Zum Hauptinhalt springen

Laufende Drittmittelprojekte

Zukunft der Energieversorgung in der Stahlindustrie - H2B ("Hydrogen to Bremen")

Laufzeit: 2020 bis 2022

Projektfinanziert Mitarbeitende: Julian Thiele (Doktorand)

In diesem von der EU gefördertem Projekt wird in einem interdisziplinären Team von Natur-, Technik- und WirtschaftswissenschaftlerInnen die zukünftige Bereitstellung und Verwendung von Wasserstoff als Energiequelle für die Bremer Stahlindustrie analysiert. Das ganzheitliche Versorgungskonzept nimmt im Sinne einer Roadmap die gesamte Wertschöpfungskette in der Wasserstoffbereitstellung und -verwendung in den Blick. Dazu gehören beispielsweise auch Mobilitätskonzepte und Pläne zur Wärmeversorgung von Quartieren in Bremen, Bremerhaven und den Nachbarregionen.

Solche tiefgreifenden Transformationsprozesse erfordern die Kooperationsbereitschaft und Akzeptanz in der Gesellschaft ebenso wie flankierende Politikmaßnahmen. Um diese Aspekte zu erkunden, werden verhaltensökonomische Untersuchungen im BreLAB durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse gehen in Stakeholder-Workshops ein, um Potenziale, Barrieren und mögliche Politikmaßnahmen zu identifizieren. Von natur- und technikwissenschaftlicher Seite wird in dem Projekt eine Potenzialanalyse zur Realisierung eines Elektrolyseurs am Standort der Stahlwerke Bremen durchgeführt. Das Vorhaben ist ein Verbundprojekt in Kooperation mit der Arbeitsgruppe "Resiliente Energiesysteme" des Fachbereichs Produktionstechnik der Universität Bremen (Koordination) und wird von der Bremer Aufbaubank unter dem Titel "Roadmap für eine graduelle Defossilisierung der Stahlindustrie und urbaner Infrastrukturen mittels Elektrolyse-Wasserstoff in Bremen (H2B)" für 36 Monate finanziert.

Projektposter H2B

Kontakt: Dr. Tobias Wendler

Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR (Mod-Block-DDR)

Laufzeit: 2018 bis 2023

Projektfinanziert Mitarbeitende: Dr. Ann Hipp (Postdoc), Dr. Kehinde Medase (Postdoc), Charlotta Cordes (Doktorandin), Jarina Kühn (Doktorandin), Mareike zum Felde (Doktorandin), Björn Jindra, PhD (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Das Verbundprojekt „Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR" wurde vom BMBF zur Förderung ausgewählt und wird seine Arbeit zum 1. Dezember 2018 aufnehmen. Das Ziel des Verbundprojektes besteht darin, die staatssozialistischen Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR zu identifizieren, ihre Wirkungen auf die vergangene realwirtschaftliche Entwicklung zu analysieren und ihren bis heute andauernden Einfluss auf die sozio-ökonomischen Disparitäten zwischen den Alten und den Neuen Bundesländern aufzuzeigen. Die empirischen Analysen beziehen sowohl innerdeutsche Vergleiche als auch Vergleiche mit Nachbarländern in Ostmitteleuropa ein. Die Laufzeit beträgt zunächst vier Jahre.

Das Verbundprojekt gliedert sich in sieben zusammenhängende Teilprojekte und bezieht Verbundpartner:innen an der TU Berlin, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder ein. Damit wird erstmals in einem mehrjährigen Verbundprojekt mittels historischer, soziologischer, politikwissenschaftlicher und volkswirtschaftlicher Herangehensweisen ein gemeinsamer Erkenntnisgegenstand bearbeitet, um die Modernisierungsdefizite der DDR und ihre Folgen umfassend zu analysieren. Ein Schwerpunkt des Projektverbundes liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, indem aus den Projektarbeiten heraus Promotions- und Habilitationsarbeiten entstehen. Neben den vom BMBF finanzierten Verbundpartnern ist an der Universität Bremen die Professur für Volkswirtschaftslehre, insbes. Institutioneller Wandel, ein enger und dauerhafter Kooperationspartner des Verbundes, der die Analysen für die DDR und Nachbarländer Ostmitteleuropas um Vergleiche zur Sowjetunion und Russland ergänzt.

Kontakt: Jarina Kühn

Weitere Informationen

Projektwebsite

BYRD Logo

Postdoc-Netzwerk "Learning (from) Transformation"

Laufzeit: 2022 bis 2023

Wir leben in Zeiten von globalen Herausforderungen. Diese Herausforderungen wie der Klimawandel, die Ressourcenknappheit und Pandemiebedrohung sind zu allgegenwärtig, als dass sie durch kleine Innovationsprozesse gelöst werden könnten. Daher ist der Ruf nach Transformation im Sinne von disruptiven, wegweisenden Veränderungen unabdingbar. Am Ende des 20. Jahrhunderts haben die postsozialistischen Länder eine radikale Transformation erlebt. Der radikale Systemwechsel wurde in vielen Ländern wie der DDR, der Tschechischen Republik und den baltischen Ländern durch eine Schocktherapie vollzogen. Wir beginnen gerade erst, die langfristigen Folgen dieses historisch einmaligen Ereignisses zu verstehen, ganz zu schweigen von den Lehren, die wir daraus ziehen. Hier setzt das Postdoc-Netzwerk "Learning (from) Transformation" an. Unser Ziel ist es, Ökonomen, Historiker, Politikwissenschaftler, Soziologen und Kollegen aus anderen Disziplinen von der Universität Bremen und den ihr angeschlossenen Einrichtungen zusammenzubringen, um die oben genannten (und verwandte) Fragen zu diskutieren.

Das Netzwerk wird von BYRD - Bremen Early Career Researcher Development, dem Nachwuchszentrum der Universität Bremen, finanziell gefördert.

Kontakt

Dr. Ann Hipp
Dr. Mariia Shkolnykova

Website

Logo Volkswagen Stiftung

Neue Migrationsbewegungen vor dem Hintergrund der russischen Invasion in der Ukraine: Soziale und wirtschaftliche Konsequenzen für die Ukraine und Polen: statistische Analysen und Prognosen

Laufzeit: 2022 bis 2023

Projektfinanzierte Stipendiatin: Dr. Svitlana Chugaievska

In diesem Vorhaben werden die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der neueren Migrationsbewegungen vor dem Hintergrund der russischen Invasion in der Ukraine untersucht. Dabei stehen die Folgen für die Ukraine selbst sowie für Polen im Mittelpunkt der Betrachtungen. Die Analysen beziehen sich insgesamt auf den Zeitraum der letzten 10 Jahre, in denen verstärkte Migrationsflüsse zu beobachten sind. Das Augenmerk liegt auf Vergleichen über die Zeit und die über die Zeit variierenden soziodemografischen Ausprägungen der Migration. Es werden statistische Methoden und Prognosetechniken (Modelle, Szenarien) angewandt. 

Svitlana Chugaievska ist Professorin im Fachbereich Mathematische Analysen, Business Analysen und Statistik sowie Leiterin des Zentrums für Statistik, Soziologische und Ökonomische Forschung an der Zhytomyr Ivan Franko State University, Zhytomyr, Ukraine.

Kontakt: Dr. Mariia Shkolnykova

Resiliente Transformationspfade einer regionalen Wasserstoffwirtschaft - hyTracks

Laufzeit: 2020 bis 2023

Projektfinanziert Mitarbeitende: Susanna Bolz (Doktorandin)

In diesem Projekt wird in einem interdisziplinären Team von Technik-, Informatik- und Wirtschaftswissenschaftler:innen ein Modellierungsansatz für die Begleitung von Transformationsprozessen erarbeitet. Ziel des Projekts ist es, mögliche Transformationspfade zu einer regionalen Wasserstoffwirtschaft am Beispiel des Bremer Industriehafens zu entwickeln. Hierzu werden sozio-ökonomische Zusammenhänge untersucht und unter Einbeziehung von Stakeholdern Transformationspfade entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette erarbeitet. Ansätze aus der Innovationsforschung, agentenbasierten Modellen sowie Energiesystemmodellen werden hierbei kombiniert. Im Zentrum des Projekts steht die ganzheitliche Modellierung dieser Verknüpfungen und die Nutzung einer Partizipationsplattform. Die interaktive Plattform wird es ermöglichen die systemischen Auswirkungen von Entscheidungsprozessen und Maßnahmen interaktiv zu visualisieren. Somit werden partizipative Prozesse und der Einbezug von Stakeholdern für die Gestaltung von Transformationspfaden bestärkt.

Tiefgreifende Transformationsprozesse erfordern die Kooperationsbereitschaft und Akzeptanz in der Gesellschaft ebenso wie flankierende Politikmaßnahmen und ein genaues Verständnis der Systemzusammenhänge. Um diese Aspekte zu erkunden, werden von wirtschaftswissenschaftlicher Seite Verknüpfungen wirtschaftlicher Akteure und Sektoren ebenso untersucht wie die Relevanz von Technologienetzwerken. Die gewonnenen Erkenntnisse gehen unter anderem in Stakeholder-Workshops unter Verwendung des BreLAB ein, um die quantitativen Erkenntnisse durch qualitative Einsichten besser interpretierbar und nutzbar zu machen. Von informatik- und technikwissenschaftlicher Seite werden die technologischen Zusammenhänge entlang der Wertschöpfungskette untersucht sowie die Programmierung der Partizipationsplattform durchgeführt.

Das Vorhaben ist ein Verbundprojekt in Kooperation mit der Arbeitsgruppe "Resiliente Energiesysteme" des Fachbereichs Produktionstechnik der Universität Bremen (Koordination) sowie dem „Digital Media Lab“ des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Universität Bremen. Das Projekt wird von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Titel "Entwicklung einer Stakeholder-orientierten Interaktionsplattform für die Gestaltung resilienter Transformationspfade einer regionalen Wasserstoffwirtschaft (hyTracks)“ für 36 Monate finanziert.

Für mehr Informationen klicken Sie hier

Kontakt:  Dr. Tobias Wendler

DFG Netzwerk "Die Dynamik von Innovationssystemen: Perspektiven, Einflussnahmen und Operationalisierung"

Laufzeit: 2022 bis 2024

Das wissenschaftliche Netzwerk „Die Dynamik von Innovationssystemen: Perspektiven, Einflussnahmen und Operationalisierung“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über drei Jahre gefördert.

Das Netzwerk hat zum Ziel, einen Forschungsaustausch über Innovationssysteme zu ermöglichen und ein Verständnis über deren Einfluss und Operationalisierung zu erarbeiten. Es besteht aus 18 Mitgliedern von 14 wissenschaftlichen Einrichtungen, darunter sechs internationale Partner aus Großbritannien, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz. Das Netzwerk bündelt eine umfangreiche Expertise zu den verschiedenen Arten von Innovationssystemen und verbindet Ökonom:innen mit Politolog:innen, Geograf:innen und Ingenieur:innen.

Das Vorhaben wird mehrere Arbeitstreffen und zwei internationale Konferenzen umfassen, die in Bremen, Göttingen, Braunschweig und Jena stattfinden.

Kontakt: Dr. Ann Hipp

Weiterführende Informationen

Untersuchungen zur CO2-Speicherung an Ozeankrustengesteinen – AIMS3 (Alternate scenarios, Innovative technologies, and Monitoring approaches for Sub-Seabed Storage of carbon dioxide)

Laufzeit: 2021 bis 2024

Projektfinanziert Mitarbeitende (ab 2023): N.N. (Postdoc)

In diesem Projekt wird in einem interdisziplinären Team von Natur-, Technik- und Wirtschaftswissenschaftler:innen das Potential der Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) in Ozeankrustengesteinen untersucht. Insbesondere die Effizienz dieser Speichermethode sowie ihre langfristige Sicherheit ist bislang ungeklärt und soll untersucht werden. CCS gilt als vielversprechende Technologie, um die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen einzuhalten. Im Rahmen des Projektes werden natur-, technik- und gesellschaftswissenschaftliche Aspekte zu den Potentialen und der Umsetzbarkeit dieser Speichermethode analysiert.

Neue Technologien und insbesondere Eingriffe in die Natur erfordern ein hohes Maß an Akzeptanz in der Gesellschaft. Vor allem im Hinblick auf mögliche politische Maßnahmen ist ein genaues Verständnis der Akzeptanz ebenso entscheidend wie hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Die Arbeitsgruppe „Innovation und Strukturwandel“ beteiligt sich in dem Projekt mit der Durchführung einer Umfragestudie sowie sogenannten ‚citizens-jury‘ Workshops, um Erkenntnisse zur Akzeptanz in der Bevölkerung zu gewinnen. Darüber hinaus werden im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse die ökonomischen und ökologischen Vor- und Nachteile quantitativ analysiert.

Das Vorhaben ist ein Verbundprojekt im Rahmen der vom BMBF geförderten Deutschen Allianz Meeresforschung und wird durch das MARUM koordiniert. Das Projekt wird unter dem Titel „Alternate scenarios, Innovative technologies, and Monitoring approaches for Sub-Seabed Storage of carbon dioxide (AIMS3)“ für 36 Monate gefördert. Mitglieder des Verbundes sind neben der Universität Bremen das GEOMAR Kiel, das Fraunhofer IPM Freiburg sowie die Sea&Sun Technology GmbH.

News zum Projekt

Für mehr Informationen klicken Sie hier

Kontakt: Dr. Tobias Wendler