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Neujahrsempfang: Universität für Austausch und Vernetzung

Die Universität Bremen sieht sich in der Verantwortung, den europäischen Gedanken zu stärken und weiter mit Leben zu füllen. Das betonte Rektor Bernd Scholz-Reiter beim Neujahrsempfang der „unifreunde“ im Rathaus. Er sprach vor 200 Gästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit Blick auf den Brexit sei besonders die Zusammenarbeit mit britischen Universitäten wichtig. Als Beispiel führte der Rektor das bevorstehende Kooperationsabkommen mit der Cardiff University an, das im März unterzeichnet wird. „Statt Abschottung will die Universität den Austausch und die Vernetzung fördern“, sagte Professor Scholz-Reiter.

Positive Bilanz für 2018

Der Rektor zog für 2018 eine positive Bilanz und verwies auf die vielen Preise und Förderungen, die zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für außergewöhnliche Leistungen in Forschung, Lehre und Transfer erhalten haben. „Besonders freuen konnten wir uns über den neuen Exzellenzcluster ,Der Ozeanboden - unerforschte Schnittstelle der Erde‘ am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften – MARUM.“

Im Jahr 2018 seien außerdem wichtige Weichen für die kommende Dekade gestellt worden, hob Scholz-Reiter hervor. Er verwies auf die Verabschiedung der „Strategie 2018-2028“ der Universität und den „Wissenschaftsplan 2025“. Letzterer skizziert die bremische Wissenschaftspolitik bis 2025. Ende Januar soll er verabschiedet werden. „Noch immer liegt die Ausstattung von Forschung und Lehre stark unter dem Bundesdurchschnitt. Der Wissenschaftsplan ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Ziel der Politik: Wissenschaft stärken

Auch Bürgermeister Dr. Carsten Sieling bezog sich in seinem Grußwort auf den Wissenschaftsplan 2025. Das Ziel der Politik sei es, „Wissenschaft in Forschung und Lehre zu verstärken“. Das Land Bremen setze in seiner wirtschaftlichen Entwicklung auf den Wissenschaftsbereich. Die geplanten Investitionen für Forschung und Lehre seien kein Widerspruch zu einer angespannten Haushaltslage: „Schulden abbauen geht nur, indem man in Zukunft investiert.“ Über den neuen Exzellenzcluster am MARUM an der Universität Bremen sei er glücklich. Er blicke zuversichtlich auf eine nächste Runde der Exzellenzstrategie. Sieling: „Wir wollen eine breite Durchdringung der Wissenschaft durch Exzellenz.“

Mit Blick auf die anstehende Wahl der Bremischen Bürgerschaft im Mai versicherte die Wissenschaftssenatorin Professorin Eva Quante-Brandt, dass der Wissenschaftsplan 2025 für sie nicht verhandelbar sei. Sie dankte den Leitungen der Bremer Hochschulen für ihren Einsatz und ihre Kooperation. „Mit den Mitteln, die wir zur Verfügung hatten, haben wir das Beste gemacht.“

„Ohne Wissenschaft kein Wachstum“

Professor Arvid Kappas, Dean der Jacobs University, der den Präsidenten der Jacobs University Professor Michael Hülsmann vertrat, erinnerte in seiner Rede an die Bedeutung von Hochschulen in Zeiten von Fake News und Alternativen Fakten. Die Rolle der Universität sei nicht nur die Ausbildung von Menschen. Sie müsse außerdem die Wissenschafts-, Kultur-, und Politikmüdigkeit unserer Gesellschaft konfrontieren. „Der Fakt verkommt zum Glauben“, so Kappas, „den Unterschied müssen wir immer wieder gemeinsam mit den Studierenden erarbeiten.“

Der Vorsitzende der „unifreunde“ Professor Bengt Beutler betonte in seinen Ausführungen die enge Verbindung zwischen Hochschulen und dem Land Bremen. Wissenschaft sei die Voraussetzung für „eine erfolgreiche Gesamtentwicklung Bremens“. Nicht nur die Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Politik sei wichtig, sondern auch mit der Wirtschaft: „Ohne Wissenschaft in der Stadt wird es kein innovatives Wachstum geben“, war Beutler überzeugt.

20 neue Professorinnen und Professoren begrüßt

Willkommen geheißen wurden beim Neujahrsempfang auch die acht neuberufenen Professorinnen und zehn neuberufenen Professoren der Universität Bremen und zwei neuberufene Professoren der Jacobs University. Einer von ihnen, Wirtschaftswissenschaftler Professor Lars Hornuf, sprach im Abendvortrag über „Bezahlen und Finanzieren im digitalen Zeitalter“. Durch den Abend führte als Moderator der Journalist Christian Berg vom Vorstand der „unifreunde“.

Der traditionelle Neujahrsempfang der Universität Bremen und der Jacobs University wird von der „Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen“, kurz: den „unifreunden“, ausgerichtet. Der Verein hat das Ziel, die Wissenschaft zu fördern.

Neuberufene Professorinnen und Professoren 2018
Bengt Beutler (Vorsitzender "unifreunde"), Bürgermeister Carsten Sieling, Rektor Bernd Scholz-Reiter, Uwe A. Nullmeyer (Vorstand "unifreunde") mit neuberufenen Professorinnen und Professoren (v.r.)
Neujahrsempfang Gruppenfoto
Arvid Kappas (Dean Jacobs University), Bernd Scholz-Reiter (Rektor Universität Bremen), Simone Scherger (neuberufene Professorin, Universität Bremen), Francesco Maurelli (neuberufener Professor, Jacobs University Bremen), Eva Quante-Brandt (Wissenschaftssenatorin), Carsten Sieling (Bürgermeister), Bengt Beutler (Vorsitzender "unifreunde") (v.r.)
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