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ProChild

Forschungsprojekt


Prävention von Misshandlung und Förderung der psychischen Gesundheit bei Kindern von Müttern mit Borderline‐Persönlichkeitsstörung

Dieses vom BMBF finanzierte Forschungsprojekt findet im Rahmen des Forschungsverbundes zu Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Gewalt, Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in Kindheit und Jugend statt. Im Fokus des Projektes stehen verschiedene Aspekte des Themas Mütter mit psychischen Erkrankungen insbesondere Borderline-Erkrankung (BPS) und ihre Kinder. Zur Unterstützung und Steigerung der Erziehungskompetenzen der Mütter mit einer BPS, die sich häufig besonderen Herausforderungen bei der Erziehung und im Umgang mit ihren Kindern gegenübersehen, wurde das Gruppentraining „Borderline und Mutter sein“ entwickelt (Buck-Horstkotte, Renneberg & Rosenbach, 2015). Im Rahmen von ProChild wird die Wirksamkeit dieses Trainings evaluiert. Darüber hinaus sollen störungsspezifische Merkmale im Bereich der Mutter-Kind-Beziehung ermittelt werden, indem neben einer Kontrollgruppe (psychisch gesunde Mütter) auch eine klinische Vergleichsgruppe (Mütter mit einer Angststörung/Depression) untersucht wird.

In fünf Teilprojekten werden an drei Studienzentren (Freie Universität Berlin, Universität Bremen und Ruhruniversität Bochum) Daten erhoben, zusammengeführt und daraufhin von den drei Zentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgewertet (TP 1-5):
 

TP 1: Fokus Mutter (Berlin)

Elterliche Fertigkeiten von Müttern mit BPS und Effekte des Elterntrainings
 

TP 2: Fokus Kind (Bochum)

Emotionsregulation und mentale Gesundheit bei Kindern von Müttern mit BPS
 

TP 3: Fokus Mutter-Kind-Interaktion (Bremen)

Familienklima und Beziehungsqualität in Dyaden von Müttern mit BPS und ihren Kindern
 

TP 4: Fokus Genetik (Bochum)

Epigenetische Mechanismen innerhalb der Effekte des Elterntrainings in Bezug auf die sozioemotionale Funktionalität von Kindern von Müttern mit BPS
 

TP 5: Fokus Hilfesystem (Berlin)

Kinder zwischen den Systemen - Differenzen innerhalb der Kooperationen der versch. eigebundenen Institutionen und damit einhergehendes Risiko für den Hilfeprozess

 

Für weitere Informationen siehe auch www.kompetenz-gegen-missbrauch.de 
oder unsere Informationsflyer

 

Ansprechpartner an der Universität Bremen:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: M.Sc. Ruscha Zarsteck

Principal Investigator: Prof. Dr. Nina Heinrichs



The ProChild project is funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF; UBremen lead project: funding code FKZ 01KR1805C).