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Forschungsschwerpunkt: Grundlagen des Rechts

Paragraphenzeichen

Der Fachbereich hat seit seinem Bestehen einen Schwerpunkt in den Forschungen zu den philosophischen, soziologischen und historischen Bezügen des Rechts. Diese haben sich im Laufe der Zeit gewandelt und stehen im steten Wandel. Standen am Anfang empirische Forschungen im Vordergrund, etwa von Johannes Feest zum Strafvollzug, sind in jüngerer Zeit rechtstheoretische und rechtsphilosophische Forschungen ins Zentrum gerückt. Diese haben ein weites Spektrum.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Philosophie der Aufklärung (etwa Ulli Rühl, Deduktion des Rechts als intelligibler Besitz), die in kantischer Tradition untersucht, was die Bedingungen für Recht und seine Begriffe sind. Die kritische Systemtheorie (etwa Andreas Fischer-Lescano, Rechtskraft) thematisiert unter anderem, auf welche Weise Macht rechtliche Diskurse prägt und welche Mechanismen dabei bestehen, die über individuelle Entscheidungen und Gesetze wirken. Innerhalb der analytischen Rechtsphilosophie gilt das Interesse etwa der Frage, wie man den Begriff und die Existenzweise des Rechts verstehen sollte (etwa Lorenz Kähler, Potentialism as a Position beyond Positivism and Natural Law Theory).

Zu den Grundlagen des Rechts hat es in den letzten Jahren einige Forschungsprojekte gegeben, die Überschneidungspunkte zur Transnationalisierung des Rechts aufweisen. Ebenso gab es eine Reihe von Projekten im Schnittfeld von Rechtspolitik, europäischer Einigung, die insbesondere am Zentrum für Europäische Rechtspolitik angesiedelt sind. Für die Diskussion zentral waren und sind die am Fachbereich stattfindenden Konferenzen (etwa 2016: Theorien im Recht – Theorien über Recht; 2017: Kritik der subjektiven Rechte).

Aktualisiert von: Antje Kautz