Lässt sich die zentrale Stellung des Subjekts überwinden, die unser gesellschaftliches Denken und Zusammenleben bis heute prägt? Trotz vielfältiger theoretischer Ansätze bleibt das Subjekt als grundlegende Instanz bestehen – es stabilisiert damit nicht nur bestehende Machtverhältnisse, sondern wirkt selbst als Träger einer tiefgreifenden, differenzierenden Gewalt. Statt nach neuen Formen der Subjektkritik zu suchen, vollzieht Nicola Mühlhäußer einen radikalen Perspektivwechsel: Im Zentrum steht das Denken jenseits des Subjekts. Inspiriert von Theoretiker*innen wie Gilles Deleuze und Félix Guattari, Saidiya Hartman und Paul B. Preciado, entwirft die Autor_in ein Konzept des Relationalen – ein Denken und Leben, das sich über feste Zuschreibungen hinwegsetzt, in ständiger Bewegung bleibt und neue Formen von Verbundenheit, Verantwortung und politischer Praxis erschließt.
Book Launch zu Überschreitungen der Subjektlogik. Relationales Denken und anarchisches Leben am 24.06.2026 an der Universität Bremen.
Anlässlich der Veröffentlichung diskutiert Nicola Mühlhäußer (Autor_in) mit Dagmar Comtesse (Universität Duisburg-Essen, Philosophie) über die Potentiale von queeren und relationalen Überschreitungen des Subjekts. Daniel Loick (Universität Amsterdam, Philosophie) wird eine kurze Einführung geben (online zugeschaltet) und die Veranstaltung wird von Martin Nonhoff (Universität Bremen, Politische Theorie) moderiert. Anschließend werden wir noch gemeinsam auf die Veröffentlichung anstoßen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und die Teilnahme ist auch online möglich.
Weitere Informationen: https://www.woc.uni-bremen.de/events/#nicola-muehlhaeusser-bremen-ueberschreitungen-der-subjektlogik-relationales-denken-und-anarchisches-leben

