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Portfolio Handreichung - 2015

Informationen und Leitfaden zum Professionalisierungsportfolio im Zwei-Fächer-Bachelor mit Lehramtsoption Gymnasium/Oberschule für Studierende, die das Portfolio (i.d.R. mit der Veranstaltung EW L GO1) im Sommersemester 2015 beginnen bzw. begonnen haben.

Diese Portfolio-Handreichung ist Grundlage der abschließenden Portfolio-Präsentation. Auf dieser Seite finden Sie immer die aktuellste Version der Portfolio-Handreichung 2015.

Portfolio Handreichung - 2015

Informationen und Leitfaden zum Professionalisierungsportfolio im Zwei-Fächer-Bachelor mit Lehramtsoption Gymnasium/Oberschule für Studierende, die das Portfolio (i.d.R. mit der Veranstaltung EW L GO1) im Sommersemester 2015 beginnen bzw. begonnen haben.

1 Basisinformationen zur Portfolioarbeit

2 Portfoliowerkstatt und Stud.IP-Gruppe

3 Formale Anforderungen

4 Checkliste

5 Bewertungskriterien für alle Portfolioaufgaben

6 Ansprechpartner_innen

7 Portfoliobeiträge in EW-L GO 1

7.1 Studienaufgabe 1: Skizze der Entscheidungssituation und der Wahlmotive

7.2 Studienaufgabe 2: Skizze der eigenen Schulbiographie

7.3 Studienaufgabe 3: Theoriegestützte Reflexion

7.4 Studienaufgabe 4: Beobachtungskonzept in Vorbereitung des Praktikums

8 Portfoliobeiträge in EW-L GO1P

8.1 Bogen zur Selbsteinschätzung

8.2 Der Praktikumsbericht

8.3 Formulierung einer Entwicklungsaufgabe

9 Portfoliobeitrag zum Modul Umgang mit Heterogenität (BA UMHET)

10 Portfoliobeitrag im Modul EW-L GO SQ

11  Portfolio-Beratung

12   Portfoliobeiträge im Modul EW-L GO 2

12.1  Leistung aus der Vertiefungsveranstaltung

12.2  Reflexionsbericht: Die eigene Entwicklung aufschreiben und vorausblicken

12.3  Die Portfoliopräsentation: Über die eigene Entwicklung sprechen

1 Basisinformationen zur Portfolioarbeit

In Ihrem Studium des Zwei-Fächer-Bachelors mit Lehramtsoption für Gymnasium/Oberschule erwerben Sie die Leistungsnachweise für den Bereich Erziehungswissenschaft (EW), den Sie alle verpflichtend studieren müssen, im Rahmen eines Professionalisierungsportfolios. Die Arbeit an diesem Portfolio erstreckt sich auf alle EW-Module.

Das Ziel des Professionalisierungsportfolios ist es, durch die Bearbeitung von Aufgaben eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den erziehungswissenschaftlichen Studieninhalten zu ermöglichen und dort, wo es sich anbietet, inhaltliche Verknüpfungen zwischen Lehrveranstaltungen bzw. Modulen herzustellen. Vor allem soll es Sie dafür sensibilisieren, dass Ihre Professionalisierung für den Lehrerberuf bereits mit dem Studium beginnt und Professionalisierung als Entwicklungsprozess von Anfang an zu verstehen und von Ihnen zu gestalten ist.

Allgemein gesprochen stellen Portfolios eine strukturierte Sammlung von Arbeitsmaterialien dar, die den Wissenserwerb dokumentieren und die Reflexion des Erkenntnisprozesses der AutorInnen widerspiegeln. Sie können individuelle Schwerpunktsetzungen enthalten. In der Diskussion über Portfolioarbeit im pädagogischen Bereich werden ganz unterschiedliche Portfoliobegriffe verwendet; sie variieren je nach pädagogischer Grundidee, Intention und Zielgruppe. Die hier vorzustellende modulübergreifende Form ist als Professionalisierungsportfolio im universitären Kontext zu verstehen und speziell für Ihr Bachelorstudium konzipiert. Es ist ein Leistungs- und Entwicklungsportfolio zugleich: Es dokumentiert Ihre Leistungen und soll Ihnen helfen, Ihren Entwicklungsprozess stets im Blick zu behalten. Es dient dazu, erbrachte Leistungen und praktische Erfahrungen aus den Modulen zu dokumentieren, die Selbstreflexion über den eigenen Lernweg und Erkenntnisprozess anzuregen und den Zusammenhang der Arbeiten sichtbar zu machen – nicht nur für andere (d.h. die Sie begleitenden Dozierenden), sondern auch vor allem für Sie selbst, denn das Portfolio ermöglicht es Ihnen, sich auf der Grundlage Ihrer gesammelten Materialien und Produkte den eigenen Lernweg und die Auseinandersetzung mit den Entwicklungsanforderungen des Studiums und der schulpraktischen Ausbildungselemente vor Augen zu führen.

Die Arbeit mit dem Portfolio soll den Anspruch an die universitäre Lehrerbildung erfüllen, nicht isolierte Wissensbestände zu produzieren, sondern den Grundstein für individuelle Professionalisierungsprozesse zu legen. Das Professionalisierungsportfolio ist also ein Instrument, das eine reflexive Lernkultur im Studium unterstützen soll. Im Bachelorstudium ist der Raum weit geöffnet, sich mit den gegebenen Bedingungen, Möglichkeiten und den Ansprüchen des Lehramtsstudiums und Lehrerberufs auseinanderzusetzen. Im Falle des Lehramtsstudiums beinhaltet dies auch immer, nicht nur die Entscheidung für bestimmte Studienfächer zu überprüfen und zu fragen, ob man sich auf das wissenschaftliche Arbeiten in den gewählten Fächern einlassen möchte und kann. Es geht im Lehramtsstudium auch ganz grundsätzlich darum, über die Eignung und Bereitschaft für den pädagogisch kompetenten Umgang mit Heranwachsenden, die Gestaltung von Unterricht und die Übernahme der Berufsrolle nachzudenken. Dieses Nachdenken über die eigene Entwicklung ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Prozess der Professionalisierung aktiv zu gestalten. Hierzu finden Sie in den nächsten Kapiteln strukturierte Vorgaben, die den Inhalten der Module angepasst sind. Sie enthalten unterschiedliche Aufgaben auf verschiedenen Ebenen, die Sie im Rahmen der Lehrveranstaltungen bearbeiten müssen. In Ihrem 3. oder 4. Fachsemester sollten Sie eine Portfolio-Beratung in Anspruch nehmen. Entsprechende Angebote werden über das Lehrveranstaltungsverzeichnis bekannt gegeben.

Das Professionalisierungsportfolio verbleibt während des Studiums in Ihren Händen. Es enthält zu einem Großteil unbenotete, aber auch eine benotete Leistung aus den Modulen sowie Selbsteinschätzungen und Reflexionen. Die Ausarbeitung der Aufgaben geben Sie – soweit nicht anders mit den Dozierenden besprochen – am Ende der jeweiligen Lehrveranstaltung zur Korrektur ab. Sie erhalten diese zurück und können sie dann wieder in Ihr Portfolio einfügen. Das Portfolio als Gesamtwerk wird am Ende des Bachelorstudiums nicht benotet. Stattdessen werden Sie es in Kleingruppen im letzten Semester des Bachelors präsentieren. Die Präsentation wird abschließend als bestanden oder nicht bestanden gewertet. Lehrende und Studierende finden im Folgenden Anregungen zur Gestaltung der Präsentation. Als Dokumentation des gesamten Bachelorstudiums soll es produktive Anschlussstellen für die Masterphase und darüber hinaus schaffen.

2 Portfoliowerkstatt und Stud.IP-Gruppe

Die Portfolioarbeit soll Ihren Professionalisierungsprozess unterstützen, indem eine aktive und reflexive Auseinandersetzung mit den ganz unterschiedlichen Erfahrungen im Vorfeld und während des Studiums angeregt und unterstützt wird. Die Portfoliowerkstatt ist eines der flankierenden Unterstützungsangebote. Sie öffnet an zwei Terminen im Monat ihre Türen, um Raum zu geben für:

  • Ÿ  die Arbeit an den Portfoliobeiträgen
  • Ÿ  Nachfragen hinsichtlich der Portfolioarbeit
  • Ÿ  die Bildung von Reflexionsgruppen
  • Ÿ  kollektive Portfolioarbeitsprozesse
  • Ÿ  Austausch zwischen Studierenden und Dozent_innen
  • Ÿ  Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachsemester
  • Ÿ  Workshops und Diskussionen

Sie sind herzlich eingeladen, Wünsche nach Angeboten zu formulieren, die Sie in Ihrer aktiven Portfolioarbeit unterstützen können. Ansprechpartner dafür ist Jan-Niklas Albers, den Sie auch über die Studiengruppe erreichen können.

Um Fragen, Veranstaltungswünsche, Gruppenbildungsanfragen etc. äußern zu können und über die Angebote der Portfoliowerkstatt informiert zu werden, melden Sie sich bitte in der Studiengruppe „Portfoliowerkstatt“ (Anmeldung Stud.IP) an.

3 Formale Anforderungen

Da Sie das Portfolio durch Ihr gesamtes Bachelorstudium begleitet, Sie Ihre Tätigkeiten in diesem dokumentieren und einige dieser am Ende des Bachelorstudiums auch vorstellen, bietet es sich an, dass Sie für Ihr Portfolio ein einheitliches Format wählen (Tipp: Nutzen Sie hierzu die Kopfzeile, fügen Sie in diese bspw. Veranstaltung, Thema, Art der Leistung, Name und Kontaktdaten usw. ein). Nutzen Sie für Überschriften und Textkörper gleiche Formatierungen, Word bspw. bietet sich für die Verwaltung gleich formatierter Dokumente in Form von erstellbaren Vorlagen an (Dateierweiterung *.dotx).

Der Fachbereich 12 möchte die formalen Anforderungen nur in begrenztem Maß vorgeben und lediglich einen Rahmen schaffen, an dem Sie sich orientieren können – die Ausgestaltung ist Ihnen überlassen. Worauf Sie achten sollten:

  • Die Dokumente des Portfolios werden regelmäßig abgeheftet, etwa in einem Leitz-Ordner, und wurden sauber ausgedruckt.
  • Ÿ Sie arbeiten mit Word, Open Office, LateX o.ä. Textverarbeitungsprogrammen im DIN A4-Format, nutzen max. eine Schriftgröße von 12pt. in einer gut lesbaren Schriftart (Arial, Times, Sabon, Calibri o.ä.; Überschriften können natürlich auch in 14pt./16pt. abgebildet werden).
  • Ÿ Die Seitenränder stellen Sie auf ‚normal‘ ein (d.h. etwa 2,5cm links, rechts, oben und unten).
  • Ÿ Eine optimale Lesbarkeit erreichen Sie, wenn Sie folgende Formatierungen vornehmen:
    • Stellen Sien einen Blocksatz ein, nutzen Sie auch die Silbentrennung.
    • Stellen Sie einen anderthalbzeiligen Zeilenabstand ein.
    • Stellen Sie nach einem Absatz einen automatischen Abstand ein, am besten 6pt.
  • Ÿ Eine Seite umfasst etwa 2.300 Zeichen inklusive Leerzeichen.
  • Ÿ Kennzeichnen Sie eigenständige Dokumente auch als eigenständig, sprich: eine andere Leistung erfordert eine neue Seite, Überschrift, ggf. Deckblatt (bei umfangreicheren Arbeiten).

Nach Fertigstellung des Portfolios und vor der Vorstellung können Sie auch ein Inhaltsverzeichnis erstellen.

4 Checkliste

Hier finden Sie eine Checkliste, die Sie im Laufe der Portfolioarbeit im Bachelorstudium und insbesondere vor der Abgabe zur Überprüfung der Vollständigkeit Ihres Portfolios nutzen können. Abgebildet werden alle Beiträge, die am Ende des Bachelorstudiums das Professionalisierungsportfolio ergeben.

 

Deckblatt (Name, Matrikelnummer, Mailadresse, Jahr in dem das Portfolio begonnen wurde)

EW-L GO1

Skizze der Entscheidungssituation und der Wahlmotive (ggf. Bescheinigung des Theaters der Versammlung)

 

Skizze der eigenen Schulbiographie

 

Theoriegestützte Reflexion

 

Beobachtungskonzept

EW-L GO1P

Selbsteinschätzung

 

Praktikumsbericht

BA-UM-HET

Blog-Beiträge

 

Reflexion der Vertiefung

EW-L SQ

Begründung der Seminarwahl und Reflexion

EW-L GO2

Hausarbeit (benotet)

 

Reflexionsbericht (5 Seiten, Studienerfahrungen, Entwicklungsaufgaben und Entwicklungsperspektiven werden dargestellt)

Begleitend

Portfolioberatung im 3. oder 4. Fachsemester (Kann in die Reflexion einfließen.)

Formalia

Angabe aller Beteiligten bei Partner- und Gruppenarbeiten

 

Verwendete Literatur wurde angegeben

 

Selbständigkeitserklärung

5 Bewertungskriterien für alle Portfolioaufgaben

  • Vollständigkeit (Deckblatt und bearbeitete Aufgaben s. Checkliste )
  • Adäquate Textgestaltung (s. Formale Anforderungen )
  • Angemessene sprachliche Gestaltung (Korrekturdurchgang!)
  • Verwendete Literatur (auch Internetquellen, Zeitungsartikel, Interviews, Broschüren etc.) wurde entsprechend gängiger Standards angegeben (s. Handreichung Anfertigung von Seminar-, Bachelor- und Master-Arbeiten auf der FB12 Homepage )
  • In der Aufgabenbearbeitung wird Bezug genommen auf die Fragestellung der (Teil-)Aufgabe(n) und ggf. auf die Textgrundlage(n).
  • Nachvollziehbarkeit der Argumentation (Behauptungen, Thesen, Argumente werden begründet, erläutert und ggf. durch Zitate und Paraphrasen belegt).

 Weitere Kriterien werden aufgaben- und veranstaltungsbezogen bekanntgegeben.


6 Ansprechpartner_innen

Modul

verantwortlich

EW-L GO1

Prof. Dr. Till-Sebastian Idel

EW-L GO1P

Dr. Angela Bolland

Vertretung im SoSe 2016: Dr. Anna Schütz

BA-UM-HET

Dr. Christoph Fantini

EW-L GO SQ

Prof. Dr. Karsten D. Wolf

EW-L GO2

Prof. Dr. Christian Palentien

Portfolioberatung

Prof. Dr. Christian Palentien

Prof. Dr. Till-Sebastian Idel

Dr. Silvia Thünemann

Portfoliowerkstatt

Jan-Niklas Alberts

Dr. Anna Schütz

Fachstudienberatung
Lehramt GO

Aydin Gürlevik

Allgemeine Studienberatung

Studienzentrum: Kathrin Schmidt

Anerkennungsbeauftragter

Prof. Dr. Christian Palentien

Fragen zu Prüfungsangelegenheiten

Clearingstelle

Darüber hinaus hat der Fachbereich 12 eine Clearing-Stelle eingerichtet. Hier hilft Ihnen eine studentische Ansprechpartnerin bei Fragen zu Prüfungsangelegenheiten weiter. Solche Fragen könnten z.B. folgende sein:

  • Welche Fristen muss ich beachten?
  • Gibt es die Möglichkeit, auch noch nach Ablauf einer Frist zu einer Prüfung zugelassen zu werden?
  • Was tue ich, wenn meine erbrachten Noten nicht auf der PABO-Website erscheinen?
  • Was tue ich, wenn eine Dozentin/ein Dozent, bei der/dem ich eine Prüfung erbracht habe, die Uni verlassen hat und meine Note noch nicht beim Prüfungsamt eingetragen wurde?
  • Was muss ich beachten, wenn sich die Prüfungsordnungen meiner Fächer im Laufe meines Studiums ändern?
  • Wie kann ich mir bereits an einer anderen Uni/oder in einem anderen Studiengang erbrachte Prüfungsleistungen anerkennen lassen?

Die Clearingstelle sieht sich als Vermittler zwischen Studierenden, Dozentinnen und Dozenten und dem Prüfungsamt. Neben der Beratungstätigkeit wird zudem Hilfe bei der Bewältigung von Konflikten angeboten.

7 Portfoliobeiträge in EW-L GO 1

Die Studienaufgaben im Modul GO1 laden Sie im Bereich der Vorlesung als Do ITs hoch (s. Do IT – Anleitung für Studierende). Eine Druckversion der Aufgabenbearbeitung fügen Sie in ihr Portfolio ein. Wir raten Ihnen dringend, die Aufgaben nach Möglichkeit direkt im Anschluss an die Workshops zu bearbeiten. Die Studienaufgaben werden von den jeweiligen Dozierenden Ihres Workshops korrigiert und bewertet. Nach Semesterende erhalten Sie eine Übersicht aller Rückmeldungen mit der Gesamtbewertung des Moduls GO1 als bestanden oder nicht bestanden. Diese drucken Sie bitte ebenfalls aus und fügen sie in ihr Portfolio ein.

7.1 Studienaufgabe 1: Skizze der Entscheidungssituation und der Wahlmotive

Eine wesentliche Voraussetzung für eine konstruktive Gestaltung des eigenen Studiums und des Professionalisierungsprozesses ist es, die Motive der Studienwahl und damit letztlich auch der vorläufigen Entscheidung zum Lehrberuf zu reflektieren. Dazu eröffnet der workshop „Biographie und Motivation“ einen methodisch und kommunikativ strukturierten Raum. Die dort in Gang gesetzte Reflexion soll schriftlich auf zwei Seiten (maschinenschriftlich 2.300 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite in vollständigen Sätzen) dokumentiert werden. Führen Sie sich vor Augen, warum Sie sich für dieses Studium entschieden haben, wo Sie jetzt stehen und in Bezug auf was sich bisher Fragen oder bereits Hinweise auf eigene Entwicklungsbedarfe ergeben haben.

Als Orientierung dienen folgende Fragen:

  • Gibt es etwas, das bedeutsam in der Entscheidung für das Studium war? Haben bestimmte Motive eine Rolle gespielt?
  • Welche Vorstellungen haben Sie zum jetzigen Zeitpunkt, also am Anfang des Studiums, von den Anforderungen im Lehrberuf? Wo sehen Sie Herausforderungen auf sich zukommen?
  • Was können Sie gut, wo sehen Sie Ihre Stärken? Wo sehen Sie Ihre persönlichen Ressourcen, die Sie im Studium nutzen können?
  • Welche Ziele haben Sie sich für das Studium gesetzt? Wo sehen Sie bei sich Entwicklungsbedarf?
  • Welche Themen und Fragen beschäftigen Sie hinsichtlich Ihrer Studienwahl und einer zukünftigen Tätigkeit als Lehrer_in? Wozu wüssten Sie gern mehr, was würden Sie gern mit anderen diskutieren?

Sie können bei der Beantwortung der Studienaufgabe selbstverständlich Ihre eigenen Schwerpunkte setzen – auch abseits der Orientierungsfragen – oder derlei Fragen oder Denkanstöße nach eigenen Maßstäben erweitern.

7.2 Studienaufgabe 2: Skizze der eigenen Schulbiographie

Eine weitere bedeutsame Voraussetzung für einen reflexiven Umgang und eine entsprechende Gestaltung des eigenen Studiums und des Professionalisierungsprozesses ist es, die selbsterlebten Schul-, Lern- und Bildungserfahrungen als Ihr ganz spezifisches Vorwissen und Vorstellung davon, was Schule ist und sein soll, zugänglich zu machen und sich damit auseinanderzusetzen. Hier schließen Sie an die Impulse aus dem workshop „Biographie und Motivation“ an und verfassen einen Text auf drei Seiten (maschinenschriftlich 2.300 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite in vollständigen Sätzen inkl. Zeitstrahl/Schaubild), der als frei verfasste Reflexion keiner engen inhaltlichen Vorstrukturierung unterliegt. Auch hier sind eigene Schwerpunktsetzungen möglich, wobei diese beiden Fragestellungen jedoch zu beachten sind:

1.  Bilden Sie Ihre Schulbiographie anhand eines Zeitstrahls/Schaubilds ab und kommentieren Sie kurz zentrale Stationen, um ggf. abschließend eine Bilanzierung zu versuchen.

  • An welche prägenden Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen mit Menschen oder Zeiten in der Schule im positiven wie im negativen Sinne können Sie sich erinnern? Markieren Sie diese auf dem Zeitstrahl.
  • Inwieweit haben diese Ihren Bildungsgang beeinflusst? Verfassen Sie kurze Kommentare zu diesen Stationen.

2.  Schildern Sie möglichst konkret zwei Situationen/Stationen/Ereignisse aus ihrer Schul- und Lernbiographie, die für Sie besonders wichtig, einschneidend, erfreulich oder eher kritisch waren.

  • Beschreiben Sie diese so, dass ein anderer anhand des Textes sich ein Bild von den damaligen Geschehnissen machen könnte.
  • Erläutern Sie bitte, inwieweit diese Situationen Ihren Bildungsgang beeinflusst haben.

Sollten Sie Ihre eigenen Erfahrungen ungern im Portfolio veröffentlichen wollen, können Sie stattdessen eine Reflexion unserer gemeinsamen Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen im Seminar verfassen. Orientieren Sie sich dabei bitte ebenfalls an den oben genannten Leitfragen.

7.3 Studienaufgabe 3: Theoriegestützte Reflexion

Im Workshop „Fallarbeit und Antinomien des Lehrberufs“ setzen Sie sich mit der strukturtheoretischen Professionalisierungstheorie auseinander. Eine wesentliche Überlegung in diesem Zusammenhang ist es, professionelles pädagogisches Handeln als ein solches zu fassen, dass in besonderem Maße von nicht aufhebbaren Spannungsverhältnissen, sogenannten Antinomien, durchdrungen ist. Deren situative, reflexive Bearbeitung macht eine wesentliche Anforderung an pädagogische Professionalität aus.

Im Rahmen dieser Studienaufgabe sollen Sie eine Ihrer selbsterlebten schulbiographischen Situationen (s. ggf. Studienaufgabe 2) analysieren, indem Sie herausarbeiten, welche Antinomie bzw. welches strukturelles Problem von Schule hier wie zum Tragen kommt. Dazu ist ein Text von zwei Seiten (maschinenschriftlich 2.300 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite in vollständigen Sätzen) zu verfassen, in dem Sie auch darauf eingehen, inwiefern diese Perspektive auf das Erlebte erkenntnisreich für Sie war. Diese Aufgabe kann in einer Kleingruppe (max. drei Personen; die Gruppenarbeit ist als solche zu kennzeichnen) bearbeitet werden.

Sollten Sie sich gegen die Arbeit an einem eigenen Fall entscheiden, können Sie sich aus einem kleinen Fallpool in Stud.IP bedienen. Bitte begründen Sie diese Entscheidung.

7.4 Studienaufgabe 4: Beobachtungskonzept in Vorbereitung des Praktikums

Beobachten ist eine Kernkompetenz sowohl für Sie als Studierende in der Praktikumssituation als auch für Lehrerinnen und Lehrer in Ihrer alltäglichen Praxis. Mit dieser Aufgabe üben Sie sich im fokussierten Beobachten. Wählen Sie aus folgenden Beobachtungsschwerpunkten einen aus, der Ihnen (ggf. auch hinsichtlich eigener Entwicklungsaufgaben) für die Beobachtungen während des Praktikums aus heutiger Perspektive interessant und produktiv erscheint. Skizzieren und begründen Sie hierfür ein Beobachtungskonzept auf zwei Seiten (maschinenschriftlich 2.300 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite in vollständigen Sätzen) und beziehen Sie sich dabei explizit auf den in Stud.ip eingestellten Text von Sabine Reh: Beobachtungen aufschreiben:

a)  Welche Frage hinsichtlich des thematischen Schwerpunkts möchte ich bearbeiten und warum?

b)  Was muss ich dafür in den Blick bekommen? Formulieren Sie hier möglichst konkrete            

      Beobachtungsfragen und berücksichtigen Sie dabei das im Seminar besprochene Verständnis

      von Aktion und Reaktion.

Welche Beobachtungsperspektive im konkreten Geschehen eignet sich dafür – d.h. wo sollte ich mich während meiner Beobachtungen aufhalten, um die in b) beschriebenen Beobachtungsfragen bearbeiten zu können?

Diese Aufgabe kann in Partner_innenarbeit (bitte Partner_in immer angeben) bearbeitet werden.

Mögliche Themenauswahl:

  • Die Lehrperson und ihre Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern (unterstützen, erziehen, disziplinieren, beurteilen, innovieren, beraten, rückmelden).
  • Die Schülerinnen und Schüler in Lerngruppen (Was tun sie in der Schule? – „zwischen Schüler_in-Sein und Peer-Sein“ im Unterricht und auch außerhalb, „der Schülerjob“, selbständiges Arbeiten, Helfen unter Schüler_innen, Präsentieren, sich zueinander in Beziehung setzen etc.).
  • Der Unterricht (Aufbau und Ablauf, Grundelemente, Sozialformen & Methoden, Rituale, Unterrichtsräume).
  • Die Schule (Organisationsstruktur, Schulprofil & Schulprogramm, Einbettung am und in den Standort bzw. Sozialraum)

... gerne können Sie auch eigene Themen setzen, die ggf. im Zusammenhang mit ihrer Entwicklungsaufgabe stehen.

8 Portfoliobeiträge in EW-L GO1P

Der zweite Teil des Moduls bezieht sich auf das erziehungswissenschaftliche Orientierungspraktikum (EW-L GO1P). Dieses findet unmittelbar nach den Schulsommerferien zum Schuljahresbeginn statt. Für das Schulpraktikum müssen Sie sich sowohl in PABO als auch beim Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) anmelden. Das ZfL ist für die Schulzuteilung zuständig. Frau Dr. Bolland aus dem Fachbereich 12 organisiert als Modulverantwortliche die Begleitveranstaltungen zum Praktikum. Sie werden in Kleingruppen von 15 bis 20 Studierenden auf das Praktikum in Form einer Blockveranstaltung vorbereitet. Während des Praktikums, das sechs Wochen dauert und insgesamt 90 Zeitstunden umfasst, werden Sie von diesen Dozierenden in der Schule besucht und begleitet. Am Ende des Praktikums findet wieder eine Blockveranstaltung zur Nachbereitung statt. Die Teilnahme an den Blöcken ist Pflicht. Das Praktikum wird mit einem Praktikumsbericht, den Sie im Anschluss anfertigen, dokumentiert. Das Erziehungswissenschaftliche Orientierungspraktikums hat zwei zentrale Zielsetzungen: Zum einen sollen Sie eine Fragestellung entwickeln, unter der Sie den Schulbetrieb, den Unterricht und das Schulleben Ihrer Praktikumsschule auch mit Bezug auf die jeweilige Standortspezifik reflektieren. Die Vorbereitungsveranstaltung soll auch dazu genutzt werden, eine eigene Fragestellung zur Beobachtung im Schulpraktikum zu entwickeln. Zum anderen sollen Sie unter Begleitung durch erfahrene Lehrkräfte erste pädagogische Handlungserfahrungen sammeln, die Ihnen die Möglichkeit eröffnen sollen, Ihre Eignung zum Lehrberuf auf einer elementaren Ebene zu überprüfen und auch in einer ersten Annäherung festzustellen, wo Ihre Schwächen und Stärken liegen und an was Sie in der nächsten Zeit weiterarbeiten möchten. Das Praktikum dient explizit nicht dazu, bereits in größerem Umfang selbst zu unterrichten oder gar komplette Unterrichtsstunden eigenständig vorzubereiten und durchzuführen. Ihre Aufgabe ist es auch nicht, Vertretungsunterricht zu halten.

8.1 Bogen zur Selbsteinschätzung

Am Fachbereich wurde vor einiger Zeit ein fächerübergreifendes Rückmeldeformat entwickelt, das eingesetzt werden soll, um Ihnen Rückmeldung zu überfachlichen Kompetenzen in den Seminaren geben zu können. Auf Grundlage dieses Instruments haben wir nun einen kurzen Selbsteinschätzungsbogen entwickelt, den Sie im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikums nutzen sollen, um einerseits Ihre besonderen Ressourcen aber auch Ihren Entwicklungsbedarf in spezifischen überfachlichen Kompetenzbereichen zu erkennen, die für Ihr zukünftiges Arbeitsfeld relevant sind. Bezugnehmend auf diese Einschätzung von Ihnen, sollen Sie im Rahmen des Praktikumsberichtes Ihre Entwicklungsaufgabe erarbeiten. Dazu ist es sinnvoll, den Fragebogen genau zweimal zu bearbeiten: direkt vor dem Praktikum und direkt im Anschluss an das Praktikum. Hinweise zur genauen Bearbeitung und Auswertung werden Ihnen rechtzeitig zusammen mit dem Fragebogen in stud.ip zur Verfügung gestellt.

8.2 Der Praktikumsbericht

Sie werden zu dem Erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikum auch einen Bericht verfassen, der in den begleitenden Veranstaltungen näher erläutert wird.

Dieser Bericht wird von den praktikumsbegleitenden Dozierenden bewertet (bestanden/nicht-bestanden). Zu welchem Zeitpunkt Sie den Bericht wo abgeben müssen, wird in der Begleitveranstaltung bekannt gegeben.

Bitte heften Sie diesen Bericht dem Portfolio bei, da er Reflexionen zu Ihren ersten schulpraktischen Erfahrungen enthält.

 Praktikumsbericht

Erstellung des Praktikumsberichts

  • Das Teilmodul endet mit einer Studienleistung in Form eines Praktikumsberichts
    • zzgl. der qualifizierten Bescheinigung seitens der Praxiseinrichtung zum Nachweis von mindestens 90 Stunden, davon 60 Stunden im Unterricht und 30 Stunden im außerunterrichtlichen Tätigkeitsfeld. Sie dient neben dem Bericht als Basis für die abschließende Beratungssprechstunde.
  • Im Anschluss wird sie an die Studierenden zurückgegeben.
  • Die Erstellung des Berichts durch die Studierenden muss innerhalb von 4 Wochen abgeschlossen sein.
 

 Formale Kriterien

 
  • Umfang 12 – 15 Seiten
  • DIN A 4, übersichtliches Layout
  • dreigeteilte Struktur: Deskription, Vertiefung, Reflexion
 

Inhaltliche Kriterien

Der Bericht enthält insbesondere die vertiefende Bearbeitung ausgewählter Beobachtungsszenarien im Rahmen der aufgeführten Beobachtungsfelder 1) und 2) sowie wahlweise 3) oder 4). Er besteht überwiegend aus Beobachtungsanalysen und Reflexionen.

Deskriptiver Teil:

  • Beschreibung der Schule/ der Kita, des Umfeldes/ Schulprofil
  • Beschreibung der Klasse/ der Kita-Gruppe (Größe, soziokulturelle
  • Faktoren, Sozialverhalten, Lernvoraussetzungen etc.)

Vertiefender Teil:

  • Darstellung der Beobachtungsmethode und des Datenerhebungsinstruments (Feldnotizenbogen)
  • Beschreibung „des Typischen“
  • Verdichtung der Eindrücke aus der Beobachtung
  • Beobachtbare Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Herangehensweisen und Varianten (Kritisch-konstruktiv; problemorientiert)
  • Auswahl eines Beobachtungsfeldes mit Analyse.
  • Insgesamt sind hier szenische, detaillierte Beschreibungen gefordert, z.B. Einzelfallanalyse, Portrait einer Lerngruppe o.ä.

 Reflexiver Teil:

  • Beschreibung des eigenen Handelns, u.a. zu den erprobten Standardsituationen im Unterricht
  • Reflexion der Rolle als BeobachterIn
  • Reflexion der Rolle als PraktikantIn
  • Beschreibung des erhaltenen Feedbacks von MentorInnen
  • Beschreibung des erhaltenen Feedbacks nach Hospitationen durch die BegleitdozentInnen
  • Reflexion der eigenen Entwicklung (Stärken – Schwächen)
  • Formulierung einer Entwicklungsaufgabe & -perspektive inkl. Maßnahmen
  • Reflexion des ersten professionsbezogenen Fortschritts
    • im Hinblick auf die Beobachtung
    • mit Blick auf das gesamte Praktikum
    • in Relation zu einem Referenzrahmen
    • (Bildungsplan o.ä.)
 

Prüfungstermin

06.11.2015(= Abgabe des Praktikumsberichts)

  • Prüfungstermin: 06.11.2015 durch fristgerechte Abgabe des Praktikumsberichts bei den zuständigen Begleit-DozentInnen
  • Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Februar 2016 in Pabo sichtbar sein
 

8.3 Formulierung einer Entwicklungsaufgabe

Am Ende des Praktikums sollen Sie eine eigene Entwicklungsaufgabe für sich formulieren.  Diese sollen Sie im Praktikumsbericht beschreiben. In diesem Zusammenhang geht es darum, zunächst eine Rückschau auf Ihre Erfahrungen im Praktikum und auf die bereits erarbeiteten Teile des Portfolios zu halten:

Welche Hinweise auf mögliche Entwicklungsaufgaben können Sie Ihrer Lernbiographie, den Selbsteinschätzungen mit Hilfe des Fragebogens und den Erfahrungen aus Ihrem Praktikum entnehmen?

Wichtig ist, dass die formulierte Entwicklungsaufgabe für Sie persönlich bedeutsam ist und in Zusammenhang mit Ihrem Professionalisierungsprozess steht. Die persönliche Bedeutsamkeit ist deshalb relevant, weil Ihre Motivation an der Aufgabe zu arbeiten mit der erlebten persönlichen Bedeutsamkeit ansteigt.

Wo sehen Sie die Notwendigkeit sich weiterzuentwickeln? Benennen Sie eine oder zwei konkrete Entwicklungsaufgaben für die kommenden zwei Jahre.

Beispiel:

  • Ich möchte daran arbeiten, mich beim Sprechen vor anderen wohler zu fühlen.
  • Ich möchte mein Wissen zu individueller Lernbegleitung erweitern.
  • Ich möchte lernen, wie ich Konfliktgespräche vorbereite und durchführe.

Formulierung von Maßnahmen

Hier überlegen Sie, welche Maßnahmen Sie in den nächsten zwei Jahren ergreifen, um diese Entwicklungsaufgabe zu bearbeiten.

Beispiel zur ersten Entwicklungsaufgabe:

  • Ich frage bei meinen Kommilitonen nach, wie Sie mit der Anfordererung, vor anderen zu sprechen, umgehen.
  • Ich werde mir ein Seminarangebot (ggf. im Bereich Schlüsselqualifikationen) suchen, dass mich bei unterschiedlichen Aspekten meiner Entwicklungsaufgabe unterstützt (Rhetoriktraining, Stimmtraining, Perfomancetraining, Theater).
  • Ich werde im kommenden Semester darauf achten, Seminare anzuwählen, in denen ich das Sprechen vor anderen trainieren kann (bspw. durch Präsentationen und Referate).
  • Ich werde nach Literatur suchen, die mir Hilfestellung bei der Auseinandersetzung mit dem Thema (Vor anderen sprechen, vor der Klasse stehen, sich zeigen etc.) gibt.

Evaluation

Hier setzen Sie sich bitte konkrete Termine, an denen Sie prüfen wollen, wie Sie sich bezogen auf Ihre selbstgestellte Aufgabe entwickelt haben. Dazu ist es wichtig zu prüfen, ob die gewählten Maßnahmen hilfreich waren oder nicht. Unter Umständen müssen Maßnahmen verändert werden bzw. veränderten Bedürfnissen angepasst werden.

9 Portfoliobeitrag zum Modul Umgang mit Heterogenität (BA UMHET)

Sie werden für die nicht benotete Modulprüfung im Modul „Umgang mit Heterogenität“ an einem Veranstaltungsblog teilnehmen und dort Beiträge zu ausgewählten Veranstaltungsthemen der Vorlesung verfassen. Diese Beiträge müssen mit Bezugnahme auf die vorgegebene Fragestellung im Portfolio abgebildet werden.

Im Anschluss an das Vertiefungsseminar zu diesem Modul erstellen Sie eine kurze schriftliche Reflexion (2-3 Seiten), in der Sie zentrale Inhalte der Veranstaltung in einen Bezug zu passenden Vorlesungseinheiten der Ringvorlesung, und gegebenenfalls auch zu Ihren Praxiserfahrungen bringen. Hierbei fokussieren Sie Ihre Reflexion auf die gewonnenen Erkenntnisse zum Thema „Umgang mit Heterogenität“.

Diese Reflexion für das Portfolio ersetzt nicht die jeweiligen, von den Dozierenden der Seminare angeforderten Studienleistungen.

10 Portfoliobeitrag im Modul EW-L GO SQ

Ein Angebot auswählen: Im Rahmen der Angebote in den Schlüsselqualifikationen haben Sie die Möglichkeit, gezielt an ihrer persönlich formulierten Entwicklungsaufgabe zu arbeiten. Überlegen Sie, welches Angebot im Sinne Ihrer eigenen Professionalisierung und Weiterentwicklung sinnvoll wäre. Nutzen Sie auch die Möglichkeit der Beratung (Portfolioberatung), um zu klären, ob und welche Angebote es gibt, die Sie unterstützen könnten.

Durchführung der Veranstaltung/en und Evaluation: Nehmen Sie an der/den Veranstaltung/en teil und prüfen Sie anschließend, inwiefern diese für Sie hilfreich war/en oder nicht. Erstellen Sie in diesem Zusammenhang eine kurze schriftliche Reflexion (Umfang von einer halben bis einer Seite), in die auch einfließt, weshalb Sie sich für das Angebot entschieden haben. Leitende Fragen für die Reflexion könnten sein:

  • Was habe ich von dem Angebot erwartet?
  • Wie war die Passung zwischen der ausgewählten Veranstaltung und meiner Erwartung an diese Veranstaltung?
  • Inwiefern hat mich das Seminar in meiner überfachlichen Entwicklung unterstützt?
  • Was fehlt mir noch, um die von mir formulierte Entwicklungsaufgabe zu bearbeiten?

11 Portfolio-Beratung

In den Semestern zwischen EW-L GO1 und EW-L GO2 werden Sie verstärkt in Ihren Fachwissenschaften studieren. Für Ihre kontinuierliche Arbeit am Professionalisierungsportfolio bietet der Fachbereich 12 unterstützend spezielle Beratungen zum Portfolio an. Bitte nehmen Sie im 3. oder 4. Semester, also zwischen EW-L GO1 und EW-L GO2, einen Beratungstermin wahr. Im Mittelpunkt der Beratung sollte ihr Professionalisierungsweg der bisherigen Semester stehen, also etwa Ihre Arbeit mit der Entwicklungsaufgabe, die Reflexion der ersten Praxiserfahrungen, etc.

12 Portfoliobeiträge im Modul EW-L GO 2

12.1 Leistung aus der Vertiefungsveranstaltung

In der Vertiefungsveranstaltung des Moduls EW-L GO 2 erbringen Sie eine Prüfungsleistung in Form einer schriftlichen Hausarbeit. Diese wird zwar im Rahmen Ihres Vertiefungsseminars bewertet, ist aber im Portfolio abzubilden.

Wird die Vertiefungsveranstaltung des Moduls EW-L GO2 im selben Semester belegt, in dem Sie auch die Portfoliopräsentation machen (vgl. 5.3) - wodurch die schriftliche Hausarbeit zum Zeitpunkt der Portfoliopräsentation noch nicht vorliegen wird -, ist stattdessen ein zweiseitiges Exposee zur Hausarbeit anzufertigen und im Portfolio abzubilden, in dem Sie überblickhaft die Relevanz der Hausarbeitsthematik und Ihren argumentativen Zugang darstellen.

12.2 Reflexionsbericht: Die eigene Entwicklung aufschreiben und vorausblicken

Der Reflexionsbericht soll bereits frühzeitig während der Semesterferien vor der Portfoliopräsentation angefertigt werden. Sie bringen ihn inklusive Ihres Portfolios (also mit allen von Ihnen bearbeiteten Aufgaben s. Checkliste) zur ersten Sitzung mit und übergeben beides dem jeweiligen Dozierenden. Sollte Ihr Portfolio noch nicht vollständig sein, weil Sie noch keine Rückmeldung zur Hausarbeit im Vertiefungsseminar von EW-L GO2 erhalten haben, so können Sie dennoch diese Hausarbeit dem Portfolio beilegen und die Auseinandersetzung mit dem Thema der Hausarbeit in Ihre Reflexion einfließen lassen. Für Studierende, die nicht alle Portfolioaufgaben bearbeiten konnten, weil sie aufgrund eines Studienortwechsels und anerkannter mitgebrachter Leistungen zu einem späteren Zeitpunkt in das Portfolio eingestiegen sind, gilt, dass auch die Studienerfahrungen an der vorherigen Universität in die Reflexion eingebracht werden sollen. Bitte vergegenwärtigen Sie sich Ihr bisheriges Studium und schreiben dazu einen abschließenden Reflexionsbericht (auf fünf Seiten).

Für den Reflexionsbericht gelten folgende Anforderungen:

  • Umfang: 5 Seiten, Formatvorgaben wie in der Portfolio-Handreichung
  • das übliche Deckblatt mit den Studienangaben
  • es gelten die Bestimmungen der Handreichung zum wiss. Arbeiten im FB 12
  • Gliederung: 1. Studienerfahrungen und die Arbeit mit und am Portfolio, 2. Entwicklungsaufgaben, 3. Entwicklungsperspektiven für die Masterphase
  • Einbezug von Literatur entfällt, wäre aber durchaus möglich
  • Bewertungskriterien (bestanden/nicht bestanden): Beachtung der Format- und Gliederungsvorgaben, angemessene sprachliche Gestaltung, Differenzierung der Überlegungen und Reflexionstiefe, kritisch-konstruktiver Gehalt der Selbstreflexion

Sowohl im Hinblick auf den Bericht wie auch auf die Strukturierung Ihres Vortrags in der Kleingruppe im Rahmen der Portfoliopräsentation können Sie sich an den folgenden Impulsen orientieren:

  • Wie empfand ich die Arbeit mit  dem Portfolio? Gab es Themen, Impulse in Veranstaltungen oder bestimmte Erfahrungen, die eine besondere Relevanz für mich hatten?
  • Gab es wichtige Erfahrungen im Laufe meines Bachelorstudiums, die bedeutsam für meinen Professionalisierungsweg waren? Welche waren es (beschränken auf 1-3 Aspekte) und in welcher Form zeige ich sie im Portfolio auf?  
  • Welche Entwicklungsaufgaben hatte ich mir nach dem Orientierungspraktikum gestellt? Wie habe ich sie bearbeitet und was ist aus ihnen geworden bzw. wie stehe ich jetzt dazu?
  • Kann ich davon ableitend eine konkrete Entwicklungsaufgabe für die Masterphase formulieren? Wo sehe ich weiteren Entwicklungs- und Handlungsbedarf für meinen weiteren Weg zum Lehrberuf?
  • Wie ist nun mein Blick auf Schule, SchülerInnen und Anforderungen des Lehrberufs? Hat sie sich im Vergleich zu Ihrer anfänglichen Vorstellung zu Beginn des Bachelors verändert?

12.3 Die Portfoliopräsentation: Über die eigene Entwicklung sprechen

Im letzten Bachelorsemester werden Sie in von DozentInnen moderierten Kleingruppen Rückschau halten und Ihre Professionalisierungsportfolios präsentieren. Hierbei werden Ihre theoretischen Schwerpunkte im Studium, Ihre Praxiserfahrungen sowie Reflexionen gewürdigt und Perspektiven für die anschließende Masterphase entwickelt.

Sie haben dann in Ihrem Bachelor-Studium, so Sie es vollständig und regulär nach der seit WS 2011/12 geltenden neuen Struktur an der Universität Bremen absolviert haben, die folgenden Module im Bereich Erziehungswissenschaft durchlaufen (wenn nicht, haben Sie sich an entsprechender Stelle in die Modulstruktur eingefädelt):

EW-L GO1

Pädagogische Professionalität entwickeln. Eine Einführung in das lehrer/innenbildende Studium (integrierte Lehrveranstaltung: Vorlesungstermine und Sitzungen in Seminarform/workshops alternieren)

EW-L GO1P

Erziehungswissenschaftliches Orientierungspraktikum (in der vorlesungsfreien Zeit)

BA-UM-HET

Umgang mit Heterogenität (Ringvorlesung und Vertiefungsseminar)

EW-L GO2

Schule als Sozialraum verstehen (Vorlesung mit Vertiefungsseminar, Portfoliopräsentation)

optional SQ

Schlüsselqualifikationen in EW

Die Leistungsnachweise waren eingebettet in das Professionalisierungsportfolio mit dem Ziel, dass Sie durch die stetige Arbeit an und mit ihrem Portfolio über ihren Entwicklungsweg von Studienbeginn an nachdenken. So sollten Sie sich über die Anforderungen klar werden, die das Studium und das Praxisfeld Schule, das sie im erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikum und den praxisorientierenden Elementen ihrer Fächer kennengelernt haben, an Sie stellen. Sie sollten reflektieren, welche Stärken und Schwächen und auch schulischen Erfahrungen und Verständnisse über das Feld Schule sie in das Studium mitgebracht haben, was Sie gut können und woran Sie noch arbeiten müssen, was Ihnen liegt und vor was Sie eher zurückstehen. Im Bachelorstudium ist der Raum weit geöffnet, sich mit den gegebenen Bedingungen, Möglichkeiten und den Ansprüchen auseinanderzusetzen, die Entscheidung für bestimmte Studienfächer zu überprüfen und über die Eignung und Bereitschaft für den pädagogisch kompetenten Umgang mit Heranwachsenden, die Gestaltung von Unterricht und die Übernahme der Berufsrolle nachzudenken. Dieses Nachdenken über die eigene Entwicklung ist wesentliche Voraussetzung, um den Prozess der Professionalisierung aktiv zu gestalten. Ein methodischer Zugang hierzu wurde Ihnen mit dem Fragebogen zur Selbsteinschätzung vor und nach dem erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikum gegeben. Sie sollten vor dem Orientierungspraktikum einschätzen, wie wichtige überfachliche Kompetenzen bei Ihnen bereits entwickelt sind, und sie sollten diese Einschätzungen nach dem Orientierungspraktikum an den gesammelten Erfahrungen überprüfen. Im Anschluss an diese kritische Selbsteinschätzung haben Sie im Praktikumsbericht eine oder vielleicht auch mehrere Entwicklungsaufgaben und eine Idee formuliert, nach welchen (Studien)angeboten Sie Ausschau halten, um Ihre Stärken auszubauen und an Ihren Schwächen zu arbeiten. Genau um diesen Themenkomplex geht es in der Portfoliopräsentation.

Im Setting von Kleingruppen und moderiert durch die Dozierenden sollen Sie die Reflexion und Arbeit an Ihrem eigenen Entwicklungsgang im Rahmen eines Tutoriums präsentieren und im Sprechen darüber und in den Spiegelungen und Perspektiven der Anderen den eigenen Horizont auf Ihre Entwicklung erweitern. Diese Veranstaltung im letzten Bachelorsemester wird Ihnen mit einem Creditpoint vergütet. Sie müssen hierfür verpflichtend an zwei Sitzungen teilnehmen: An der Auftaktsitzung im Plenum der Seminargruppe, wo eine Einführung in die Portfoliopräsentation gegeben wird und die Kleingruppen gebildet werden, wie auch an einer Sitzung einer Kleingruppe, in der Sie Ihren Entwicklungsprozess auf der Grundlage Ihres Portfolios darstellen und den anderen Kommiliton/innen ein kritisch-konstruktives Gegenüber sind. Da wir für die einzelnen Präsentationen nicht allzuviel Zeit haben werden, bitten wir Sie, auf Power-Point bzw. Folienpräsentationen ebenso wie auf Thesenpapiere zu verzichten. Versuchen Sie, die zentralen Aussagen, das, worauf es Ihnen im Hinblick auf Ihre Erfahrungen in den letzten Semestern im Studium und Ihre Entwicklungsaufgabe(n) ankommt, prägnant und verständlich vorzutragen. Die Blickrichtung ist dabei nicht nur rückwärts, sondern zugleich auch vorwärts gewandt, die nächsten Entwicklungsschritte in das Masterstudium und das Praxissemester sollen antizipiert werden. Jede Präsentation in der Kleingruppe besteht also aus einem Dreischritt: zurückblickend präsentieren - Perspektiven vervielfältigend diskutieren - vorausblickend sich entwerfen. Der Reflexionsbericht dient der Vorbereitung auf die Präsentation.