Das Netzwerk stärkt interdisziplinäre Zusammenarbeit, wissenschaftlichen Transfer und die Verbindung ethischer Reflexion mit Praxis, Politik und professionellem Handeln im Gesundheitswesen.
Die Bedeutung ethischer Reflexion von Public Health ist nicht zuletzt durch die SARS-CoV-2- Pandemielage deutlich in den wissenschaftlichen Fokus und das öffentliche Bewusstsein gerückt. Sozialepidemiologische Daten zu Zusammenhängen von sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit erfordern eine verstärkte Betrachtung der ethischen Implikationen von Public Health Interventionen. Während das Feld der Public Health Ethik (PHE) international sehr ausdifferenziert ist, weist es jedoch in Deutschland noch keine systematische Vernetzung in der Praxis sowie keine etablierten Theoriegerüste oder feste Strukturen zur Politikberatung auf. Auf der Ebene erfahrener Wissenschaftler:innen besteht eine fachgesellschaftsübergreifende AG Public-Health-Ethik (www.public-health-ethik.de), jedoch fehlt eine systematische Verankerung des Themas für Masterstudierende und Promovierende sowie Forscher:innen in frühen Karrierephasen.
Daher will das Netzwerk für Public Health Ethik (Netzwerk für PHE) verstärkt ethische Fragen im Gesundheitswesen aufgreifen und systematisch Studierende im Übergang zur Promotion und Promovierende vernetzen. Unser Netzwerk spricht gezielt Forscher:innen in frühen Karrierephasen an, die entweder in Public Health promovieren und ein wissenschaftliches Interesse an ethischen Fragen haben oder die sich langfristig im Bereich PHE verorten möchten. Neben einer lokalen und deutschlandweiten Vernetzung strebt unser Netzwerk vor allem auch interdisziplinäre Zusammenarbeit an. Im Rahmen des Netzwerkes soll gleichwohl auch ein enger Kontakt zu Expert:innen dieses Forschungsbereiches ermöglicht werden. Ebenfalls soll der Wissenstransfer zu diesen relevanten Themen in die Praxis entstehen, um die Sensibilisierung von Fachkräften im Gesundheitswesen voranzubringen.
Die Mitglieder des Netzwerks sind: Christin Diegmann (IPP, AG Public Health Ethik and Health Humanities), Leonie Mac Fehr (IPP, AG Global Health), Kerstin Flohr (IPP, AG Versorgungsforschung), Lena Oeltjen (IPP, AG Versorgungsforschung), Leonie Renelt (IPP, AG Public Health Ethik and Health Humanities) und Imogen Sophia Weidinger (IPP, AG Public Health Ethik and Health Humanities).
Wer Interesse hat, an dem Netzwerk mitzuwirken, ist herzlich willkommen und kann sich über die angegebenen Kontaktdaten an uns wenden.


