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Drittmittel-Projekte

Entwicklung eines Privatsphäre-Management-Systems für personalisierte Assistenzsysteme in Produktion und Service

Drittmittel: BMBF und Europäischer Sozialfonds (ESF)

Laufzeit: 09/2019 - 08/2022

Ansprechpartner: Prof. Dr. Maik Eisenbeiß (Profil)

Abstract:   Die Unterstützung von Arbeitsprozessen mit digitalen Assistenzsystemen dringt inzwischen tief in sämtliche Wertschöpfungsbereiche ein, von der Produktion bis hin zum technischen Service. Sogenannte Wearables wie bspw. Smart Watches oder AR-Brillen assistieren bei der Arbeit. Dabei erlauben sie auch, personenbezogene Daten zu sammeln und zu verwerten, wie etwa zu Bewegungsabläufen oder Blutdruck, aber auch Videoaufnahmen aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld der Beschäftigten. Grundsätzlich bieten sich durch den Einsatz von personenbezogenen Daten wertvolle Potenziale – für Unternehmen und Beschäftigte. Zum Beispiel können Wearables hierdurch eine personalisierte Assistenz bereitstellen. In der Praxis steht und fällt der Erfolg derartiger personalisierter Assistenzsysteme jedoch mit der Akzeptanz seitens der Beschäftigten sowie mit der Rechtskonformität des Systems. Mit dem PersonA-Projekt soll ein Privatsphäre-Management-System für den Einsatz personenbezogener Daten im Rahmen von personalisierten Assistenzsystemen geschaffen werden, das sowohl die Akzeptanz von Beschäftigten steigert als auch die Rechtskonformität gewährleistet und überdies auf unterschiedliche Branchen sowie Arbeitsprozesse anwendbar ist.

Digitalisiertes Ideen- und Arbeitsmanagement in Produktion, Logistik und Handel (Diamant)

Drittmittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Laufzeit: 11/2018 - 10/2021

Asprechpartnerin: Prof. Dr. Vera Hagemann (Profil)

Abstract:  In the DIAMANT project, we are researching how the emerging digital world of work can be innovatively organized and shaped - to the advantage of companies and employees. Our goal is to improve working conditions in everyday work, to make digitized work healthy and motivating, and to develop potential for employees and companies. To this end, modern and learning-friendly working environments with greater self-organisation and individual freedom are made possible at the workplace and in the work process. We involve our employees directly in this bottom-up digitization process. An innovative digitalized idea management system is being developed so that all employees can participate in the process to generate further starting points for improving the digitalized value-added processes and anchor them in the company on a sustainable basis. The workload and the quality of adaptation in digitized working environments are measured using a specially developed instrument for measuring mental stress and strain. An e-coaching system promotes the competence development of employees and managers for their activities in the changed working day.

 

Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation: Regulierungsanforderungen und Wohlfahrtseffekte

Titel: Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation: Regulierungsanforderungen und Wohlfahrtseffekte

Drittmittelgeber: DFG

Laufzeit: 01/2017 - 11/2020

Ansprechpartner: Prof. Dr. Lars Hornuf (Profil)

Abstract: Als Crowdsourcing bezeichnet man die Auslagerung von Tätigkeiten, die traditionell von speziell dafür beschäftigten Akteuren, üblicherweise von internen Mitarbeitern eines Unternehmens, verrichtet wurden, an eine unbestimmte und zumeist große Gruppe von Menschen über einen offenen Aufruf. Dabei wird zwischen den Bereichen »Microwork« und »Online Freelancing« unterschieden. Bei Microwork werden Projekte in Kleinstaufgaben zerlegt, die in Sekunden oder Minuten abgeschlossen werden können. Online Freelancing ist die Auslagerung von professionellen Dienstleistungen an Crowdworker, die in der Regel einschlägige fachliche oder berufliche Qualifikationen besitzen müssen. Crowdsourcing birgt damit ein enormes Potential für Unternehmen, die zu erledigende Aufgaben kurzfristig durch Crowdworker bearbeiten lassen möchten und von der Kreativität einer Gruppe an Akteuren profitieren wollen. Auch für die Crowdworker bringt die neue Arbeitsform Vorteile, nämlich indem diese ihren Arbeitsalltag zeitlich und räumlich flexibler gestalten können. Aufgrund der Partikularisierung ihrer Tätigkeit sind die Crowdworker beim Vertragsschluss, wohl mehr noch als herkömmliche Arbeitnehmer, gegenüber den Auftraggebern und Plattformbetreibern möglicherweise strukturell unterlegen. Das Ziel des Forschungsprojekts ist die Beantwortung der Frage, ob die Rechtsordnung in Deutschland und auf Ebene der Europäischen Union für Crowdsourcing als neue Form der Arbeit geeignete Instrumente und Regelungen bereitstellt, um einen angemessenen Interessenausgleich zu gewährleisten, und inwiefern ein gesetzgeberisches Handeln erforderlich ist. Untersucht wird, ob das vertragliche Arbeitnehmerschutzrecht Anwendung auf Crowdworker findet bzw. finden sollte und welche Möglichkeiten der kollektiven Interessenwahrnehmung den Crowdworkern zur Verfügung stehen oder stehen sollten. Die Untersuchung baut auf vergleichenden Erkenntnissen mit der Rechtslage in den USA auf, weil dort die umfassendsten Erfahrungen mit dem Phänomen Crowdsourcing bestehen und entsprechend die Konsequenzen dieser Betätigungsform für die Beschäftigten besonders sichtbar geworden sind. Aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive wird analysiert, inwiefern Crowdworker einer Tätigkeit nachgehen, um ihren Existenzerhalt zu sichern und welche Zielfunktionen sie alternativ noch verfolgen. Darüberhinaus wird untersucht, in welcher Form mögliche Wohlfahrtsgewinne unter Crowdworkern, Plattform und Crowdsourcern aufgeteilt werden und ob Crowdworker gegen eine unfaire Behandlung durch die anderen beiden Parteien vorgehen. Die Forschungsfragen werden mit den Methoden der empirischen und experimentellen Wirtschaftsforschung beantwortet und es wird rechtsvergleichend gearbeitet. Sollte der Gesetzgeber in den kommenden Jahren ein deutsches Crowdsourcing-Gesetz bzw. eine europäische Crowdsourcing-Richtlinie erlassen, wird mit dem vorhandenen Datenmaterial eine umfassende Evaluierung der neuen Regeln erfolgen. 

Regelbasierte Planung von Betriebsabläufen in Container Terminals

Drittmittelgeber: BMBF

Laufzeit: 08/2017 - 07/2020

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Dietrich Haasis (Profil)

Abstract:   In line with digitalization in maritime logistics container seaport operations play an important role. Automation is already a real up-to-date development, e.g. in Hamburg, Busan or Dubai. The next step will be the seaport 4.0 in line with blockchain technologies, new digital service innovations as well as smart business process models. Within this project, new concepts and algorithms for container yard operations, storage management and crane deployment policies are elaborated. Crane characteristics for rubber-tired gantry cranes and rail-mounted gantry cranes as well as demand patterns extracted from real data are taken into account. The developed algorithms and data analytic models will be seen in the context of smart control options for the seaport 4.0. The project is realized in cooperation with the Pusan National University, akquinet port consulting and Total Soft Bank.

Analyse der Datenschutzerklärungen deutscher FinTech-Unternehmen nach Einführung der DSGVO

Titel: Analyse der Datenschutzerklärungen deutscher FinTech-Unternehmen nach Einführung der DSGVO

Drittmittelgeber: BMBF

Laufzeit: 07/2018 - 11/2018

Ansprechpartner: Prof. Dr. Lars Hornuf (Profil)

Abstract: Ziel dieses Gutachtens ist es, die Auswertung der Datenschutzerklärungen aus dem Gutachten „Neue digitale Akteure und ihre Rolle in der Finanzwirtschaft“ zu aktualisieren und die Veränderungen nach Inkrafttreten der DSGVO zu analysieren. Es wird untersucht, ob und welche Verbesserungen sich aus Kundensicht ergeben haben. Dazu werden alle Datenschutzerklärungen der deutschen FinTech-Unternehmen neu erhoben und mit den im ersten Gutachten analysierten Datenschutzerklärungen verglichen. In einem zweiten Schritt werden die Inhalte der Datenschutzerklärungen geprüft und neu kodiert. In einem dritten Schritt werden für jedes Unternehmen die Datenschutzerklärungen inhaltlich ausgewertet und jeweils 365 Variablen aktualisiert. Schließlich werden die Inhalte der Datenschutzerklärungen vor und nach Einführung der DSGVO gegenüberstellt.

Gefördert durch das ABIDA (Assessing Big Data) Projekt unter Leitung der Westfälische Wilhelms-Universität

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