Projektdetails

Graduiertenkolleg HEARAZ – (Hearable-zentrierte Assistenz: Vom Sensor zur Teilhabe)

Laufzeit: 01.10.2024 - 30.09.2029
Projektpartner:innen: Universität Oldenburg;
Projekttyp: Drittmittelprojekt
Finanzierung: DFG

Beschreibung

Hörgeräte verbessern das Hörvermögen – aber in den kleinen Apparaten steckt viel mehr: als Gesundheitszentrale am Ohr können sie zukünftig vielfältige Aufgaben übernehmen. Konkrete Ansätze verfolgen in den kommenden fünf Jahren die Universitäten Oldenburg und Bremen – mit dabei Prof. Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Gemeinsam werden die Forschenden Hörgeräte mit zusätzlichen Funktionen ausstatten, die rechtzeitig vor einer Sturzgefahr warnen, kognitive Veränderungen erkennen oder den Verlauf einer Parkinson-Erkrankung dokumentieren. Darüber hinaus sollen die Geräte die Wahrnehmung, Kommunikation und Mobilität der Träger:innen durch technische und soziale Vernetzung verbessern. Ziel ist, die Lebensqualität und Teilhabechancen, insbesondere bei älteren und vulnerablen Gruppen, durch die Integration dieser Funktionen nachhaltig zu erhöhen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit rund 6,5 Millionen Euro das Graduiertenkolleg HEARAZ (Hearable-zentrierte Assistenz: Vom Sensor zur Teilhabe), das von beiden Universitäten gemeinsam beantragt wurde. In der ersten Förderphase wird insgesamt 15 Forschenden die Möglichkeit zur Promotion gegeben. Dazu kombinieren sie ihre Kompetenzen und Labore: Oldenburg verfügt über langjährige Erfahrungen in der Hörgeräteforschung und bietet medizinische Fachdisziplinen an, während Bremen die Expertise der Biosignal- und Sprachverarbeitung sowie pflegewissenschaftliche Kompetenzen liefert. Auch die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte dieser Entwicklungen werden berücksichtigt, wobei die späteren Nutzer:innen aktiv in die Gestaltung einbezogen werden.




Aktualisiert von: IPP-Content