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Bildung junger Erwachsener im Bereich des nachhaltigen Konsums in informellen ‚Situationen’

Promotionsprojekt
Konstanze Wegmann, M.A.

Nachhaltiger Konsum ist ein hochaktuelles Thema, das innerhalb und zwischen u.a. dem politischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Diskurs, sowie – die anderen Diskurse umfassend bzw. durchziehend – dem medialen Diskurs, teilweise als konfliktgeladen bezeichnet werden kann. Im erzieherisch-politischen Diskurs über Nachhaltigkeit gilt nachhaltiger Konsum als ein normatives Ziel formaler Bildung, das sich mit Schwierigkeiten im Schritt von dem Wissen darüber, was normativ als richtig erachtet wird, zur Änderung des eigenen Verhaltens konfrontiert sieht. Doch wie bilden sich junge Erwachsene, die in ihrem Alltag tatsächlich ‚nachhaltig’ handeln (z.B. Plastik vermeiden, Lebensmittel ‚retten’), informell zu diesem Thema? Wie handeln sie innerhalb der ‚Nachhaltigkeits-Arena’ zwischen verschiedenen individuellen und kollektiven Akteur*innen bzw. sozialen Welten ihre eigene Diskursposition aus? Welche Rolle spielt Mediatisierung dabei?

Für dieses Dissertationsprojekt werden narrative Interviews mit ‚nachhaltig Konsumierenden’ (20 bis 30 Jahre alt) geführt und entlang der Situational Analysis nach Adele Clarke (2005) ausgewertet. Die informellen Bildungs-,Situationen’ dienen als empirischer Zugriffspunkt zur Visualisierung und Analyse aller Elemente (z.B. Akteur*innen und nicht-menschlichen Aktanden, wie Medien und Diskurse), die für die Bildungsprozesse der Befragten und für deren Aushandlung von Diskurspositionen relevant sind, sowie der (Macht-)Beziehungen zwischen all diesen Elementen.

:  Konstanze Wegmann

Konstanze Wegmann

Einrichtung Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI)