Mental Health Week

Zwischen Vorlesungen und Leistungsdruck - das Gefühl, allem gerecht werden zu müssen!

Ein Studium kann bereichernd sein, aber auch belastend. Prüfungsstress, Zukunftsängste und Selbstzweifel sind für viele Studierende Teil des Alltags. Dabei fühlt es sich häufig so an, als sei man damit allein.

Das möchte die Initiative Barrierearmes Studieren (BaS) von der Universität Bremen ändern. Dafür findet vom 15. bis 19. Juni eine Mental Health Week für Studierende von Studierenden statt. Ziel ist es, psychische Gesundheit zu stärken und sichtbarer zu machen sowie einen offenen Austausch zu diesem Thema zu fördern.

Dazu wird unter anderem Raum für folgende Themen geschaffen:

  • Offene Gespräche auf Augenhöhe und Austausch 
  • Workshops mit praktischen Tipps für den Alltag
  • Vorträge rund um mentale Gesundheit im Studium
  • Weitere Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen und mitzugestalten.

Wir freuen uns auf euch!


Solltet ihr Fragen, Anmerkungen oder Wünsche bezüglich der Teilhabe haben, meldet euch gerne.
Bei der gesamten Veranstaltung wird ein Awareness-Team anwesend sein.

Programm

Kostenfreie Schnupperwoche vom 15. – 19. Juni 2026

 In dieser Woche hat jeder Teilnehmende hat die Möglichkeit, im UniFit Bremen kostenfrei unter fachkundiger Anleitung zu trainieren und Fragen zu stellen. 

 Einzige Voraussetzung: Bitte Sportsachen und ein Handtuch mitbringen, denn es wird geschwitzt. Das Training im Fitnessraum ist ein präventives Training. Teilnehmende mit gesundheitlichen Beschwerden (Rücken, Bluthochdruck, Bandscheibe etc.) können nur am Training teilnehmen, wenn eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ihres Arztes vorliegt! Diese bitte ggf. dem anwesenden Studioleitenden unaufgefordert vorlegen.

Trainingspläne für das UniFit können bei Bedarf unter www.uni-bremen.de/hospo/Service/Formulare heruntergeladen werden.

Das UniFit befindet sich im Sportturm auf dem Universitätsgelände, Umkleiden und Duschen sind ebenfalls vor Ort.

Öffnungszeiten:

Montags bis Freitags 17.00 Uhr – 22.00 Uhr

Gefühl von Ohnmacht? Mitgestalten!

10-12 Uhr, AStA-Etage, Raum A2130 (Konferenzraum), Offene Diskussion und Frühstück, Sprache: Deutsch

Habt ihr das Gefühl, mehr mitgestalten zu wollen an der Universität? Teilt ihr unser Gefühl der Ohnmacht? Dann kommt zu unserem Frühstück mit Diskussion und lasst uns gemeinsam Ideen finden, wie wir mitgestalten und gehört werden können! Wir freuen uns wenn ihr etwas kleines zum Frühstück mitbringt. 

Der Aktionsplan Inklusion der Uni Bremen: Vom strategischen Dokument zur Praxis und was das mit Mental Health im Studium zu tun hat.

14:15-15:15 Uhr, Raum: SFG 2080 , Dr. Lisa Spanka, Vortragssprache: Deutsch

Mit dem Aktionsplan Inklusion hat der Akademische Senat der Uni Bremen ein Dokument verabschiedet, das die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an der Uni voranbringen soll. Der Aktionsplan adressiert alle Statusgruppen an der Uni und nimmt somit auch die Belange von Studierenden in den Blick.

Dieser Beitrag stellt den Aktionsplan mit einem Fokus auf die Maßnahmen, die die gleichberechtigte Teilhabe für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zum Ziel haben, vor und veranschaulicht, wie diese Maßnahmen an der Uni umgesetzt werden. Im Anschluss an den Input haben wir Zeit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion zu den Chancen sowie möglichen Leerstellen des Aktionsplans für die Förderung von mentaler Gesundheit im Studium.

Dr. Lisa Spanka ist Referentin für Inklusion und stellvertr. Leiterin der Arbeitsstelle Chancengleichheit an der Universität Bremen.
Sie ist Kulturwissenschaftlerin und zertifizierte Coach (VNB, IHK Hannover).

Gemeinsamer Mental Health Spaziergang (offen für alle!)

16:00 Uhr-17:00 Uhr (Offenes Kommen & Gehen), Treffpunkt: Glashalle, Sprache: Deutsch & Englisch

Neben stressigen Universitätsabgaben und Druck, möchten wir gemeinsam in einem Spaziergang die frische Luft genießen. Kommt gerne vorbei und tauscht euch mit anderen aus und gönnt euch eine Pause! Der Spaziergang ist für eine Stunde angesetzt, aber natürlich kannst du auch früher gehen, falls das besser für dich passen sollte! Wir freuen uns auch dich!

Risiko Studium? Wie geht es Studierenden in Deutschland und an der Universität Bremen?

10:15-11:45, Raum: GW1-HS H1010, Dr. Stefanie Helmer, Vortragsprache: Deutsch 

Studierende werden mit verschiedenen Herausforderungen im Uni-Alltag konfrontiert. Seit der COVID-19-Pandemie wird verstärkt über mentale Gesundheit im Studium gesprochen. Dabei stellt sich auch die Frage: Welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit von Studierenden, insbesondere von der Universität Bremen, besonders?
In diesem Vortrag werden aktuelle Erkenntnisse zur gesundheitlichen Situation von Studierenden in Bremen  als auch deutschlandweit und im internationalen Vergleich vorgestellt. Dabei geht es unter anderem um Belastungsfaktoren im Studienalltag, dem Gesundheitsverhalten sowie möglichen Zusammenhänge mit der mentalen Gesundheit, wie depressive Verstimmungen. Außerdem wird eine neue Umfrage zur mentalen Gesundheit von Studierenden der Universität Bremen vorgestellt, die Erfahrungen ebenso wie Herausforderungen sichtbar machen soll.

Get to know "brynja e.V."

14:00-15:30, Boulevard, Brynja e.V., Sprache: Deutsch und Englisch

Psychologische Hilfe mit niedriger Schwelle sollte für alle zugänglich sein! Wir von brynja e.V. verbinden therapeutische, gemeinschaftsorientierte und sozialkritische Ansätze im Bereich der psychischen Gesundheit zu einem vielfältigen Angebot an Workshops, Kursen und Veranstaltungen. Alle Angebote werden von qualifizierten Fachkräften geleitet und bieten Raum für den Austausch persönlicher Erfahrungen sowie das Entdecken neuer Perspektiven. Unsere Initiative wird vollständig von Freiwilligen getragen und finanziert sich durch Spenden sowie Kooperationen mit der lokalen Kultur- und Mental-Health-Szene. Wenn du mehr über uns erfahren möchtest, schau auf unserem Instagram-Profil (@brynja_raum) vorbei, komm an unserem Stand vorbei und unterhalte dich mit uns!

Was brauchst du an der Universität? 

14:00-15:30, Boulevard, Pauline Kriegler, Miriam Schachtebeck und Anik Weselmann, Sprache: Deutsch

Die drei Studierenden Pauline Kriegler, Miriam Schachtebeck und Anik Weselmann des Studiengangs Public Health an der Universität Bremen beschäftigen sich mit Perspektiven rund um die psychische Gesundheit im Studienalltag.

An einer interaktiven Station besteht die Möglichkeit, Gedanken, Erfahrungen und Ideen dazu auszutauschen, was sich im Uni-Alltag oder auf dem Campus ändern sollte, um die psychische Gesundheit von Studierenden zu stärken. Dabei geht es nicht darum, sofort fertige Lösungen zu entwickeln, sondern darum, Erfahrungen sichtbar zu machen, den Austausch anzuregen und für psychische Belastungen im Hochschulalltag zu sensibilisieren.
Die gesammelten Beiträge und Ergebnisse werden anschließend zusammengetragen, um zentrale Gedanken festzuhalten und für weitere Diskussionen zugänglich zu machen.
 

Laut Fühlen: Ein Poetry-Slam Workshop

16:00-19:00, Raum: SFG 2080, Lena Sterzik, Sprache: Deutsch & Englisch

Beim Poetry-Slam-Workshop wollen wir in einem unbezwungenen Kontext zusammenkommen und gemeinsam texten. Wir führen Schreibübungen durch, lernen spielerisch, auf der Bühne über unseren Schatten zu springen und erkunden, wie man durch das kreative Schreiben die eigenen Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen kann. Im Poetry Slam ist fast alles erlaubt: ihr dürft Leute zum Lachen, zum Weinen oder auch einfach zum Nachdenken bringen. Der Poetry Slam ist dabei nicht nur eine Möglichkeit der kreativen Entfaltung. Er schafft außerdem einen Raum, in dem wir unseren Gefühlen Ausdruck verleihen dürfen und auf Themen aufmerksam machen können, die uns bewegen.
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Workshop ist der ideale Rahmen, um das kreative Schreiben entspannt auszuprobieren und für sich zu entdecken!

Lena Sterzik steht bereits seit fünf Jahren immer mal wieder auf der Bühne, um an Slams teilzunehmen und hat unter anderem beim Aktionstag gegen Diskriminierung an der Uni Bremen vorgetragen. Für sie ist das Schreiben seit jeher ein Ventil, um Abstand zum Alltagsstress zu gewinnen und ihre Gefühle zu verarbeiten.

Gemeinsamer Care-Spaziergang (für Menschen mit Care-Verantwortungen) 

09:30 Uhr-10:30 Uhr (Offenes Kommen & Gehen), Treffpunkt: Familienraum (Eingang durch die Räume der campus kids auf dem Boulevard), Sprache Deutsch & Englisch 

Du hast Lust dich mit anderen an der Uni über Care-Verantwortungen (wie Kindererziehung oder das Pflegen von Angehörigen) zu vernetzen und dabei gleichzeitig ein wenig zu spazieren? Dann komm gerne zu unserem gemeinsamen Care-Spaziergang! In entspannter Runde schauen wir uns einige Räumlichkeiten in der Universität an, welche man als Person mit Care-Arbeit genutzt werden können, und kommen in den Austausch — Kinder sind dazu auch herzlichst eingeladen! Der Spaziergang ist für eine Stunde angesetzt, aber natürlich kannst du auch früher gehen, falls das besser für dich passen sollte. Wir freuen uns auch dich! 

Selbstmanagementmethoden im Studienalltag

10:30-11:30, Raum SFG 1080, Christian Maerten, Sprache: Deutsch

Im Studienalltag sind Studierende mit unterschiedlichen, oft neuen
Herausforderungen der Selbstorganisation konfrontiert: Aufgaben- und Tagesplanung, Zeitmanagement und fokussiertes Arbeiten sind Beispiele für Anforderungen, die viele im Studium in neuer Intensität bewältigen müssen.In diesem Vortrag werden Selbstmanagementmethoden vorgestellt, die dabei hilfreich sein können. Er dient als Einführung in das Thema Selbstmanagement und ist eine Einladung, die Auseinandersetzung mit derlei Hilfsmitteln eigenständig weiterzuführen.

Christian Mearten ist selbständiger Coach und Trainer, der im Rahmen der Studierwerkstatt Seminare zu Selbstmanagement-Themen gibt.

Awareness-Vernetzungsgruppe stellt sich vor

12-13 Uhr, Raum: SFG 2010, Awarness-Netzwerk, Sprache: Deutsch

Wir, die Awareness-Vernetzung, sind eine ehrenamtliche Gruppe Student*innen, die sich aus dem AStA, der StuKo und interessierten Einzelpersonen, sowie der BaS zusammensetzt. Wir setzen uns für die Bedürfnisse der Studierenden im Bereich Awareness ein und versuchen zu vermitteln und Sichtbarkeiten zu schaffen. Komm gerne vorbei und lerne uns und unsere Arbeit kennen.

"Utopia now. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“

13-16 Uhr, Kleines Atelier im GW2 (Raum B3800), StugA Kunst, Sprache: Deutsch

Wie würde eine Universität aussehen, an der du dich wirklich wohlfühlen kannst? Eine Uni ohne ständigen Leistungsdruck? Mit mehr Fokus auf die Studierenden? Was müsste sich verändern und was würdest du dir wünschen?
In unserem Workshop möchten wir gemeinsam mit euch eine solche Wunsch-Uni entwerfen. Ausgangspunkt sind eigene Erfahrungen rund um Studium und Mental Health. Malerisch, schriftlich, fotografisch und/oder als Collage entwickeln wir individuelle und kollektive Utopien davon, wie sich Universität anfühlen könnte.
Es gibt kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ und keine Voraussetzung an künstlerischer Erfahrung. Alle Teilnehmenden entscheiden selbst, wie viel sie teilen möchten.
Wir freuen uns sehr auf eure Ideen!

Studieren mit psychischer Erkrankung: Informationen zum Nachteilsausgleich und möglichen Lernstrategien

10:00-11:00, Raum: FVG M2010, Dr. Ingrid Zondervan und Cordula Schrör, Vortragssprache: Deutsch

„16% der Studierenden in Deutschland erfahren starke bis sehr starke Studienerschwernisse durch eine chronische Erkrankung oder Behinderung. Davon sind 65% von einer psychischen Erkrankung betroffen (Studierendenbefragung in Deutschland, SoSe 2021; DZHW, 2023). In diesem Seminar werden mögliche Lernstrategien und die Möglichkeiten von Nachteilsausgleich für Studierenden, die von einer psychischen Beeinträchtigung betroffen sind, erläutert und einen Rahmen für Fragen und Diskussion gegeben.“

Cordula Schrör ist Psychotherapeutin und arbeitet als psychologische Beraterin und Leitung in der Beratungsstelle PBS des Studierendenwerks Bremen. Die PBS besteht aus zwei Abteilungen: Die Sozialberatung ist Anlaufstelle für Studierende bei sozialen und finanziellen Fragestellungen; die Psychologische Beratung unterstützt bei studienbezogenen und persönlichen Problemen mit Einzelberatungen, Gruppen und Workshops.

Dr. Ingrid Zondervan leitet die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (KIS). Die KIS ist ein Beratungsangebot für Studierende mit einer sichtbaren oder nicht-sichtbaren körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung und berät zum Nachteilsausgleich im Studium, zur Studienorganisation, zur Härtefallregelung, zum Nachteilsausgleich bei der Studienplatzbewerbung sowie zu Unterstützungsangeboten.

Ernährung und Mental Health?!

14:15-15:45, GW2 A1250, Kathrin Sebastian, Vortragssprache: Deutsch

Ernährung kann sich positiv auf die mentale Gesundheit auswirken - was kann das für den Alltag bedeuten? Welche belastbaren ernährungsmedizinischen Theorien gibt es und welche Fragen hast du dazu? Möchtest du mehr zu deiner "alltäglichen Ernährung" wissen oder zu bestimmten Lebensmitteln, Ideen oder Trends?

Gerne möchte ich hier einen ersten Einblick geben zu entzündungshemmenden Lebensmitteln und darmpositiver Ernährung. Wir können in der Gruppe über deine Themen sprechen und uns gemeinsam austauschen, eine medizinische Beratung kann in diesem Kontext nicht erfolgen.

Kathrin Sebastian ist Zentrale Frauenbeauftrage und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich 12 für Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Bremen. 

Mental Health Journey: Lessons and Reflections

11:00-12:00, Raum: GW1 A0150, Prof. Sarahi Garcia, Sprache: Englisch

In this session, Sarahi Garcia will share personal reflections on her mental health journey while navigating academia, migration, motherhood, and identity. Through a short introductory talk based on her essay A Mental Health Path: Lessons and Reflections, the session will explore the tension between achievement and well-being. The goal of the session is to create an open and honest conversation around mental health, personal growth, and the complexity of being human in demanding environments.

The format will include a short 15-minute presentation followed by an extended open discussion where attendees are encouraged to ask questions and share reflections.

Let’s talk – Austausch für (internationale) Studierende

12:15-13:15, Raum: GW1 A0150, BaS-Team, Sprache: Englisch

What helps students get along well during their studies? What challenges do they face? How can international students be better supported in their day-to-day university life? 
In this open workshop, we want to start a conversation, share experiences, and discuss what it takes to feel more comfortable and better supported at the university. Together, we want to create a space for dialogue, new perspectives, and your voices.

Klimagefühle verstehen & Resilienz stärken

14:00-15:30, Raum: GW1 A0150, Gesa von Blanckenburg, Vortragssprache: Deutsch

Die PsychologistsforFuture (Psy4F) Bremen beschäftigen sich aus psychologischer Perspektive mit dem sozial-ökologischen Wandel und Klimagerechtigkeit. In dem Workshop geht es um Klimagefühle, also alles was die Klimakrise in uns auslöst und wir wir mit diesen Gefühlen umgehen können. Wir möchten die Resilienz der Teilnehmenden zusammen stärken. Der Workshop ist für alle, die interessiert sind. Für alle, die einfach neugierig sind oder sich schon damit beschäftigen oder auch keine Berührung mit dem Thema haben! Wie sich die einzelne Person im Workshop einbringen möchte steht absolut frei, so wie ihr möchtet. Wir freuen uns auf euch!

Gesa ist Psychologiestudentin im Bachelor und seit 1,5 Jahren bei PsychologistsforFuture Bremen aktiv. Ihre Herzensthemen sind Klimagerechtigkeit und Demokratieschutz in denen sie sich ehrenamtlich engagiert. Sie freut sich, wenn sie mit unserer Arbeit etwas Gutes bewirken kann und freut sich über den Austausch mit neuen Menschen.