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Sommersemester

Veranstaltungen

Die Vorlesung ist eine Einführung in die Industrieökonomik. Nach der Diskussion einiger grundlegender Theorien und Modelle werden diese dazu verwendet, empirisch beobachtbare Sachverhalte im Zusammenwirken von Märkten und Unternehmen zu erklären. Neben Konzepten der klassischen Industrieökonomik stützt sich die Vorlesung dabei auch auf Erkenntnisse der Verhaltens-, Evolutions- und Institutionenökonomik, mit besonderem Fokus auf die Arbeit Joseph Schumpeters. Ziel des Kurses ist es, den Studierenden eine Grundausstattung an Konzepten zu vermitteln, um die Interaktion zwischen Menschen, Märkten und Firmen besser zu verstehen.

 

Der Kurs untersucht die Volkswirtschaften von Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel des Kurses ist es, Unterschiede im wirtschaftlichen Erfolg und in der wirtschaftlichen Dynamik verschiedener Entwicklungsländer und deren Gründe zu erkennen und zu verstehen, sowie einen Überblick über die verwendeten empirischen Methoden in der Entwicklungsökonomik zu erlangen. Nach einer Einführung in klassische und zeitgenössische Modelle und Theorien der Entwicklungsökonomik und in verschiedene staatliche Entwicklungsstrategien wird der Kurs einen Überblick über die wichtigsten makro- und mikroökonomischen Themen der Entwicklungsökonomik vermitteln, mit einem Fokus auf Industriepolitik und nachholende Entwicklung, internationalen Handel, Bevölkerungswachstum, Ungleichheit, Gesundheit und Bildung, Umweltprobleme, Entwicklungshilfe, sowie die Rolle internationaler Finanzmärkte.

 

Die empirische Forschung in der Entwicklungs- wie auch in der Institutionen- und Transformationsökonomik ist in den letzten Jahren zunehmen durch einen Fokus auf experimentelle Methoden zur Erforschung kausaler Zusammenhänge geprägt. Der auf Englisch unterrichtete Kurs wird sich auf die praktische Anwendung dieser Methoden konzentrieren. Nach einer kurzen theoretischen und methodischen Einführung werden verschiedene Formen von Experimenten anhand von konkreten Forschungspapieren detailliert besprochen. Der Kurs widmet sich dann einer Reihe von häufigen auftauchenden Fragen und Problemen in der experimentellen Forschung, bevor die Studierenden die Möglichkeit haben, ihr eigenes experimentelles Forschungsdesign zu entwickeln und vorzustellen.

 

 

Was ist für das Funktionieren einer modernen Marktwirtschaft unerlässlich? Aufbauend auf den theoretischen und empirischen Erkenntnissen der Transformationsökonomik untersuchen wir in diesem Kurs, wie die Planwirtschaft der Sowjetunion in die Marktwirtschaft des heutigen Russlands umgewandelt wurde. Am Beispiel der wirtschaftlichen Transformation Russlands erhalten die Studierenden ein praktisches Verständnis für eine Reihe zentraler wirtschaftlicher Konzepte: Welche Rolle spielen Preise, Eigentumsrechte, politische Institutionen und die rechtlichen Rahmenbedingungen in einer Marktwirtschaft? Wie wirken sich diese Institutionen auf zentrale Ergebnisse eines Wirtschaftssystems wie Wirtschaftswachstum, Ungleichheit, Beschäftigung und Innovation aus? Und wie unterscheiden sich die modernen Marktwirtschaften verschiedener Länder - wie Russland, Deutschland oder die USA - voneinander?

Aufbauend auf theoretische Konzepte der Transformationsökonomik, der Institutionenökonomik und der Varieties of Capitalism Literatur wird den Studierenden ein tiefgreifendes Verständnis davon vermittelt, wie moderne Marktwirtschaften funktionieren, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind und warum unterschiedliche Systeme zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Gleichzeitig erhalten die Studierenden zudem Einblicke in die faszinierende Geschichte der wirtschaftlichen Transformation Russlands, eine Geschichte, die Beamte der Kommunistischen Partei, Oligarchen, rivalisierende Sicherheitsdienste, kriminelle Gruppen und furchtlose Unternehmer umfasst, die alle zum Aufbau des heutigen Wirtschaftssystems Russlands beigetragen haben.

Laut des Demokratieindex der Fachzeitschrift The Economist können 92 von 167 Ländern der Welt entweder als hybride oder als autoritäre Regime charakterisiert werden, d. h. Länder, in denen der politische Pluralismus stark eingeschränkt ist oder nicht existiert. In diesem Kurs werden wir untersuchen, wie die Wirtschaftssysteme dieser Länder funktionieren, wie sie sich in ihrer Funktionsweise von den Volkswirtschaften demokratischer Länder unterscheiden und welche Ergebnisse sie erzielen. Während des Unterrichts lernen die Studierenden zentrale Konzepte aus der institutionellen und vergleichenden Literatur der politischen Ökonomie kennen, beispielsweise die Bedeutung von Sicherheit der Eigentumsrechte für wirtschaftlichen Erfolg, die Rolle von Abhängigkeitsbeziehungen (patron-client relations), die politische Ökonomie der Korruption und welche Rolle, Firmen und Unternehmer in autoritären politischen Systemen spielen. Diese Konzepte werden durch zahlreiche Fallstudien aus Kontexten wie China, Nordkorea, Vietnam, Russland, Weißrussland, Kuba, Saudi-Arabien, Ruanda und Singapur veranschaulicht.

Neben einer umfassenden Einführung in das Thema autoritärer Wirtschaftssysteme wird dieser Kurs den Studierenden auch qualitative und quantitative Forschungsmethoden in den Bereichen vergleichende politische Ökonomie und institutionelle Ökonomie vorstellen. Der Kurs wird gemeinsam mit Ekaterina Paustyan unterrichtet, die über umfangreiche Erfahrung in der Forschung an autoritären Systemen mithilfe qualitativer empirischer Ansätze verfügt, und Michael Rochlitz, der ähnliche Fragen anhand quantitativer Daten untersucht. Auf diese Weise können die Studierenden die Vor- und Nachteile beider Ansätze vergleichen und herausfinden, welche Methode am besten geeignet sind für die Untersuchung ausgewählter Forschungsfragen.

Bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um eine anwendungsorientierte Einführung in die Theorie und Methoden zur Analyse strategischer Interaktionen (Spieltheorie). Es werden verschiedene typische Strukturen sozialer Entscheidungsprobleme und ihre Modellierungen vorgestellt (Koordinations-, Nicht-Koordinations-, Anti-Koordinations-Spiele und Soziale Dilemmata), jeweils in strategischer und in sequentieller Form. Die Lösungen zu diesen Entscheidungsproblemen werden in reinen und in gemischten Strategien analysiert. Außerdem wird in das Prozessdenken für unbestimmt oft wiederholte Interaktionen in größeren Populationen eingeführt (evolutionäre Spieltheorie), insbesondere in die Modellierung evolutionärer Prozesse. Schließlich werden klassische Auktions- und Verhandlungsprobleme vorgestellt und auf ihre Funktionsweise analysiert. In der gesamten Veranstaltung werden konventionelle Konzepte der Mainstream-Ökonomie wie Rationalität und Optimalität der Märkte kritisch beurteilt.