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Veranstaltungsreihe: Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe bieten wir seit 2013 Vortrags- und Diskussionsforen, um die internen sowie externen Prozesse des Diversitätsbewusstseins zu intensivieren und einen inneruniversitären Diskussionsprozess zur Bedeutung von Diversität in Lehre, Forschung und Verwaltung anzuregen. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, möglichst viele Perspektiven und Beteiligte in den Diversity-Prozess miteinzubeziehen und widmen uns einem jährlich wechselnden Schwerpunktthema. Insbesondere sollen die Bereiche Lehre/Lernen und Forschung, aber auch die Leitungsperspektive und strukturelle Verankerungen in den Blick genommen werden. Die Veranstaltungsreihe erweitert dabei das gängige Format der ‚Ringvorlesung’ durch Dialoge und Diskussionen zwischen unterschiedlichen Beteiligten in der Universität sowie mit externen Akteur*innen aus der Wirtschaft und Politik.


„Queering University" -  geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an der Uni Bremen.

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sind Diversity-Dimensionen, die bislang an den Hochschulen wenig thematisiert werden. Dies, obschon der gesellschaftliche Diskurs und die Gesetzgebung sich allmählich für Gendervielfalt öffnen. Haben diesbezüglich an Universitäten alle gleiche Rechte und Chancen? Oder welche spezifischen Gewalt- und Diskriminierungsformen verbergen sich hinter dem Nichtthematisieren? Gehen Lehrende und Mitarbeitende sensibel mit Geschlechteridentitäten und -zuweisungen um? Und wie steht es um die Repräsentation der Gender-/Queer-Studies in Lehre und Forschung?

Mit „Queering University“ möchten die Veranstaltungen der Reihe Diversity @ Uni Bremen 2018/19 verschiedene Ebenen des universitären Feldes queer lesen: strukturelle Faktoren, Umgang mit Selbstdefinitionen und Zuschreibungen, Repräsentationsformen, Interaktionen, Beratung, Lehre, Lernen und Forschung.


 

20.11.18 um 15 Uhr

Podiumsdiskussion: un/sichtbar?! – Was braucht es zur queeren Öffnung der Universität?

Referent*innen:

Prof. Dr. Dominic Frohn, Hochschule Fresenius Köln
Dipl.- Psych., Wissenschaftlicher Leiter des IDA | Institut für Diversity- und Antidiskriminierungsforschung. Dominic Frohn ist seit über 15 Jahren als Praktiker im Kontext von Antidiskriminierungstrainings und seit über 12 Jahren im Rahmen der Forschung zu Diversity-Themen tätig.

Prof. Dr. Konstanze Plett, Ll.M. Universität Bremen,
ist emeritierte Professorin für Rechtswissenschaft und war bis 2012 am Bremer Institut für Gender-, Arbeits- und Sozialrecht (Bigas) tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind seit den 1990er-Jahren Geschlecht und Recht, seit 2000 forscht sie speziell zu den Menschenrechten intersexuell geborener Menschen. Konstanze Plett ist eine der Mitverfasserinnen der Verfassungsbeschwerde, die zum Urteil des BVerfG zur personenstandsrechtlichen Eintragung der Intersexualität führte.

Né Fink, Georg-August-Universität Göttingen
Né Fink koordiniert seit Januar 2018 das Pilotprojekt „Unterstützung von trans* Studierenden“ an der Georg-August-Universität Göttingen. Es ist deutschlandweit die erste Peer-to-Peer Beratungsstelle zum Themenkomplex trans*, die direkt in den Verwaltungsstrukturen einer Universität angesiedelt ist. Né hat einen Forschungsmaster in „Gender and Ethnicity“ in den Niederlanden abgeschlossen und beschäftigt sich seit Jahren professionell mit dem Thema trans* Geschlechtlichkeit, Diskriminierungserfahrungen sowie Empowerment.

Studierende der Queer Community

Moderation: Almut Dietrich, Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt, Expertise und Konfliktberatung, ADE

 


 

18.12.2018 um 18 Uhr

Transkulturelles historisches Lernen zur Geschichte sexueller Vielfalt" und stellt in diesem Rahmen das Projekt queerhistoryaus Berlin

Referent*:

Prof. Dr. Martin Lücke, Leiter des Arbeitsbereichs Didaktik der Geschichte | Freie Universität Berlin
ist seit 2010 Professor für Didaktik der Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der FU. Zu seinen Forschungschwerpunkten zählen Geschlechter-, Sexualitäts- und Alltagsgeschichte und transkulturelle Geschichtsdidaktik sowie Perspektiven der Diversity- und Intersectionality Studies für historisches Lernen.

Der Vortrag fand in Kooperation mit der Reihe Trans*Inter*Post des FB 12 statt.

 


 

16.01.2019 um 14 Uhr

Praxen des Cross-Dressings – Selbstausdruck und/oder Kritik der Heteronormativität? Einblick in die empirische Lehr-Lern-Forschung

Referent*innen:

Dr. Lüder Tietz, Dipl.-Psych., Ethnologe | Universität Oldenburg
Seit 2007 arbeitet er am Institut für Materielle Kultur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, das einen Schwerpunkt auf die Erforschung dessen legt, was Objekte der materiellen Kultur und insbesondere Kleidung über soziale Verhältnisse aussagen können. Am Institut ist Lüder Tietz v. a. für den Master-Studiengang Kulturanalysen tätig, der z. B. ethnisisierte und vergeschlechtlichte Körper-/Kleidungsbilder in den Fokus rückt.

► Gemeinsam mit Studierenden des MA Kulturanalysen

Cross-Dressing ist ein bekanntes Beispiel dafür, die Herstellung kulturspezifischer Geschlechter durch soziales Handeln zu verdeutlichen; schließlich ist der eingekleidete Körper das in der alltäglichen Öffentlichkeit sichtbarste Geschlechtsmerkmal. Solch einen Fokus auf Performanz und Performativität hat in etlichen Texten aus den 1990er Jahren insbesondere Judith Butler herausgearbeitet, die heute gerade im deutschsprachigen Raum als eine Ikone der Queer Theory gilt.

Lüder Tietz hat zusammen mit Studierenden seit Anfang der 2000er Jahre Performanzen geschlechtlicher und sexueller Identität auf CSD-Paraden untersucht und dazu veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund hat er weitere Seminare und Studienforschungsprojekte zu Cross-Dressing, Queering Fashion oder Dressing Difference geleitet. 

Im Rahmen eines einjährigen Lehr-Lern-Forschungs-Projektes im Sinne des Forschenden Lernens, unter seiner Leitung, untersuchen derzeit zehn Master-Studierende, wie Cross-Dressing bzw. Travestie von alltäglichen und/oder Bühnen-Performer*innen selbst eingeschätzt wird und wie es auf das Publikum wirkt. Inwieweit geht es um die Möglichkeiten des Selbstausdrucks und/oder um die Kritik der Zwei-Geschlechter-Norm sowie die Kritik der Privilegierung von Heterosexualität?

Der Vortrag wurde vom Dozenten zusammen mit einigen der Studierenden gehalten, um so einen multiperspektivischen Einblick in die laufende empirische Untersuchung eines Aspektes der Queer Studies zu geben.

 


 

24.01.2019 um 10 Uhr

Fortbildungsworkshop für alle Angehörigen der Uni Bremen - LSTB*IQ: Begrifflichkeiten und Selbstreflexion

Mit: Caro Schulze, Annette Mattfeldt, RAT&TAT-Zentrum Bremen

 


 

29.01.2019 um 18 Uhr

„Kinship trouble“: Zum Zusammenhang von Flucht und queeren Verwandtschaftspraktiken – eine Exploration.

Referent*innen:

Prof. Dr. Bettina Kleiner

► Prof. Dr. Marc Thielen

In Kooperation mit der Reihe Trans*Inter*Post des FB12
 

 


 

Sommersemester 2019: Fortführung des Themenschwerpunkts Queering University

 

12.04.19 um 12 Uhr

Eröffnung der Ausstellung "Trans* in der Arbeitswelt"

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Queering University haben wir die Ausstellung „Trans* in der Arbeitswelt“ der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Antidiskriminierung und Verbraucherschutz, die unter der künstlerischen Leitung der Fotografin Anja Weber konzipiert wurde, an die Universität Bremen holen können.
Die großformatigen Einzelporträts zeigen transgeschlechtliche Menschen in ganz unterschiedlichen Berufen und Arbeitsumfeldern: in Büros, Produktions- und Dienstleistungsbetrieben, als Lehrende, als LKW-fahrende. Die Bilder laden ein, über die Lebensgeschichten transgeschlechtlicher Menschen nachzudenken. Sie appellieren an Kollegium und Arbeitgebende, sich für die Situation transgeschlechtlicher Menschen zu öffnen und das Potential zu erkennen, das in dieser Öffnung steckt.

Die Ausstellung wurde am 12. April mit Grußworten des Kanzlers Dr. Martin Mehrtens und der Konrektorin für Internationalität und Diversität der Universität Bremen, Professorin Eva-Maria Feichtner feierlich eröffnet. Zudem hat der Bremer Verein "Trans* Recht e.V." mit einem Impulsvortrag in das Thema eingeführt.

Die Ausstellung begleitet den Themenschwerpunkt während des gesamten Sommersemesters und kann bis zum 30. August 2019 im Foyer des MZH der Universität Bremen betrachtet werden.


"Universität dis/abled? - Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen"

Was meint 'Behinderung' und wie wird diese als Kategorie konstruiert? Welche strukturellen Rahmenbedingungen braucht es zum Abbau von Barrieren? Und was kann jede*r Einzelne an der Universität dazu beitragen? Diesen und weiteren Fragen widmete sich das Schwerpunktthema des Vortrags- und Diskussionsforums im Studienjahr 2016/17. In der Weiterentwicklung stehen Hochschulen vor der Herausforderung, die gesetzlichen Grundlage zu erfüllen und zusätzlich ihrem eigenen Anspruch einer barrierefreien und inklusiven Universität gerecht(er) zu werden: „Universität dis/abled?“


 

08.11.16 um 18.00 Uhr (MZH 1470)
Podiumsdiskussion: Barrierefreie Uni Bremen: Anspruch - Realität - Visionen

 

29.11.16 um 18.00 Uhr (MZH 1470)
Das Leistungsprinzip (Meritokratie): Schlüssel oder Barriere auf dem Weg zu einer inklusiven Uni?

 

12.01.17 um 18.00 Uhr (SFG 1030)
Teilhabe an der Forschung - inklusive Ansätze zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

 

24.01.17 um 20.00 Uhr
Modelle einer inklusiveren Universität: Hörsensible Uni Oldenburg
 


 

Sommersemester 2017 - Disability Studies aus intersektionaler Perspektive:

 

08.05.17 um 18.00 Uhr (VWG 2060)
Behinderung und Geschlecht - eine intersektionale Perspektive

 

20.06.17 um 18.30 Uhr (VWG 2060)
Podiumsdiskussion: Inklusive Hochschule: Wie geht es weiter?


"Wer spricht im Wissenschaftssystem? - Zu Fragen der Objektivität und Repräsentation an Hochschulen
 

22.06.16 um 18.00 Uhr (GW2 B2890)
Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung, Eske Wollrad

 

25.05.16 um 18.00 Uhr (VWG 2060)
Equity as an approach to anti-racism, Elisabeth F. Ortiz

 

04.02.16 um 18.00 Uhr (VWG 2060)
Rassismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft, Prof. Astrid Messerschmidt

 

20.01.16 um 18.00 Uhr (SFG 0140)
Die Farbe des Wissens. Rassistische Exklusion nd Weißsein in universitären Strukturen, Dr. Kien Nghi Ha

 

 


"Religiöse Pluralität in Bildungseinrichtungen als Herausforderung zum Umgang mit Heterogenität - Konfliktstoff Kopftuch?"

03.12.14 um 18.00 Uhr (SFG 0150)
Zum Beispiel das Kopftuch: Konflikte um Religion in der Schule und im Religionsunterricht


15.01.15 um 18.00 Uhr (GW2 B3009)
Dekolonisierung der Wissenschaft - Was hat das mit dem Thema Kopftuch zu tun? - Zusatzveranstaltung


28.01.15 um 18.30 Uhr (Großer Hörsaal, Keksdose)
Vom 'Wir' und 'die Anderen' zu einem neuen 'Wir' - Radikalisierung und religiöser Pluralismus als kommunikative Herausforderungen


20.05.15 um 18.00 Uhr (GW2 B3009)
Mit Kopftuch im Lehramt: Was folgt aus dem BVG-Urteil für Bremen?

 

 

Auftakt der Veranstaltungsreihe im SoSe 2013: Diversity @ Uni Bremen

15.04.13, 17.00 - 19.00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung: Wie managen Hochschulen Diversity?

 

17.04.13, 17.00 - 18.30 Uhr
Vielfalt in der Lehre - Heterogenität als Chance. Forschendes Lernen als ein Weg



25.04.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Diversity, Chancengleichheit und Antidiskriminierung in Rechtswissenschaft und Hochschulpraxis



30.05.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Diversity als Forschungsgegenstand der Sozial- und Kulturwissenschaft



06.06.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Rassismus an der Uni Bremen
 


 

 
Weiterführung der Veranstaltungsreihe im WS 2013/14: Was macht mein Fachbereich zu Diversity?

Im Wintersemester 2013/14 ist die Veranstaltungsreihe „Diversity @ Uni Bremen“ mit einem offenen Workshop zum Thema „Diskriminierung an der Uni Bremen – Was können wir dagegen tun?" gestartet. Es folgten drei weitere Veranstaltungen, welche von den Fachbereichen, die in dem Initiativkreis Diversity aktiv mitwirken, gestaltet wurden. In diesem Pilotprojekt (2012 -14) entwickelten ausgewählte Fachbereiche ein eigenes Diversity-Profil und setzen so die Diversity-Strategie der Universität unmittelbar um. Gemeinsam mit Studierendengruppen wurde somit ein Forum eröffnet, das sich an alle Mitglieder der Universität richtet und dabei bewährte und neue Handlungsperspektiven zur Diskussion stellt.


23.10.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung: Diskriminierung an der Uni Bremen - Was können wir dagegen tun?


06.11.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Gleichstellung durch Antidiskriminierungsrecht?!


13.11.13, 18.00 - 20.00 Uhr
Wie kommen alle ans Ziel? - Herausforderungen und Strategien von Chancengerechtigkeit im Fachbereich 2


27.11.13, 16.00 - 18.00 Uhr
Alle verschieden, alle gleich?! Diversity, menschliche Vielfalt und Dis_ability
 



Zielgruppenspezifische Veranstaltungen: Was tun wir an der 'exzellenten' Universität Bremen für Diversity und gegen Diskriminierung?

Unser Campus ist geprägt von Menschen, die sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Durch die Exzellenz kommen neue Unterschiede hinzu. Wie geht die Universität Bremen mit Vielfalt, mit Bildungsungerechtigkeit und Formen der Diskriminierung um? Im Wintersemester 2013/14 wurden diese Fragen in Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen diskutiert.


27.09.13, 12.00 - 13.15 Uhr
Interkulturelle Qualifizierung als Element des Diversity-Managements an Hochschulen



22./ 23.11.13
Gender - Sprache - Vielfalt



17.01.14, 10.00 - 17.00 Uhr
Social Justice in Theorie und Praxis



25./ 26.01.14
Körper - Raum - Zeit. Neue Wahrnehmungs- und Handlungsräume im Performativen



01.02.14
Diversität und sprachliche Inklusion



27.03.14
Die Bedeutung von Diversitätskompetenz in der Beratungsarbeit

 

Aktualisiert von: Nele Kuhn