Projektdetails
GBPsych Uni Bremen: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei Mitarbeitenden und Studierenden an der Universität Bremen
Beschreibung
Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird an Hochschulen nicht nur für Mitarbeitende und Professor*innen (Arbeitsschutzgesetz), sondern nach der Unfallverhütungsvorschrift der DGUV (Vorschrift 1, Grundsätze der Prävention) auch für Studierende gefordert.
Unabhängig von der verbindlichen Vorgabe erscheint es notwendig, sich mit der psychischen Gesundheit an Studienplätzen zu befassen. Insbesondere unter Studierenden zeigen sich hohe Raten von mentalen Problemen, speziell auch während und nach der COVID-19-Pandemie.
An der Universität Bremen fand eine Gefährdungsbeurteilung für Mitarbeitende bereits im Jahr 2018 statt. Eine Gefährdungsbeurteilung für Studierende fand hingegen bisher nicht statt.
Im Wintersemester 2025/2026 soll sowohl die Gefährdungsbeurteilung der Mitarbeitenden als auch eine erste Gefährdungsbeurteilung der Studierenden vorgenommen werden. Hierfür sollen die bekannten und validierten Instrumente „Bielefelder Fragebogen zu Arbeitsbedingungen“ (Mitarbeitende) und „Bielefelder Fragebogen zu Studienbedingungen“ (Studierende) eingesetzt werden. Diese Fragebögen orientieren sich an der theoretischen Grundlage des Sozialkapitalansatzes nach Badura und wurden bereits vielfach an Hochschulen implementiert. Mitarbeitende und Studierende werden mittels der Fragebögen zu ihren Studienbedingungen, Handlungsbedarfen und ihrer gesundheitlichen Situation befragt. Dies ermöglicht es, Belastungen und Ressourcen an Studienplätzen und damit Ansatzpunkte für die Ableitung von Maßnahmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Psychischer Belastungen zu identifizieren.

