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Neues aus der Comicforschung

Myriam Macé diskutiert in der Closure #11 Farbgestaltungen von "Enderfahrungen" in BD über das Attentat auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015.

Die 11. Ausgabe der Closure, dem Kieler Journal für Comicforschung, widmet sich dem Thema »The End is Here«.

"Mit großer Freude präsentieren wir die elfte Ausgabe von CLOSURE Kieler Journal für Comicforschung. Aufmerksamen Leser_innen wird nicht entgangen sein, dass wir uns vom kleinen ›e‹ des ›e-Journals‹ in unserem Titel verabschiedet haben – schließlich passt es thematisch perfekt zu dieser Ausgabe, wenn selbst im Journalnamen ein kleines Ende stattfindet. Diese besondere Edition war eigentlich schon für eine Publikation 2024 vorgesehen gewesen und hätte damit punktgenau das zehnjährige Jubiläum unseres Journals markiert. Nun haben wir diese Wegmarke bereits passiert und freuen uns, dass es uns immer noch gibt! Mit dem Thema »The End is Here« haben wir uns auch für ein Gegenstück zu unserer Ausgabe von 2017 über »Anfänge« im Comic entschieden und wenden den Blick nun entsprechenden Untersuchungen zu.

Die Idee eines Endpunktes in Bezug auf Comics mag zunächst paradox erscheinen. Schließlich erlebt das Medium in den letzten Jahrzehnten eine erstaunliche Renaissance, sowohl in seiner Vielfalt als auch in seiner kulturellen Bedeutung. Dennoch gibt es zahlreiche Brüche und Transformationen, die uns veranlasst haben, die Frage nach Endpunkten innerhalb der Tradition der Bildgeschichte zu untersuchen, die uns seit dem 19. Jahrhundert begleitet.

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Nach dem Attentat auf Charlie Hebdo finden die überlebenden Zeichner_innen Luz, Meurisse und Coco in ihren autobiografischen Comics eigene visuelle Sprachen für das Trauma und ihre ›Enderfahrungen‹. Während in Luz' minimalistischer Farbgebung das intensive Rot zwischen Leben und Tod changiert, sucht Meurisse ihre verlorene Leichtigkeit in der farbenfrohen Schönheit der Kunst. Cocos komplexes Farbsystem kodiert ihre traumatischen Emotionszustände und zeigt, wie sie mit dem lähmenden Blau der Überwältigung und dem panischen Rot der Todesangst ringt. Myriam Macé untersucht ihrem Beitrag diese einzigartigen Farbmetaphern, die das scheinbar Unsagbare sichtbar machen und heilsame Ausdrucksräume für die Überlebenden des Endes einer Ära schaffen."

Closure #11, Über diese Ausgabe

Hier geht es zum Artikel "Panisches Rot, lähmendes Blau: Trauma in Farbe? Farbeinsatz in bandes dessinées über das Attentat auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015" von Myriam Macé.

Bonne lecture !

Cover des Journals