Die Veranstaltung wurde von Dr. Benedikt Schmitz, Gastprofessor an der Universität Bremen und Assistant Professor an der Rijksuniversiteit Groningen, organisiert. Sie brachte Rechtswissenschaftler:innen und Praktiker:innen zusammen, um die normativen und technologischen Veränderungen zu beleuchten, die derzeit die justiziellen Institutionen transformieren.
Überblick zur Konferenz
Das Symposium thematisierte das grundlegende Spannungsverhältnis zwischen den Effizienzgewinnen der digitalen Transformation – etwa durch KI-gestützte Entscheidungsfindung und Fernverhandlungen – und der Notwendigkeit, robuste Verfahrensgarantien aufrechtzuerhalten. Mit dem Fokus auf einen rechtsvergleichenden Dialog zwischen Deutschland und den Niederlanden bot die Konferenz eine Plattform, um zu erörtern, wie Rechtssysteme digitale Innovationen nutzen können, während sie gleichzeitig fest rechtsstaatlich verankert bleiben.
Beiträge aus dem Fachbereich der Universität Bremen
Die Universität Bremen war durch zwei Professor:innen prominent vertreten, deren Beiträge die aktuelle Forschung an der Schnittstelle von Technologie und Verfahrensgerechtigkeit hervorhoben:
• Prof. Dr. Frederick Rieländer nahm am Panel zum Internationalen Privatrecht teil. Sein Vortrag mit dem Titel „Transforming Transnational Litigation through Emerging Technologies: Opportunities, Risks, and Regulatory Safeguards“ analysierte kritisch, wie aufstrebende Technologien die grenzüberschreitende Rechtslandschaft neu gestalten. Dabei identifizierte er zentrale regulatorische Herausforderungen, die für die Gewährleistung von Fairness in transnationalen Streitigkeiten bewältigt werden müssen.
• Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess trug zum Panel für Zivilprozessrecht mit seinem Vortrag „Digital Access to German Civil Courts“ bei. Sein Beitrag untersuchte die praktischen und theoretischen Implikationen der digitalen Integration in der deutschen Justiz und fokussierte sich darauf, wie Modernisierung den Zugang zum Recht verbessern kann, ohne die Verfahrenstransparenz zu gefährden.
Die Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm, das Zivil-, Straf- und Verwaltungsprozessrecht abdeckte. Den Abschluss bildete eine Reihe von „Elevator Pitches“ von Nachwuchswissenschaftler:innen, die innovative Ansätze zur rechtlichen Verantwortlichkeit und zum Einsatz automatisierter Entscheidungsverfahren präsentierten.
Kommende Publikation im Springer-Verlag
Der auf diesem Symposium initiierte wissenschaftliche Diskurs wird über die Veranstaltung hinaus fortgesetzt. Die Vorträge, zentralen Erkenntnisse und die ausgearbeiteten Beiträge aus den Konferenzpanels werden gesammelt und in einem demnächst erscheinenden Buch im Springer-Verlag veröffentlicht. Der Sammelband wird eine umfassende Ressource zur rechtsvergleichenden Digitalisierung der Justiz bieten.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Konferenz, das vollständige Programm sowie zukünftige Forschungsinitiativen, die aus dieser Zusammenarbeit hervorgehen, finden Sie auf der offiziellen Veranstaltungsseite.




