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Aktuelles

Nach einem erfolgreichen Auftakt der Veranstaltungsreihe Diversity@Uni Bremen wird die Reihe im Sommersemester fortgesetzt. Dabei dreht sich weiterhin alles um das Thema „Queering University“- geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Uni Bremen.
Im Weiteren finden Sie nähere Informationen zum Programm. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

 

Ausstellung Trans* in der Arbeitswelt

12. April - 30. August 2019, Mehrzweckhochhaus (Universität Bremen)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Queering Universityhaben wir die Ausstellung „Trans* in der Arbeitswelt“ der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Antidiskriminierung und Verbraucherschutz, die unter der künstlerischen Leitung der Fotografin Anja Weber konzipiert wurde, an die Universität Bremen holen können.
Die großformatigen Einzelporträts zeigen transgeschlechtliche Menschen in ganz unterschiedlichen Berufen und Arbeitsumfeldern: in Büros, Produktions- und Dienstleistungsbetrieben, als Lehrende, als LKW-fahrende. Die Bilder laden ein, über die Lebensgeschichten transgeschlechtlicher Menschen nachzudenken.

Die Ausstellung wurde am 12. April mit Grußworten des Kanzlers Dr. Martin Mehrtens und der Konrektorin für Internationalität und Diversität der Universität Bremen, Professorin Eva-Maria Feichtner feierlich eröffnet. Zudem hat der Bremer Verein "Trans* Recht e.V." mit einem Impulsvortrag in das Thema eingeführt.

Die Ausstellung wird die Veranstaltungsreihe während des gesamten Sommersemesters begleiten und bis zum 30. August 2019 im Foyer des MZH der Uni Bremen zu sehen sein.

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Kontakt

Nele Kuhn
Referentin für Diversity Management
Enrique-Schmidt-Straße 7
SFG, Raum 0350
Telefon: 0421/ 218 60 302


News:
Wenn Sie über diversitätsbezogene Angebote an der Uni Bremen informiert und in unseren internen Verteiler aufgenommen werden möchten, senden Sie bitte eine kurze Nachricht an diversityprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de


Die Pressemitteilung der Universität Bremen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Regenbogenfahne

Diversity@Uni Bremen: chancengerecht exzellent?! 2018/2019

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sind Diversity-Dimensionen, die bislang an den Hochschulen wenig thematisiert werden. Dies, obschon der gesellschaftliche Diskurs und die Gesetzgebung sich allmählich für Gendervielfalt öffnen. Haben diesbezüglich an Universitäten alle gleiche Rechte und Chancen? Welche spezifischen Gewalt- und Diskriminierungsformen verbergen sich hinter dem Nichtthematisieren? Gehen Lehrende und Mitarbeitende sensibel mit Geschlechteridentitäten und -zuweisungen um? Und wie steht es um die Repräsentation der Gender-/Queer-Studies in Lehre und Forschung?

Mit „Queering University“ möchten wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen 2018/19 verschiedene Ebenen des universitären Feldes que(e)r lesen: strukturelle Faktoren, Umgang mit Selbstdefinitionen und Zuschreibungen, Repräsentationsformen und Interaktionen in Forschung, Verwaltung, Beratung, Lehre und Studium.

Wenn Sie Übersetzung in Gebärdensprache oder Kinderbetreuung benötigen, melden Sie sich bitte bis eine Woche vor Veranstaltung unter: diversityprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de.

Kommende Veranstaltungen:


24., 27., 29.05., 20:30 Uhr und 25., 28.05., 18:00 Uh

52 TUESDAYS: Filmvorführung

Ort:  CITY 46/ Kommunalkino Bremen (Birkenstraße 1, 28195 Bremen)

Einmal in der Woche, jeden Dienstagnachmittag, treffen sich Billie und James für ein ganzes Jahr zu einem gemeinsamen Familientag. Mehr Zeit kann James während seiner belastenden Hormontherapie nicht aufbringen, die ihm dabei hilft ein Mann zu werden. Die 52 Episoden zeigen aber nicht nur James Verwandlung, auch Billie wird zur Frau.

Ausgezeichnet u.a. in Sundance, Berlin und beim Melbourne Queer Festival 2014, nutzt Sophie Hydes Langzeitstudie die Zeit für sich. Sie drehte ihren Debutfilm konsequent an 52 Dienstagen. Die Drehbuch-Passagen wurden der Filmcrew jeweils in dieser Woche ausgehändigt, sodass Publikum und Schauspieler*innen die Charaktere über die Zeit hinweg erleben können.

AU 2013, Regie: Sophie Hyde, mit Tilda Cobham-Hervey und Del Herbert-Jane, 109 Min., OmU

Die Filmvorführung findet in Kooperation mit dem CITY 46/ Kommunalkino Bremen e.V. statt und wird in der Reihe Queering University  präsentiert.

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Formulierungs- und Argumentationshilfen für eine gendergerechte Sprache

Fortbildungsworkshop für alle Mitarbeitenden der Universität Bremen aus Lehre und Verwaltung

18.06.2019, 10.00 - 14.00 Uhr, MZH 7260

Gendergerechte Sprache ist längst fester Bestandteil in der universitären Bildung und Lehre - jedoch gibt es immer wieder Unsicherheiten, Verwirrung oder Widerstände in der Umsetzung. In diesem Workshop wollen wir mithilfe von Informationen und Übungen aktiv zu einem professionellen Umgang mit dem Thema "gendergerechte Sprache" beitragen.

► Mit Caro Schulte und Annette Mattfeldt, RAT&TAT-Zentrum Bremen

Anmeldung bis 11.06.19 unter diversityprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Modes of Being vs. Categories - Queering the Tools of Intersectionality

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Elahe Haschemi Yekani

26.06.19, 17:00 – 18:30 Uhr, MZH 6210

Der Feminismus hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit der Dekonstruktion seiner vermeintlichen Voraussetzung für politisches Handeln zu kämpfen gehabt, nämlich der vermeintlich kohärenten Subjektposition "Frau". Ausgehend von der Arbeit des queeren Theoretikers José Muñoz werden "Seinsmodi" als Alternative zu Kategorien in intersektionalen Identitätsrahmen vorgestellt.
Der Vortrag präsentiert Vor- und Nachteile der Verwendung von Begriffen wie Subjekt/Subjektivität, Identität und Differenz im politischen Diskurs. Dazu wird Elahe Haschemi Yekani noch einmal auf das Paradigma der Intersektionalität zurückkommen, das ursprünglich versprochen hatte, ein entscheidendes Instrument zu sein, um Macht und privilegierte Positionen anzugehen, sowie auf die irregeführte Idee, dass Unterdrückung sicher über nur eine Kategorie der Marginalisierung angegangen werden könnte. Nach der Implementierung der Intersektionalität als wichtigstes methodisches Instrument zur Anerkennung und Analyse verschiedener Marginalisierungsregime in der Geschlechterforschung wurde der Ansatz allerdings zunehmend für die Wiederherstellung von binarities kritisiert. Dementsprechend möchte die Referentin ein Terrain kartieren, in dem Situierungen, Identitäten, Unterschiede und Positionalitäten nicht als einzige mögliche Voraussetzung für politisches Handeln angesehen werden. Eine solche Konzentration auf "Seinsmodi" könnte helfen, Formen des Widerstands zu beschreiben, die weniger auf einer identitären Logik als vielmehr auf Begriffen der politischen Gemeinsamkeit beruhen.

 

► Prof. Dr. Elahe Haschemi Yekani ist Professorin für Englische und Amerikanische Literatur und Kultur mit Schwerpunkt Postkoloniale Studien an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zuvor war sie Juniorprofessorin für Englische Literatur an der Universität Flensburg und Fellow am Institute for Advanced Study Konstanz.
Sie ist dabei, ihr zweites Buch Familial Feeling zu beenden, in dem sie eine verworrene Literaturgeschichte kanonischer bürgerlicher Romane des späten 18. und 19. Jahrhunderts mit den frühesten schriftlichen Zeugnissen Black British writers verfolgt. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Postkoloniale und Gender/Maskulinitätsforschung sowie Queer Theory und Intersectionalität.

Zu den Veröffentlichungen gehören: Das Privileg der Krise. Maskulinitätserzählungen in Kolonial- und Postkolonialliteratur, Fotografie und Film (Campus 2011); zusammen mit Beatrice Michaelis und Gabriele Dietze (Hrsg.). Sonderausgabe der Feministischen Studien: The Queerness of Things Not Queer: Entgrenzungen, Materialitäten, Interventionen (2/2012); zusammen mit Eveline Kilian und Beatrice Michaelis (Hrsg.). Queer Futures: Überdenken von Ethik, Aktivismus und Politik (Routledge, 2013; Taschenbuch 2017).

Finnisage

Die Abschlussveranstaltung der Reihe Queering University findet am  28.06.2019 um 12:00 - 14:00 Uhr, VWG 2060 statt.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Aktualisiert von: Nele Kuhn