| 09-M52-01-21-03-24-06-13 | Current topics in theoretical philosophy Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der (…) Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der theoretischen Philosophie und insbesondere im Umfeld der Forschungsschwerpunkte hier in Bremen. Im Seminar werden zum einen gemeinsam einschlägige Texte gelesen und kritisch diskutiert; zum anderen wird den Studierenden die Gelegenheit geboten, eigene Forschungsinteressen aufzubauen und erste eigene Ansätze peer-to-peer zu präsentieren. Lernziele: Die Teilnehmer des Seminars lernen, sich mit Originaltexten aus der Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei inhaltlich in aktuelle Forschungsthemen einzuarbeiten. Außerdem erwerben sie Fähigkeiten in der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsvorhaben und -ansätze.
Literatur: Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-M52-01-23-03-19 | Beginnings of philosophical and scientific enquiry Das frühgriechische Denken hat viele Fragen und Begriffe geprägt, die uns in variierter Form weiterhin in der Philosophie und den Einzelwissenschaften beschäftigen: (…) Das frühgriechische Denken hat viele Fragen und Begriffe geprägt, die uns in variierter Form weiterhin in der Philosophie und den Einzelwissenschaften beschäftigen: das Unendliche, die Prozesshaftigkeit der Natur, der Atomismus der Materie, die Grenzen menschlicher Erkenntnis, usw. In der Vorlesung werden die Ursprünge dieser Fragen und Begriffe behandelt. Dabei geht es zum einen um Abgrenzungen zum sogenannten mythischen Weltbild, das zuvor prägend war. Zum anderen geht es um die jeweils anhaltende Relevanz dieser Fragen und Begriffe. Denn diese prägen unser Weltbild und die Forschung zum Teil bis zum heutigen Tage. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-M52-04-31 | Die Geschichte des Feminismus ist im deutschsprachigen Raum meist eine Geschichte weißer Frauen. Selten werden die spezifischen Leistungen und Forderungen Schwarzer (…) Die Geschichte des Feminismus ist im deutschsprachigen Raum meist eine Geschichte weißer Frauen. Selten werden die spezifischen Leistungen und Forderungen Schwarzer Frauen und/oder Frauen* of Color in den Fokus feministischer Debatten gerückt. Immer noch tut sich der weiße deutschsprachige Feminismus schwer, die eigenen Rassismen unter die Lupe zu nehmen. Im Seminar werden der Verlauf und die Herausforderungen Schwarzer feministischer Theorietraditionen nachgezeichnet und diskutiert. Ausgewählte Texte, zum Beispiel von Angela Davis, The Combahee River Collective, bell hooks, Audre Lorde, Kimberle Crenshaw und Patricia Hill Collins werden gemeinsam erarbeitet und besprochen. Im Zentrum des Seminares sollen Texte und Gespräche über das Verständnis Schwarzen Feminismus, die Rolle der Schwarzen Frau* im Feminismus, und das Ineinandergreifen von Unterdrückungserfahrungen (etwa aufgrund von Race, Klasse und Gender) stehen. Ziel des Seminares ist es, sich die Vielschichtigkeit feministischer Denk- und Theorietraditionen bewusst zu machen.
Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Teilnahme, Lesen der Texte, Präsentationen und Gruppenarbeiten, Essay oder Seminararbeit.
Literatur: Der Band “Schwarzer Feminismus. Grundlagentexte“ von Natasha A. Kelly (Hg.), Unrast Verlag, Münster 2022, bildet die Grundlage für das Seminar. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |
| 09-30-B4-29B / 09-30-PS-30S | Introduction to Bioethics Das Blockseminar dient als Einführung in die Medizin- und Bioethik. Gemeinsam wird erarbeitet, was unter Medizin- und Bioethik verstanden werden kann. Im Mittelpunkt (…) Das Blockseminar dient als Einführung in die Medizin- und Bioethik. Gemeinsam wird erarbeitet, was unter Medizin- und Bioethik verstanden werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei grundlegende Fragen nach dem Zweck und der Relevanz der Bioethik, zentralen Konzepten und Theorien sowie ihrer historischen Entwicklung. Im ersten Teil des Seminars werden grundlegende Begrifflichkeiten und Fragestellungen geklärt: Was ist überhaupt Ethik? Was bedeutet ethische Forschung? Und weshalb ist Ethik für die Medizin und angrenzende Bereiche von so großer Bedeutung? Aufbauend darauf werden klassische Themenfelder wie der Beginn und das Ende des Lebens, technologische Entwicklungen (z. B. Pflegeroboter und Künstliche Intelligenz), Forschungsethik sowie Fragen nach Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen exemplarisch aufgegriffen und aus ethischer Perspektive analysiert.
Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Teilnahme, Lesen der Texte, Präsentationen und Gruppenarbeiten, Essay oder Seminararbeit.
Literatur: Wird auf StudIP zur Verfügung gestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |
| 09-30-B3-32B / 09-30-T2-31A | Einführung in die Phänomenologie In den letzten Jahrzehnten standen Neurowissenschaftler und Philosophen einander häufig kritisch und reserviert gegenüber. Aber es gab und gibt auch immer wieder (…) In den letzten Jahrzehnten standen Neurowissenschaftler und Philosophen einander häufig kritisch und reserviert gegenüber. Aber es gab und gibt auch immer wieder Bemühungen, die beiden Disziplinen einander konstruktiv anzunähern. Auf philosophischer Seite gilt das insbesondere für einige Autoren, die sich der Husserlschen Phänomenologie verbunden fühlen und die deren Einsichten und Begriffe zu empirischen Befunden und Untersuchungsmethoden in Beziehung setzen wollen.
Im Seminar lesen und diskutieren wir gemeinsam das Buch „The Phenomenological Mind“ von Shaun Gallagher und Dan Zavahi. Es bietet eine Einführung in die Philosophie des Geistes aus der Perspektive der Phänomenologie; und es verbindet diese mit Befunden und Konzepten aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften. Die behandelten Themen umfassen u.a. Wahrnehmung, Zeitbewusstsein, Fremdpsychisches („other minds“), „embodiment“ und „agency“. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-30-T2-33A/ 09-30-PS-31S/ 09-30-TS-21S | Empathie beschreibt grob gesagt unsere Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen oder ihre Emotionen zu verstehen. In diesem Seminar wollen wir uns mit drei Fragenkomplexen (…) Empathie beschreibt grob gesagt unsere Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen oder ihre Emotionen zu verstehen. In diesem Seminar wollen wir uns mit drei Fragenkomplexen befassen, die an das Phänomen der Empathie anschließen. Erstens, was ist eigentlich Empathie genau? Beruht sie eher auf Vorstellungsvermögen oder auf einer direkten Spiegelung von Emotionen? Und gibt es auch so etwas wie kognitive Empathie, bei der wir uns die Gefühle unseres Gegenübers logisch erschließen? Zweitens, hat Empathie eine Rolle in der Ethik? Viele westliche Ethiken stellen eher unseren Verstand in den Mittelpunkt, aber es gibt auch Ausnahmen wie etwa Adam Smith. Außerdem spielt bei Menzius, der eine ethische Theorie für den Konfuzianismus entwickelt, Mitgefühl eine zentrale Rolle. Und drittens, worin besteht der epistemische Wert der Empathie? Durch Empathie können wir auch andere Menschen besser verstehen und z.B. auch manchmal ihre Reaktionen vorhersehen. Ist das eine besondere Art von Wissen oder lässt sie sich in ein vorhandenes Schema einordnen?
Teilnahmevoraussetzungen: keine
Literatur: Literatur wird über StudIP in Form eines druckbaren Readers zur Verfügung gestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Jens Tammo Lossau |
| 09-30-B4-31B / 09-30-P1-35A / 09-30-P2-42A | In der politischen Philosophie der letzten Jahrzehnte hat vor allem eine Form des Widerstands eine wichtige Rolle gespielt: Ziviler Ungehorsam. In diesem Seminar wird (…) In der politischen Philosophie der letzten Jahrzehnte hat vor allem eine Form des Widerstands eine wichtige Rolle gespielt: Ziviler Ungehorsam. In diesem Seminar wird es darum gehen, eine größere Bandbreite von Strategien des Widerstands systematischen Fragen der politischen Philosophie und der Ethik zu unterziehen. Diskutierte Strategien umfassen Streiks, Sabotage, Besetzungen und verschiedene Formen der Verweigerung. Eine zentrale normative Frage lautet: Warum und wann genau ist die entsprechende Form des Widerstands rechtfertigbar und angemessen? You can find course dates and further information in Stud.IP. | Gabriel Wollner |
| 09-30-B4-32B / 09-30-P1-36A | Feminist Perspectives in Practical Philosophy Die Bezeichnung feministische Philosophie verweist auf eine an Emanzipation orientierte theoretische Beschäftigung mit Geschlecht und Geschlechterverhältnissen. Mit (…) Die Bezeichnung feministische Philosophie verweist auf eine an Emanzipation orientierte theoretische Beschäftigung mit Geschlecht und Geschlechterverhältnissen. Mit diesem Erkenntnisinteresse ist sie weder einer festen Tradition noch einer philosophischen Teildisziplin zugehörig, sondern ein eigenes Querschnittsthema. Im Seminar wird eine Auswahl an Grundlagentexten im Feld der praktischen Philosophie gelesen. Dabei fokussiert das Seminar auf theoretische Ansätze, welche die Funktionsweise herrschaftlicher Geschlechterverhältnisse erschließen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Rose Troll |
| 09-30-T2-32A / 09-30-TS-20S | Fichtes Wissenschaftslehre Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) gilt als einer der zentralen Vertreter des Deutschen Idealismus. Seine Wissenschaftslehre versteht sich als ein Versuch, das gesamte (…) Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) gilt als einer der zentralen Vertreter des Deutschen Idealismus. Seine Wissenschaftslehre versteht sich als ein Versuch, das gesamte Wissen aus einem einzigen, ursprünglichen Prinzip der "Tathandlung" (einem "Selbstsetzen des Ich") abzuleiten. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundgedanken und Argumentationsstruktur dieser Philosophie. Gemeinsam werden wir zentrale Passagen vor allem aus seinen Frühschriften lesen insbesondere aus "Ueber den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie" von 1794. Dabei werden wir immer auch Fichtes Relevanz für gegenwärtige Debatten etwa zur Begründung von Wissen -- reflektieren. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-M39-2-04-02 | This course provides a comprehensive exploration of game theory, an extremely useful and versatile toolbox for modeling decision-making in interactive situations. (…) This course provides a comprehensive exploration of game theory, an extremely useful and versatile toolbox for modeling decision-making in interactive situations. Throughout the semester, we will delve into two fundamental types of games: simultaneous move games and sequential move games. In the first part of the course, we will examine simultaneous move games, where players make decisions simultaneously, emphasizing concepts such as Nash equilibrium and strategic dominance. The second part will focus on sequential move games, introducing the complexities of decision-making in a dynamic environment, featuring topics like subgame perfect equilibrium and extensive form games. By the end of the course, students will not only have a deep understanding of the theoretical foundations of game theory but will also be equipped to apply these concepts to real-world scenarios, enhancing their analytical and strategic thinking skills. Main Reference: Osborne, M. J. (2004). An introduction to game theory. New York: Oxford University Press. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Melanie Dunger |
| 09-M52-02-26-04-32 | Zur Wiederherstellung des Friedenszustandes, der von einem externen Akteur gestört wurde, ist das Führen eines Krieges gegen diesen Akteur unter der Bedingung, dass (…) Zur Wiederherstellung des Friedenszustandes, der von einem externen Akteur gestört wurde, ist das Führen eines Krieges gegen diesen Akteur unter der Bedingung, dass bestimmte Regeln eingehalten werden, moralisch gerechtfertigt. Das ist der Kern der so genannten Lehre vom gerechten Krieg (bellum iustum). Im Seminar wird es darum gehen, welche Regeln das sind, wie sich Kriege im Laufe der Jahrhunderte verändert haben und wie ein „gerechter Friede“ aussehen kann, der hilft, Kriegshandlungen nachhaltig zu beenden. Dazu lesen wir sowohl die Klassiker der Gerechte-Kriegs-Literatur (Cicero, Augustinus, Thomas von Aquin) als auch neuere Positionen zur Anwendbarkeit dieser Lehre heute (M. Walzer) und zu den veränderten Formen der Kriegführung in der Gegenwart (H. Münkler), inklusive des Terrorismus und seiner Bekämpfung.
Teilnahmevoraussetzungen: Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie (i) auch englischsprachige Texte lesen, dass sie (ii) bereit sind, ein Referat bzw. einen Impuls zu übernehmen und dass sie sich (iii) selbständig mit einem Krieg bzw. militärischen Konflikt der Vergangenheit oder Gegenwart etwas intensiver auseinandersetzen.
Literatur: Die Texte werden rechtzeitig vor Beginn des Seminars auf Stud.IP zugänglich gemacht. Studierende können in der Vorbesprechung selbst einen Text zur Lektüre vorschlagen.
Termine: Das Seminar findet als Blockveranstaltung vom 20.-24. Juli, jeweils von 9-16 Uhr statt. Die Vorbesprechung erfolgt online über Zoom am Mittwoch, 15. April, um 10 Uhr. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Kathi Beier |
| 09-30-B3-35B / 09-30-T1-53A | Schlussendlich geht es uns, ob im Leben oder der Philosophie, um Gewissheiten. Im Laufe des Lebens stoßen wir auf die verschiedensten Ausformungen der Fremde über die (…) Schlussendlich geht es uns, ob im Leben oder der Philosophie, um Gewissheiten. Im Laufe des Lebens stoßen wir auf die verschiedensten Ausformungen der Fremde über die Nähe der Gewissheit zum Zweifel. In der Philosophie scheinen sie sich sogar einander zu bedingen. In dem Seminar werden wir uns also die Nähe und Fremde vom Zweifel und der Gewissheit vergegenwärtigen. Dabei werden wir folgenden Fragen nachgehen: Wenn wir etwas mit Gewissheit sagen wollten und könnten, ob der Gewissheit zwangsläufig der Zweifel voran geht? Und ob wir daher auch sicherstellen müssten, das es sich auch stringent sinnvoll bezweifeln ließe?
Literatur: Wir werden eine Auswahl an verschiedenen Texten lesen, wie bspw. von Augustinus, Descartes, Kierkegaard, Husserl und Wittgenstein. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Anna-Lena Cohrs |
| 09-30-T1-51A | Heidegger: Sein und Zeit - Lektürekurs Sein und Zeit ist ein für die Existenzphilosophie zentrales Werk des umstrittenen Philosophen Martin Heidegger und zugleich ein einflussreiches Werk der Philosophie (…) Sein und Zeit ist ein für die Existenzphilosophie zentrales Werk des umstrittenen Philosophen Martin Heidegger und zugleich ein einflussreiches Werk der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Heidegger hat darin eine ganz neue Auffassung der zentralen Aufgabe philosophischen Den-kens entwickelt und im Kontext seiner Fundamentalontologie ein immer noch interessantes und vielschichtiges Bild der menschlichen Existenz aufgezeigt. Der Text ist relativ schwer zu lesen – da braucht es Geduld und eine große Portion Enthusi-asmus. Wir werden uns durch den Text arbeiten, soweit wir eben kommen und uns Zeit neh-men für Diskussionen und den Austausch unterschiedlicher Interpretationen. Das genaue Pro-cedere werden wir gemeinsam zu Beginn der Veranstaltung festlegen. Wichtig ist, dass wir die Lektüre gemeinsam erarbeiten und zum philosophischen Austausch nutzen!
Heidegger, Martin (1927): Sein und Zeit; Tübingen: Niemeyer Verlag. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers |
| 09-M52-02-25 | Vor allem seit Mitte des 20. Jahrhunderts bildete sich eine Strömung des unorthodoxen Marxismus heraus, die sich gegen eine geschichtsphilosophische und teleologische (…) Vor allem seit Mitte des 20. Jahrhunderts bildete sich eine Strömung des unorthodoxen Marxismus heraus, die sich gegen eine geschichtsphilosophische und teleologische Auslegung der Kritik der politischen Ökonomie stellte. Anstatt den Kapitalismus als ein Herrschaftssystem von Kapitalist*innen über die Arbeiter*innen zu begreifen, das letztere zu überwinden hätten, gab es nun den Versuch, das marxsche Kapital neu auszulegen: Herrschaft in der bürgerlichen Gesellschaft gehe demnach vom Strukturprinzip der Gesellschaft selbst aus. Die Gebrauchsgüter werden zur Geldvermehrung in Form von Waren produziert und auf dem Markt gehandelt. Die Zwänge von Produktion und Austausch – das Gesetz des Kapitals – beherrschen Kapitalist*innen und Arbeiter*innen gleichermaßen (auch wenn diese Zwänge ohne Zweifel sehr ungleiche Positionen schaffen). Diese Auslegung konzentrierte sich auf andere Kategorien der marxschen Theorie, als dies in der bisherigen Rezeption der Fall war. Nicht Produktivkraft und Mehrwert wurden unter die Lupe genommen, sondern abstrakte Arbeit, Tauschwert und Warenfetisch. Außerdem wurde darüber gestritten, welche Methode Marx im Kapital eigentlich anwendet, was es genau mit der materialistischen „Dialektik“ auf sich hat und was das „Kritische“ an der „‘Kritik‘ der politischen Ökonomie“ sein soll. Im Seminar werden wir Originaltexte von Marx lesen und dann deren wertkritische Interpretation nachvollziehen. Frühe unorthodoxe Marx-Lesarten finden sich schon bei Georg Lukács und Isaak I. Rubin, später dann bei Alfred Sohn-Rethel und der Frankfurter Schule. Im Zuge der „Neuen Marx Lektüre“ gab es von u.a. Hans-Georg Backhaus, Ingo Elbe, Michael Heinrich, Helmut Reichelt und Dieter Wolf eine Reihe von Veröffentlichungen. Das Seminar soll einen Überblick über die komplexen Debatten dieser wertkritischen Marx-Interpretationen bieten.
Teilnahmevoraussetzungen: Für dieses Seminar gibt es keine Voraussetzungen. Vorkenntnisse in der Theorie von Karl Marx sind sicherlich hilfreich, aber nicht notwendig. Besonders relevante Originaltexte werden wir gemeinsam im Seminar lesen.
Literatur (Beispiele): Adorno, Theodor W. (2003[1966]): Negative Dialektik. In: Ders., Gesammelte Schriften. Band 6. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Adorno, Theodor W. (2015[1958]): Einführung in die Dialektik. In: Ders., Nachgelassene Schriften. Abteilung IV: Vorlesungen. Band 2. Frankfurt am Main: Suhrkamp Backhaus, Hans-Georg (2011): Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen Ökonomiekritik. 2., durchges. Aufl. Freiburg i. Br.: Ça Ira. Elbe, Ingo (2008): Marx im Westen. Die neue Marx-Lektüre in der Bundesrepublik seit 1965. Berlin: Akademie-Verlag. Heilgendorff, Franz (2023): Kategoriale Kritik. Zur Bedeutung von Kategorie und Begriff in der dialektischen Methode bei Marx. Berlin: Dietz. Heinrich, Michael (1999): Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition. 7., erweiterte Auflage. Münster: Westfälisches Dampfboot. Lukács, Georg (2013): Geschichte und Klassenbewusstsein. In: ders.: Werke. Band 2. Bielefeld: Aisthesis-Verl. Marx, Karl (1962[1867]): Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie. Erster Band. In: Marx, Karl/Engels, Friedrich: Marx-Engels-Werke. Band 23. Berlin: Dietz. Reichelt, Helmut (2006): Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx. Freiburg: Ça Ira. Reichelt, Helmut (2013): Neue Marx-Lektüre. Zur Kritik sozialwissenschaftlicher Logik. 2., durchgesehene Auflage. Freiburg im Breisgau: Ça Ira. Rubin, Isaak I. (1973): Studien zur Marxschen Werttheorie. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt. Sohn-Rethel, Alfred (1973): Geistige und körperliche Arbeit. Zur Theorie der gesellschaftlichen Synthesis. 2. Aufl. Frankfurt M.: Suhrkamp. Sohn-Rethel, Alfred (1978): Warenform und Denkform. Mit zwei Anhängen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verl. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Max Henke |
| 09-M52-06-12 | Philosophy and the public sphere. A tense relationship III Philosophie und Öffentlichkeit sind Begriffe, die sich wechselseitig aufeinander beziehen. Philosophie ohne Öffentlichkeit ist stumm und Öffentlichkeit ohne (…) Philosophie und Öffentlichkeit sind Begriffe, die sich wechselseitig aufeinander beziehen. Philosophie ohne Öffentlichkeit ist stumm und Öffentlichkeit ohne Philosophie bleibt dumm. Beide Sphären verhalten sich zueinander, wie kommunizierende Röhren – eine Veränderung in der anderen hat Auswirkungen auf die eine und umgekehrt. Auch die Anforderungen in diesem Seminar wirken in beide Richtungen: In dem Modul, dem die Veranstaltung zugeordnet ist, sollen Beiträge von Bremer Philosophinnen und Philosophen in der Öffentlichkeit geplant, durchgeführt und reflektiert werden. Zugleich geht es um das Nachdenken darüber, wie die Öffentlichkeit sich aktuell verändert und welche Folgen diese Änderung für die Philosophie besitzt – sprich: um die Rolle der Intellektuellen. Die öffentliche Sphäre entsteht mit der bürgerlichen Gesellschaft. Im Übergang vom feudalen System zu säkularen rechtsstaatlichen Verhältnissen etabliert sich ein Vertragsverhältnis, das in der Entwicklung der Warengesellschaft seine ökonomische Seite besitzt. Die Konstitution der bürgerlichen Öffentlichkeit, wie sie die englischen Pragmatiker Locke, Mills und Bentham und auf französischer Seite Rousseau, dem dann in Deutschland Kant nachfolgt, ist eng geknüpft an die Verhältnisse der Demokratie als Herrschaft des Volkes. Da die Demokratie als eine Art Fließgleichgewicht immer wieder neu hergestellt werden muss, bietet sich eine Reflexion auf die Grundverhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft an. In den letzten beiden Semestern wurden entsprechende Theorien beispielsweise von J.-P. Sartre und Simone de Beauvoir, Achille Mbembe und Frantz Fanon oder Georg Simmel, Richard Sennett und Eva Illouz in diesem Sinne diskutiert. In diesem Semester soll es um die Grundlagen der Öffentlichkeitstheorie gehen, die aber durch die Kritik der aktuellen Entwicklung im Internet ergänzt werden soll. Anhand praktischer Beispiele sollen die Darstellung und die Möglichkeit öffentlicher Intellektueller diskutiert werden.
Literatur: Mögliche zu behandelnde Texte sind etwa: Thomas Hobbes, Leviathan (1651) John Locke, Two Treatises of Government (1689) Veith Selk, Demokratiedämmerung (2023) Francesca Bria, United States of Palantier, Le Monde diplomatique (deutsche Ausgabe) November 2025, S. 1 u.14-15 You can find course dates and further information in Stud.IP. | Wolfgang Bock |
| 09-M52-01-24-03-25 | Philosophy and Ethics of Artificial Intelligence (in English) The course Philosophy of Artificial Intelligence offers an interdisciplinary exploration of the conceptual, ethical, and socio-political questions raised by (…) The course Philosophy of Artificial Intelligence offers an interdisciplinary exploration of the conceptual, ethical, and socio-political questions raised by contemporary AI systems. As artificial intelligence becomes embedded in infrastructure, governance, communication, creativity, and everyday decision-making, philosophical reflection is indispensable for understanding how these technologies shape— and are shaped by—human values, knowledge, identities, and power relations. This course introduces students to the foundational questions that have animated philosophical inquiry into AI since its inception: What is intelligence? Can machines think, act, or make moral decisions? How do algorithms represent the world, and what does it mean for humans to offload cognition, agency, or judgment onto computational systems? Students examine classical debates about mind and machine, computationalism, agency, consciousness, and the Turing Test, alongside contemporary perspectives on machine learning, data-driven agency, and the metaphysics of digital environments. Based on these foundations, in this course we investigate the ethical and societal dimensions of AI in the context of the information revolution. Topics include algorithmic bias, surveillance capitalism, data ethics, privacy, autonomy, transparency, accountability, and the political economy of automated systems. We explore how AI technologies transform labor, identity, and social relations, and how moral responsibility can be meaningfully assigned in complex sociotechnical systems. A distinctive component of the course examines critical approaches—from feminist philosophy, critical theory, psychoanalysis, and science and technology studies—that question assumptions embedded in AI design. Students engage with concepts such as the “algorithmic unconscious,” feminist epistemologies of technology, intersectionality, and the gendered and racialized dynamics of AI. These frameworks illuminate how AI systems reproduce historical inequalities and why technological design is never neutral. Finally, the course turns to future-focused philosophical questions about posthumanism, cyborgs, and emerging technoscientific imaginaries. We consider utopian and dystopian narratives about AI, the ethics of human–machine coexistence, and possibilities for designing more just, inclusive, and sustainable technological futures. Throughout the course, students develop the conceptual tools needed to critically analyze AI systems, articulate informed ethical arguments, and assess the broader implications of AI for humanity, democracy, and the evolving digital world. Readings are drawn from philosophy of mind, ethics, AI ethics, feminist theory, data science ethics, and contemporary debates on automation and digital culture.
SHORT:
The course Philosophy of Artificial Intelligence examines the conceptual and ethical questions raised by the rapid development of AI technologies. The course begins with classical debates about intelligence, cognition, agency, and the possibility of machine thought, then moves to contemporary issues arising from machine learning, data-driven decision-making, and algorithmic systems. Students examine how AI reshapes human autonomy, identity, labor, and social relations, and how emerging technologies challenge traditional philosophical categories. A central component of the course focuses on the ethical and political dimensions of AI, including algorithmic bias, surveillance, privacy, responsibility gaps, and the non-neutrality of technological design. Based on perspectives from philosophy of mind, AI ethics, feminist theory, psychoanalytic critiques, and science and technology studies, students learn to analyze the power structures, assumptions, and cultural narratives embedded in AI systems. Through interdisciplinary readings and case studies, the course equips students with the analytical tools needed to critically assess the societal impact of AI, evaluate competing normative frameworks, and reflect on the future of human–machine coexistence in the information age.
Learning Outcomes 1. Explain major philosophical theories of mind, intelligence, and agency and apply them to contemporary AI systems. 2. Analyze ethical challenges in AI, including bias, transparency, privacy, responsibility, and data governance. 3. Evaluate the social and political implications of AI in the context of the information age. 4. Assess claims about technological neutrality and identify how values and power relations shape AI design and deployment. 5. Apply critical and feminist philosophical perspectives to understand how AI systems reproduce or challenge existing inequalities. 6. Formulate well-reasoned arguments on the future of AI, including questions of posthumanism, automation, and human–machine relations.
Indicative Sessions (subject to change):
1: Technology is Not Neutral: Techno-Futuristic, Computer and Engineering Ethics
2: AI Ethics I: “As if Human”
3: AI Ethics II: “The Algorithmic Unconscious” and Psychoanalysis
4: AI Ethics III: “The Algorithmic Unconscious” and Psychoanalysis & Feminist Issues A
5: AI Ethics III: Feminist Issues B
6: Data Science/Big Data Ethics: Theory & Case Studies & Ethics for the Future: Ethics for Posthumans, Cyborgs, and the Metaverse I
7: Ethics for the Future: Ethics for Posthumans, Cyborgs, and the Metaverse II
Teilnahmevoraussetzungen: None
Literatur:
Notes: This is an indicative list. Extracts from the books needed for the course (for presentations or reading) will be shared with students in a digital form. A detailed syllabus will explain which readings are mandatory (1-2 short texts per session) and which are optional. Each student has to present at least one text from the readings.
· Clegg, Stewart and Nelson Phillips, “Techno-Futuristic Ethics.” In Critical Theory Ethics for Business and Public Administration, edited by David M. Boje, 259-279. Charlotte, NC: Information Age Publishing (IAP), 2008. · Hare, Stephanie, Technology Is Not Neutral: A Short Guide to Technology. London: London Publishing Partnership, 2022. · Johnson, Deborah G., “Computer Ethics.” In A Companion to Applied Ethics. Edited by R.G. Frey and Christopher Heath Wellman, 608-619. Blackwell Companions to Philosophy. Malden, MA & Oxford, UK & Melbourne, Victoria, Australia & Berlin, Germany: Blackwell, 2003. · Pritchard, Michael S., “Engineering Ethics.” In A Companion to Applied Ethics. Edited by R.G. Frey and Christopher Heath Wellman, 620-631. Blackwell Companions to Philosophy. Malden, MA & Oxford, UK & Melbourne, Victoria, Australia & Berlin, Germany: Blackwell, 2003. · Shadbolt, Nigel, and Roger Hampson, As If Human: Ethics and Artificial Intelligence. New Haven & London: Yale University Press, 2024: Chapter 2: “What Is an Artificial Intelligence?”; Chapter 4: “Morals and Artificial Intelligence”; Chapter 5: “Ethics for the Digital Age”; Chapter 7: “Privacy Now” · Floridi, Luciano, The Ethics of Artificial Intelligence: Principles, Challenges, and Opportunities. Oxford: Oxford University Press, 2023. · Coeckelbergh, Mark, AI Ethics. Cambridge, Massachusetts & London, England: The MIT Press, 2020. · Boddington, Paula, AI Ethics: A Textbook. Springer, 2023: Chapter 2.4: “The Rise of AI Ethics: Ethical Questions in AI Currently Receiving Attention: Freedom and Autonomy; Transparency and Explanation; Justice and Fairness; Beneficence/Nonmaleficence; Responsibility; Privacy; Trust; Sustainability; Dignity; Solidarity”; Chapter 3.2: “Comparing AI to Humans” · Possati, Luca M., The Algorithmic Unconscious: How Psychoanalysis Helps in Understanding AI. London & New York: Routledge, 2021. · Millar, Isabel, The Psychoanalysis of Artificial Intelligence. (The Palgrave Lacan Series). Palgrave MacMillan, 2021. · Ho, Anita, “Artificial Intelligence as a feminist bioethics issue.” In The Routledge Handbook of Feminist Bioethics, edited by Wendy A. Rogers, Jackie Leach Scully, Stacy M. Carter, Vikki A. Entwistle and Catherine Mills, 291-307. New York and London: Routledge, 2023. · Alva Noë, “Rage against the machine.” Aeon, 25 October 2024: https://aeon.co/essays/can-computers-think-no-they-cant-actually-do-anything?fbclid=IwY2xjawGNfoFleHRuA2FlbQIxMQABHagEfaFbvOM2pIwdIhq_x727f6RPtN87EcxRRVsrIillkJwGpBNIOJrGOQ_aem_HTdT2CTtAnCQj-oC4mAC-g · Goltz, Nachshon (Sean), Tracey Dowdeswell, Real World AI Ethics for Data Scientists: Practical Case Studies. In collaboration with Peter Singer and Yip Fai Tse. Boca Raton, FL: CRC Press, 2023: Chapter 1: “Introduction: Moral Machines” · Kizza, Joseph Migga, Ethical and Social Issues in The Information Age. Springer, 2023 [7th; 1st: 1998]: Chapter 5: “Anonymity, Security, Privacy, and Civil Liberties”; Chapter 6: “Intellectual Property Rights and Computer Technology”; Chapter 8: “Software Issues: Risks and Liabilities”; Chapter 9: “Computer Crimes”; Chapter 10: “Cyberbullying, Cyberstalking, and Cyber Harassment”; Chapter 11: “Virtualization, Virtual Reality, and Ethics”; Chapter 12: “Cyberspace and the Changing Frontiers of Ethics”; Chapter 15: “New Frontiers of Ethics and Security: Internet of Things (IoT)”; Chapter 16: “Ethical, Privacy, and Security Issues in the Online Social Network Ecosystems”; Chapter 17: “Mobile Systems and Their Intractable Social, Ethical, and Security Issues”; Chapter 18: “Computer Crime Investigations and Ethics”; Chapter 19: “Biometric Technologies and Ethics” · Kizza, Joseph Migga, Ethical and Social Issues in The Information Age. Springer, 2023 [7th; 1st: 1998]: Appendix C: Projects (referring to specific chapters of the book; see, the whole of the book) · MacKellar, Calum and Trevor Stammers (eds.), The Ethics of Generating Posthumans: Philosophical and Theological Reflections on Bringing New Persons into Existence. London, New York, Oxford, New Delhi, Sydney, 2022. · Gregurić, Ivana, Philosophical Issues of Human Cyborgization and the Necessity of Prolegomena on Cyborg Ethics. Hershey PA: IGI Global, 2022. · Kizza, Joseph Migga, Ethical and Social Issues in The Information Age. Springer, 2023 [7th; 1st: 1998]: Chapter 13: “Metaverse—The Evolving Realities and Ethics” · Shannon, Leslie, Interconnected Realities: How the Metaverse Will Transform Our Relationship with Technology Forever. Hoboken, NJ: Wiley, 2023. · Panza, Christopher & Adam Potthast, Ethics for Dummies. Hoboken, NJ, Indianapolis, Indiana: Wiley, 2010: Chapter 19: “Ten Ethical Dilemmas Likely to Arise in the Future” · Zuboff, Shoshana. The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power. New York: PublicAffairs, 2019 · Spicer, Tracey. Man-Made: How the Bias of the Past is being Built into the Future. Simon & Schuster, 2023. · Moradbakhti, Laura, Simon Schreibelmayr, and Martina Mara. “Do men have no need for “feminist” artificial intelligence? Agentic and gendered voice assistants in the light of basic psychological needs.” Frontiers in psychology 13 (2022): 855091. · Wellner, Galit, and Tiran Rothman. “Feminist AI: Can we expect our AI systems to become feminist?.” Philosophy & Technology 33, no. 2 (2020): 191-205. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Marina Christodoulou |
| 09-30-B3-34B / 09-30-T1-52A | Skepticism as a way of life Wir finden sowohl in der westlichen als auch in der östlichen antiken Philosophie den Gedanken, dass wir besser leben könnten wenn wir eine skeptische Weltsicht (…) Wir finden sowohl in der westlichen als auch in der östlichen antiken Philosophie den Gedanken, dass wir besser leben könnten wenn wir eine skeptische Weltsicht entwickeln. Solche eine Weltsicht geht davon aus, dass wir nichts mit Sicherheit sagen können. Diese Sichtweise soll uns zu einer inneren Ruhe verhelfen, weil wir mit ihr niemals mehr Dinge als objektiv gut oder schlecht wahrnehmen. Wir wollen in diesem Seminar einige Texte von antiken Autoren lesen, die diesen Ansatz entwickeln (Sextus Empiricus, Zhuangzi, Nagarjuna). In einem zweiten Teil wollen wir uns aber auch moderne Literatur anschauen, die solche eine Lebensweise kritisch diskutiert – so etwa Jonathan Ichikawa, der dem Skeptizismus eine nähe zum Konservatismus unterstellt.
Teilnahmevoraussetzungen: keine
Literatur: Literatur wird über StudIP in Form eines druckbaren Readers zur Verfügung gestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Jens Tammo Lossau |
| 09-30-T1-54A / 09-30-TS-22S | Die Standpunkttheorien schreiben marginalisierten Gruppen einen epistemischen Vorteil zu. Obwohl diese Überzeugung immer mehr Resonanz gewinnt – innerhalb und (…) Die Standpunkttheorien schreiben marginalisierten Gruppen einen epistemischen Vorteil zu. Obwohl diese Überzeugung immer mehr Resonanz gewinnt – innerhalb und außerhalb der Philosophie –, geht sie noch mit vielen Kontroversen einher, vor allem innerhalb der Standpunkttheorie. In diesem Seminar sollen diese genauer untersucht werden. Wir werden uns mit der Entstehungsgeschichte sowie mit zentralen gegenwärtigen Debatten innerhalb und außerhalb der Standpunkttheorien beschäftigen. Als Teil des Seminars wird es auch eine öffentliche Veranstaltung zum Thema geben. Vorkenntnisse aus der feministischen Erkenntnistheorie oder der marxistischen Philosophie sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Die Bereitschaft, schwierigere Texte auch auf Englisch zu lesen, ist jedoch Voraussetzung. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Olivia Erna Maegaard Nielsen |
| 09-50-M7-4 | SUDAN: a region of crisis between North- and Eastafrica You can find course dates and further information in Stud.IP. | PD Dr. Cordula Weißköppel |
| 09-30-P2-40A / 09-30-PS-29S | Das Seminar widmet sich der Frage, was unter Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit verstanden werden kann, und untersucht zentrale Theorien, Konzepte und Formen von (…) Das Seminar widmet sich der Frage, was unter Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit verstanden werden kann, und untersucht zentrale Theorien, Konzepte und Formen von (Un)Gerechtigkeit. Dabei wird diskutiert, wie Gerechtigkeit in einer Gesellschaft verwirklicht oder verhindert werden kann, welche institutionellen, politischen und individuellen Verantwortlichkeiten damit verbunden sind und inwiefern Vorstellungen von Gerechtigkeit historisch und kulturell variieren. Zur theoretischen Fundierung werden ausgewählte klassische und moderne Texte gemeinsam gelesen und analysiert, etwa von Platon, John Rawls oder Iris Marion Young, um unterschiedliche Zugänge zu (Un)gerechtigkeit kennenzulernen und kritisch zu reflektieren.
Teilnahmevoraussetzungen: Aktive Teilnahme, Lesen der Texte, Präsentationen und Gruppenarbeiten, Essay oder Seminararbeit
Literatur: Wird auf StudIP zur Verfügung gestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |
| 09-30-B4-33B / 09-30-K-16B / 09-30-P1-37A / 09-30-P2-43A | Das Seminar führt in einen der einflussreichsten Texte der politischen Philosophie ein. Im Zentrum steht eine sorgfältige, kapitelweise Lektüre des Leviathan, bei der (…) Das Seminar führt in einen der einflussreichsten Texte der politischen Philosophie ein. Im Zentrum steht eine sorgfältige, kapitelweise Lektüre des Leviathan, bei der sowohl der historische Entstehungskontext – religiöse Konflikte, Bürgerkrieg, Naturwissenschaften des 17. Jahrhunderts – als auch die systematische Struktur von Hobbes’ Staatstheorie herausgearbeitet werden. Die Studierenden analysieren Hobbes’ Anthropologie, Moralverständnis, seine Konzeption des Naturzustands, die Begründung politischer Autorität und die Rolle von Vertrag, Souveränität und Gesetz. Ergänzend werden ausgewählte zeitgenössische Repliken und moderne Interpretationen herangezogen, um die langfristige Wirkungsgeschichte des Leviathan sichtbar zu machen. Das Seminar dient zugleich der Vertiefung zentraler Kompetenzen der philosophischen Arbeit: genaue Textanalyse, begriffliche Rekonstruktion, argumentative Diskussion und das Schreiben wissenschaftlicher Kurzanalysen. Ziel ist es, die Studierenden zu befähigen, Hobbes’ Theorie sowohl in ihrem historischen Kontext zu verstehen als auch ihre Relevanz für aktuelle Debatten über Staatlichkeit, Sicherheit, Legitimität und politische Ordnung kritisch zu reflektieren. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Martin Hähnel |
| 09-30-P1-38A / 09-30-P2-41A | Vielfalt und Pluralismus sind ohne Toleranz nicht möglich – damit wird sie zu einem unver-zichtbaren Grundwert in demokratischen, pluralistischen Gesellschaften. In (…) Vielfalt und Pluralismus sind ohne Toleranz nicht möglich – damit wird sie zu einem unver-zichtbaren Grundwert in demokratischen, pluralistischen Gesellschaften. In Zeiten einer sich zunehmend polarisierenden Gesellschaft geht diese Einstellung aber oftmals verloren und wird in ihrer Relevanz nicht mehr wahrgenommen. Im Seminar werden wir uns die interessante philosophische Geschichte dieses Konzepts ansehen, aber auch systematische Fragen nach ihrer Interpretation und ihren Grenzen stellen. Es geht dabei immer um die Frage „Wie wollen wir zusammenleben?“ Und genau das wollen wir im Seminar diskutieren.
Forst, Rainer (2008): Toleranz; Berlin: Suhrkamp; Diverse Texte in StudIP You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers |
| 09-30-P1-34A / 09-30-P2-44A | Vertragstheorien sind aus verschiedenen Gründen moraltheoretisch besonders interessant: Sie sind sowohl in der Moralphilosophie als auch für die Politische Philosophie (…) Vertragstheorien sind aus verschiedenen Gründen moraltheoretisch besonders interessant: Sie sind sowohl in der Moralphilosophie als auch für die Politische Philosophie relevant; sie liegen in ganz unterschiedlichen Interpretationen vor und sie geben spannende Antworten auf die Fragen, worum es in der Moral geht, aber auch, wie politische Autorität zu legitimieren sei oder was genau eine gerechte Gesellschaft ausmacht. Im Seminar werden wir uns unterschied-liche Varianten ansehen und kritisch diskutieren.
Diverse Texte in StudIP You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers |