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Archiv

Semesterauftaktveranstaltungen

Trauer um Jörg Holkenbrink

Am Freitag, 3. April ist Jörg Holkenbrink nach schwerer Krankheit, trotzdem aber für alle unerwartet, verstorben. Wenige Tage vor seinem Tod hatte er sich noch zu Gesprächen über ein neues Forschungsvorhaben verabredet.

Wir trauern mit allen, die ihm nahestanden.

Der TnL verliert mit Jörg Holkenbrink einen immer gesprächsbereiten, diskussionsfreudigen Gesprächspartner, Lehrenden und Bildungsforscher. Seine weite Belesenheit, sein immer neugieriges Fragen, seine tiefe Intellektualität erlaubten es ihm, sich zwischen den Disziplinen hin und her zu bewegen und hinter den Differenzen die Berührungspunkte auszuloten. Damit hat er auch unseren Studiengang, insbesondere im Bereich Theater und Performativität, mitgeprägt. Kunst, Theater und Kreativität, so lautete eines seiner Credos, sind spezifische Modi von Forschung und keinesfalls Gegensätze. Seiner Offenheit nicht nur für alle wissenschaftlichen Fragen und das weite Feld der kulturwissenschaftlichen Theorien, sondern auch und insbesondere für Studierende und Kolleg*innen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzten, verdanken wir viele Impulse. Jörg Holkenbrink hat die Neugier und den Mut, auch jenseits ausgetretener Pfade zu denken und zu forschen vorgelebt. Wie kaum ein Kollege hat er das Gespräch gesucht, regelmäßige Treffen, meist bei einem Essen und Wein, waren ihm wichtig und werden bei uns allen unvergessen bleiben, ebenso wie sein ganz besonderer Humor … und sein schwarzer Hut, die langen Mäntel.

Im Methodischen streng, war es ihm zugleich ein großes Anliegen, dass Studierende ihren eigenen Weg suchten. Dabei hat er alle mit seinen weiten Kenntnissen und großer Sensibilität unterstützt.

Als Intellektueller und Hochschullehrer hat er die Gründungszeit der Uni Bremen und deren Reformansätze in Praxis umgesetzt und weitergedacht. Von dieser Erfahrung geprägt, hat er manche Erscheinung der Universität heute kritisch gesehen.

Als Freund war Jörg Holkenbrink von großer menschlicher Wärme, immer zugewandt, ein sensibler und geduldiger Zuhörer, mit einem schier unerschöpflichen Vorrat an Anekdoten.

Er wird uns sehr fehlen. Wir trauern mit seiner Familie, mit den Mitgliedern und Freunden des Theaters der Versammlung und des Zentrums für Performance Studies.

Elisabeth Arend, 5.4.2020

Workshop zur Reflexion zeitgemäßer literaturwissenschaftlicher Lehre am 01. und 02. Juni im Teerhof:

Einladung zum Studierendenabend von 2017

Filmpremiere Freitag, den 03.02.17 im Kukoon

Transport, Begegnung, Selbstverwirklichung oder auch einfach Leben: Die Bedeutungsdimensionen der Straße sind vielfältig. Zwei dokumentarische Kurzfilme von Studierenden des Masterprogramms Transnationale Literaturwissenschaft: Literatur, Theater, Film der Uni Bremen lassen den Protagonisten Straße zwei einzigartige Geschichten erzählen.

+++ KOPFSTEINGEFLÜSTER +++
Kopfstein, Asphalt, Straße. Auf dem Fundament der Stadt entsteht etwas Neues und Außergewöhnliches, das nur einmal genau so stattfinden wird. KopfsteinGeflüster begleitet die Mitglieder des Performance-Projekts Tape Riot, die mithilfe von Tanz, Tape und Sound ein anderes Licht auf den Alltag der Stadt werfen.

+++ AUF KURS IM VIERTEL +++
Unser aller Leben findet auf der Straße statt. Für jemanden wie Hardy, den Protagonisten der Kurzdokumentation Auf Kurs im Viertel, bedeutet Straße jedoch mehr. Der zum Käpt’n getaufte Flaschensammler und Überlebenskünstler berichtet in der Doku von den vielfältigen Nutzungsformen der Straße und mit welchen Konflikten er dabei konfrontiert wird.

ZWEITER WORKSHOP ZUM ÜBERSETZEN im Rahmen des Literaturfestivals globale°

Mo. 13.11. 11:00 – 15:30 Uhr im Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Übersetzungsvorgänge sind in vielerlei Formen in unsere Alltagshandlungen und -situationen eingebunden. Von dieser Überlegung aus sollen in diesem Workshop zwei besondere Formen des Übersetzens ausgelotet werden. Sie sind eher an den Rändern übersetzerischer Praxis angesiedelt, aber keineswegs marginal. Zwei unterschiedliche, durch angesehene Drittmittelgeber geförderte Projekte und eine weitere Initiative werden hier vorgestellt: In handverlesen  präsentiert globale° das Übersetzen von Gedichten in Gebärdensprache. Die „Weltsprache der Poesie“ äußert sich nicht allein in Worten, sondern auch in Gebärden. Komplexe Übersetzensprozesse zwischen diesen beiden Ausdrucksformen werden erläutert und in Form gebärdeter Gedichte vorgeführt. Katharina Mevissen und Franziska Winkler haben dieses Projekt aus der Taufe gehoben und gestalten den ersten Teil des Workshops. Auch im zweiten Teil dieses Workshops geht es um Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation durch Übersetzen. Mit Weiter Schreiben wird eine Initiative vorgestellt, die Schreib-Tandems von Geflüchteten und deutsch schreibenden Journalist*innen bzw. Autor*innen bildet, um den in Deutschland angekommenen Menschen den literarischen Ausdruck in der für sie noch neuen Sprache zu erleichtern.Eingeladen ist die junge aus Syrien stammende Autorin Noor Kanj, die mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland kam und mit der Berliner Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Autorin  Tanja Dückers zusammen arbeitet, die den deutschsprachigen Part des Schreib-Tandems darstellt. Ein weiteres eingeladenes Team besteht aus David Majed, der lange in Stuttgart gelebt hat und seit 2005 für verschiedene Institutionen als Entwicklungshelfer tätig ist sowie der deutschen Autorin Tanja Langer, die zusammen mit Majed den Roman „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ realisiert hat. Beide bauen zusammen Brücken zwischen den Kulturen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Reihe „Meet your neighbours“ statt.

Moderation: Elisabeth Arend

In Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und dem FZHB

***Workshop am 08.11.2016: Literatur übersetzen – Kulturen übersetzen***

Bitte klicken Sie hier für das ausführliche Programm

AM SEIDENEN FADEN – Performance / Theater der Versammlung

Was hat das Leben mit dem Tod zu tun?

Das Leben als letzte Gelegenheit? Gibt es ein mediales Weiterleben? Und wären wir gerne so unsterblich wie unsere digitalen Spuren? Das Theater der Versammlung zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst untersucht diese Fragestellung mit den Mitteln der Performance. Gezeigt wird ein work-in-progress voller Unterbrechungen, Abbrüche und Poesie. Drei Schicksalsgöttinnen, die „beschwipsten Schwestern“, verknüpfen und zerschneiden unsere Lebensmuster zu einer Gedenkperformance an unsere Endlichkeit. Die Performance entsteht in Zusammenarbeit mit dem trauerraum Bremen. Sie wird gemeinsam mit dem Publikum von Aufführung zu Aufführung weiterentwickelt.

Die nächsten Termine:

Im Rahmen der Bremer Hospiztage 2016: 15.10. 2016 / 19 Uhr & 16.10. 2016 / 19 Uhr

Im November: 02.11. 2016, 19 Uhr //  03.11. 2016, 19 Uhr //  05.11. 2016, 19 Uhr //  06.11. 2016, 17 Uhr // 18.11. 2016, 19 Uhr //  19.11. 2016, 19 Uhr & 20.11. 2016, 17 Uhr

UKB: 15 EUR  (8 EUR) // Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung unter tdvart@uni-bremen.de