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Gedächtnis

Unserer gedächtnispsychologischen Arbeiten betreffen Selektionsprozesse im Arbeitsgedächtnis sowie den Wissensabruf aus dem Langzeitgedächtnis.

Arbeitsgedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis wird als eine zentrale Komponente menschlicher Kognition gesehen und zahlreiche Modelle wurden in der Vergangenheit entwickelt und diskutiert. Eine Frage in solchen Modellen ist, wie bestimmte Elemente im Arbeitsgedächtnis ausgewählt werden und was mit ihnen passiert, wenn sie nicht mehr relevant sind. Wir haben beispielsweise untersucht, inwieweit die Selektion an begrenzte Ressourcen gebunden ist und inwieweit später auftretende Hinweisreize (sog. Retro-Cues) noch eine Selektion im Arbeitsgedächtnis begünstigen.

Beispielhafte Publikationen:

Janczyk, M. (2017). A common capacity limitation for response and item selection in working memory. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 43, 1690-1698.

Gressmann, M., & Janczyk, M. (2016). The (un)clear case of invalid retro-cues. Frontiers in Psychology, 7, 244.

Janczyk, M. & Berryhill, M.E. (2014). Orienting attention in visual working memory requires central capacity: Decreased retro-cue effects under dual-task conditions. Attention, Perception, & Psychophysics. 76, 715-724.

Janczyk, M., Schöler, H. & Grabowski, J. (2004). Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit bei Vorschulkindern mit gestörter und unauffälliger Sprachentwicklung. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 36, 200-206.

Wissensabruf und Sprachmodalität

Im Kontext von z.B. Prüfungen oder Augenzeugenberichten wird Sprachproduktion als Fenster zum Wissen einer Person benutzt. Generell kann man allerdings Antworten oder Aussagen mündlich oder schriftlich geben lassen und es stellt sich die Frage nach der Äquivalenz beider Modalitäten hinsichtlich der Validität des Wissensabrufs. Ausgehend von theoretischen Annahmen die für einen Vorteil der schriftlichen Modalität sprechen, haben wir begonnen, diese Frage systematisch zu untersuchen. Diese Arbeiten werden in Kooperation mit Prof. Dr. Joachim Grabowski (Hannover) durchgeführt.

Publikation:

Janczyk, M., Aßmann, M., & Grabowski, J. (2018). Oral vs. written recall of long-term memory items: Replicating and extending the Writing Superiority Effect across knowledge domains. American Journal of Psychology, 131, 263-272.

Aktualisiert von: Markus Janczyk