Projektdetails

Partner*innen von Menschen mit einer Glücksspiel-Störung: Ressourcen und Barrieren im Recovery-Prozess

Laufzeit: 01.10.2025 - 30.09.2028
Projektpartner:innen: Prof. Belle Gavriel-Fried (Tel Aviv University)
Projekttyp: Drittmittelprojekt
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Beschreibung

Grundsätzlich ist mit Genesung der Übergang von Krankheit zur Gesundheit gemeint. Etwas konkreter bezieht sich dieser Begriff auf den Prozess der Veränderung, durch den die Krankheitssymptome abnehmen oder in Gänze verschwinden. Auf der einen Seite können die Partner*innen von Personen mit einer Glücksspielstörung als Ressource im Genesungsprozess fungieren. Auf der anderen Seite erleben sie eigenständige Belastungen massiver Ausprägung. Während sich bislang eine Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen mit der Art und Weise befasst hat, wie Personen mit einer Glücksspielstörung den Genesungsprozess anstoßen, rückt dieses Forschungsprojekt die Lebenspartner*innen in den Fokus. So soll in verschiedenen Kulturkreisen (Deutschland und Israel) hinterfragt werden, welche Ressourcen Personen im Zusammenleben mit ihren Partner*innen und deren Glücksspielstörung heranziehen bzw. auf welche Herausforderungen und Grenzen sie dabei stoßen. Aufgrund der Neuartigkeit des Forschungsgegenstandes kommt eine rein deskriptive qualitative Forschungsmethodik zum Einsatz. Übergeordnetes Ziel ist es, mit Hilfe von leitfadengestützten Interviews möglichst umfassende Aussagen zu folgenden vier Themenkomplexen zu treffen: Identifikation und Konzeptualisierung (a) der internen und externen positiven Ressourcen, die Partner*innen nutzen, um Personen mit einer Glücksspielstörung bei der Genesung zu unterstützen; (b) der Barrieren, die sie daran hindern; (c) der internen und externen positiven Elemente, die die Partner*innen für sich selbst benötigen, um ihre eigene Lebensqualität zu verbessern; sowie (d) der Barrieren, auf die sie im Zuge dieses Prozesses stoßen.




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