Projektdetails
Science Communication and Social Learning in Marine Biodiversity from a Social-Psychological Perspective.
Leonie Dziomba;
Beschreibung
Das Dissertationsprojekt untersucht, wie unterschiedliche Akteur:innen aus Wissenschaft, Bildung, Politik, Praxis und Gesellschaft im Bereich der marinen Biodiversitätsforschung zusammenarbeiten und wie Wahrnehmungen, Werte und epistemologische Annahmen Kommunikations- und Entscheidungsprozesse in solchen inter- und transdisziplinären Kontexten prägen.
Aus kognitions- und sozialpsychologischer Perspektive richtet sich der Blick insbesondere auf Prozesse der Wissensverarbeitung, der Vertrauensbildung sowie auf Unterschiede in individuellen und kollektiven Deutungsmustern; wie solche Unterschiede Verständigung erschweren, aber auch produktiv für gemeinsame Lernprozesse genutzt werden können.
Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern in diesen Kontexten soziales Lernen stattfindet und unter welchen Bedingungen gemeinsame Verständigungsgrundlagen entstehen können.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Rolle niedrigschwelliger Technologien wie dem PlanktoScope, die sowohl als Instrumente der Wissenschaftskommunikation als auch als gemeinsame Bezugspunkte (Boundary Objects) in der Zusammenarbeit fungieren können. Untersucht wird, inwiefern solche Instrumente dazu beitragen, Kommunikation zu erleichtern, Vertrauen in Daten zu fördern und neue Formen der Teilhabe an wissenschaftlichen Prozessen zu ermöglichen.
Methodisch kombiniert die Arbeit standardisierte Umfragen, qualitative Interviews und Fokusgruppendiskussionen und, um individuelle Perspektiven sowie kollektive Aushandlungsprozesse systematisch zu erfassen.

