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„Geschichtsdenken heute - wie fremd ist die Vormoderne?“

Die Vormoderne (Mittelalter und Frühe Neuzeit), ist Thema der diesjährigen Ringvorlesung des Instituts für Mittelalter und Frühneuzeitforschung (IMFF) der Universität Bremen. Die Vorträge, die für Interessierte geöffnet sind und jeweils donnerstags stattfinden, beginnen am 24. Oktober.

Das Institut für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung im Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Bremen bietet jedes Jahr eine Ringvorlesung an.  Die Vortragsreihe „Geschichtsdenken heute – wie fremd ist die Vormoderne?“ stellt eine Reihe von Fragen an historisch interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer. Wie relevant ist die Vormoderne für uns? Woher kommen unsere Vorstellungen vom Mittelalter und von der Frühen Neuzeit? Welche Wünsche und Bedürfnisse werden erfüllt oder aber erst hervorgerufen?

Historische Wurzeln von Monstern

Diese und ähnliche Fragen werden mit Blick auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bild- und Textquellen diskutiert. Sie reichen vom Mittelalter bis zur Gegenwart und ermöglichen spannungsreiche Sichtweisen sowohl auf die Vormoderne als auch auf deren Aktualisierungspotential. Die Vorträge stellen zum Beispiel die andauernde mediale Präsenz historischer Figuren wie Karl der Große und Königin Elisabeth I. von England dar. Sie behandeln die sich wandelnden Sinnangebote literarischer Texte und Gattungen wie Heldenepik und Heiligenlegenden. Außerdem suchen sie nach historischen Wurzeln von Mittelalterphantasmen im 19. Jahrhundert und von Monstern, deren Geschichte bis weit in die Vormoderne zurückreicht.

Sechsmal donnerstags, Teilnahme kostenlos

Die Ringvorlesung „Geschichtsdenken heute - wie fremd ist die Vormoderne?" findet im Seminar- und Forschungsverfügungsgebäude (SFG), Enrique-Schmidt-Straße 7, im Raum 2010 statt. Sie beginnt jeweils donnerstags um 16.15 Uhr und dauert bis 17.45 Uhr.
Eingeladen sind Studierende der General Studies, Studierende aller Fächer und die interessierte Öffentlichkeit. Es können auch einzelne Vorträge besucht werden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Themen und Termine:

Donnerstag, 24.Oktober 2019: PD Dr. Sonja Kerth, Bremen: Einführung mit einem Blick auf die Geschichte der Monster

Donnerstag, 7. November 2019: Dr. Jan Ulrich Büttner, Bremen: „Die alte Burg, ein stolzer Bau mit Thürmen, Zinnen, Zacken, Spitzen" – Das Mittelalter in Versepen des 19. Jahrhunderts

Donnerstag, 14. November 2019: Dr. Jana Jürgs, Bremen: Von finsteren Helden und strahlenden Schurken. Männer und ihre Motivation zum Kampf in mittelalterlicher und moderner Heldenepik

Donnerstag, 21.November 2019: Dr. Hauke Kuhlmann, Bremen: Neue Heilige. Zur aktuellen Rezeption vormoderner Hagiographie

Donnerstag, 28. November 2019: Dr. Maryvonne Hagby, Bremen: Karl der Große im heutigen Frankreich

Donnerstag, 5. Dezember 2019: Irmgard Maassen, Bremen: Eine frühneuzeitliche Königin im postmodernen Film - Elisabeth I. (1533-1603) und Elizabeth (1998)

Über das Institut für Mittelalter und Frühneuzeitforschung (IMFF)

Das Institut wurde im Wintersemester 2002/2003 gegründet. Derzeit arbeiten Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Disziplinen und Studiengängen der Fachbereiche Geschichte, Religionswissenschaft/Religionskunde, Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und Romanistik interdisziplinär und fächerübergreifend zusammen.

Weitere Informationen:

http://www.fb10.uni-bremen.de/imff/ring.aspx

Fragen beantwortet:

PD Dr. Sonja Kerth
Institut für Mittelalter und Frühneuzeitforschung (IMFF)
Universität Bremen
Tel.: +49 421 / 218 - 68 241
E-Mail: skerth@uni-bremen.de
 

 

 

 

 

Thron in einer Kirche
Der Thron Karls des Großen im Dom zu Aachen.
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