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Transnationale Mobilität in Schulen

ProjektleitungYasemin Karakaşoğlu, Dita Vogel
BearbeitungTorben Dittmer, Matthias Linnemann, Dita Vogel
FinanzierungBundesministerium für Bildung und Forschung, "Migration und gesellschaftlicher Wandel"
Laufzeit2/2018 bis 04/2021
KooperationspartnerGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) | Freudenberg Stiftung
Transnationale Mobilität in Schulen

Immer mehr Schülerinnen und Schüler machen im Laufe ihrer Bildungsbiographie Erfahrungen in mehr als einem Land. Grenzüberschreitende Biographien sind vielfältig: Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche werden in die Schule aufgenommen. Andere verlassen die Schule wieder oder verbringen einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland. Das kann geplant sein – wie im Fall eines Auslandsjahres oder der gemeinsamen Auswanderung mit der Familie; es kann eine Reaktion auf plötzliche Mobilitätserfordernisse wie die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger sein; oder es kann dadurch bedingt sein, dass der Staat kein Bleiberecht gewährt.

Was geschieht in Schulen in solchen Situationen, und was halten schulische Akteure für den bestmöglichen Umgang? Diese Frage stellt das Forschungs- und Entwicklungsprojekt TraMiS an der Universität Bremen. Im Austausch mit engagierten Schulen im In- und Ausland wurden Handlungsmöglichkeiten in unterschiedlichen schulischen und politischen Kontexten diskutiert, dokumentiert und weiterentwickelt. Für die Weiterentwicklung leitend ist der Grundsatz der Inklusion im Sinne einer Berücksichtigung der Bedarfe aller Schüler und Schülerinnen mit und ohne Auslandserfahrungen sowie die Akzeptanz von Transnationalität, von Schulwechseln und Bindungen in mehrere Länder.

  • In Zusammenarbeit mit 12 engagierten Schulen in Deutschland wurden anhand von Fallgeschichten institutionelle Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert werden, um die Bildungsbedarfe aller Schülerinnen und Schüler in Schulen mit (potentiell oder zwangsläufig) mobilen Minderjährigen angemessen zu berücksichtigen.
  • Fallstudien in den USA, Kanada, Italien und Schweden zeigten exemplarisch innovative Alternativen in anderen Bildungssystemen auf.
  • Darüber hinaus wurden im Projekt zentrale Studien und Debatten in Deutschland seit den 1950er Jahren unter einer neuen Perspektive auf institutionellen Wandel im Feld Schule durch Migration aufgearbeitet
  • In der Schlussphase des Projekts werden Impulse für Bildungspolitik und Schulentwicklung erarbeitet, die in unterschiedlichen Textformaten, illustrierten Handouts und Comics kommuniziert werden. Der Vorschlag, dass es einen Rechtsanspruch auf Prüfungen in allen Sprachen geben sollte, um die Benachteiligung mehrsprachig aufgewachsener Schüler*innen zu verringern, ist im Rat für Migration aus unterschiedlichen Fachperspektiven debattiert worden.

Die Hauptergebnisse sind in der Arbeitspapierreihe des Projekts veröffentlicht.

News

Yasemin Karakaşoğlu spricht im Podcast des WDR5 "Schule trennt & Mehr Politik im Privat TV - Meinungsmagazin" mit Morten Kansteiner darüber, wie Corona die soziale Kluft in Schulen vergrößert. Das Gespräch finden Sie hier. Der gesamte Podcast kann hier gefunden werden.

Betül Yarar wird - gemeinsam mit anderen Wissenschaftler*innen - am 09.04.21 im Rahmen der Tagung "Troubling Gender: New Turbulences in the Politics of Gender in Europe" am "Round Table: Gender Politics in Europe" teilnehmen.

Die Sprechstunden der Mitglieder des Arbeitsbereichs Interkulturelle Bildung finden aufgrund des Coronavirus bis auf Weiteres nicht an der Universität statt, bitte senden Sie Ihre Anfragen per Mail an die entsprechenden Mitarbeiter*innen.