Projektdetails

Die Auswirkungen von interprofessionellen Fallbesprechungen auf einer Nurse-led Unit (NLU) im Krankenhaus: eine quantitative und qualitative Triangulation basierend auf einer theoriegeleiteten Konzeptualisierung in der Pflege (Julien Pöhner)

Laufzeit: 01.10.2023 - 30.09.2026
Forschungsteam:

Julien Pöhner, MSc.;

 

Eva-Maria Regelmann, MSc.;

 

Dr. Kathrin Seibert;

 

Prof. Dr. Henrikje Stanze;

 
Projektpartner:innen: Hochschule Bremen; Klinikum Bremerhaven Reinkenheide;
Projekttyp: Promotionsprojekt
Finanzierung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Beschreibung

Das Promotionsprojekt ist Teil einer rahmengebenden Studie mit dem Titel „Nurse-led Unit am KBR:

Mixed-Methods Studie zur Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer Pflege-geleiteten Station im Krankenhaus“, die vom Bundesmisterium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird. 

Ziel der Studie ist die Entwicklung eines Konzepts für eine NLU in einem Krankenhaus in Deutschland. 

Im Krankenhaus treffen Pflegefachpersonen, Ärzt:innen und Therapeut:innen täglich gemeinsam komplexe Versorgungsentscheidungen. Auf NLUs, auf denen Pflegefachpersonen erweiterte Steuerungs- und Entscheidungsverantwortung übernehmen, ist hierfür eine strukturierte interprofessionelle Abstimmung zentral.

Das kumulativ angelegte Promotionsprojekt entwickelt und untersucht hierfür eine interprofessionelle Fallbesprechung als strukturierte Entscheidungsunterstützung im Behandlungsteam. In drei aufeinander aufbauenden Teilstudien wird ein theoriegeleitetes und praxistaugliches Interventionsmodell erarbeitet.

Zunächst wird prospektiv eine Programmtheorie entwickelt. Dazu werden eine systematische Literaturrecherche, Fokusgruppeninterviews sowie eine Dokumentenanalyse durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Auf dieser Grundlage werden Kontextbedingungen, Wirkmechanismen und erwartete Outcomes der Intervention modelliert.

Anschließend wird die Fallbesprechung im klinischen Setting implementiert und im Sinne einer Realist-Evaluation untersucht. Mittels quantitativer Längsschnittbefragung wird analysiert, unter welchen Bedingungen, für wen und warum die Intervention wirkt. Die Ergebnisse dienen der Weiterentwicklung und empirischen Fundierung der Programmtheorie.

Ziel des Projektes ist es, Mechanismen interprofessioneller Entscheidungsprozesse im stationären Setting zu verstehen und ein evidenzbasiertes Konzept zur nachhaltigen Umsetzung pflegegeleiteter Versorgungsstrukturen bereitzustellen.


Weitere Informationen

Pöhner, J., Regelmann, E. M., Seibert, K., & Stanze, H. (2026).A systematic review on content, structure and process characteristics of interprofessional case discussions (InCaD) involving nurses in adult acute hospital care. Journal of Interprofessional Care, 40(1), 167–183. doi.org/10.1080/13561820.2025.2562071

Pöhner, J., Regelmann, E. M., Seibert, K., & Stanze, H. (2026). Initial programme theory developing for interprofessional case discussions (InCaD) in acute hospital care: a realist approach. BMC Health Serv Res26, 21 (2026). https://doi.org/10.1186/s12913-025-13865-5

Pöhner, J. (2025).Pflegegeleitete interprofessionelle Fallbesprechungen (InCaD). Zeitschrift für Palliativmedizin, 26(06), 305-310.



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