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Gedenk-Symposium für Professor Stefan Gößling-Reisemann

Wie können Energiesysteme nachhaltig und widerstandsfähig gestaltet werden? Das war das Forschungsthema von Professor Stefan Gößling-Reisemann. Sein plötzlicher Tod im Juli 2018 hat seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschüttert. Mit einem Symposium soll am 6. März 2019 seiner gedacht werden.

Im Jahr 2003 ist Stefan Gößling-Reisemann für eine Assistenzprofessur an die Universität Bremen in den Fachbereich Produktionstechnik gekommen. 2014 trat er hier seine Professur für Resiliente Energiesysteme an, eine Seltenheit in Deutschland. Vielfältige Energiethemen, aufsehenerregende Großprojekte und kühne Forschungsvorhaben hat der Physiker angedacht, angeschoben und koordiniert.

Schaffung eines Musterstadtteils

Bei dem Modellprojekt „QUAREE 100“ geht es beispielsweise um die Entwicklung zukunftsweisender Energietechnologien und den nachhaltigen Umbau eines Stadtquartiers in Heide im Kreis Dithmarschen. Ziel ist es, dass bei Bedarf durch flexible Lastverschiebung, thermische, elektrochemische und chemische Speicherung sowie intelligente Steuerung von quartiersinternen Anlagen das umgebende Stromnetz entlastet werden kann.

Innovative Kühlung im Bunker

Auch Studierende haben viel bei ihm gelernt. Unter seiner Leitung haben sie die Energieeffizienz eines Rechenzentrums analysiert und Vorschläge zur Optimierung des Energieverbrauchs gemacht. Der Hochbunker in Walle, in dem die Rechner untergebracht sind, verfügt nicht nur über eine innovative geothermale Kühlung, sondern auch über Hybridkühler auf dem Dach. Das Konzept kam von Stefan Gößling-Reisemann und seinem Team.

Synthetisches Kerosin

Zuletzt hat der Forscher erfolgreich Drittmittel für ein von Bremen aus koordiniertes Verbundprojekt für synthetisches Kerosin eingeworben. „2030 wird ein Großteil unserer Energie aus erneuerbaren Ressourcen stammen.“ Das war die Überzeugung von Stefan Gößling-Reisemann.

Energiewende im Mittelpunkt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Fachgebiet Resiliente Energiesysteme haben in Vorbereitung des Gedenk-Symposiums vier international renommierte Wissenschaftler gewinnen können, die am Mittwoch, 6. März 2019, von 15 bis 21 Uhr ihre Forschungsergebnisse im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, vortragen und mit dem Publikum diskutieren werden. Dabei sollen die Kernthemen der Forschung des Verstorbenen im Mittelpunkt stehen: Resilienz der Energiesysteme, die Sektorenkopplung von Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr, sowie die soziotechnische Perspektive auf die Energiewende.

Internationale Experten zu Gast

Für das Symposium „Die Zukunft der Energiesysteme“ haben zugesagt: Dr. Martin Keller, Direktor National Renewable Energy Laboratory Colorado/USA; Professor Matthias Ruth, Vizepräsident für Forschung an der Universität Alberta in Kanada; Professor Wolfgang Kröger von der ETH Zürich und Professor Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe.

Interessierte werden bis zum 25. Februar 2019 um eine verbindliche Anmeldung unter folgender Adresse gebeten: symposium-resprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Fragen beantwortet:

Dr. Torben Stührmann
Fachgebiet Resiliente Energiesysteme
Fachbereich Produktionstechnik
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218 64896
Email: t.stuehrmannprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

 

 

Mann am Mikrophon
Stefan Gößling-Reisemann erläuterte seine Pläne für die Stadt Heide auf einem Energieforum in Berlin.
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