Detailansicht

Erste ImplementationsPioniere der InnovationsCommunity Urban Health starten ihre Projekte zu hitzeangepasster Stadtentwicklung

Auftakttreffen am Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Sozialepidemiologie, für die Vernetzung der InnovationsCommunity Urban Health (ICUH) im Land Bremen

Zwei neue Projekte im Rahmen der InnovationsCommunity Urban Health (ICUH) mit dem Schwerpunkt „Hitzeangepasste Stadtentwicklung“ sind erfolgreich gestartet. Es sind die ersten ausgewählten ImplementationsPioniere der InnovationsCommunity Urban Health. Am 26.06.2026 fand das Auftakttreffen moderiert von Dr. Stefanie Dreger, Abteilung Sozialepidemiologie des IPP, und Dirk Gansefort, LVG & AfS, statt. 

Das vom BMFTR geförderte Verbundprojekt ICUH befasst sich mit der Schaffung gesunder und gerechter Lebensverhältnisse unabhängig von sozialen Ungleichheiten in Städten und folgt damit dem Leitbild der Umweltgerechtigkeit. Zentrales Anliegen von ICUH ist die Überwindung des „Implementation Gap“, also die Frage, warum Erkenntnisse aus der Wissenschaft und akzeptierte Leitbilder wie das der Umweltgerechtigkeit, Nachhaltigkeit oder der gesundheitsfördernden Stadtentwicklung in der Praxis oft nicht umgesetzt werden und welche Umsetzungshemmnisse hierbei relevant sind. ICUH fokussiert sich auf zwei altindustrielle Regionen – das Ruhrgebiet und Bremen/Bremerhaven.

In Bremen/Bremerhaven werden mit dem Fokus Hitzeangepasste Stadtentwicklung zwei Projekte zur Überwindung von Umsetzungshemmnissen gefördert. Das Projekt Gendersensibler Hitzeschutz – Gesundheitliche Chancengleichheit für wohnungslose Frauen setzt daran an, dass extremes Wetter – zum Beispiel Hitze – die Gesundheit von wohnungslosen Frauen in Bremen erheblich beeinträchtigt, wohnungslose Frauen jedoch oftmals nicht besonders bei Maßnahmen berücksichtigt werden. Das Projekt untersucht daher, welche persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Faktoren sie besonders gefährden, welche spezifischen Bedarfe bestehen und welche Maßnahmen nachweislich helfen können. Die Ergebnisse des Projektes werden unter anderem in einen praxisorientierten Leitfaden mit wissenschaftlich fundierten Empfehlungen für Kommunen zur Vorsorge und Bewältigung von hitzebedingten Gesundheitsrisiken wohnungsloser Frauen einfließen. Das Projekt wird von LieLa e.V. und dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS durchgeführt.

Im Projekt „GRILLE“Gesunde und resiliente Innenhöfe für Lebensqualität in Lehe werden übertragbare Strategien und Maßnahmen zur Vernetzung/Zusammenführung und Begrünung von Hinterhöfen im Sinne der Gesundheitsförderung am Beispiel des Goethequartiers in Bremerhaven entwickelt. Hier leben vergleichsweise viele Menschen mit niedrigem Sozialindex, die aufgrund größerer Empfindlichkeit und geringeren Handlungsmöglichkeiten stark durch Hitze belastet sind. Im Fokus des Vorhabens steht die vertiefte Analyse von formellen und informellen Handlungs- und Umsetzungsoptionen (bauliche, rechtliche, organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen, Akteursnetzwerke, soziale Praktiken und Interessen). Im partizipativen Prozess werden Maßnahmenvorschläge für ein gesünderes, klimaresilientes Quartier entwickelt, von denen insbesondere sozial benachteiligte Menschen profitieren sollen. Grille wird von der Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen GmbH und der Universität Bremen, Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec) durchgeführt.

Weitere Informationen zu ICUH: 

https://www.uni-bremen.de/institut-fuer-public-health-und-pflegeforschung/ippinfo/ausgabe-22/leitthema-2

Kontakt:

Dr. Stefanie Dreger

Abteilung Sozialepidemiologie des IPP

E-Mail: stefanie-dreger@uni-bremen.de

Telefon:0421 218 68822

Die Auftakt-Veranstaltung war am Institut für Public Health und Pflegeforschung. Die Veranstaltung heißt auch: Kick-off. An dem Tag war es sehr heiß.
Die Kick-Off Veranstaltung fand bei großer Hitze am Institut für Public Health und Pflegeforschung statt
Aktualisiert von: IPP-Content