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wohnen +/- ausstellen

Wohnen – jener vermeintliche Ort des Privaten – ist in der Moderne als gesellschaftlicher Schauplatz figuriert, an dem sich die innenorientiert moderne Subjektivität fortwährend veräußert, ausstellt und ausstellen muss. Wohnen richtet als politische, soziale und kulturelle An-Ordnung Zuschreibungen an Geschlechter, Ethnien, Körper und Nation ein. Auch Ausstellen ist eine Konstellation sozialer und kultureller Narrative, die im Akt des Zeigens Wissen und Vorstellungen produziert. Im Forschungsfeld wohnen+/-ausstellen wird das Prinzip des Einrichtens und Ausstellens in verschiedenen bildlichen und räumlichen Formaten des Zu-Sehen-Gebens untersucht, z. B. Wohn- und Kunstausstellungen, Interieur(bilder), Atelier, Publikumszeitschriften, Film, Fernsehen und Internet. Angeschlossen daran ist eine Schwerpunktbildung zu Künstlermythen/Autorschaft. Unter geschlechterdifferenten Fragestellungen werden Konzeptionen von Künstlerschaft und Kreativität kritisch analysiert, z. B. das Raummodell des Ateliers oder die Künstler- bzw. Architektenwohnung.

Das langfristig angelegte Forschungsfeld ist in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft - Filmwissenschaft - Kunstpädagogik der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender situiert. In diesem Rahmen finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Leitung und Konzept: Irene Nierhaus, Kathrin Heinz

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Weitere Informationen: www.mariann-steegmann-institut.de

12. Dezember 201912. Dezember 2020

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