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Neues Graduiertenkolleg von DFG bewilligt

Großer Erfolg für ein Gemeinschaftsprojekt der Jacobs University und der Universität Bremen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung eines Graduiertenkollegs an der gemeinsam betriebenen Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) bewilligt.

Im Rahmen des Forschungs- und Qualifizierungsprogramms können 14 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Disziplinen Psychologie, Soziologie und Politologie ihren Doktorgrad erwerben. Die ersten sieben Promovenden treten ihre Ausbildung in 2020 an, eine zweite Gruppe folgt voraussichtlich in 2021. Die DFG finanziert das Kolleg über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit rund drei Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass der gemeinsame Antrag der Universität Bremen und der Jacobs University bei der DFG überzeugen konnte. Den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gratuliere ich herzlich. Durch das neue Kolleg wird die Graduiertenausbildung an der Bremen International Graduate School of Social Sciences weiter gestärkt“, hebt der Rektor der Universität Bremen, Professor Bernd Scholz-Reiter, hervor.

In dem Studien- und Forschungsprogramm wird es darum gehen, die Wechselwirkungen zwischen Individuen und ihrem gesellschaftlichen Umfeld zu erforschen. Ob Kultur, Geschlecht, soziale Schicht oder Familie: Jeder Mensch ist systematischen Einflüssen ausgesetzt, die ihn und sein Handeln prägen. Diese wiederum wirken zurück auf die sozialen Beziehungen und Verhältnisse, in denen sich jeder bewegt, und führen langfristig auch zu gesellschaftlichen Veränderungen.
 
In dem englischsprachigen Graduiertenkolleg mit dem Titel „The Social Dynamics of the Self“ („Die soziale Dynamik des Selbst“) werden Doktorandinnen und Doktoranden aus verschiedenen Sozialwissenschaften diese dynamischen Wechselwirkungen und ihre Folgen analysieren. Dies erfolgt anhand von sieben Themenbereichen, darunter die Migration. Welche Rolle spielt das Selbstverständnis bei der Migration von einer eher kollektivistischen zu einer individualistischen Kultur? Der Umgang mit Stress, wie Personen eine gute Balance zwischen den Ansprüchen im Arbeits- und im Privatleben finden können oder welche Konsequenzen ein früher Eintritt ins Rentenalter für das Selbstverständnis einer Person hat, sind weitere Themenkomplexe.
 
Die Idee für die Beantragung des Kollegs wurde in der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) geboren, der es auch zugeordnet ist. Die BIGSSS ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Jacobs University und der Universität Bremen, in der derzeit 90 internationale Promovenden individuell betreut werden und ein strukturiertes Curriculum absolvieren. Als Sprecher des neuen Kollegs fungiert Dr. Ulrich Kühnen, Professor für Psychologie an der Jacobs University. Co-Sprecherin ist Sonja Drobnic, Ph.D, Professorin für Soziologie an der Universität Bremen.

Weitere Informationen:

https://www.bigsss-bremen.de/

https://www.jacobs-university.de/

www.uni-bremen.de

Fragen beantworten:

Kontakt Jacobs University:  
Heiko Lammers
Corporate Communications & Public Relations
Tel.: +49 421 200-4532
h.lammersprotect me ?!jacobs-universityprotect me ?!.de
 
Kontakt Universität Bremen:  
Sarah Batelka
Hochschulkommunikation und -marketing
Tel.: +49 421 218-60153
sarah.batelkaprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Die BIGSSS ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Jacobs University und der Universität Bremen.
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