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1 x 1,0 Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d)

An der Universität Bremen ist im Fachbereich Produktionstechnik (FB04) und dem Fachgebiet Mechanische Verfahrenstechnik (FG01) ist zur Verstärkung unseres wissenschaftlichen Teams, zum nächstmöglichen Zeitpunkt –unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe- die Stelle

einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (w/m/d)

im Bereich der "Reaktiven Sprühtechnik" mit der vollen regelmäßigen Wochenarbeitszeit für die Dauer von 36 Monaten befristet in der Entgeltgruppe TVL - EG 13 zu besetzen.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifikation (i.d.R. Promotion) nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.

Was Sie erwartet:

Die Aufgaben in der Abteilung Reaktiven Sprühtechnik liegen im Bereich der messtechnischen und experimentellen Untersuchung von komplexen Fluiden in reaktiven Zerstäubungs- und Spraysystemen zur Erzeugung von Metalloxid-Nanomaterialien für unterschiedlichste Anwendungsgebiete. Aufgrund ihrer hohen Sensitivität gegenüber toxischen Gasen (z.B. Kohlenmonoxid, Formaldehyd) ist ein Schwerpunkt die Nutzung im Bereich von Gassensoren. Um entsprechende Gase zuverlässig zu Detektieren müssen hohe Aktivierungsenergien überwunden werden, weshalb Betriebstemperaturen von über 300 °C notwendig sind. Ein alternativer Ansatz mit großem Potential ist die Aktivierung bei Raumtemperatur mittels UV- oder sichtbarem Licht. Werden unterschiedliche Materialien in einem Sensor geeignet kombiniert, können über die Wahl der Lichtquelle einzelne Sensormaterialien separat angesprochen werden, um verschiedene Gase voneinander zuverlässig zu unterschieden. Die Herstellung und Kombination geeigneter photoaktiver Materialien, sowie ein angepasstes Sensordesign sind jedoch eine große Herausforderung. Die Methoden der Reaktiven Sprühtechnik können hier zum Durchbruch verhelfen.

Mit Ihrer Tätigkeit binden Sie sich thematisch in ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt ein, indem Sie gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der Eberhard Karls Universität Tübingen ein neues Sensorkonzept entwickeln.

Ihr künftiger Aufgabenbereich ist die Etablierung der Gasphasensynthese zur Herstellung von photoaktivierten mehrschichtigen Gassensorsystemen. Hierzu werden Materialien in einem Screening-Verfahren evaluiert und relevante Prozessparameter bestimmt. Geeignete Materialien werden anschließend in einem neuartigen Sensor Device kombiniert.

Hierzu:

  • Erzeugen Sie diverse Sensormaterialien mittels Gasphasensynthese und charakterisieren diese im Hinblick auf ihre photoaktiven Eigenschaften.
  • entwickeln und nehmen Sie einen Versuchsstand zur Charakterisierung der Gassensoren unter definierten Beleuchtungs- und Gasumgebungsszenarien in Betrieb.
  • Optimieren Sie Sensorschichtparameter simulationsgestützt durch Parameterstudien.
  • verfassen Sie, mit viel Engagement, wissenschaftliche Publikationen und nehmen aktiv an nationalen und internationalen Seminaren und Konferenzen teil.
  • können Sie sich parallel zur Projektarbeit fachlich und überfachlich Qualifizieren sowie die angebotene Möglichkeit zur Promotion (Dr.-Ing.) wahrnehmen.

Was wir erwarten:

  • Wir suchen Kandidatinnen und Kandidaten, die Freude daran haben, wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, Lösungen für technische Probleme zu finden sowie neue Ideen zu entwickeln.
  • Sie haben Ihr Universitätsstudium im Bereich Ingenieur- oder Naturwissenschaften mit Schwerpunkt Chemie- und Verfahrenstechnik, Produktionstechnik/Maschinenbau oder Physik erfolgreich als M.Sc. / Dipl-Ing. abgeschlossen.
  • Sie verfügen über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Aerosolverbrennung und Materialcharakterisierungstechniken (XRD, TEM und BET), sowie Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Festkörperphysik von Halbleitermaterialien.
  • Sie verfügen über praktische Erfahrungen mit experimentellen Tätigkeiten und dem Aufbau bzw. dem Betrieb von Versuchseinrichtungen (Reaktordesign/-gehäuse).
  • Gute Kenntnisse in MATLAB und CAD Software (z.B. AutoCad oder Inventor).
  • Sie arbeiten eigeninitiativ und selbstständig und überzeugen mit einer sicheren Kommunikationsweise (in Englisch (C1) Deutsch (B1)) über verschiedene Zielgruppen hinweg.
  • Wir freuen uns auf eine engagierte und kreative Persönlichkeit, die Ideen vorantreibt und gerne im Team arbeitet.

Die Universität Bremen wurde für ihre Vielfältigkeit mehrfach ausgezeichnet und bietet ein familienfreundliches Arbeitsumfeld sowie eine internationale Atmosphäre.

Die Universität setzt sich für eine Politik der Gleichstellung der Geschlechter bei der Schaffung von Arbeitsplätzen ein. Deshalb werden qualifizierte Frauen ausdrücklich aufgefordert, sich auf die angebotene Stelle zu bewerben. Bewerber/innen mit Behinderungen werden bei gleicher fachlicher Qualifikation und persönlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universität Bremen fordert Menschen mit Migrationshintergrund ausdrücklich zur Bewerbung auf.

Für fachliche und organisatorische Rückfragen steht Ihnen gerne die Oberingenieurin der Mechanischen Verfahrenstechnik zur Verfügung:

Frau Dr.-Ing. Lydia Achelis
achelisprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel. +49 421 218 51222.

Bewerbungen mit Anschreiben, Lebenslauf, Publikationsliste, Kopien von Abschlusszeugnissen, einer Erklärung des Forschungsinteresses und den Namen von zwei Referenten sind bis zum 13.09.2019 unter der Referenznummer A246/19 einzureichen:

Universität Bremen
Prof. Dr.-Ing. habil. Lutz Mädler
Fachgebiet Mechanische Verfahrenstechnik im FB04
Postfach 33 04 40
28334 Bremen    

oder in elektronischer Form (bitte als 1 PDF-Datei) an folgende Adresse: mvtprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Wir bitten Sie, uns von Ihren Bewerbungsunterlagen nur Kopien (keine Mappen) einzureichen, da wir sie nicht zurücksenden können.

 

Erstellt am 22.08.19 von Alexandra Gutherz