Zum Inhalt springen

Forschung

Das Institut für Politikwissenschaft (IPW) gehört zum Fachbereich 08 Sozialwissenschaften an der Universität Bremen. Es organisiert die Lehre in allen Bereichen der politikwissenschaftlichen Disziplin. Seine besondere Prägung und sein Profil erhält das Institut für Politikwissenschaft durch die angeschlossenen Forschungseinrichtungen (siehe unten), die ihre jeweiligen Forschungsschwerpunkte in die Lehre einbringen. Die Mitglieder des IPW betreiben ihre Forschung in verschiedenen eigenständigen Forschungsinstituten, die innerhalb des Wissenschaftsschwerpunktes "Sozialer Wandel, Sozialpolitik und Staat" der Universität Bremen angesiedelt sind.

Die Politikwissenschaft in Bremen zeichnet sich vor allem durch zwei Schwerpunkte aus: die Beschäftigung mit Theorien und Institutionen der internationalen Beziehungen (inklusive der Europäischen Union) und des modernen Wohlfahrtsstaates. Die intensive Forschungsarbeit in diesen Bereichen erstreckt sich vor allem auf die Frage, wie sich die internationalen Beziehungen und der Wohlfahrtsstaat unter den Bedingungen der Globalisierung verändern und welche neuen Formen von Governance (politischer Steuerung) sich herausbilden. Folgende Forschungseinrichtungen sind dem IPW angeschlossen:

  • Das InIIS – Institut für Interkulturelle und Internationale Studien, das die Legitimität wie auch die Effektivität des Regierens in internationalen und transnationalen Institutionen analysiert.

     

  • Das SOCIUM - Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik. Die bereits vorhandene sozialwissenschaftliche Expertise zum Thema Ungleichheit und Sozialpolitik des früheren Zentrums für Sozialpolitik (ZeS) sowie des Instituts für empirische und angewandte Soziologie (EMPAS)  wurden durch Zusammenschluss im Forschungsinstitut SOCIUM gebündelt.

     

  • Das ZeDiS - Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften führt für im Bereich der Ökonomie, Geschichte, Geographie und Politikwissenschaft Forschungsvorhaben zu Fragen der fachspezifischen und fachübergreifenden Didaktikforschung durch, koordiniert Kooperationen mit Schulen, anderen an der Lehrerbildung beteiligten Institutionen und außerschulischen Bildungsträgern.

     

  • Der "Sonderforschungsbereich SFB 1342: Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik": Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) an der Universität Bremen bewilligt, der 2017 startete. Der SFB wird in den nächsten vier Jahren mit rund elf Millionen Euro gefördert. Der SFB 1342 untersucht die weltweiten Entwicklungsdynamiken staatlich verantworteter Sozialpolitik.

     

Darüber hinaus kooperieren Mitglieder des IPW auch mit anderen Einrichtungen oder betreiben dort politikwissenschaftliche Forschung:

  • Das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) ist eine Stiftung der Länder Bremen und Niedersachsen sowie der Stadt Delmenhorst. Als unabhängiges Institute for Advanced Study fördert das Kolleg die disziplinäre und interdisziplinäre Zusammenarbeit international anerkannter Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler, indem Gastwissenschaftlern (Fellows) die Möglichkeit geboten wird, sich frei von akademischen Verpflichtungen für einen bestimmten Zeitraum auf ein Forschungsvorhaben oder ein wissenschaftliches Projekt zu konzentrieren. Dabei kooperieren die Fellows weltweit mit Kolleginnen und Kollegen ebenso wie mit den Universitäten und Forschungseinrichtungen in der Region.

Bedeutsam für die Forschung am Standort Bremen ist auch der Fachinformationsdienst Politikwissenschaft (POLLUX). Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Fachinformationsdienst Politikwissenschaft optimiert nachhaltig die Literaturversorgung und die Informationsinfrastruktur im Bereich der Politikwissenschaft in Deutschland. Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen entwickelt gemeinsam mit ihrem Projektpartner, das GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, maßgeschneiderte Dienstleistungen, die allen in Deutschland Forschenden auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zur Verfügung stehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert POLLUX seit 2016. Die zweite Förderphase ist von 07/2019 bis 06/2022.

Aktualisiert von: Björn Scheetz