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Zweites Bremer-Groninger Doktorand:innentreff fördert fachübergreifenden Austausch

Am 9. April 2026 traf sich der wissenschaftliche Nachwuchs beider Universitäten bereits zum zweiten Bremer-Groninger Doktorand:innentreff - diesmal unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess (Universität Bremen), Prof. Dr. Patrick C. Leyens (Universität Bremen) und Dr. Benedikt Schmitz (Rijksuniversiteit Groningen). 

Im Fokus der Veranstaltung standen zwei vielseitige Forschungsprojekt: Jie Ouyang (Groningen) beleuchtete das Konzept des „average consumers“ und dessen Potenzial, das Problem des Greenwashings im Rahmen der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken zu adressieren. Die Diskussion kreiste um die Frage, wie rechtliche Standards Verbraucher:innen vor irreführenden Nachhaltigkeitsversprechen schützen können - ein Thema von wachsender gesellschaftlicher Relevanz.

Paul Galyga (Bremen) präsentierte eine rechtshistorische Analyse der richterlichen Unabhängigkeit im Kontext der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Besonders spannend war dabei der Einfluss einer Minderheitsmeinung aus dem englischen Common Law auf die Rechtsprechung des EGMR - ein Beispiel dafür, wie historische Perspektiven aktuelle Debatten bereichern können.

Ob Verbraucherschutz oder Grundrechte: Die Diskussionen zeigten, wie fruchtbar der Austausch zwischen verschiedenen Rechtsgebieten und juristischen Kulturen sein kann. Die offene und konstruktive Atmosphäre unterstrich erneut den Wert des Formats für die wissenschaftliche Vernetzung.

Die nächste Ausgabe des Bremer-Groninger Doktorand:innentreffs ist für Oktober/November 2026 geplant. 

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Aktualisiert von: FB 6