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PCB-Infos

Belastung von Räumen in Gebäuden der Universität Bremen mit PCB

Ausgangssituation

Im Rahmen der baulichen Grundlagenermittlung zur anstehenden Sanierung der Blöcke B und C der Geisteswissenschaften 1 wurde die Erarbeitung bzw. Aktualisierung eines Schadstoffkatasters durchgeführt.

Dabei wurden diverse Materialproben von Bauteilen entommen und analysiert.

In untersuchten Fugendichtmassen wurden Belastungen mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) gefunden, die eine punktuelle Überprüfung der Raumluft in verschiedenen Räumen nach sich zog.

Die untersuchten Räume wurden so ausgewählt, dass ein Vergleich zwischen renovierten, teilrenovierten und nicht renovierten Räumen gezogen werden kann.

Erstellt am 15. April 2015

Was sind PCB?

PCB (Abkürzung für die Substanzgruppe der Polychlorierten Biphenyle) wurden vorwiegend in den 60er-und Anfang der 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. In öffentlichen Hochbauten können PCB insbesondere als Weichmacher in Fugendichtungsmassen vorkommen. Möglich sind aber auch Anwendungen als Flammschutzmittel in Anstrichen bzw. Beschichtungen.

Nachfolgendes Dokumenterhält für Sie Informationsmaterial vom Gesundheitsamt Bremen zum Thema PCB:

Informationen zur Stoffgruppe der Polychlorierten Biphenyle

Stand: 16. April 2015

PCB-Übersichtsplan Uni-Campus

Der Gebäudebestand wurde anhand der Farben nach möglichen PCB-Belastungen sortiert, wobei in der Fusszeile in der Zeichnung erklärt ist, was welche Farbe bedeutet.

Bei den gelb unterlegten Gebäuden werden zeitnahe Untersuchungen auf PCB durchgeführt.

Bei den rot unterlegten Gebäuden werden mittelfristig Maßnahmen ergriffen, um die Raumluftbelastung langfristig unten den Vorsorgewert zu senken.

Hierzu wird im GW1 Block B eine Pilotsanierung durchgeführt, um zu ermitteln welche baulichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dieses Sanierungsziel zu erreichen.

PCB-Übersichtsplan Uni-Campus(Stand: 03.02.2016)

Maßnahmen

Was kann ich tun, um meine Belastung zu senken?

Lüften Sie regelmäßig!

Als Sofortmaßnahme empfehlen Experten eine regelmäßige Lüftung.

  • Freie Lüftung

Unter Stoßlüftung wird der kurzzeitige, intensive Luftaustausch zur Beseitigung von Lasten aus Arbeitsräumen verstanden. Eine Stoßlüftung ist in regelmäßigen Abständen durchzuführen, dabei sind der Abstand zwischen zwei Lüftungsintervallen und die Dauer der Lüftungsphasen maßgeblich für die sich einstellende Raumluftqualität.

Als Anhaltswerte werden empfohlen, Büroräume nach 60 Minuten und Besprechungsräume (also Räume mit höherer Personenbelegungsdichte) nach 20 Minuten zu lüften. Die Mindestdauer der Stoßlüftung ist von der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen und dem Wind abhängig.

Von folgenden Orientierungswerten für die jeweilige Lüftungsdauer kann ausgegangen werden:

  • Sommer: 10 Minuten,
  • Frühling/Herbst: 5 Minuten
  • Winter: 3 Minuten

(Quelle: ASR A3.6 Lüftung, 2012).

Ansprechpersonen

Für Studierende:

Gesundheitsamt Bremen
Matthias Ross
Tel. +49-421-361-15557

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Betriebsarzt
Tel. +49-421-218-60140

Arbeitssicherheit (Sekretariat)
Tel. +49-421-218-60234

Besondere Regelungen für schwangere und stillende Mütter im Zusammenhang mit PCB

Schwangere oder stillende Studentinnen können sich mit gesundheitlichen Fragen zu PCB und zu den besonderen Regelungen für sie ebenfalls an Herrn Ross vom Gesundheitsamt wenden.
Tel.: +49-421-361-15557

Schwangere oder stillende Mitarbeiterinnen wenden sich bitte an das Referat 09, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement
Tel.: +49-421-218 60234 (Sekretariat)