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Finanzielles

Mutterschaftsgeld

Während des Mutterschutzes erhalten Sie weiterhin ein Entgelt in Höhe des Nettoeinkommens der letzten drei Kalendermonate. Dieses setzt sich zusammen zum einen aus dem Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkasse. Bei Privat Versicherten erfolgt die Zahlung über das Bundesversicherungsamt in Bonn (BVA). Zum anderen zahlt die Universität in beiden Fällen einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, so dass es während des Mutterschutzes zu keiner Kürzung des Nettoeinkommens kommt. Die Zahlung des Mutterschaftsgeldes muss bei der jeweiligen Krankenkasse bzw. beim Bundesversicherungsamt (Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn) beantragt werden, die Zahlung durch die Performa Nord erfolgt automatisch, sofern die Schwangerschaft rechtzeitig im Personaldezernat angezeigt worden ist.
Das Mutterschaftsgeld kann frühestens 7 Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragt werden, da hierfür eine spezielle ärztliche Bescheinigung notwendig ist, die erst zu diesem Zeitpunkt ausgestellt werden darf.

Bei einem Mutterschutz während einer laufenden Elternzeit besteht lediglich ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse oder die BVA, es besteht kein Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss (außer bei einer Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit).

Beamtinnen erhalten während des Mutterschutzes weiterhin ihre Dienstbezüge. Fällt der Mutterschutz der Beamtin in eine Elternzeit, wird während des Mutterschutzes ein Zuschuss in Höhe von 13,- € je Kalendertag gezahlt, sofern die Beamtin nicht teilzeitbeschäftigt ist. Überschreiten die Dienstbezüge die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung, ist der Zuschuss auf insgesamt 210,- € begrenzt.

Stand: 11/2012
Angaben ohne Gewähr

ElterngeldPlus

Elterngeld wird in der Regel für einen Zeitraum von 12 Monaten gezahlt und beträgt mindestens 67 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate. Bei Alleinerziehenden erhöht sich dieser Zeitraum auf 14 Monate. In Partnerschaften ist es ebenfalls möglich, 14 Monate Elterngeld zu beziehen, allerdings muss dieser Zeitraum auf beide Eltern gesplittet werden. Die minimale Bezugsdauer beträgt hierbei zwei Monate, die maximale 12. Das Elterngeld beträgt mindestens 300 € und maximal 1.800 € netto. Die genaue Höhe des Elterngeldes können Sie über den Elterngeldrechner des BMFSFJ errechnen. Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld um 300 € je Kind.
Staatsangehörige der EU und der Schweiz haben dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind. Andere Ausländerinnen und Ausländer mit einer befristeten Arbeitserlaubnis oder einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung, wie z.B. der Promotion, erhalten kein Elterngeld.
Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten. Das Elterngeld wird in diesem Fall um 10 %, mindestens aber um 75 € im Monat erhöht. Dieser Anspruch besteht, bis das älteste Kind drei Jahre alt ist bzw. bei mehr als zwei Kindern, wenn mindestens zwei Kinder das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Mit dem 2015 eingeführten ElterngeldPlus bietet sich Eltern die Möglichkeit eines Partenschaftsbonus und einer flexibleren Möglichkeit der Elternzeit. Außerdem wird die frühe Teilzeitbeschäftigung junger Eltern dahingehend gefördert, dass das Elterngeld länger bezogen werden kann. Die Neuregelungen des ElterngeldPlus gelten für alle Geburten ab dem 01.07.2015. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten zum ElterngeldPlus des BMFSJF und in dieser Broschüre des Bundesministeriums (PDF).
Das Mutterschaftsgeld einschließlich des Arbeitgeberzuschusses wird auf das Elterngeld voll angerechnet. Die Zeit, für die Elterngeld ausgezahlt wird, verkürzt sich also um die Zeit, in der die Mutter anzurechnende Mutterschutzleistungen bekommt. Gleiches gilt auch für die Beamtinnen.
Das Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 €, das privat versicherte Mütter erhalten, wird nicht auf das Elterngeld angerechnet. Hier verkürzt sich die Bezugsdauer also nicht.
Eine Teilzeitbeschäftigung wird ebenfalls auf das Elterngeld angerechnet, die Höhe des Elterngeldes reduziert sich also entsprechend. In diesem Fall werden dann 67 % der Differenz zwischen dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt und dem voraussichtlich durchschnittlich erzielten Nettoeinkommen nach der Geburt gezahlt. Das Elterngeld wird bei der Erziehungsgeldstelle beantragt. In Bremen ist dies das Amt für Soziale Dienste, Erziehungsgeldstelle, Bahnhofsplatz 29, 28195 Bremen.

Elterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden. Ein Elternteil kann höchstens für 12 Monate Elterngeld beantragen. Sofern auch der andere Elternteil für zwei Monate nicht mehr als 30 Stunden erwerbstätig ist, können noch zwei weitere Partnermonate als Bonus in Anspruch genommen werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Partnermonate für zwei Lebensmonate des Kindes, nicht für Kalendermonate genommen werden. Entscheidend ist hier also das Geburtsdatum des Kindes.
Es besteht auch die Möglichkeit, die Bezugsdauer des Elterngeldes auf das doppelte auszudehnen. Es wird dann lediglich der halbe Elterngeldsatz gezahlt. Dies kann jedoch nur für Monate erfolgen, in denen kein Mutterschaftsgeld bzw. bei Beamtinnen keine Dienstbezüge gezahlt wurden.
Das Elterngeld kann auch, bis auf die zwei Partnermonate, gemeinsam von beiden Elternteilen in Anspruch genommen werden, in diesem Fall reduziert sich die Bezugsfrist entsprechend.

Das Elterngeld ist grundsätzlich nicht sozialversicherungspflichtig. Pflichtversicherte, die außer dem Elterngeld keine weiteren Einkünfte haben, müssen in dieser Zeit keine Beiträge zu Krankenversicherung bezahlen. Freiwillig gesetzlich Versicherte müssen grundsätzlich weiterhin wenigstens den Mindestbeitrag zahlen. Privat Versicherte müssen ihre Beiträge zur Krankenkasse entsprechend der Versicherungsbedingungen der jeweiligen Krankenkasse weiter zahlen. Nähere Auskünfte hierzu erteilen die jeweiligen Krankenkassen.

Stand: 04/2015
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Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld wird grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes in Höhe von 184 € monatlich, bzw. bei mehr als zwei Kindern für das dritte Kind in Höhe von 190 € und für das vierte und weitere Kinder in Höhe von 215 € gezahlt.
Eine Weiterzahlung über das 18. Lebensjahr hinaus kommt nur dann in Betracht, wenn sich das Kind z.B. in einer Schul- bzw. Berufsausbildung befindet oder einem Studium nachgeht.
Voraussetzung ist, dass die Kinder ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraumes haben.

Das Kindergeld wird bei der Performa Nord, Landesfamilienkasse, Schillerstraße 1, 28195 Bremen beantragt.

Alternativ zum Kindergeld kann ein steuerlicher Freibetrag in Höhe von 3.504 € (2.184 € für das Existenzminimum des Kindes und 1.320 € für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf) je Kind geltend gemacht werden.
Bei Ehepaaren, die zusammen veranlagt werden, verdoppelt sich dieser Freibetrag, wenn das Kind zu beiden Partnern in einem Kindschaftsverhältnis steht. Das Finanzamt führt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung eine Vergleichsberechnung durch und ermittelt so, welche Variante für die Familie am besten ist.

Stand: 11/2012
Angaben ohne Gewähr

Beihilfe

Der Beihilfeanspruch der Beamtinnen und Beamten, denen der Familienzuschlag zusteht, erhöht sich je Kind um 5 %, maximal jedoch auf 70 %. Auch die Kinder haben einen entsprechenden Beihilfeanspruch.
Der Beihilfeanspruch besteht auch während des Mutterschutzes und während der Elternzeit. Beamtinnen und Beamten werden zudem die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bis zu monatlich 31,- € erstattet, sofern die Dienstbezüge vor Beginn der Elternzeit die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschritten haben. Der Antrag ist formlos bei der Performa Nord zu stellen.

Auf Antrag werden die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung bei Beamtinnen und Beamten bis einschließlich der Besoldungsgruppe A 8 voll erstattet, sofern beihilfekonforme Regelungen vereinbart wurden. Wurde z.B. mit der privaten Krankenkasse zusätzlich vereinbart, dass auch die Kosten für eine Chefarztbehandlung oder ein Einbettzimmer übernommen werden, würde dieser zusätzliche Krankenkassenbeitrag nicht erstattet, da es sich nicht um eine beihilfekonforme Regelung handelt. Der Erstattungsbetrag wird in diesem Fall entsprechend gekürzt. Der Antrag ist ebenfalls bei der Performa Nord im Sachgebiet A 2 formlos zu beantragen. Dem Antrag sind der Bescheid der Erziehungsgeldstelle über die Bewilligung des Elterngeldes und die Bescheinigung der privaten Krankenkasse über den bestehenden Versicherungsschutz und die Höhe des Versicherungsbeitrages beizufügen. Während der Elternzeit wird die Beitragserstattung weitergezahlt, so lange die Beamtin oder der Beamte nicht oder mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit während der Elternzeit beschäftigt ist. Diese Regelungen gelten auch entsprechend für freiwillig gesetzlich Versicherte und für angenommene Kinder.

 

Stand: 12/2017
Angaben ohne Gewähr

Kinderzuschläge für Promotions- und PostDoktorandInnenstipendien

Bei der Vergabe der zentralen Forschungskommission von Promotions- und Postdoktorandenstipendien können Kinderzuschläge beantragt werden. Die Formulare finden Sie auf den Seiten der Zentralen Forschungsförderung.

Stand: 11/2012
Angaben ohne Gewähr

Geringverdienende

Für alle Beschäftigten mit niedrigem Einkommen oder halber Stelle lohnt sich der Klick auf die Seiten der Studierenden mit Kindern, Rubrik "Finanzielles".