Zum Hauptinhalt springen

Transnationale Mobilität in Schulen

ProjektleitungYasemin Karakaşoğlu, Dita Vogel
BearbeitungTorben Dittmer, Matthias Linnemann, Dita Vogel
FinanzierungBundesministerium für Bildung und Forschung, "Migration und gesellschaftlicher Wandel"
Laufzeit2/2018 bis 1/2021
KooperationspartnerGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) | Freudenberg Stiftung
Transnationale Mobilität in Schulen

Immer mehr Schülerinnen und Schüler machen im Laufe ihrer Bildungsbiographie Erfahrungen in mehr als einem Land. Grenzüberschreitende Biographien sind vielfältig: Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche werden in die Schule aufgenommen. Andere verlassen die Schule wieder oder verbringen einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland. Das kann geplant sein – wie im Fall eines Auslandsjahres oder der gemeinsamen Auswanderung mit der Familie; es kann eine Reaktion auf plötzliche Mobilitätserfordernisse wie die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger sein; oder es kann dadurch bedingt sein, dass der Staat kein Bleiberecht gewährt.

Was geschieht in Schulen in solchen Situationen, und was halten schulische Akteure für den bestmöglichen Umgang? Diese Frage stellt das Forschungs- und Entwicklungsprojekt TraMiS an der Universität Bremen. Im Austausch mit engagierten Schulen im In- und Ausland werden Handlungsmöglichkeiten in unterschiedlichen schulischen und politischen Kontexten diskutiert, dokumentiert und weiterentwickelt. Für die Weiterentwicklung leitend ist der Grundsatz der Inklusion im Sinne einer Berücksichtigung der Bedarfe aller Schüler und Schülerinnen mit und ohne Auslandserfahrungen sowie die Akzeptanz von Transnationalität, von Schulwechseln und Bindungen in mehrere Länder.

  • In Zusammenarbeit mit 12 engagierten Schulen in Deutschland sollen anhand von Fallgeschichten institutionelle Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert werden, um die Bildungsbedarfe aller Schülerinnen und Schüler in Schulen mit (potentiell oder zwangsläufig) mobilen Minderjährigen angemessen zu berücksichtigen.
  • Fallstudien in den USA, Kanada, Italien und Schweden zeigen exemplarisch innovative Alternativen in anderen Bildungssystemen auf.
  • Darüber hinaus arbeitet das Projekt zentrale Studien und Debatten in Deutschland seit den 1950er Jahren unter einer neuen Perspektive auf institutionellen Wandel im Feld Schule durch Migration auf.
  • Schließlich wird eine zielgruppengerechte Kommunikation der Ergebnisse auf allen Ebenen angestrebt – für die teilnehmenden Schulen und die Schulpolitik sowie für die pädagogische Praxis und wissenschaftliche Debatte.

 Mehr Informationen

News

Corona und Bildungs(un)gerechtigkeit:

Yasemin Karakaşoğlu unterschreibt als eine der Erstunterzeichner*innen den Offenen Brief des Deutschen Schulportals an die KMK. In diesem Brief fordern 42 Bildungsexpert*innen, Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen bei der Schuleröffnung vorrangig zu berücksichtigen.

Im Rahmen der Dokumentation "Herausforderungen und Chancen von Zuwanderung an Bremer Schulen" veröffentlichten Dita Vogel und Marguerite Lukes (Deutschlernen auf dem Weg zum Abitur) sowie Katja Baginski ("Deutsch und Fachunterricht von Anfang an") zwei Publikationen. Die Dokumentation wurde von der GEW Bremen herausgegeben und ist hier erhältlich.

Linnemann, Matthias (2020): Fachkompetenzen und Unterrichtssprache parallel entwickeln. Impulse aus Schweden für den Umgang mit neuzugewanderten Schüler*innen.TraMiS-Arbeitspapier 6. Bremen: Universität Bremen. Fachbereich 12. Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung.

Yasemin Karakaşoğlu und Paul Mecheril mit ihrer Stellungnahme "Sars-CoV-2 und die (un)gleiche Vulnerabilität von Menschen" in ihrer Funktion als Vorsitzende des Rates für Migration.

Die Sprechstunden der Mitglieder des Arbeitsbereichs Interkulturelle Bildung finden aufgrund des Coronavirus bis auf Weiteres nicht an der Universität statt, bitte senden Sie Ihre Anfragen per Mail an die entsprechenden Mitarbeiter*innen.