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Karriere

Die Integrierten Europastudien sind ein vielfältiger Studiengang und genauso vielfältig sind auch die späteren Berufswege. Wer IES mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung studiert, kann später einmal als Analyst, Fachreferent oder PR-Berater bei Verbänden, Ministerien, EU-Behören oder in der Geschäftswelt arbeiten. Genauso gut vorstellbar ist aber auch eine Karriere als BeraterIn im internationalen Management in Europa.

Absolventen mit kulturwissenschaftlicher Ausrichtung haben nicht minder spannende Berufsaussichten vor sich: Anstellungen im Kulturmanagement, Tourismus, Kulturaustausch, in den Medien oder im Bereich von Nichtregierungsorganisationen sind denkbar. Genauso sind aber auch Stellen in Archiven oder Stiftungen möglich.

Wem das nicht konkret genug ist, für den geben IES-Absolventen hier einen Einblick in ihren ganz eigenen, speziellen beruflichen Werdegang.

Wo und als was arbeitest Du gerade?
Ich bin Bildungsreferentin in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung in Polen. Hier organisiere ich Projekte im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit.

Wann hast Du IES abgeschlossen?
Ich habe IES von 2007 bis 2010 mit kulturhistorischer Ausrichtung (Polen) studiert.

Was hast Du nach dem BA gemacht?
Nach meinem Bachelor habe ich zunächst meinen Master in Intercultural Communication Studies an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Adam Mickiewicz Universität Posen gemacht. Polen war also weiterhin ein wichtiger Bestandteil meines Studiums. Im Anschluss habe ich zunächst ein Praktikum beim Bundesverband Deutscher Stiftungen absolviert und war dann Hospitantin bei der Robert Bosch Stiftung im Bereich "Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn".

Empfehlungen an Studienanfänger_innen
- neben dem Studium durch Praktika, ehrenamtliches Engagement oder Tätigkeiten als studentische/wissenschaftliche Hilfskraft erste praktische Erfahrungen sammeln um zu gucken, was einen interessiert und wo der Weg nach dem Studium hingehen kann.
- eine Balance finden zwischen Schwerpunktsetzung und Belegung von Seminaren, die einen interessieren, auch wenn sie nicht unmittelbar etwas mit der Studienrichtung zu tun haben.
- und für alle IES-Absolvent_innen: Habt Geduld, wenn es nach dem Abschluss nicht sofort bei der Jobsuche klappt! Oft ergibt es durchaus Sinn, noch ein Praktikum zu machen oder durch Traineeships oder Volontariate einen Einstieg zu schaffen. In meinem Fall hat sich Geduld definitiv ausgezahlt!

Christina Hübner, wo und als was arbeitest Du gerade?
Ich arbeite derzeit als Mentorin und Dozentin für International Relations im Rahmen der Ashinaga Africa Initiative in Kampala (Uganda)

Wann hast Du IES abgeschlossen?
Ich habe IES von 2012 bis 2015 in der sozialwissenschaftlichen Ausrichtung studiert. Inhaltlich habe ich durch meine beiden Auslandssemester (Kanada und Italien) einen etwas ungewöhnlichen Schwerpunkt auf International Development gelegt.

Was hast Du nach dem BA gemacht?
Nach meinem Bachelor habe ich einen MSc in Global Peace and Conflict an der University of Aberdeen (Schottland) begonnen, den ich im August 2016 abgeschlossen habe.

Empfehlungen an Studienanfänger_innen
- Das interdisziplinäre Angebot im ersten Semester auskosten und ab dem zweiten Semester die Weichen (z.B. Praktika) für die inahltlichen Schwerpunkte stellen.
- Unbedingt die Fremdsprachen ausbauen und auch mal etwas "exotisches" ausprobieren.
- Im Auslandssemester vom Standard abweichen: Egal ob durch zwei Auslandssemester, zwei Universitäten oder durch eine ungewähnliche Länderwahl.
- Keine Angst haben, das Feld Europastudien zu erweitern. Ich habe nach dem dritten Semester ein Praktikum in Namibia gemacht, das die Grundlage für meine Bachelorarbeit und meine Kurswahl in den Auslandssemestern gebildet hat.
- Engagement: Egal ob als Study Buddy, in der Hochschulpolitik oder durch Volunteering.

Carolin J. Werner, wo und als was arbeitest du gerade?

Ich habe im August eine Stelle bei der NGO International Justice Mission in Berlin angefangen. Es ist die größte Menschenrechtsorganisation, die sich gegen moderne Sklaverei einsetzt und einen nachhaltigen Ansatz zur Bekämpfung von Gewalt gegen die Menschen in Armut entwickelt hat. Das Headquarter der Organisation hat ihren Sitz in Washington, D.C. und das Berliner Partnerbüro gibt es erst seit 3 Jahren. Ich bin für die Mobilisierung und Betreuung von Ehrenamtlichen zuständig. Das beinhaltet unter anderem die Betreuung von über 300 Ehrenamtlichen, die wir Botschafter*innen nennen. Ich schule 5x im Jahr neue Botschafter*innen, die uns als Organisation in der modernen Abschaffungsbewegung von Sklaverei und Menschenhandel unterstützen. Des Weiteren reise ich quer durch Deutschland und versuche weitere Menschen für unsere Bewegung zu mobilisieren. Die Schwerpunktarbeit vom Berliner Büro liegt in der Aufklärungsarbeit und Interessenvertretung in der Politik. Zusätzlich generieren wir Spenden für die Arbeit vor Ort in den Einsatzländern, wie z.B. Indien, Thailand, Philippinen, Ghana, Uganda, Kenia und noch viele mehr.

Wann hast du IES abgeschlossen?

Ich habe meinen Bachelor im Oktober 2010 angefangen und im Mai 2014 abgeschlossen.
Vor meinem Auslandssemester im 5. Semester in Kanada, habe ich den kulturhistorischen Schwerpunkt mit osteuropäischer Ausrichtung gewählt. Nach meinem Auslandssemester habe ich noch weitere Semester drangehängt, um meinen Schwerpunkt auf die politikwissenschaftliche Schiene auszurichten und einige Praktika zu absolvieren.

Was hast du nach dem BA gemacht?

Nach meinem Bachelor habe ich an der Uni Bremen den Master für Politikwissenschaften angefangen und werde im März 2017 meine Masterarbeit abgeben. Neben dem Studium habe ich eine Teilzeitstelle in dem Headquarter von KAEFER Isoliertechnik angefangen und dort bis zu meinem Arbeitswechsel in der Abteilung für internationale Kommunikation, Marketing und Social Responsibility gearbeitet.

Was empfiehlst du  Studienanfänger*innen?

Als erstes würde ich sagen, lass dich nicht verrückt machen J Als ich mein Studium begonnen habe, war ich mir nicht sicher, welches Ziel ich mit diesem Studium habe. Mir hat das Programm des Studiengangs zugesagt, weil es so vielseitig war, was für mich perfekt gewesen ist, da ich noch nicht wusste, was ich mal machen möchte. Ich bin gerade aus meinem Auslandsjahr in Südamerika zurückgekommen und bin recht naiv gestartet. Ich wusste nicht mal richtig, was NGOs sind, bzw. wusste nicht, dass man diese so nennt. Außerdem habe ich mir ein Wörterbuch für Soziologische Begrifflichkeiten angeeignet, da ich sonst vermutlich ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre.
Ich würde empfehlen, das Studium die ersten 3 Semester ruhiger anzugehen und nicht versuchen alles auf Anhieb unter einen Hut zu bekommen. Wenn man nicht, so wie ich, verlängert studieren möchte, sollte man sich spätestens nach Semester 3 mit der eigenen Zielsetzung auseinander setzen. Es macht Sinn sich zu überlegen, ob und welchen Master man gegebenenfalls machen möchte, damit man die richtigen Seminare wählt, um die Studienvoraussetzungen zu erfüllen – sprich in den jeweiligen Themenschwerpunkten genug Credit Points vorweisen zu können.

Das A und O während des Studiums sind diverse Praktika, Nebenjobs und ehrenamtliches Engagement. Natürlich ist dein Unizeugnis bei späteren Bewerbungen auch wichtig, aber meiner Erfahrung nach kommt es noch mehr auf Arbeitszeugnisse und Praktikumszeugnisse an. Mein Tipp also, versuche dir einen Nebenjob zu suchen, von dem du  nicht nur finanziell profitierst, sondern auch inhaltlich und nutze Semesterferien vielleicht nicht nur zum Reisen, sondern auch für das ein oder andere Praktikum.

Wo und als was arbeitest Du gerade?
Beratend in der Wirtschaft. Ich schreibe politische Risikoanalysen (Bereich: Political Risk Analysis) bei einem Unternehmen, welches wiederum andere Unternehmen bei ihren Aktivitäten weltweit berät.


Wann hast Du IES abgeschlossen?
IES habe ich von 2006-2010 studiert. Ich habe die kulturgeschichtliche Ausrichtung (Russland) studiert. Durch die Wahlpflichtfächer habe ich
meinen inhaltlichen Schwerpunkt auf Politikwissenschaften gelegt.


Was hast Du nach dem BA gemacht?
Nach meinem BA habe ich das achte Semester für Reisen und Praktika genutzt und anschließend am University College London einen MA in Politik,
Sicherheit und Integration gemacht. Innerhalb des MA war mein regionaler Fokus Zentralasien.


Empfehlungen an Studienanfänger:
- das interdisziplinäre Angebot der IES nutzen, aber spätestens ab dem dritten Semester einen inhaltlichen Schwerpunkt legen. Sprachen werden überall gern gesehen und sind wichtiger Bestandteil regionaler Expertise, Englisch wird in der Regel vorausgesetzt. Sehr gute Noten nach
dem ersten  (und zweiten) Semester erhöhen die Chancen auf ein Stipendium, z.B. bei politischen Stiftungen. Hierum muss man sich allerdings zeitnah kümmern, was nicht jedem gelingt.
 - Beim Engagement jenseits des Studiums das Praktische mit dem Interessanten verbinden: durch Jobs, Praktika, Sprachkurse, Reisen, freiwilliges   Engagement usw. sammelt man wichtige (Auslands-)Erfahrung. Bei Bedarf oder Orientierungslosigkeit auch mal ein Urlaubssemester einschieben und praktisch Arbeiten oder eigenen Ideen nachgehen.
- Abgesehen von den persönlichen Qualifikationen sind Kontakte ein wichtiges, zu oft das entscheidene Kriterium für die Einstellung. Es gibt verschiedene Formen Kontakte zu knüpfen: nach dem Vortrag beim Wein, Engagement in Parteien, Verbänden, Vereinen oder z.B. direkt bei AIESEC. Wem das alles zu zweckorientiert ist, der geht einfach ins Bremer Viertel und lernt Menschen kennen. Ob aus Interesse an seinen Mitmenschen bis zu rein karrieregeleiteten Motiven - grundsätzlich ablehnen sollte man "Netzwerken" nicht

Wo und als was arbeitest Du gerade?
Ich arbeite als Referentin der Geschäftsstelle beim Weltenergierat - Deutschland. Der Weltenergierat ist das deutsche nationale Komitee beim World Energy Council. Ich bin für Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung, Mitgliederpflege, Organisation uvm. verantwortlich.

Wann hast Du IES abgeschlossen?
IES habe ich von 2005-2008 studiert. Wir waren wohl der 2. BA Jahrgang. Ich habe den sozialwissenschaftlichen Zweig studiert.

Was hast Du nach dem BA gemacht?
Gleich nach dem BA habe ich den "Euromaster" an der University of Bath angefangen. Teil des Prorgamm war es, nach 3 Monaten an die Sciences Po Paris und nach weiteren 3 Monaten an die Humboldt- Universität Berlin zu wechseln. In Berlin habe ich dann im November 2009 meine Masterarbeit zum Thema "EU-Strategie für den Ostseeraum" eingereicht. Im Juni 2010 war die Graduation in Bath.

Meine Empfehlungen an Studienanfänger:
- Egal was man anfängt, macht, studiert, arbeitet: man sollte Lust darauf und Spaß dabei haben. Immer.
- Praktika, ehrenamtliches Engagement und eigene Projekte sind nützlicher auf dem Lebenslauf als spezielle Studienkurse (es sei denn, man möchte in die Forschung). Ich wurde bei meinen Bewerbungsgesprächen niemals nach den Inhalten von meinen Seminaren gefragt.
- Ein gutes Praktikum, bei dem man viel lernt, Kontakte knüpft und sich spezialisiert, ist auch nach dem Studium sinnvoll - das war zumindest bei mir so.
- Wer sich ab dem ersten Semester nach finanzieller Förderung umschaut, könnte Erfolg haben. Die Auswahl für Stipendiaten ist langwierig.

Ivo, wo und als was arbeitest Du gerade?
Ich studiere gerade Internationale Beziehungen (MPhil) an der Uni Oxford

Wann hast Du IES abgeschlossen?
Ich habe IES im September 2015 abgeschlossen

Was hast Du nach dem BA gemacht?
Nach meinem Bachelor habe ich ein Gap Year und diverse Praktika gemacht.

Aktualisiert von: Björn Scheetz