| 10-79-4-A4-06 | 18th Century Lyric Poetry. Applied Lyricology Gegenstand dieses Seminars im Modul A4 (Literaturgeschichte) ist die deutschsprachige Lyrik des 18. Jahrhunderts, genauer: eine entsprechende Auswahl repräsentativer (…) Gegenstand dieses Seminars im Modul A4 (Literaturgeschichte) ist die deutschsprachige Lyrik des 18. Jahrhunderts, genauer: eine entsprechende Auswahl repräsentativer (und interessanter) Gedichte von Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) über Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) und einige andere mehr bis hin zu Matthias Claudius (1740-1815) und Johann Wolfgang Goethe (1749-1832).
Das Lernziel bzw. das Erkenntnisinteresse des Seminars ist ein zweifaches: Zum einen sollen die ausgewählten Gedichte aus dem Aufklärungsjahrhundert in einen literatur-, poetologie- und ästhetikgeschichtlichen Zusammenhang gestellt werden und zum anderen sollen sie als Gegenstände der literaturwissenschaftlichen Lyrikanalyse dienen. Für das erste, historische Moment sind die Texte besonders interessant, da sich die umwälzenden Veränderungen in den Bereichen Poetologie und Ästhetik, die das 18. Jahrhundert prägen, gerade in der Lyrik besonders deutlich ausgewirkt haben. Für das zweite Moment sind die lyrischen Gedichte insbesondere wegen ihrer Formbewusstheit besonders geeignet, so dass hier auch vertieft in die Lyrikanalyse eingeführt werden kann. Dies wird auf Grundlage der neuen Theorie der "Lyrikologie" geschehen. Deshalb ist das Seminar auch im Modul A3 (Literaturtheorie und literaturwissenschaftliche Methodologie) studierbar.
Die Texte werde ich als PDF-Datei(en) in Stud.IP zur Verfügung stellen.
Das Modul A4 schließt mit einer großen Hausarbeit ab. Das Seminar ist deshalb auf diese Prüfungsform hin ausgerichtet.
Das Modul A3 sieht eine mündliche Prüfung zum Modulabschluss vor. Diese wird im Zusammenhang mit dem Seminar bei einer entsprechenden Schwerpunktsetzung – ebenfalls angeboten.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar finden Sie ab etwa Mitte März in Stud.IP. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Uwe Spörl |
| 10-79-4-A4-03 | Die Literatur der 1930er Jahre [NL] Die Literatur der 1930er Jahre Unsere Gegenwart wird immer wieder mit den 1930er Jahren verglichen. Unabhängig von der Frage, ob diese Parallelisierung wirklich (…) Die Literatur der 1930er Jahre Unsere Gegenwart wird immer wieder mit den 1930er Jahren verglichen. Unabhängig von der Frage, ob diese Parallelisierung wirklich zutreffend ist, wollen wir im Seminar untersuchen, wie (thematisch und mit welchen Verfahren) die Literatur auf das Ende der Weimarer Republik, die Bedrohung durch den Nationalsozialismus, den Weg ins Exil oder in die Innere Emigration, den Ausbruch des 2. Weltkriegs reagiert hat. Auf dem Programm könnten stehen: Thomas Mann: Mario und der Zauberer; Joseph Roth: Hiob; Erich Kästner: Der Gang vor die Hunde; Marieluise Fleißer: Mehlreisende Frieda Geier. Roman vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen (Eine Zierde für den Verein); Essays von Gottfried Benn; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit; Hermann Broch: Die Verzauberung; Friedrich Glauser: Matto regiert; Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott; Bertolt Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches; Ernst Jünger: Auf den Marmorklippen; Lyrik von Gertrud Kolmar, Mascha Kaléko, Max Herrmann-Neiße u.a. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Axel Dunker |
| 10-79-4-A4-04 | Friedrich Nietzsche: “Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik” [NL] Friedrich Nietzsche war 27 Jahre alt, als er sein ästhetisches Hauptwerk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ 1872 veröffentlichte. Dieser Text sollte zu (…) Friedrich Nietzsche war 27 Jahre alt, als er sein ästhetisches Hauptwerk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ 1872 veröffentlichte. Dieser Text sollte zu einem der wirkungsmächtigsten Kunsttheorien der Geschichte werden. Insbesondere die Gegenüberstellung eines dionysischen und eines apollinischen Prinzips hat die Kunst der Klassischen Moderne stark geprägt, aber auch Zeitgenossen wir Richard Wagner nachhaltig beeindruckt. In dem Seminar wollen wir uns den Text mit einem Close-Reading gemeinsam erschließen. Dabei wird es um Nietzsches Idealisierung der Antike ebenso gehen wie um seine in engerem Sinne dramatischen und musiktheatralischen Vorstellungen sowie um die im Buch verhandelten kulturphilosophischen und ästhetischen Ideen. Bitte besorgen Sie sich den ersten Band der Kritischen Studienausgabe (KSA): Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Tragödie, Unzeitgemäße Betrachtungen I–IV, Nachgelassene Schriften 1870–1873. Kritische Studienausgabe Bd. 1. Hg. v. Giorgio Colli und Mazzino Montinari. München: dtv 1988 u.ö. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Prof. Dr. Christian Kirchmeier |
| 10-79-4-A4-08 | Goethe in Weimar (als Block mit Exkursion) [NL] Blockseminar mit Exkursion nach Weimar (Exkursion vom 22.-24.05.2025) Goethe zieht 1775 auf die Einladung des Herzogs Carl August nach Weimar und wohnt dort bis zu seinem Tod 1832. Hier entstehen bedeutende Dramen, Gedichte, Erzählungen (…) Goethe zieht 1775 auf die Einladung des Herzogs Carl August nach Weimar und wohnt dort bis zu seinem Tod 1832. Hier entstehen bedeutende Dramen, Gedichte, Erzählungen und Romane, zugleich Schriften zu naturwissenschaftlichen und poetologischen Fragen sowie umfangreiche autobiografische Abhandlungen. Mit seiner Reise nach Weimar vollzieht sich auch eine Veränderung im Schreiben Goethes: der Übergang von einer Sturm und Drang-Ästhetik hin zu dem, was gemeinhin ‚klassisch‘ genannt wird. Die Auseinandersetzung mit der griechisch-römischen Antike ist hierfür genauso wichtig wie die Zusammenarbeit mit dem unweit von Weimar in Jena lebenden Friedrich Schiller, der 1799 ebenfalls nach Weimar zieht.
Einige der Aspekte dieser Zusammenhänge wollen wir in unserem Seminar behandeln, das mit einer Exkursion nach Weimar vom 22.-24.05.2025 verbunden ist. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Urania Julia Milevski Dr. Hauke Harm Kuhlmann |
| 10-79-4-A4-09 | Gegenstand dieses Seminars im Modul A4 (Literaturgeschichte) ist der historische Roman, von seinen Anfängen als Gattung im frühen 19. Jahrhundert bis heute.
Die Gattung (…) Gegenstand dieses Seminars im Modul A4 (Literaturgeschichte) ist der historische Roman, von seinen Anfängen als Gattung im frühen 19. Jahrhundert bis heute.
Die Gattung historischer Roman ist in verschiedenen Hinsichten besonders interessant. Mindestens drei dieser Hinsichten sollen in unserem Seminar thematisiert werden: (1) Historische Romane haben (natürlich!) ein besonderes Verhältnis zur Geschichte und zur Geschichtsschreibung bzw. Geschichtswissenschaft. Sie sind in gewisser Weise von der Geschichtswissenschaft abhängig, treten gelegentlich aber auch als Konkurrenten zu dieser auf, etwa bei der Deutung von Geschichte. (2) Die Gattung historischer Roman verändert sich im Verlauf ihrer Gattungsgeschichte recht stark, nimmt immer wieder neue Funktionen und Ausrichtungen an. (3) Der historische Roman genießt bei einem akademisch gebildeten Publikum und in der Literaturwissenschaft nicht die größte Anerkennung, beim Publikum erfreuen sich die Gattung und einzelne ihrer Romane aber meist sehr großer Beliebtheit.
Wir werden im Laufe des Semesters fünf historische Romane (aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert) gemeinsam lesen (analysieren, diskutieren, einordnen und interpretieren). Die Auswahl unserer konkreten Textgegenstände mache ich auf der Grundlage der drei eben genannten Schwerpunkte zum einen und der günstigen Verfügbarkeit der Roman zum anderen.
Das Modul A4 schließt mit einer großen Hausarbeit ab. Das Seminar ist deshalb auf diese Prüfungsform hin ausgerichtet.
Einen konkreten Plan für dieses Seminar (einschließlich der konkreten Lektüreliste) finden Sie ab etwa Mitte März in Stud.IP. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Uwe Spörl |
| 10-79-4-A4-01 | Rainald Goetz und die Verarbeitung der Zeitgeschichte vom Punk bis zur New Economy [NL] Rainald Goetz Werk ist ebenso vielseitig und schillernd wie seine Person. Goetz promovierte sowohl in der alten Geschichte mit einer Arbeit über das Umfeld des (…) Rainald Goetz Werk ist ebenso vielseitig und schillernd wie seine Person. Goetz promovierte sowohl in der alten Geschichte mit einer Arbeit über das Umfeld des spätrömischen Kaisers Domitian als auch in der Medizin mit einer Arbeit über Jugendpsychiatrie. Sein Frühwerk ist sehr provokativ angelegt und löste u.a. beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb einen Skandal aus. Goetz selbst unterscheidet sechs Werkphasen, die sich über die Punkliteratur, die Popliteratur bis zur Kapitalismuskritik in der gegenwärtigen Phase erstrecken. Alle Texte verbinden mindestens drei Eigenschaften, sie setzen sich kritisch mit der Aktualität der Bundesrepublik auseinander, sie sind nicht an eine Textsorte gebunden und sie arbeiten oftmals radikal, d.h. sie gehen an die Wurzeln. Zu seinem Werk zählen verschiedene Prosaformate, Essays, Gedichte und auch einige intermediale Projekte. Darunter finden sich Arbeiten zur deutschen Vereinigung und zum 11. September. Das Seminar soll seinen Schwerpunkt auf die Verarbeitung historischer und zeithistorischer Ereignisse legen. In seiner frühen Phase setzt sich Goetz mit dem Thema Krieg im gleichnamigen Text auseinander, seine Erfahrungen während des deutschen Herbstes 1977 setzt er mit dem Thema seiner Dissertation zum späten Rom im autobiographischen Roman „Kontrolliert“ in Beziehung. Goetz begriff sich als Teil der Rave-Kultur und schilderte sie in der teilnehmenden Beobachtung und in einer Reihe von Arbeiten mit Künstlerinnen und Künstlern in dieser Epoche der Jahrtausendwende. Seine Position begreift sich durchweg als kritisch, obwohl dabei die Gegenstände wechseln. In der Pop-Phase ergreift er mit der Pop-Literatur Partei für die Kommerzialisierung der Kunst, in seiner bisher letzten Werkphase mit dem Titel „Schlucht“ setzt er sich kritisch und mit eher konventionellen Literaturkonzeptionen mit der ‚new economy’ auseinander. Gemeinsam wollen wir Ausschnitte aus allen Werkphasen und allen Textsorten, die Goetz nutzt, lesen und sie auf die Arbeit an der Geschichte, darunter späte römische Kaiserzeit, deutscher Herbst 1977 und Grenzöffnung 1989, und Zeitgeschichte hin diskutieren. Außerdem soll auch der jeweilige literaturgeschichtliche Ort der Texte in die Analyse einfließen, darunter, Punk, Pop und Ökonomiekritik.
Gelesen werden sollen u.a. folgende Texte von Rainald Goetz: Irre, Krieg, Kontrolliert, Celebration, Abfall für alle, 11. September 2010 und Johann Holtrop. You can find course dates and further information in Stud.IP. | PD Dr. Martin Schierbaum |
| 10-79-4-A4-07 | Reiseliteratur im 18. Jahrhundert [NL] Reiseliteratur wurde im 18. Jahrhundert breit rezipiert; kam hier doch der Anspruch der Aufklärung auf eine bessere Kenntnis der Welt in ausgezeichneter Weise zum (…) Reiseliteratur wurde im 18. Jahrhundert breit rezipiert; kam hier doch der Anspruch der Aufklärung auf eine bessere Kenntnis der Welt in ausgezeichneter Weise zum Ausdruck. Das betrifft den Erwerb und die Vermittlung von Wissen durch Reiseberichte sowie den durch Reisen ermöglichten Austausch zwischen verschiedenen Ländern. Über den inter- und transkulturellen Wissenserwerb hinaus bot die Fremderfahrung auf Reisen die Möglichkeit einer Reflexion der eigenen Kultur, wovon u.a. die Satire der Aufklärung reichen Gebrauch machte. Mit dem Schreiben über Reisen verband sich schließlich die Frage nach der Verschriftlichung von Erfahrung und den unterschiedlichen Modi menschlicher Welterfahrung generell – Reiseliteratur ist so immer auch ein Medium der Selbstverortung und kann damit ebenso auf den Wandel von Subjektivitätskonzepten im 18. Jahrhundert wie auf die problematische Positionierung Europas im Verhältnis zur außereuropäischen Welt bezogen werden. Im Seminar werden wir unterschiedliche Formen fiktionaler und nicht-fiktionaler Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts in den Blick nehmen; nach den jeweiligen Poetiken des Reiseschreibens und damit nach den Besonderheiten von Reiseliteratur überhaupt fragen; die Formen des Kulturkontakts ansehen; und nicht zuletzt auch etwas über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Reisens in einer Zeit erfahren, in der Reisen noch nicht ganz so selbstverständlich war wie heute. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Jan Gerstner |
| 10-79-4-A4-02 | Zeitschriftenliteratur [NL] Seit den 1830er Jahren erscheinen literarische Texte zunehmend im Vorabdruck in Zeitschriften. Von Beginn an ist Literatur darum in die entstehende Populär- und (…) Seit den 1830er Jahren erscheinen literarische Texte zunehmend im Vorabdruck in Zeitschriften. Von Beginn an ist Literatur darum in die entstehende Populär- und Massenkultur eingebettet. Dabei stellt die Zeitschrift als neues Massenmedium die Produktion, Distribution und Rezeption von literarischen Texten unter neue Vorzeichen. Zum Beispiel erhalten sie fortan eine serielle und offene Struktur. Das Seminar wird die Literatur des Realismus (ca. 1830–1900) als wichtigen Bestandteil dieses neuartigen massenmedialen Kommunikationssystems analysieren. Zudem stellt es die Frage nach dem medialen Kontext literarischer Produktion. Welchen Beitrag leisten die Zeitschriften zur Popularisierung von Literatur? Welche Rezeptionsweisen ermöglicht oder provoziert der Medienverbund Zeitschrift? Welche Beziehungen gibt es zwischen dem literarischen Text und den anderen Elementen der Zeitschriften, wie wird etwa das Verhältnis von Texten und Bildern reguliert? Das Seminar wird anhand dieser Leitfragen einen neuen Blick auf Klassiker der Literaturgeschichte wie Theodor Fontane oder Wilhelm Raabe werfen. Im Fokus auf die medialen Bedingungen literarischer Texte und ihre materielle Erscheinungsform stellt es die grundlegende Frage nach der Genese poetischer Formen und ihren spezifischen Gebrauchszusammenhängen. You can find course dates and further information in Stud.IP. | Dr. Jasper Schagerl |