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Ausbildung – "Bleib dran!"

Alle, die einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, wünschen sich einen erfolgreichen Verlauf der Berufsausbildung. Trotzdem verläuft die Ausbildung nicht immer reibungslos. Nicht jedem fällt die Umstellung leicht, so manches ist vielleicht auch anders als erwartet. Die Tätigkeit, der Beruf entsprechen nicht den Vorstellungen, es kann zwischenmenschliche Konflikte im Betrieb geben, in der Schule läuft nicht alles nach Plan, hinzu können private, finanzielle oder familiäre Probleme kommen...

Werden diese Schwierigkeiten nicht gelöst, kommt es häufig zu unreflektierten Ausbildungsabbrüchen. Die Mitarbeiter*innen von "Bleib dran!" bieten Auszubildenden und Ausbildenden im Handwerk in Bremen und Bremerhaven Unterstützung bei der positiven Bewältigung von Ausbildungskonflikten an. Ziele sind die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen und die Stabilisierung der Ausbildungsverhältnisse.

Ausbildung – "Bleib dran!" bietet Beratung bei allen Konflikten und Problemen an, die eine erfolgreiche Berufsausbildung behindern. Das können Probleme im Betrieb, in der Schule oder im Privatbereich sein. In der Beratung werden gemeinsam mit den Ratsuchenden Konflikte geklärt und Lösungen erarbeitet. Das Angebot steht Auszubildenden und ausbildenden Personen gleichermaßen zur Verfügung. Die Beratung von Ausbildung – "Bleib dran!" erfolgt kostenlos, neutral und vertraulich. Gefördert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Land Bremen vertreten durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Unser Beratungs- und Vermittlungsangebot

Kleine Probleme können schnell große Probleme werden. Sprechen Sie uns daher frühzeitig an, wenn Sie Schwierigkeiten in der Ausbildung haben.

Ausbildung – "Bleib dran!" bietet Beratung und Vermittlung bei allen Konflikten und Problemen an, die eine erfolgreiche Berufsausbildung behindern. Das können Probleme im Betrieb, in der Schule oder im Privatbereich sein. In der Beratung werden gemeinsam mit den Ratsuchenden Konflikte geklärt und Lösungen erarbeitet. Das Angebot steht Auszubildenden und ausbildenden Personen gleichermaßen zur Verfügung. Bei Bedarf ist auch eine längerfristige Begleitung des Ausbildungsverhältnisses möglich.

Die Bearbeitung und Lösung von Konflikten erfordert idealerweise die Einbeziehung aller Beteiligten. Die Vermittlung/Mediation ist daher ein weiterer Bestandteil unserer Arbeit. In den Beratungsgesprächen wird, je nach Problemkonstellation den Ratsuchenden die Möglichkeit eines Vermittlungsgesprächs aufgezeigt und – wenn die Konfliktparteien dies wünschen – durchgeführt.

Ausbildung – "Bleib dran!" arbeitet zudem mit anderen Beratungsstellen zusammen, die bei Bedarf hinzugezogen werden können, z. B. bei der Klärung rechtlicher Fragen, oder an die wir Sie weitervermitteln, wenn spezielle Kompetenzen gefragt sind.

Hintergrund

Bereits in den neunziger Jahren wurde die hohe Anzahl an Ausbildungsabbrüchen - insbesondere im Handwerk - im Bundesland Bremen als ernsthaftes Problem erkannt. Im Zentrum für Arbeit und Politik(zap) der Universität Bremen wurde die Thematik aufgegriffen, um Ursachen und Hintergründe zu erforschen sowie ein praxisnahes Präventions- und Interventionsangebot zu entwickeln, das seit 1999 in dem Projekt Ausbildung - "Bleib dran!" umgesetzt und stetig optimiert wird.

Konzept der Prävention und frühzeitigen Intervention

Wesentliche Bestandteile des Ansatzes von Ausbildung - "Bleib dran!" sind das frühzeitige Erkennen und Bearbeiten von Problemlagen, die den erfolgreichen Verlauf der Berufsausbildung gefährden könnten. Vor diesem Hintergrund wurde ein differenziertes Konzept mit Maßnahmen der Prävention und Intervention auf verschiedenen Ebenen etabliert, die sich auf Ausbildungsberufe konzentrieren, in denen der Anteil der Abbrecher_innen besonders hoch ist.

Unter Prävention lassen sich im Unterstützungskonzept unterschiedliche ergänzende Angebote zusammenfassen, die sich einerseits direkt an die Auszubildenden richten und andererseits Multiplikatoren wie Berufsschullehrer_innen und Ausbilder_innen erreichen. Zu den Maßnahmen, die primär für Auszubildende zugeschnitten sind, gehören Start-up-Veranstaltungen in den Berufsschulen zum Ausbildungsbeginn und Unterrichtseinheiten zu den Themen "Konflikt" und "Konfliktbearbeitung". Für Berufsschullehrer_innen und betriebliche Ausbilder_innen wurden insbesondere in den Jahren, in denen sich das Projekt etablierte, Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Die Intention präventiver Maßnahmen besteht darin, die Akteure in der beruflichen Ausbildung für mögliche Konfliktfelder und den lösungsorientierten Umgang mit Konflikten zu sensibilisieren.

Eng mit den präventiven Maßnahmen ist ein Beratungs- und Vermittlungsangebot verbunden, das die Möglichkeit bietet, bei Konflikten frühzeitig zu intervenieren. Das Beratungsangebot steht prinzipiell allen Ratsuchenden offen und kann in den Sprechzeiten an den kooperierenden Schulen sowie durch freie Terminvergabe in Anspruch genommen werden.

Anbindung der Konfliktberatung am Lernort Berufsschule

Bei Konflikten in der beruflichen Ausbildung und vor allem deren Früherkennung nehmen insbesondere die Berufsschulen als Lernorte sowie die Lehrkräfte als Mittler_innen bei der Prävention und Intervention eine wichtige Rolle ein. Um das Unterstützungsangebot effizient und nachhaltig zu gestalten, ist eine starke institutionelle Verankerung in den Beruflichen Schulen notwendig. Eine niedrige Abbruch- und Wiederholerquote ist zudem ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Berufsschulen.

In der aktuellen Projektphase wird ein Konzept erarbeitet, das sich auf das Qualitätsmanagement an den beruflichen Schulen stützt, um die systematische Einbindung des Unterstützungsangebotes an den Schulstandorten zu intensivieren. Das von den Berufsschulen in Bremen genutzte Qualitätsmanagementmodell Q2E (Qualität durch Evaluation und Entwicklung) bietet dabei die Möglichkeit, entsprechende Qualitätsziele (Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen durch Konfliktberatung und Vermittlung) zu definieren und deren Umsetzung zu steuern und zu überprüfen.

Einbindung in Netzwerke

Die Arbeit von "Bleib dran!" ist in den Arbeitsausschuss "Ausbildungsabbrecher_innen" in Bremen eingebunden, in dem Institutionen, die den Ausbildungsprozess umsetzen und begleiten, mitarbeiten. Vertreter_innen aus Betrieben, Handwerkskammer, Innungen, Berufsschulen, Behörden, Arbeitsamt, Träger der Jugendberufshilfe, Universität und Gewerkschaften tauschen sich regelmäßig zu ausbildungsrelevanten Themen aus.

Die neue Projektphase von "Bleib dran!" wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und die Arbeitnehmerkammer Bremen gefördert.

Termine

Arbeitsausschuss Ausbildungsabbrecher*innen

dienstags, achtwöchig, jeweils um 18:00 Uhr
Zentrum für Arbeit und Politik der Universität Bremen (zap)
Forschungsverfügungsgebäude (FVG)
Celsiusstraße 2, 1. Etage
28359 Bremen

Alle Akteure und Akteurinnen der dualen Berufsausbildung sind herzlich eingeladen, an dem "Arbeitsausschuss Ausbildungsabbrecher*innen" teilzunehmen. Wenn Sie Interesse an der Arbeit des Ausschusses haben, ist Ihr Ansprechpartner

Dr. Frank Meng
Telefon (Büro): +49 (0) 421 - 218 56 708
E-Mail: frank.meng(at)uni-bremen.de

Förderung

Gefördert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), die Arbeitnehmerkammer Bremen und das Land Bremen vertreten durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.