Ausgabe 22

Wissenschaftstransfer in Public Health und Pflegewissenschaft: Ein Überblick
Maren Emde, Gabriele Bolte, Heike Mertesacker
Als Teil der sogenannten „Dritten Mission“ (third mission) der Wissenschaft hat der Transfer in den vergangenen Jahren eine immer wichtigere Rolle in Universitäten und Forschungseinrichtungen eingenommen.
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Public Health-Forschung: Zahnloser Tiger oder steter Tropfen?
Joseph Kuhn
Public Health hat sich seit den 1990er Jahren auch in Deutschland zu einer lebendigen Forschungslandschaft entwickelt. Es gibt Institute, Lehrstühle, Publikationsorgane, Fachgesellschaften, Kongressreihen, ein „Zukunftsforum Public Health“ und auch hochrangige Anerkennung im politischen Raum.
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Reallabore: Wo Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Zukunft testen
Franziska Stelzer
Ob klimafreundliche Mobilität, Bauwende oder neue Ideen für die Innenstadt – in Reallaboren erproben Forschende, Unternehmen, Stadtverwaltung, zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürger*innen gemeinsam, wie Wandel konkret gelingen kann.
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Die InnovationsCommunity Urban Health – transdisziplinäre und transformative Forschung zu sozialen Innovationen für mehr Umweltgerechtigkeit
Gabriele Bolte, Ellen Senck
Mit der Förderlinie DATIpilot -Fördern & Lernen für Innovation und Transfer verfolgt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) das Ziel, die Entwicklung technologischer und sozialer Innovationen zu beschleunigen und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden.
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ProKIP – Künstliche Intelligenz in der Pflege gemeinsam gestalten
Dominik Domhoff, Janissa Altona, Kathrin Seibert, Karin Wolf-Ostermann
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie, um Versorgungsqualität und Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Doch zwischen technologischer Idee und funktionierendem Einsatz im Alltag liegen viele Herausforderungen.
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Offen, partizipativ, wirkungsvoll? – Wissenstransfer im Barcamp-Format
Dominik Domhoff, Kathrin Seibert, Karin Wolf-Ostermann
Eine Konferenz ohne Beitragseinreichung und Begutachtungsverfahren – das Barcamp bietet sich durch seine Niedrigschwelligkeit und Spontanität nicht nur für die Wissenschaftscommunity selbst, sondern auch für den Wissenstransfer mit anderen Disziplinen und der Gesellschaft an.
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Implementation einer stärker sprachbildend gestalteten Praxisanleitung in der Pflegeausbildung
Ingrid Darmann-Finck, Larissa Fenker, Valeska Stephanow
Die generalistische Pflegeausbildung ist mit hohen fachlichen und damit auch sprachlichen Anforderungen verbunden. Aufgrund der sprachlichen Vielfalt können viele Auszubildende diesen Anforderungen nicht oder nur mit Einschränkungen gerecht werden.
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Wissenschaftskommunikation in der Gesundheitsforschung: Chancen und Risiken im digitalen Zeitalter
Rasmus Cloes
Die Medienwelt befindet sich seit mehr als drei Jahrzehnten in einem tiefgreifenden Wandel. Das beeinflusst auch die Kommunikation in der Gesundheitsforschung. Zu Beginn des KI-Zeitalters sollten Forschende alte Fehler vermeiden.
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Schnell ausgedacht? Storytelling in der Wissenschaftskommunikation im Bereich Public Health und Pflege
Fabienne Pradella, Melanie Böckmann
Als Wissenschaftler*innen sind wir darin geübt, komplexe Zusammenhänge zu analysieren. Weniger diskutiert wird, wie sich diese Komplexität so kommunizieren lässt, dass sie verständlich, relevant und anschlussfähig wird.
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Beispiele der Politikberatung im Feld der Glücksspielforschung
Tobias Hayer
Die Forschung im Glücksspielbereich lässt sich am besten als Querschnittsmaterie begreifen, da sie vielfältige Facetten betrifft. Dazu zählen in erster Linie psychologische, soziale, ökonomische, rechtliche, aber auch gesundheitswissenschaftliche und hier insbesondere suchtbezogene Aspekte.
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Assessing heat adaptation in informal settlements in LMIC urban areas using a disaster justice informed theory: a rapid review
Lira Ramadani, Katharina Förster, Juliana Lenz, Melanie Böckmann
Climate change poses critical risks to urban areas due to their dense populations and infrastructures that are sensitive to climatic conditions.
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Partner*innen von Personen mit einer Glücksspielstörung: Welche Ressourcen und Hürden sind im Zuge des Genesungsprozesses von Bedeutung?
Tobias Hayer, Tobias Turowski
Genesung (Recovery) stellt ein zentrales Konzept in der Fachliteratur dar, was inzwischen auch auf das spezifische Themengebiet der Glücksspielsucht zutrifft.
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Das UNICON-Projekt
Benjamin Schüz, Núria Pedrós Barnils, Nourat N. Alazza
In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten UNICON-Projekt untersuchen wir, wie individuelles Ernährungsverhalten mit Umwelt- und psychosozialen Einflussgrößen zusammenhängt und welche Rolle sozioökonomische Faktoren dabei spielen.
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„Wir brauchen eine Normalisierung des Nichtrauchens“ – Konzeptentwicklung einer neuen Versorgungsform (JOKER)
Jonathan Kolschen, Nourat Noemi Alazza, Benjamin Schüz
Im Jahr 2023 rauchten etwa 36% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, eine Zunahme um etwa 7 Prozentpunkte seit 2020.
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ExperimentierRäume für eine gerechte Stadtentwicklung in der InnovationsCommunity Urban Health - Innovative Ansätze zur Förderung von Umweltgerechtigkeit und gesundheitlicher Chancengerechtigkeit in Bremen/ Bremerhaven und dem Ruhrgebiet
Ellen Senck, Gabriele Bolte
Städte stehen angesichts der immer rascher fortschreitenden Klimakrise, wachsender sozialer Ungleichheiten und vielfältiger gesundheitlichen Herausforderungen unter enormem Veränderungsdruck.
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Die Wohnumgebung und aktive Mobilität älterer Erwachsener – Ergebnisse aus intersektionalitätsinformierten Analysen von Daten aus dem AFOOT-Forschungsprojekt
Sophie Horstmann, Sabine Baumgart, Gabriele Bolte
Körperliche Aktivität ist bedeutend für ein gesundes und aktives Altern.
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SalusTransform: Wie kann die Entwicklung einer gesunden Stadt für alle gelingen?
Justus Tönnies, Ellen Senck, Gabriele Bolte
International und national wird die Bedeutung von integrierten Stadtentwicklungsprogrammen für die große Transformation, sozial-ökologische Nachhaltigkeit und gesundheitliche Chancengerechtigkeit zunehmend diskutiert.
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Peer-gestützte Krisenintervention zur Vermeidung von Zwangseinweisungen („PeerIntervent“)
Lena Oeltjen, Ansgar Gerhardus
Menschen in akuten psychischen Krisen können unter bestimmten Umständen zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Solche Zwangseinweisungen bedeuten einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte und werden von Betroffenen häufig als diskriminierend, stigmatisierend und traumatisierend erlebt.
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Leitlinienprojekte „Komplizierte Harnwegsinfektion“ und „Antibiotic Stewardship ambulant“
Guido Schmiemann
Der Innovationsfond fördert die Neuerstellung der S3 Leitlinie Komplizierte Harnwegsinfektionen bei Frauen und Männern.
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GenDivInfo: Medizinische Leitlinien neu gedacht – Vielfalt berücksichtigen, Versorgung verbessern
Birte Berger-Höger, Jana Kaden, Christina Hartig-Magulsky, Klara Pechtel, Julia Lauberger, Nicole Schemmel, Anke Steckelberg, Margrit E. Kaufmann, Julia Lühnen
Im März 2025 wurde das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Forschungsprojekt „GenDivInfo“ nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen.
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Evaluation und Überarbeitung des Bremer Curriculums für die Pflegeausbildung
Sebastian Partsch, Ingrid Darmann-Finck
Im Zuge der Umsetzung des Pflegeberufegesetzes (PflBG) entwickelte eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen einen lernfeldorientierten Lehrplan für die generalistische Pflegeausbildung.
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„Ich bin wirklich selber erstaunt“ - Evaluation der Externenprüfung und des Vorbereitungskurses für die Pflegefachhilfe in Bremen
Kai Knapp, Ingrid Darmann Finck
Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz hat im Januar 2024 in einem Erlass die Möglichkeit geregelt, dass berufserfahrene Pflegehelfer:innen ohne Ausbildung mittels einer sogenannten Externenprüfung den Berufsabschluss als Pflegefachhelfer:in erlangen können.
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Psychische Gesundheit von Studierenden und Hochschulbeschäftigten
Rosa Freiheit, Lara Anabell Thiesen, Anika Küchenhoff, Stefanie M. Helmer
Knapp 18 Millionen Erwachsene in Deutschland sind jährlich von psychischen Erkrankungen betroffen, das sind fast 28 % der Bevölkerung. Hochschulen gelten dabei als Orte, an denen sowohl Mitarbeitende als auch Studierende mit vielfältigen Belastungen konfrontiert sind.
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Forschungscluster Gesunde Stadt Bremen – interprofessionell, digital, nachhaltig
Julita Skodra
Seit Mitte bzw. Ende 2022 wurden in sechs Teilprojekten von fünf Doktorand*innen und einer PostDoc an wissenschaftsbasierten Lösungsvorschlägen für die aktuellen Herausforderungen der gesundheitlichen und sozialen Ungleichheiten im Land Bremen zur Etablierung einer gesunden Stadt aus einer gesundheitswissenschaftlichen Perspektive gearbeitet.
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Forschungsarbeiten der Abteilung Sozialepidemiologie des IPP gehen in den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung ein
Gabriele Bolte, Sabine Baumgart
Weiterer Beitrag:
Neuer ARL-Arbeitskreis „Räumliche Planung und Management für pandemie-resiliente Städte“
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Fünf Jahre Ethik-Lehre in den gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen der Universität Bremen
Solveig Lena Hansen
Weiterer Beitrag:
Wahlschwerpunkt Envinronmental Public Health im BA Public Health/Gesundheitswissenschaften ist Teil des neuen Zertifikationsprogramms Nachhaltigkeit “Brena”
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Dissertation: „Da musst du dann irgendwo Prioritäten setzen“. Theorie pflegerischer Verteilungsentscheidungen in der stationären Langzeitpflege
Agnes-Dorothee Greiner
Ausgangspunkt der Dissertation ist die Frage, wie beruflich Pflegende in der stationären Langzeitpflege Entscheidungen über die Verteilung knapper Ressourcen – insbesondere Zeit und Aufmerksamkeit – treffen.
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Prof. Dr. Gabriele Bolte in den Fachausschuss „Krebs-Prävention und -Früherkennung“ der Deutschen Krebshilfe berufen
Weiterer Beitrag:
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck in die Fachkommission nach § 53 PflGB berufen
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Strukturiertes Promotionsprogramm Gesundheitswissenschaften im Oktober gestartet
Fabienne Schnepf, Birte Berger-Höger, Ansgar Gerhardus
Seit dem 1. Oktober 2025 können alle Promovierenden im Wissenschaftsschwerpunkt (WSP) Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen im neuen strukturierten Promotionsprogramm Gesundheitswissenschaften promovieren und ein zusätzliches Zertifikat erhalten.
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20 Jahre Bremer Pflegekongress
Weitere Beiträge:
Jährliche Tagungen des Forschungsclusters Gesunde Stadt Bremen
Forschungsverbünde FIGENA stellen sich auf der Jahrestagung der DGSMP vor
Neue Veranstaltungsreihe: “Gesunde Zukunft: Nachhaltig und klimagerecht in Bremen”
Workshop: “Gesunde Stadt für alle: Klimaanpassung gerecht gestalten”
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Modulcurriculum für die Praxisanleitungsqualifikation
Weitere Beiträge:
Decision Coaching - Förderung von informierten Entscheidungen durch Pflegefachpersonen
Umweltgerechtigkeit. Eine Public-Health-Perspektive auf Chancengerechtigkeit bei Umwelt und Gesundheit
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