| 09-M52-01-21-03-24-06-13 | Current topics in theoretical philosophy Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der (…) Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der theoretischen Philosophie und insbesondere im Umfeld der Forschungsschwerpunkte hier in Bremen. Im Seminar werden zum einen gemeinsam einschlägige Texte gelesen und kritisch diskutiert; zum anderen wird den Studierenden die Gelegenheit geboten, eigene Forschungsinteressen aufzubauen und erste eigene Ansätze peer-to-peer zu präsentieren. Lernziele: Die Teilnehmer des Seminars lernen, sich mit Originaltexten aus der Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei inhaltlich in aktuelle Forschungsthemen einzuarbeiten. Außerdem erwerben sie Fähigkeiten in der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsvorhaben und -ansätze.
Literatur: Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-50-GS-2 | Alt trifft Jung: Dialoge zwischen den Generationen Old meets Young. Practicing Intergenerational Dialogue (in cooperation with Senioren-Studium/ Akademie für Weiterbildung) Fortsetzung aus dem WiSe 24/25
Wählbar für BA Kulturwissenschaft/ General Studies im FB9 (3 CP) in Kooperation mit dem Seniorenstudium/ Akademie für Weiterbildung, (…) Fortsetzung aus dem WiSe 24/25
Wählbar für BA Kulturwissenschaft/ General Studies im FB9 (3 CP) in Kooperation mit dem Seniorenstudium/ Akademie für Weiterbildung, Universität Bremen Donnerstags 14-16 Uhr, SFG 2010
Nachdem wir im letzten Winter sehr lebendig über kontroverse Fragen zu Nachhaltigkeit diskutiert haben, wollen wir den Dialog zwischen Alt und Jung im kommenden Wintersemester 25/26 mit diesem Seminar fortsetzen: Herzlich willkommen sind alle Studierende aus dem Seniorenstudium (organisiert an der Akademie für Weiterbildung) sowie Studierende aus den Kulturwissenschaften des Fachbereich 09. Durch ein Erzähl-Café werden wir zunächst plaudernd erkunden, welche Themen uns aktuell besonders beschäftigen: Gibt es aus Sicht der Älteren Wünsche, über welche Fragen Sie mit jüngeren Menschen mal sprechen wollen? Und umgekehrt: über welche Themen möchten Sie als jüngere Teilnehmende gerne mit Studierenden älteren Semesters in den Austausch kommen? Nach dieser ersten Runde wollen wir die Idee aus dem letzten Semester verfolgen, zu den aufgeworfenen Themen und Fragen passende Orte und Treffpunkte im Stadtraum Bremen zu finden, die wir gemeinsam besuchen können. Diese Ortsbesuche, vorauss. 2-3 halbtägige Exkursionen (am Donnerstag von 14-max. 18h) werden wir arbeitsteilig vorbereiten und gestalten, z.B. über die Geschichte von Gebäuden, Denkmälern oder Parkanlagen recherchieren, Experten kontakten und schließlich kurze Inputs vorbereiten, über die wir vor Ort ins Gespräch kommen (hier nur zwei Beispiele: Warum ist das Bremer Rathaus „Weltkulturerbe“ geworden? Oder: Welche Erinnerungen verbinden wir mit dem Bremer „Freimarkt“ auf der Bürgerweide?). Je nach Auswahl der Orte und Wetterlage sind auch Spaziergänge oder andere Aktionsformen möglich. Wir werden uns ebenfalls über Methoden der Dokumentation verständigen, um unsere Eindrücke und Erfahrungen von den Ortsbesuchen bei einem abschließenden Seminar-Event zu präsentieren: Welche Erwartungen hatten wir zuvor? Welche thematischen Schwerpunkte haben sich durch die Vorbereitung und den Besuch entwickelt? Was waren dabei wichtige Einsichten durch unseren Austausch zwischen Alt und Jung? Wer Lust hat mitzumachen, kann sich über StudIP, über die Akademie für Weiterbildung/ Seniorenstudium, oder auch direkt bei mir anmelden: Kontakt: cweisskoeppelprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Start vorauss. am Donnerstag, den 16. Oktober 2025, 14-16h in SFG 2010; die weiteren Termine wöchentlich fortlaufend und die Exkursionstage nach gemeinsamer Planung!
Erwerb von 3 CP für General Studies durch aktive Teilnahme am Seminar und die Mitgestaltung der Exkursionen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | PD Dr. Cordula Weißköppel |
| 09-30-GSa-1B | Introduction to academic work and writing Im Seminar werden wir uns erstens mit den notwendigen Formalia beschäftigen, die jede Arbeit erfüllen muss, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (…) Im Seminar werden wir uns erstens mit den notwendigen Formalia beschäftigen, die jede Arbeit erfüllen muss, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (Fragestellung, Recherche, Zitation, Aufbau/Gliederung etc.). Zweitens damit, zu untersuchen, was eine wissenschaftliche Fragestellung ist und was (bspw. im Unterschied zu fachwissenschaftlichen Fragen der Psychologie oder Soziologie und anderer empirischer Wissenschaften oder auch allgemeinen Problemen des Lebens) überhaupt als ein philosophisches Problem zählen kann. Drittens besprechen wir Methoden der philosophischen Problemerschließung (einschließlich der Erschließung philosophischer Texte), insbesondere der Erarbeitung einer Fragestellung. Viertens werden wir uns mit dem Schreiben und seinen Schwierigkeiten selbst befassen.
Literatur: o Filius, A.; Mischer, S.: Philosophische Texte schreiben im Studium. Paderborn: Fink (UTB) 2018. o Hübner, D.: Zehn Gebote für das philosophische Schreiben. Ratschläge für Philosophiestudierende zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (UTB), 2012. o Pfister, J.: Werkzeuge des Philosophierens. Stuttgart: Reclam 2013. o Rosenberg, J.: Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger. Frankfurt a. M.: Klostermann 1986. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Frank Kannetzky |
| 09-30-B4-27B | Einführung in die Ethik: Theorien und aktuelle Fragestellungen In diesem Blockseminar erhalten Studierende ohne philosophische Vorkenntnisse eine grundlegende Einführung in zentrale Fragestellungen und Theorien der (…) In diesem Blockseminar erhalten Studierende ohne philosophische Vorkenntnisse eine grundlegende Einführung in zentrale Fragestellungen und Theorien der Moralphilosophie bzw. Ethik. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Fragen wie: Was macht eine Handlung moralisch richtig? Gibt es objektive moralische Maßstäbe? Welche Rolle spielen Konsequenzen, Pflichten oder Tugenden im ethischen Handeln? Anhand klassischer Positionen (z. B. Utilitarismus, deontologische Ethik, Tugendethik) und aktueller Beispiele werden grundlegende Konzepte erarbeitet und kritisch diskutiert. Ziel ist es, Fähigkeiten zur philosophischen Reflexion moralischer Probleme und Argumentationskompetenzen zu entwickeln. Das Blockseminar setzt sich aus verschiedenen Inputphasen, Textbesprechungen, Gruppenarbeiten und Einzelreflexionen zusammen.
Teilnahmevoraussetzungen: Eine aktive Teilnahme, das Lesen von Texten zur Vorbereitung des Seminares sowie die Teilnahme an der Vorbesprechung werden vorausgesetzt.
Literatur: Wird auf StudIP bzw. in der Vorbesprechung zur Verfügung gestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |
| 09-M52-02-22 | Forschungsseminar Praktische Philosophie Im Forschungsseminar Praktische Philosophie stellen Philosoph*innen ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte aus verschiedenen Teilbereichen der praktischen Philosophie (…) Im Forschungsseminar Praktische Philosophie stellen Philosoph*innen ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte aus verschiedenen Teilbereichen der praktischen Philosophie vor und diskutieren diese mit Bremer Studierenden. In den wöchentlich stattfinden Sitzungen sind Philosoph*innen unterschiedlicher deutscher und internationaler Universitäten zu Gast, im Vorfeld und zur Vorbereitung der jeweiligen Sitzung werden Texte der Vortragenden gelesen.
Literatur: Texte / Work-in-Progress der Vortragenden. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Gabriel Wollner |
| 09-30-P2-39A / 09-30-PS-27S | Gesellschaftliches Naturverhältnis – Sozialphilosophische Perspektiven „Natur“ ist in der Sozialphilosophie kein zentrales Thema, erlangt aber vor dem Hintergrund des sogenannten Anthropozäns neue Relevanz. Das Seminar beschäftigt sich (…) „Natur“ ist in der Sozialphilosophie kein zentrales Thema, erlangt aber vor dem Hintergrund des sogenannten Anthropozäns neue Relevanz. Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie wir gesellschaftstheoretisch über Natur nachdenken können, zumal wenn einer gesellschaftstheoretischen Perspektive eher ein Zugang zu eigen ist, der sich gegen ontologische Überlegungen sperrt. Dafür nähern wir uns insbesondere dem, auf Hegel zurückgehenden, vielschichtigen Begriff der „zweiten Natur“, der das menschliche Verhältnis zur Natur ausdrücken soll. Zudem fragen wir nach der Materialität des Naturverhältnisses und diskutieren das Naturverhältnis in der ökologischen Krise.
Literatur: u.a. Andreas Malm, Johanna Oksala, Steven Vogel, Karl Marx, Alfred Schmidt, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, G.W.F. Hegel, Rahel Jaeggi, Christoph Görg You can find course dates and further information in Stud.IP. | Rose Troll |
| 09-30-T1-51A / 09-30-T2-27A | Sein und Zeit ist ein für die Existenzphilosophie zentrales Werk des umstrittenen Philosophen Martin Heidegger und zugleich ein einflussreiches Werk der Philosophie (…) Sein und Zeit ist ein für die Existenzphilosophie zentrales Werk des umstrittenen Philosophen Martin Heidegger und zugleich ein einflussreiches Werk der Philosophie des 20 Jahrhunderts. Heidegger hat darin eine ganz neue Auffassung der zentralen Aufgabe philosophischen Denkens entwickelt und im Kontext seiner Fundamentalontologie ein immer noch interessantes und vielschichtiges Bild der menschlichen Existenz aufgezeigt. Der Text ist relativ schwer zu lesen – da braucht es Geduld und eine große Portion Enthusiasmus. Wir werden – je nach Interesse – entweder Auszüge lesen und diskutieren oder versuchen, „von Anfang an“ uns durch den Text zu arbeiten, soweit wir eben kommen. Das genaue Procedere werden wir gemeinsam zu Beginn der Veranstaltung festlegen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers |
| 09-30-K-14B | Kant: Kritik der Urteilskraft In der „Kritik der Urteilskraft“ (1790 – KU), der dritten der drei „Kritiken“, erörtert Kant den Begriff der Zweckmäßigkeit, den er als „Prinzip a priori“ sowohl der (…) In der „Kritik der Urteilskraft“ (1790 – KU), der dritten der drei „Kritiken“, erörtert Kant den Begriff der Zweckmäßigkeit, den er als „Prinzip a priori“ sowohl der Ästhetik als auch der Naturphilosophie versteht: subjektive Zweckmäßigkeit im ästhetischen Geschmacksurteil, objektive Zweckmäßigkeit in der Beurteilung der organischen Natur. Die Ergebnisse der ersten beiden „Kritiken“, der „Kritik der reinen Vernunft“ (1781/1787 – KrV) und der „Kritik der praktischen Vernunft (1788 – KpV), und die dort offen gebliebenen Fragen werden in der „Kritik der Urteilskraft“ aufgegriffen. Kant erhebt dort den Anspruch, Natur und Freiheit, theoretische und praktische Philosophie zu verbinden und ihre Einheit darzulegen.
Im Seminar werden wir mit einer Rekapitulation der KrV und der KpV beginnen, bevor wir die beiden Teile der KU, „Kritik der ästhetischen Urteilskraft“ und „Kritik der teleologischen Urteilskraft“, behandeln.
Aufgabe der Klassikerlektüre ist die sorgfältige Analyse des Textes, seiner Themenstellung(en), seines Aufbaus, der tragenden Thesen und der Argumentationsstruktur(en).
Teilnahmevoraussetzungen: Es ist von Vorteil, wenn man die Basismodule, insbesondere B3 und B4, absolviert hat. Die Teilnahme am Seminar erfordert kontinuierliche Lektüre, regelmäßige Teilnahme am Seminargespräch sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Referaten und Anfertigung von Sitzungsprotokollen.
Literatur: (verbindlich, zur Anschaffung): Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft. Herausgegeben von H. F. Klemme, mit Kants „Erster Einleitung in die Kritik der Urteilskraft“ als Beilage, mit einer ausführlichen Einleitung des Herausgebers, Sachanmerkungen und Register, Hamburg: Meiner Verlag, 2009. ISBN: 978-3-7873-1948-0 Dies ist die editorisch beste Textausgabe; sie hat zusätzlich Kants „Erste Einleitung“, alle wünschenswerten Informationen zur Textgestaltung, eine mustergültige Einleitung mit Zusammenfassung der KU (insges. 100 Seiten Text des Hrsg.) und detailliertes Sachwortregister sowie Sachanmerkungen. Insgesamt 734 Seiten (€ 16,90). You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Frank Kannetzky Prof. Dr. Georg Mohr |
| 09-M52-02-23-04-28 | Die Klugheit wurde im Verlauf der Geschichte der Philosophie sehr unterschiedlich behandelt. In Antike und Mittelalter gehörte sie zu den Kardinaltugenden und (…) Die Klugheit wurde im Verlauf der Geschichte der Philosophie sehr unterschiedlich behandelt. In Antike und Mittelalter gehörte sie zu den Kardinaltugenden und entsprechend ins Zentrum des ethischen Nachdenkens. Es gibt kein gutes Leben ohne die moralischen Tugenden, alle moralischen Tugenden aber brauchen die Klugheit – so etwa die These von Aristoteles und Thomas von Aquin. Seit Thomas Hobbes und noch im heutigen Sprachgebrauch wird sie dagegen mit eigennütziger Handlungsrationalität statt mit einem ethischen Charakter in Verbindung gebracht. Für Immanuel Kant formen die „Ratschläge der Klugheit“ bekanntlich bloß hypothetische Imperative und gehören deswegen streng genommen gar nicht in die praktische, sondern in die theoretische Philosophie. Erst in den letzten Jahren erlebt die Klugheit wieder eine Art Renaissance – als intellektuelle Tugend und kleine Schwester der Weisheit, als Selbstorientierungskompetenz und damit als Bedingung für eine selbständige Lebensführung oder als integrative Urteilskraft, die kognitive und emotionale Aspekte zusammenbringt. Im Seminar werden wir die wechselvolle Geschichte der Klugheit anhand wichtiger historischer Stationen verfolgen und neuere Literatur zu klassischen Positionen lesen. Dabei wird es u.a. um folgende Fragen gehen: Was ist Klugheit? Welche Fähigkeiten bzw. Kompetenzen umfasst sie? Worauf richtet sich kluges Überlegen, Urteilen und Entscheiden? Welche Rolle spielt Klugheit für die These von der Einheit der Tugenden? Können moralisch schlechte Menschen klug sein? Wie kann man klüger werden?
Teilnahmevoraussetzungen: Kenntnisse der Philosophie von Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Thomas Hobbes und/oder Immanuel Kant sind von Vorteil. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, ein Referat oder einen Impuls vorzubereiten und im Seminar zur Diskussion zu stellen sowie die Lektüre aller, darunter auch englischsprachiger Texte.
Literatur: Alle Texte werden auf Stud.IP zugänglich gemacht. Zur Einführung ins Thema empfohlen: Andreas Luckner, Klugheit, Berlin/New York: Walter de Gruyter 2005. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Kathi Beier |
| 09-30-T2-28A / 09-30-TS-19S | Phänomenologie des Leibes Der Leib ist berührender und berührter zugleich, schreibt Maurice Merlau-Ponty und führt damit die Grundgedanken von Edmund Husserls Phänomenologie weiter fort. (…) Der Leib ist berührender und berührter zugleich, schreibt Maurice Merlau-Ponty und führt damit die Grundgedanken von Edmund Husserls Phänomenologie weiter fort. Husserls Phänomenologie stellt die Weichen den cartesianischen Substanzdualismus zu überwinden, indem Körper und Geist nicht als Getrennte voneinander behandelt werden. Stattdessen betrachtet er sie als Einheit und zeigt, dass physische sowie mentale Entitäten gemeinsam unterschiedene Seinsebenen des Leibes darstellen. Von da aus gelangen wir mit Merlau-Ponty zum Begriff der Fleischwerdung, der zu umfassenden Betrachtungsweisen über das Verhältnis von Ich und Welt führt. Damit entwickelt sich unser Verständnis weiter, dass die Grenze unseres Leibes nicht bei der Haut unseres Körpers aufhört, sondern sich bis ins Erschließen unserer Erfahrungswirklichkeit individuell stets weiter ausdehnt. Dadurch erklären sich unsere Grenzen nicht als deterministisch, sondern als unsere Möglichkeiten. Im Seminar werden wir uns anschauen, was Merlau-Ponty bei Husserl weiter fortführt und was spätere phänomenologische VertreterInnen unter den Terminus Fleischwerdung bzw. Embodiment subsumieren. Wir werden je nach gegenwärtiger Dynamik entsprechende Texte gemeinsam lesen, studieren sowie diskutieren. Es gibt keine Teilnahmevoraussetzungen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Anna-Lena Cohrs |
| 09-30-PS-27S / 09-30-TS-17S | Das Meer übt seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Bereits am Anfang vieler Mythen und auch der abendländischen Philosophie steht die Idee, alles (…) Das Meer übt seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Bereits am Anfang vieler Mythen und auch der abendländischen Philosophie steht die Idee, alles sei aus einem Urmeer bzw. aus Wasser entstanden. Aber auch viele weitere philosophische Fragestellungen werden mit Besonderheiten des Meeres und mit maritimen Redeweisen in Verbindung gebracht: Man begibt sich erkenntnistheoretisch gerne "auf zu neuen Ufern", Utopien zukünftiger Gesellschaften werden auf ferne Inseln (wie Platons berühmtes Atlantis) ausgelagert, durch seine gleichsam unerschöpfliche Größe gilt uns das Meer als Sinnbild des Erhabenen, es gilt uns als Spiegel der Seele oder bildet die "Wogen des Schicksals" aus ... Und das ist nur die Spitze des Eisbergs verschiedenster – und niemals landläufiger – Themen, mit denen wir uns in diesem Seminar beschäftigen werden. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-M52-06-12 | Philosophie und Öffentlichkeit: ein spannungsvolles Verhältnis II In der Veranstaltung im Sommersemester wurden aktuelle Texte zum Verhältnis von Philosophie und Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung soll dazu (…) In der Veranstaltung im Sommersemester wurden aktuelle Texte zum Verhältnis von Philosophie und Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung soll dazu dienen, theoretische und praktische Verbindung von Philosophie Unhöflichkeit herzustellen. Die Studierenden im Masterstudiengang erhalten Gelegenheit zu eigenen Projekten. Studierende aus anderen Bereichen wie Jared studies machen sich mit den grundlegenden Theorien der Öffentlichkeit vertraut. Insbesondere durch die neuen geopolitischen Veränderungen und die Entwicklung der neuen Medien verändert sich der Öffentlichkeitsbegriff. Die klassischen Studien stammen aus den sechziger und siebziger Jahren und werden durch pragmatische Überlegungen der angelsächsischen Philosophie ergänzt. Im Sommersemester stand eine Einführung in den Themenkreis im Mittelpunkt, im jetzigen Wintersemester soll es um die Aneignung der klassischen Theorien zur Bedeutung der Intellektuellen in der Öffentlichkeit gehen.
Teilnahmevoraussetzungen: Wünschenswert wäre eine Teilnahme am Seminar im Sommersemester, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Die Veranstaltung ist geöffnet für Seniorenstudierende
Literatur Auswahl: Richard Sennett, Verfall und Ende des öffentlichen Lebens – Die Tyrannei der Intimität. Fischer TB, 1986 Serrano Zamora, J. (2018). Philosophie der Öffentlichkeit. In: Festl, M. (eds) Handbuch Pragmatismus. J.B. Metzler, Stuttgart. https://doi.org/10.1007/978-3-476-04557-7_51 Jürgen Habermas: Vorwort zur Neuauflage 1990. In: Ders.: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, S. 11–50 Gilles Deleuze, Das elektronische Halsband. Innenansichten der kontrollierten Gesellschaft 1995, Kriminologisches Journal1992, Band: 24, Heft: 3, Seiten: 181-186 Meike Fielitz, Holger Marcks, Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus. Berlin: Dudenverlag 2020 You can find course dates and further information in Stud.IP. | Wolfgang Bock |
| 09-M52-01-04-03-23 | Oft beschreiben Philosophen die Welt, indem von einzelnen Gegenständen oder von Tatsachen wie von "Standbildern der Wirklichkeit“ die Rede ist. Bereits seit der Antike (…) Oft beschreiben Philosophen die Welt, indem von einzelnen Gegenständen oder von Tatsachen wie von "Standbildern der Wirklichkeit“ die Rede ist. Bereits seit der Antike gibt es aber auch Philosophen, die versucht haben, die Welt als ein komplexes Netzwerk von Prozessen zu begreifen, als eine Dynamik von Ereignissen, die eine bestimmte Gerichtetheit aufweisen. Berühmt geworden ist beispielsweise das Diktum „Alles fließt“ als eine Paraphrasierung der Ansichten Heraklits. Aber auch andere Philosophen wie etwa Leibniz, Hegel und Whitehead begreifen die Welt als etwa vornehmlich Dynamisches. Im Seminar sollen einige dieser Autoren behandelt und exemplarisch ihr Verständnis von Prozessen herausgearbeitet werden.
Literatur: Wir werden uns im Seminar vor allem an folgendem Buch orientieren: Rescher, N. (1996): Process Metaphysics: An Introduction to Process Philosophy. Albany: SUNY Press. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka |
| 09-30-P2-38A / 09-30-PS-26S | Strukturelle Ungerechtigkeit Was bedeutet „strukturelle Ungerechtigkeit“ und warum spielt dieser Begriff eine zentrale Rolle in aktuellen Debatten zu Sexismus, globaler Armut oder Klimawandel? In (…) Was bedeutet „strukturelle Ungerechtigkeit“ und warum spielt dieser Begriff eine zentrale Rolle in aktuellen Debatten zu Sexismus, globaler Armut oder Klimawandel? In diesem Seminar setzen wir uns mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Implikationen struktureller Ungerechtigkeit auseinander. Wir untersuchen gemeinsam, was strukturelle Ungerechtigkeit kennzeichnet, welche Formen sie annehmen kann und welche Verantwortung Individuen sowie gesellschaftliche Akteure* in diesem Zusammenhang tragen. Anhand konkreter Beispiele aus Literatur, Politik und Alltag analysieren wir verschiedene Formen struktureller Ungerechtigkeit und Verantwortungszuschreibung und reflektieren deren Bedeutung für unsere eigene Lebenswelt. Ein besonderer Fokus liegt auf den Überlegungen der US-amerikanischen Philosophin Iris Marion Young, deren Arbeiten die philosophische Debatte um strukturelle Ungerechtigkeit maßgeblich geprägt haben. Gemeinsam diskutieren wir, wie ihre Theorien unser Verständnis von Ungerechtigkeit, Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel beeinflussen können.
Teilnahmevoraussetzungen: Lesen der (englischsprachigen) Texte, Aktive Teilnahme, Gruppenarbeiten, Hausarbeit
Literatur: Literatur und Unterlagen für das Seminar werden auf StudIP bereitgestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |
| 09-M52-02-24-04-29-06-14 | Unparteilichkeit und Parteilichkeit in Ethik und politischer Philosophie IIn der zeitgenössischen Ethik und politischen Philosophie gibt es zahlreiche Arbeiten, die versuchen die Kluft zwischen Unparteilichkeit und den nicht reduzierbaren (…) IIn der zeitgenössischen Ethik und politischen Philosophie gibt es zahlreiche Arbeiten, die versuchen die Kluft zwischen Unparteilichkeit und den nicht reduzierbaren subjektiven Aspekten menschlicher Erfahrung zu überbrücken. Diese subjektiven Aspekte betreffen in hohem Maße den unbedingten Wert unserer eigenen Vorhaben sowie die „besonderen“ Beziehungen, die wir zu anderen haben – wie Familie, Freunde oder Landsleute. Kurz gesagt, wir können nicht anders, als uns selbst oder denen gegenüber, die uns nahestehen, „parteiisch“ zu verhalten. Thomas Nagel stand bei diesen Bemühungen an vorderster Front und erforschte, wie wir die Anforderungen der Unparteilichkeit mit den persönlichen Bindungen, Loyalitäten und individuellen Projekten in Einklang bringen können, die unsere Perspektiven prägen. Aber auch andere wie Liam Murphy, Samuel Scheffler und Susan Wolf haben sich ausführlich mit dieser Frage befasst. Im krassen Gegensatz zu dieser Bewegung bestehen viele zeitgenössische ethische und politische Theorien, wie der Utilitarismus und der Rawls'sche Liberalismus, weiterhin auf einer unparteiischen Ethik. Trotz ihrer Unterschiede verlangen beide Ansätze von uns, dass wir bei der Entscheidung über die zentralen ethischen oder politischen Grundsätze von unseren persönlichen „Vorurteilen“ Abstand nehmen. Diese unparteiische Haltung steht im direkten Gegensatz zu den kulturellen Trends, die subjektive, gemeinschaftsbasierte Perspektiven bevorzugen und unparteiische Gründe oft als irrelevant im Hinblick auf unsere tief verwurzelten Überzeugungen abtun. Diese Form des „Subjektivismus“ legt nahe, dass die Vernunft irgendwie daran gehindert zu sein scheint, tief verwurzelte Meinungen, Gewohnheiten und gesellschaftliche Normen in Frage zu stellen, was einen rationalen Dialog zunehmend erschwert. Einige, wie Richard Rorty, sind noch weiter gegangen und fordern die Aufgabe aller Moraltheorien zugunsten pragmatischer Erzählungen, die objektive Wahrheiten gänzlich ablehnen. In dem Blockseminar werden wir uns anhand der Lektüre zentraler Texte der Debatte dem besonderen Spannungsverhältnis zwischen Parteilichkeit und Unparteilichkeit zuwenden und die verschiedenen Theorien – ob völlig unparteiisch, gemischt oder völlig parteiisch oder subjektiv – auf den Prüfstand stellen. Folgende Fragen werden das Seminar leiten: Können „Subjektivismus“ und „Parteilichkeit“ gerechtfertigt werden? Was macht ethisch vertretbare Parteilichkeit aus? Welche Bedeutung haben besondere Beziehungen für Ethik und Politik? Mit welchen Problemen haben Moraltheorien zu kämpfen, die vollständige Unparteilichkeit fordern? Was begrenzt Parteilichkeit und Unparteilichkeit? Was sind praktische Probleme und Lösungen, die es uns ermöglichen, Parteilichkeit und Unparteilichkeit miteinander in Einklang zu bringen?
Teilnahmevoraussetzungen: Bachelor
Literatur: wird nachgereicht You can find course dates and further information in Stud.IP. | Martin Hähnel |
| 09-M52-04-18 | Unsichtbare Kräfte am Werk? Soziale Strukturen als Thema der (Moral)Philosophie Alltäglich begegnen uns Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten. Verantwortung dafür wird oft nicht auf individueller Ebene, sondern auf (…) Alltäglich begegnen uns Benachteiligungen, Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten. Verantwortung dafür wird oft nicht auf individueller Ebene, sondern auf struktureller Ebene verortet. Auch viele Probleme der Gegenwart, etwa die Klimakrise oder der sogenannte Digital Divide, scheinen nicht durch individuelles Verhalten (allein) lösbar. Auch bei diesen Beispielen wird schnell auf Strukturen verwiesen, und oft werden Strukturen oder deren Resultate dabei als etwas negatives angesehen. Aber was sind eigentlich Strukturen, wie hängen diese mit individuellem Verhalten zusammen und wie können wir Strukturen (moralisch) bewerten? In moralischen Kontexten werden üblicherweise individuelle Handlungen, Handlungsfolgen oder Charaktere als gut (oder schlecht) beschrieben. Können auch Strukturen in einem moralischen Sinne als gut oder schlecht benannt werden? Oder ergibt es keinen Sinn, von Strukturen in einer moralischen Dimension zu sprechen? Im Seminar soll gemeinsam den Fragen nachgegangen werden, inwiefern soziale Strukturen Gegenstand moralischer Überlegungen sein könnten und sollten. Grundlage dafür bildet die gemeinsame Lektüre einschlägiger (englischsprachiger) Texte sowie Gruppenarbeiten und Diskussionen im Seminar.
Teilnahmevoraussetzungen: Lesen der Texte, Aktive Teilnahme, Gruppenarbeiten, Hausarbeit´
Literatur: Die Literatur für das Seminar wird auf StudIP bereitgestellt. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Regina Müller |