Am 8. und 9. Juni 2026 fand das 5. Deutsch-Chinesische Symposium zur Altenpflege unter dem Titel „Altern im Wandel – Innovation und digitale Transformation in der Pflege im deutsch-chinesischen Dialog“ als internationale Online-Fachtagung statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen – unter der Federführung von Prof. Karin Wolf-Ostermann - sowie der Dalian University und der Thieme RECOM GmbH ausgerichtet. Mitveranstalter waren die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Pflege (DCGP) sowie das Leibniz-Konfuzius-Institut Hannover e.V. Die Fachtagung stärkte den deutsch-chinesischen Dialog und eröffnete neue Perspektiven für die Zukunft der Altenpflege.
Die zweitägige Konferenz bot Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Pflegefachpersonen, Lehrenden, Studierenden sowie weiteren Interessierten aus Deutschland und China eine Plattform für den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen und innovative Perspektiven in der Altenpflege. Rund 140 Teilnehmende verfolgten die Vorträge und Diskussionen am ersten Veranstaltungstag, am zweiten Tag, dem Young Scholars Forum, nahmen etwa 70 Interessierte teil.
Das Symposium verfolgte das Ziel, aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze der Altenpflege in Deutschland und China vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und demografischer Veränderungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand der vergleichende Austausch über Perspektiven und Modelle guter Praxis in beiden Ländern sowie die Förderung des deutsch-chinesischen Dialogs zu zukunftsweisenden Entwicklungen in der Altenpflege.
Darüber hinaus wurden die Potenziale von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung für eine qualitativ hochwertige und personenzentrierte Pflege ausgelotet. Die Keynote mit dem Titel „Künstliche Intelligenz in der Pflege – Chancen und Herausforderungen für Forschung und Praxis“ hierzu hielt Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann. Zudem wurden im Rahmen des Symposiums gemeinsam Strategien zur Weiterentwicklung von Pflegebildung und Professionalisierung reflektiert und diskutierten die Anforderungen an die Pflegeberufe in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Identifizierung zentraler zukünftiger Kernkompetenzen in der Pflege. Auf dieser Grundlage wurden Impulse für Forschung, Lehre und pflegerische Praxis abgeleitet, um die Altenpflege in Deutschland und China nachhaltig weiterzuentwickeln und den Herausforderungen des demografischen Wandels wirksam zu begegnen.
Die Referentinnen und Referenten aus Deutschland und China präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Praxisansätze und strategische Konzepte zur Weiterentwicklung der Altenpflege. Im Rahmen des Young Scholars Forum präsentierten Julia Misonow, Janissa Altona, Miriam Steens und Eleonora Durakovic vom IPP aktuelle Forschungsansätze aus ihren Promotionsvorhaben.
Die Beiträge verdeutlichten, dass digitale Innovationen und internationale Kooperationen wichtige Voraussetzungen sind, um die Qualität pflegerischer Versorgung nachhaltig zu sichern und den steigenden Anforderungen alternder Gesellschaften gerecht zu werden.
Das Symposium unterstrich erneut die Bedeutung des deutsch-chinesischen Dialogs für die Weiterentwicklung von Wissenschaft, Bildung und Praxis in der Pflege. Der intensive fachliche Austausch ermöglichte wertvolle Einblicke in unterschiedliche Versorgungssysteme und eröffnete neue Perspektiven für zukünftige gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
Die Veranstalter ziehen ein positives Fazit der Tagung. Die hohe Beteiligung und das große Interesse an den Fachvorträgen zeigen die Relevanz der behandelten Themen und den Bedarf an internationalem Austausch zu den Herausforderungen und Chancen einer zukunftsorientierten Altenpflege. Das 6. Deutsch-Chinesische Symposium zur Altenpflege ist für 2028 an der Partneruniversität in Dalian geplant.




