Diversity and Inclusion Lunch

Besucher:innen des Lunces im Rathaus Bremen
(v.l.n.r.) Derk Schönfeld, Katrin Nissel, Nele Kuhn, Wiebke Brinkmann, Dr. Reinhard Ahlers, Ute Treptow und Dr. Katerina Vatsella

Wie kann Künstliche Intelligenz so gestaltet und eingesetzt werden, dass unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und gesellschaftliche Vielfalt mitgedacht wird?

Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigten sich Forschende, Studierende, Alumni und Unternehmensvertreter:innen beim Diversity & Inclusion Lunch, der im Bremer Rathaus im Rahmen der IJCAI-ECAI 2026 stattfand. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung des Themas. Auch unser Vorstandsmitglied Dr. Reinhard Ahlers machte deutlich, wie wichtig der offene Austausch über diese Fragen ist.

Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Perspektiven darauf, warum Diversität und Inklusion gerade im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle spielen. Franziska Richter von den Digital Media Women Quartiersteam Bremen/Oldenburg brachte es auf den Punkt: „Unterschiedliche Perspektiven machen uns stärker.“

Für Franziska Richter ist Diversität und Inklusion eine grundsätzliche Haltung: Niemand sollte aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder anderer Merkmale benachteiligt werden. Im Zusammenhang mit KI sieht sie dabei zwei wesentliche Ebenen. Auf Seiten der Entwicklung sollte menschenzentrierte KI im Mittelpunkt stehen, also die Berücksichtigung menschlicher Bedürfnisse, Werte und Ziele bereits im Entwicklungsprozess. Gleichzeitig müsse KI für Menschen verständlich, nutzbar und gewinnbringend sein. Auf der Nutzer:innenseite gilt es insbesondere, mögliche Verzerrungen und Bias in KI-Systemen kritisch in den Blick zu nehmen. 

Auch Dr. Mandy Boehnke, Konrektorin für Internationalität, wissenschaftliche Qualifikation und Diversität, betonte, dass diverse und inklusive Daten und Perspektiven notwendig sind, um KI-Systeme gerecht und verantwortungsvoll im Interesse der Gesamtgesellschaft und nicht nur einzelner Personengruppen oder Unternehmen zu gestalten.

Publlikum beim Lunch
Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei seiner Ansprache

Dabei bietet KI, laut Dr. Mandy Boehnke, durchaus Chancen: Sie kann dazu beitragen, breitere Bevölkerungsgruppen in ihre Nutzung einzubeziehen und Teilhabe zu ermöglichen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass wenig divers programmierte Algorithmen verzerrte Ergebnisse liefern, diskriminierende Entscheidungen in sensiblen gesellschaftlichen Bereichen begünstigen oder Teilhabe sogar erschweren. Umso wichtiger ist eine kritische Auseinandersetzung mit Verantwortung in der KI-Forschung. 

Diese Fragen wurden auch in vielen persönlichen Gesprächen weitergeführt. Der Austausch wurde von vielen unterschiedlichen Stimmen getragen, darunter auch von unseren Vorstandsmitgliedern Dr. Katerina Vatsella und Ute Treptow. Für uns als Alumni-Verein war es eine wertvolle Gelegenheit, unsere eigenen Werte einzubringen und gemeinsam für freie Wissenschaft, Demokratie und eine offene Gesellschaft einzustehen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen für ihre Anwesenheit, ihre Impulse und ihr Engagement und für den offenen Austausch darüber, wie KI vielfältiger, gerechter und verantwortungsvoller gestaltet werden kann.


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