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„Bei der Universitätsgründung eine entscheidende Rolle gespielt“

Die Universität Bremen trauert um ihren Ehrenbürger und Förderer Moritz Thape. Der Bremer Politiker war zu Gründungszeiten der Universität Wissenschaftssenator und hat sich stets für die Institution eingesetzt.

„Moritz Thape hat bei der Gründung und der Sicherung der Universität Bremen als Wissenschafts- und später Finanzsenator des Landes Bremen eine entscheidende Rolle gespielt“, sagt der Rektor der Universität Bremen, Professor Bernd Scholz-Reiter. Als Anerkennung und Dank für dieses außergewöhnliche Engagement hat die Universität Bremen ihn im Jahr 2011 als Ehrenbürger und Förderer der Universität ausgezeichnet. „Die Universität Bremen ist Moritz Thape zu großem Dank verpflichtet. Wir trauen mit seiner Familie“, so Scholz-Reiter.

Gradlinig und engagiert

Moritz Thape war in den Jahren vor und nach der Universitätsgründung 1971 der Bremer Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst. Nach einem kontroversen Wahlkampf 1971, der sich stark auch auf die Gründung der Universität bezog, wurde er ein drittes Mal bis 1975 zum Wissenschaftssenator gewählt. Unterstützt vom Präsidenten des Senats, Bürgermeister Hans Koschnick, konnte Thape mit Gradlinigkeit und Engagement die politischen und finanziellen Voraussetzungen für die Eröffnung der Universität im Oktober 1971 schaffen. Als Wissenschaftssenator übernahm er politisch vor allem nach dem Austritt des damaligen Koalitionspartners FDP aus der Koalition die Verantwortung für alle erforderlichen Aktivitäten zur Universitätsgründung im Oktober 1971 – so insbesondere die Berufung der ersten Professorinnen und Professoren sowie die Wahl des Politikwissenschaftlers Dr. Thomas von der Vring zum Gründungsrektor.

„Bemerkenswert dabei war stets die große Loyalität Thapes zur Universität, obwohl er kein überzeugter Anhänger aller Elemente der Gründungskonzeption und insbesondere der Berufungspolitik der Universität Bremen war“, so der Rektor. Dennoch hat er das Bremer Modell mit den damals neuen Prinzipien wie zum Beispiel Interdisziplinarität und Praxisbezug in Forschung und Lehre, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft durch Öffnung der Universität für alle Schichten der Bevölkerung öffentlich stets verteidigt. Nach 1975 war Thape noch für vier Jahre Bildungssenator und danach bis zum Ausscheiden Hans Koschnicks als Bürgermeister Finanzsenator in den Jahren 1979 bis 1985. In dieser Zeit hat er vor allem nach dem Auslaufen der Mitfinanzierung der Universität durch fünf Bundesländer die Finanzierung der Universität aus bremischen Mittel gesichert. Nachdem Thape seine berufliche Laufbahn beendet hat, war er weiterhin ein Förderer der Universität.

Portrait
Das Bild zeigt Moritz Thape im Jahr 2011, als er als Ehrenbürger und Förderer ausgezeichnet wurde.
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