:00 - 20:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) (2 SWS)

Die Vorlesung bietet eine Einführung in soziologisches Denken entlang folgender Leitfragen:
• Was ist eine soziologische Fragestellung, und wie geht die Soziologie ihre Fragen an – im Unterschied zu alltagsweltlichen, politischen, künstlerischen oder massenmedialen Deutungsangeboten sowie zu den Herangehensweisen anderer Sozialwissenschaften?
• Was ist eine wissenschaftliche Beschreibung und Erklärung von Phänomenen? Was sind wissenschaftliche Theorien, wie ist der Theorie-Empirie-Zusammenhang? Was ist Erkenntnisfortschritt? Jeweils mit Blick für die Spezifika der Soziologie als Wissenschaftsdisziplin.
• Was sind soziologische Phänomene auf der Mikro-, Meso- und Makroebene – unter Berücksichtigung des Mehrebenencharakters der meisten Sachverhalte.
Diese Leitfragen werden anhand ausgewählter sozialer Phänomene – dieses Mal: Konflikt, Entscheiden, Lebensführung, Organisation, Verbreitungsmedien, Natur - behandelt.

Literatur:
Esser, Hartmut, 1993: Soziologie – Allgemeine Grundlagen. Frankfurt/M., 1996: Campus.
Giddens, Anthony, 2006: Sociology. Cambridge: Polity Press (5th ed.).
Joas, Hans (Hrsg.), 2007: Lehrbuch der Soziologie. Frankfurt/M.: Campus (3. Aufl.).

Prof. Dr. Uwe Schimank

Kulturwissenschaften

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
09-30-B1-1BEinführung in die Argumentationstheorie
Informal Logic

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW1 A1260
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SFG 0150 (2 SWS)
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW1 A0010

Philosophische Fragen sind in der Regel weder durch Experimente noch durch Umfragen entscheidbar. Das Hauptwerkzeug der Philosophie sind deswegen Argumente, und die Theorie und Praxis des guten Begründens von Thesen und Theorien steht im Mittelpunkt des philosophischen Geschäfts. Natürlich sollte man auch außerhalb der Philosophie die eigenen Überzeugungen gut begründen und die Meinungen anderer, wenn nötig, mit guten Argumenten kritisieren.

Der Kurs soll in die Theorie und Praxis des guten Argumentierens einführen und folgende Fragen beantworten: Was ist ein Argument? Was unterscheidet ein gutes von einem schlechten Argument? Welche Argument-Typen gibt es? Es werden Hilfen zur informellen Analyse von Begründungen und Argumenten vermittelt und in praktischen Übungen angewandt. Wir werden auch einen ersten Blick auf die formale Logik werfen und die Rolle von Argumenten in der Kommunikation reflektieren. Speziell geht es dabei auch um die logische Korrektheit und um die Stichhaltigkeit (Triftigkeit) von Argumenten. Wichtig ist die Einübung von Techniken zur Darstellung argumentativer Strukturen und zur Bewertung von Argumenten. Weitere Themen sind besondere Argumentationsformen (Analogieargumente, Selbstanwendungsargumente, transzendentale Argumente) und formale und informelle Fehlschlüsse. Außerdem werden Grundzüge der aristotelischen Syllogistik und einige Themen der traditionellen Logik vorgestellt.

Materialien zum Kurs werden im Internet bereitgestellt. Die erfolgreiche Teilnahme erfordert eine regelmäßige Mitarbeit und die wöchentliche Bearbeitung von Hausaufgaben. Der Besuch des zugehörigen Tutoriums wird empfohlen.

Dr. Frank Kannetzky
09-30-B3-001BEinführung in die Theoretische Philosophie
Introduction to Theoretical Philosophy

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 0150 (2 SWS)

Die Theoretische Philosophie beinhaltet eine große Bandbreite an Teildisziplinen wie etwa Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie oder Wissenschaftstheorie. Die Vorlesung wird Sie mit Disziplinen, Fragestellungen, Methoden und ausgewählten Problemen der Theoretischen Philosophie vertraut machen. Wie kommen Begriffe zu ihrer Bedeutung? Was unterscheidet gut begründetes Wissen von bloßen Vermutungen und rein subjektiven Überzeugungen? Was ist Wahrheit? Können wir sicher sein, dass es eine Welt außerhalb unseres Bewusstseins gibt? Was ist ein Naturgesetz? Ist das Bewusstsein nur ein Gehirnzustand? Dabei werden auch grundlegende Fachbegriffe wie analytisch/synthetisch, möglich/notwendig, Kausalität, Kategorie, Substanz/Akzidens, Universalia, Intentionalität, Qualia, Metaphysik, Transzendentalphilosophie, Ontologie eingeführt und erläutert.
Der Besuch des zugehörigen Tutoriums wird dringend empfohlen.
Literatur
  • Bartels, A., und M. Stöckler (Hg.) (2007): Wissenschaftstheorie.Ein Studienbuch, Paderborn: mentis.
  • Detel, W. (2007): Grundkurs Philosophie, Stuttgart: Reclam.
  • Hübner, J. (2015): Einführung in die Theoretische Philosophie, Stuttgart, Weimar: Metzler.

Eike Kroner
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Anne Christina Thaeder
09-30-B4-001BEinführung in die Praktische Philosophie
Introduction to Practical Philosophy
M.A. Komplexes Entscheiden 09-M39-1-02-01

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SFG 0150 (2 SWS)

Die Vorlesung führt in Grundbegriffe der Praktischen Philosophie ein. Sie geht aus vom Begriff der Handlung und entwickelt aus dessen Implikationen einige in der Geschichte der Philosophie und in den gegenwärtigen philosophischen Debatten zentrale Begriffe und Fragestellungen, um mit wichtigen Theorie-Konzeptionen der Praktischen Philosophie vertraut zu machen. Grundkonzepte der Allgemeinen Ethik, der Angewandten Ethik, der Politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie werden vorgestellt.

Es werden vor allem die folgenden Begriffe eingeführt: Freiheit, Absicht, Wille, Entscheidung; Nutzen, Glück, Pflicht, Achtung, Unparteilichkeit, Moral; Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Legitimität; Gerechtigkeit, Recht, Menschenrechte.

Die Vorlesung richtet sich an Studierende, die sich Grundlagen der Praktischen Philosophie aneignen (Bachelor Philosophie 1. Jahr und Master Komplexes Entscheiden 1. Jahr). Sie kann aber von allen Interessierten besucht werden.

Literaturangaben finden sich im Lektüre-Leitfaden, der im Stud.IP zum Herunterladen zur Verfügung steht und weitere Angaben zu wichtigen Quellentexten und Forschungsliteratur zur Praktischen Philosophie enthält.

Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-B5-B-IRingvorlesung V: Teil I Geschichte der Philosophie
Lecture series History of Philosophy, Part I

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 SFG 0150 (2 SWS)

Diese Vorlesung ist ein besonderes Angebot, das in dieser Art nur an ganz wenigen anderen Universitäten zu finden ist: Sie gibt einen Überblick über Themen, Theoriekonzeptionen und Lebenswerke einer Auswahl wichtiger Autoren aus der langen Geschichte der Philosophie.

Die Vorlesung hat zwei Teile. Im Wintersemester werden Epochen von der griechischen Antike bis zu Kant vorgestellt, das nächste Sommersemester führt vom deutschen Idealismus bis zur Gegenwart.

Die Veranstaltung findet als Ringvorlesung statt, d.h. die einzelnen Sitzungen werden von verschiedenen Lehrenden bestritten. So kann man die Lehrenden des Instituts für Philosophie kennenlernen und sich mit unterschiedlichen Zugangsweisen und Denkstilen in der Philosophie vertraut machen.

Die Ringvorlesung gibt zugleich auch Einblicke in die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte.

Die Vorlesung und zugehörige Tutorien bilden das Modul B 5 (Einführung in die Geschichte der Philosophie), das durch eine mündliche Modulprüfung im Anschluss an das Sommersemester abgeschlossen wird.

Am Beispiel herausragender Denker werden historische Bedingtheiten und institutionelle Rahmenbedingungen der Philosophie, aber auch der innere Zusammenhang und die Entwicklung philosophischer Problemstellungen und Lösungsvorschläge thematisiert. Der historische Überblick soll es leichter machen, systematische Themen und Seminarveranstaltungen zu einzelnen Autoren aus der Geschichte der Philosophie einzuordnen und ihre Gedanken zu verknüpfen.
Die Teilnahme an der Modulprüfung erfordert eine kontinuierliche und intensive Vor- und Nachbereitung der Sitzungen der beiden Semester. Dazu werden Materialien bereitgestellt, die in den Tutorien vertieft werden können.

Die Ringvorlesung kann auch von TeilnehmerInnen anderer Fächer im Rahmen der General Studies belegt werden. Natürlich sind auch alle willkommen, die sich für die Geschichte der Ideen unabhängig von Creditpoints und Studienordnungen interessieren.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Prof. Dr. Georg Mohr
Prof. Dr. Norman Sieroka
Dr. Svantje Marei Guinebert
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Anne Christina Thaeder
09-30-T1-008A / 09-30-TS-006SDas Unendliche
The Infinite

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SpT C4180 (2 SWS)

Kaum etwas in der Philosophie ist so alt wie die Faszination für das Unendliche und die Bemühungen, es begrifflich zu fassen. Bereits der erste abendländische Philosoph, von dem uns Textfragmente überliefert sind (Anaximander), spricht über das Unendliche (to apeiron) im Sinne einer unerschöpflichen Natur.
In der ersten Hälfte des Seminars werden wir gemeinsam anhand des Unendlichkeitsbegriffs einen Streifzug durch die Geschichte der abendländischen Philosophie unternehmen. Diskutiert werden u.a. die Positionen von Aristoteles, Leibniz und Kant. Die zweite Hälfte des Kurses widmet sich dann dem 20. Jahrhundert und zwar sowohl in philosophischer wie auch mathematischer Hinsicht. Auf philosophischer Seite werden wir u.a. die Unterscheidung zwischen "sagen" und "zeigen" bei Wittgenstein behandeln; auf mathematischer Seite u.a. die transfinite Mengenlehre und den Gödelschen Unvollständigkeitssatz. (NB: Es werden keine spezifischen Kenntnisse in formaler Logik und Mengenlehre vorausgesetzt.)

Lernziele:
Ziel der Veranstaltung ist es, die Studierenden für unterschiedliche Unendlichkeitsbegriffe zu sensibilisieren und für die unterschiedlichen Problemstellungen die sich in philosophischen und auch mathematischen Kontexten entwickelt haben.
Literatur:
Die Textgrundlage für den gesamten Kurs bildet folgendes Buch, dessen Anschaffung empfohlen wird:
- Moore, A.W. 2001. The Infinite (2. Auflage). Routledge.
Ergänzende Texte werden über die Stud.IP-Seite der Lehrveranstaltung zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Norman Sieroka
09-30-T1-009ALeibniz' Monadologie
Leibniz Monadology

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 SFG 2070 (2 SWS)

Woraus besteht die Welt? Lässt sie sich in immer kleinere Bestandteile auflösen? Sind sämtliche Ereignisse vorherbestimmt (determiniert)? Diese und viele weitere Fragen aus der Metaphysik und diversen angrenzenden Gebieten wie etwa Erkenntnistheorie, Physik, Moralphilosophie und Theologie werden in Leibniz‘ kurzer Schrift über die Monadologie behandelt.

Wir werden diesen Text, der zu den prägenden und kanonischen Texten der Philosophie der Neuzeit zählt, gemeinsam intensiv diskutieren. Dabei werden wir, wo immer nötig und hilfreich, auch auf Auszüge aus anderen Schriften von Leibniz zurückgreifen.


Lernziele:
Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden einen Überblick über Leibniz‘ Metaphysik zu vermitteln. Die Studierenden sind nach Abschluss des Kurses in der Lage, grundlegende metaphysische Überzeugungen von Leibniz sowohl historisch (bspw. im Bezug zum Cartesianismus) als auch systematisch (bspw. im Verhältnis zu Leibniz‘ Verständnis von Freiheit, Physik und Logik) zu verorten.

Literatur:
Es gibt diverse Ausgaben der Leibnizschen Monadologie. Ein empfehlenswerter Sammelband, der auch weitere kurze Texte von Leibniz enthält, die für den Kurs wichtig sind, ist beispielsweise folgender:
Gottfried Wilhelm Leibniz: Monadologie und andere metaphysische Schriften. Meiner Verlag, Hamburg 2014.

Prof. Dr. Norman Sieroka
09-54-MA-1-M2Globale Bestattungskulturen in Transformation

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SpT C3140 (2 SWS)

Das Seminar wirft zunächst einen religionsethnologischen Blick auf das Thema Bestattung, indem es mit der Luftbestattung und der Zweitbestattung zwei Beispiele aufgreift, die von der europäischen Bestattungskultur stark abweichen. Der zweite Teil richtet einen religionsanthropologischen Fokus auf gegenwärtige Tendenzen in der deutschen Bestattungskultur. Untersucht werden die zunehmend multireligiöse Nutzung deutscher Friedhöfe sowie die Ausdifferenzierung nach alternativen Bestattungsformen. Exemplarisch wird in einer Exkursion ein Friedhof in Bremen aufgesucht.

Thorsten Wettich
09-60-M8/9-E(Medienvermittelte) Erinnerungsarbeit - Erinnerungsworkshops planen und durchführen
(Mediated) Memory Work - Planning and Conducting Memory Workshops

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mo 16:00 - 20:00 SFG 2070 (2 SWS)


Rieke Böhling, M.A.
09-M52-01-03Einführung in die Naturphilosophie
Introduction to Natural Philosophy

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

"Übernatürliches gibt es nicht." Dies ist eine typisch moderne Überzeugung, die anzeigt, dass Natur für die meisten Menschen heute mit Wirklichkeit zusammenfällt. Das war nicht immer so. "Welt", "Wirklichkeit" und "Natur" sind Wörter, die lange Zeit in der Geschichte des abendländischen Denkens unterschiedliches bezeichneten. So endete für viele in der Antike die Natur spätestens am Mond. Jenseits des Mondes war noch Welt, aber nicht mehr Natur. Darüber hinaus sollte das, was da jenseits des Mondes war, vollkommener sein als die Natur unter dem Mond. Diese Vollkommenheitsdifferenzen sind aus dem modernen Wirklichkeitsverständnis verschwunden.

Die Vorlesung zeichnet diese Veränderungsprozesse der Naturauffassung anhand der Analyse einflussreicher philosophischer Systeme aus der Antike, der Neuzeit und der Gegenwart nach. Dabei werden zugleich Grundbegriffe wie "Raum", "Zeit", "Materie", "Ursache", "Gesetz", "Zufall" und die begrifflichen Konstellationen, in denen sie auftreten, als Gegenstände naturphilosophischen Nachdenkens in der Gegenwart vorgestellt.

Lernziel:
Ziel der Veranstaltung ist es, die Studierenden zu sensibilisieren für unterschiedliche Reflexionsformen über Naturprozesse und ihr Verhältnis zum Selbstbildnis des Menschen in seiner historischen Entwicklung. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, verschiedene Ansätze und Positionen differenzierend wiederzugeben und kritisch einzuordnen – inklusive Bezügen und Problematiken aus den Einzelwissenschaften und unserer heutigen Alltagswelt.

Literatur:
Die Folien (slides) der einzelnen Vorlesungen werden jeweils im Anschluss in pdf-Format auf der Stud.IP-Seite zur Lehrveranstaltung hochladen. Die Folien enthalten jeweils auch nach Themen gegliederte Lektürehinweise.
Als Ergänzung finden Sie auf der Stud.IP-Seite ein Vorlesungsskript (Hampe/Sieroka; WS04/05), das einen Teil der hier behandelten Themen in ähnlicher Weise diskutiert.

Prof. Dr. Norman Sieroka
09-M52-03-01Philosophy of Cosmology, Space and Space Travel (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 1010 (2 SWS)

Course Content:

This course covers philosophical questions about cosmology and about the exploration of terra incognita related to space. First, we cover the meaning of exploration for mankind in general (exploration of new territories as well as of laws of the physical world and laws in general). Second, we specialize to questions related to space: What is the idea behind a finite or infinite world? What does the exploration of space mean for the “position” of mankind within the Universe, for the world view of human beings? What would it mean for mankind if the search for extraterrestrial life will be successful? In what sense can cosmology missions “uncover” the dynamics of the universe from the Big Bang to the far future? What concept of time is involved here and what counts as evidence and why?

Learning outcome/learning goals:

• Knowledge of basic notions from the philosophy of the natural sciences (natural law, space, time, infinity, …)
• Basic insights into the aims of scientific inquiry and the generation of scientific knowledge (by means of examples from the history of cosmology)
• Ideas involved in human self-understanding related to “other worlds” or extraterrestrial life
• Basic knowledge of cosmology.

Literature:
[Will be announced at the beginning of the course.]

Prof. Dr. Claus Lämmerzahl
Prof. Dr. Norman Sieroka

Sprach- und Literaturwissenschaften

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-GS-2-01Geschichte und Literatur der niederdeutschen Sprache
Das plattdeutsche Jugendbuch in Kombination mit einer Übung zu selbst geschriebenen Tagebuchnotizen

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GW1-HS H1010 (2 SWS)

Das plattdeutsche Jugendbuch
Es gibt nur wenig plattdeutsche Literatur, die besonders für die Zielgruppe der unter Zwanzigjährigen heraus gegeben wurde. Die meisten guten Geschichten und Gedichte wurden zudem schon vor etwa hundert Jahren veröffentlicht und gehen somit an der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen und Kindern heute vorbei. Gleichwohl findet man einige neuere Schriften, die in dieser Veranstaltung vorgestellt werden sollen. Zu einem noch nicht festgelegten Termin wird uns die Autorin Birgit Lemmermann als Referentin aufsuchen, deren Buch „Ebbe un Hehn“ vornehmlich Gegenstand unserer Betrachtungen sein wird. Das Buch sollte allen Teilnehmern vorliegen, es ist im Buchhandel erhältlich. [Verlag: Atelier im Bauernhaus, ISBN-10: 3881325468, ISBN-13: 9783881325462]
Einen Teil der Veranstaltung werden wir zudem dem Selbst-Plattdeutsch-Schreiben widmen. Anhand fiktiver Tagebuchnotizen sollen kleine Texte nach Anleitung von den Teilnehmern verfasst und zusammengestellt werden.

Dat plattdütsche Book för de Jugend
Das gifft nich veel, wat för de jungen Lüe unner twintig schräben is, un dat, wat dat gifft, dat is meist över hunnert Johr old. Dat seggt de Jungs un Deerns vundage nich väl, un so is sonnerlich dat Book „Ebbe un Hehn“ vun Birgit Lemmermann een Utnahm. All de in de Veranstalten kamt, schüllt sik vörher dat Book man anschaffen or utlehnen, denn wi wüllt dat kumplett dörläsen. Fro Lemmermann will sülms an enen Dag kamen un op use Fragen antern un us wat vun ehre Schrieveree vertelln. Man kann dat Book in’n Bökerhannel kriegen / bestelln [Verlag: Atelier im Bauernhaus, ISBN-10: 3881325468, ISBN-13: 9783881325462].
Een Deel vun de Veranstalten schall de egen Schrieveree togode kamen. Hebbt Se al mal Dagebook schräben? Dat wüllt wi mal tosamen versöken un een lütt utdacht’t Dagebook tohopenstelln.

Ute Schernich

Fachübergreifende Ringvorlesungen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
02-02-GS24Mehr oder weniger Insekten - Forschung
More or less insects - research; aspects and insights from a fascinating field of sciences

Vorlesung
ECTS: 3

Diese Veranstaltung findet im Überseemuseum statt.
Montags, ab 21.10.2019, 20:00-22:00.

Prof. Dr. Marko Rohlfs
Dr. Hans Konrad Nettmann

Schlüsselkompetenzen

Neben dem Erwerb von Fachkompetenzen spielen disziplin- und professionsübergreifende Schlüsselkompetenzen eine immer wichtigere Rolle für das Studium und die berufliche bzw. wissenschaftliche Qualifizierung. Hierunter zu verstehen sind übergreifende Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst (personale Kompetenzen), mit anderen Menschen in sozialen Situationen (soziale Kompetenzen) sowie zu Methoden des Studierens, Lernens und Lehrens (Studien-, Lehr- und Lernkompetenzen), die eine erfolgreiche persönliche und berufliche Entwicklung im und nach dem Studium begünstigen.

Studien-, Lehr- und Lernkompetenzen

Moderations- und Präsentationskompetenzen

VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
02-02-GS-39Professionelles Präsentieren
Professional presentation

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 UFT 0730

Die gute Leistung, ein zentrales Ergebnis, oder eine wichtige Botschaft kommen vor Allem dann beim Gegenüber an, wenn sie professionell präsentiert werden. In diesem Modul erhalten Sie das Rüstzeug, um vor Anderen überzeugend aufzutreten.
Die Veranstaltung ist in mehrfacher Hinsicht interkulturell. Erstens kooperieren Sie in diesem Modul mit Schülern der Europaschule Utbremen. Zweitens werden für die Präsentation Themen ausgewählt, die kulturelle Besonderheiten der verschiedenen Länder aufnehmen und beleuchten.
Ich freue mich auf eine bunte und spannende Zusammenarbeit.

Prof. Dr. Rita Helene Groß-Hardt
Aktualisiert von: TYPO3-Support